PROFIL

Markus

Regensburg
  • 12
  • Rezensionen
  • 69
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 16
  • Bewertungen
  • Jäger, Hirten, Kritiker

  • Eine Utopie für die digitale Gesellschaft
  • Autor: Richard David Precht
  • Sprecher: Bodo Primus
  • Spieldauer: 8 Std. und 31 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.478
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.373
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.361

Dass unsere Welt sich gegenwärtig rasant verändert, weiß inzwischen jeder. Doch wie reagieren wir darauf? Die einen feiern die digitale Zukunft mit erschreckender Naivität und erwarten die Veränderungen wie das Wetter. Die Politik scheint den großen Umbruch nicht ernst zu nehmen. Andere warnen vor der Diktatur der Digitalkonzerne aus dem Silicon Valley. Und wieder andere möchten am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und zurück in die Vergangenheit. Richard David Precht skizziert dagegen das Bild einer wünschenswerten Zukunft im digitalen Zeitalter.

  • 5 out of 5 stars
  • Inspirierendes Buch

  • Von Gabriele Pickart Alvaro Am hilfreichsten 06.06.2018

Digitales Gruselmärchen

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.07.2018

Leider habe ich mich dazu hinreißen lassen, aufgrund der guten Rezensionen dieses durch und durch enttäuschende Hörbuch zu kaufen. Die digitale Dystopie/Utopie, die Precht da skizziert zeugt vor allem von kompletter fachlicher Unkenntnis. Im Grunde hätte man dieses Buch im Nachgang des Konsums von Terminator 2 schreiben können. Die Quintessenz lautet: Computer sind böse und bald sind sie alle "intelligent" und vernichten die Menschheit - oder wenigsten die Jobs. Das angestückelte Quäntchen Zweckoptimismus kann vielleicht Sonderschüler und AfD-Wähler begeistern, mehr aber nicht. Schade ums Geld.

0 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Strafe

  • Autor: Ferdinand von Schirach
  • Sprecher: Ferdinand von Schirach
  • Spieldauer: 4 Std. und 21 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 565
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 537
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 540

Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem neuen Buch "Strafe" zwölf Schicksale. Wie schon in den beiden Titeln "Verbrechen" und "Schuld" zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von "gut" und "böse" oft sind. Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst.

  • 4 out of 5 stars
  • Sprecher<br /><br />

  • Von Amazon Kunde Am hilfreichsten 21.03.2018

Lakonische Geschichten, die selten fesseln

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 12.05.2018

Ich bin ein großer Fan der Bücher von Herrn von Schirach und dieses ist das erste, welches ich als Hörbuch konsumiert habe. Die mehrfach erhobene Kritik, dass der Autor sein Werk eher suboptimal vortragen würde, kann ich nicht ganz bestätigen. Sicherlich ist die Art, wie Ferdinand von Schirach liest, gewöhnungsbedürftig, allerdings passt sie zum Kontext des Werkes.

Die Geschichten in Strafe sind lakonisch schlicht und teils geradezu minimalistisch und genauso werden sie auch vorgetragen. Alle drehen sich irgendwie um das Motiv der Strafe als Sühne für Verbrechen bzw. moralische Verfehlungen, allerdings nicht immer im streng juristischen Sinne. Die Länge der einzelnen Stück variiert und bei manchen der Erzählungen hat man den Eindruck, dass es kaum nennenswerte Handlung gibt. Selbst diejenigen Geschichten, die drastischeren Inhalt haben, berühren seltsam wenig. Der Hörer bleibt auf Distanz, das erzählte hinterlässt keinen Nachklang.

Alles in allem ist das Hörbuch mit etwas über vier Stunden Laufzeit auch recht schnell durchgehört und bietet für einen Vollpreistitel eher wenig unterhaltsamen Inhalt. Die meisten Stories sind schnell abgehandelt, die Pointe ist meist trist geraten, spektakuläre Wendungen oder Aha-Momente sucht man meist auch vergeblich. Daher hinterließ das Werk bei mir einen eher durchwachsenen Gesamteindruck.

  • Schnelles Denken, langsames Denken

  • Autor: Daniel Kahneman
  • Sprecher: Jürgen Holdorf
  • Spieldauer: 20 Std. und 47 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 2.431
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 2.008
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.993

Wie treffen wir unsere Entscheidungen? Warum ist Zögern ein überlebensnotwendiger Reflex, und was passiert in unserem Gehirn, wenn wir andere Menschen oder Dinge beurteilen? Daniel Kahneman, Nobelpreisträger und einer der einflussreichsten Wissenschaftler unserer Zeit, zeigt anhand ebenso nachvollziehbarer wie verblüffender Beispiele, welchen mentalen Mustern wir folgen und wie wir uns gegen verhängnisvolle Fehlentscheidungen wappnen können.

  • 4 out of 5 stars
  • Unbedingt hören

  • Von camicami Am hilfreichsten 06.04.2013

Interessante Fakten, unmöglicher Leser

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.03.2018

Im Kern geht es den Unterschied zwischen bewusstem Denken und intuitivem Denken. Der Autor beschreibt diverse Effekte und Trugschlüsse, wenn wir intuitiv denken. Dies eröffnet verblüffende Einblicke. Allerdings ist das Hörbuch nur schwer genießbar, da der Leser derart roboterhaft vorträgt, dass es wirklich unangenehm ist. Ich kann nur kurze Zeit der unnatürlichen Vortragsweise von Herrn Holdorf lauschen, dann brauche ich eine Pause. Es ist anstrengend, wenn so völlig hölzern und emotionslos ein Text vorgetragen wird - selbst, wenn es ein wissenschaftlicher Text ist. Es gibt diverse gute Beispiele für Sachbücher, die gut vorgelesen sind, dieses Buch gehört aber leider nicht dazu.

  • Panikherz

  • Autor: Benjamin von Stuckrad-Barre
  • Sprecher: Benjamin von Stuckrad-Barre
  • Spieldauer: 16 Std. und 37 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.838
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.727
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.721

Eine Reise in die Nacht, eine Suche nach Wahrheit, eine Rückkehr aus dem Nebel.

Er wollte genau da rein: zu den Helden, in die rauschhaften Nächte - dahin, wo die Musik spielt. Erst hinter und dann auf die Bühne. Unglaublich schnell kam er an, stürzte sich hinein und ging darin fast verloren. Udo Lindenbergs rebellische Märchenlieder prägten und verführten ihn, doch Udo selbst wird Freund und später Retter.

  • 5 out of 5 stars
  • Berauscht

  • Von Bärbel Am hilfreichsten 30.03.2016

Der Udomane

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.03.2018

Es wird höchste Zeit, dass ich endlich diese Rezension schreibe, denn ich habe das Hörbuch nun bestimmt 50 mal durchgehört. Ich kann mich nicht trennen, denn ich liebe die Stimme von Stuckrad-Barre. Eigentlich könnte er auch das Telefonbuch vorlegen (gibt es das überhaupt noch?) - zum Glück tut er das aber nicht, sondern er erzählt uns von seinem Leben.

Es hat begonnen als frecher Pfarrerssohn aus dem Norden, der zum Star der Popliteratur wurde, bevor er in die Drogen und Magersucht abgedriftet ist. Gottseidank aber wurde er dann von Udo Lindenberg gerettet. Eigentlich war es das, eigentlich ist das die Story. Aber glücklicherweise kann Benjamin von Stuckrad-Barre die vergangenen Jahrzehnte seines Lebens wesentlich launiger und unterhaltsamer Revue passieren lassen.

In einer sehr angenehmen Mischung aus unverblümtem Realismus und sympathischer Selbstironie vergehen die Stunden. Das Buch ist gespalten in die Rückblenden und Szenen aus der Jetzt-Zeit im Chateau Marmont in LA. Leider ist diese zweite Zeitebene oftmals dröge und uninteressant geraten. Da erzählt BvSB von Treffen mit James Franko, Till Brönner oder Thomas Gottschalk. Die Szenen sind selten spektakulär, sondern wirken eher wie eine Kontrasthandlung aus der entschleunigten und entgifteten Gegenwart. Da ist nicht mehr viel mit Exzess, ganz im Gegensatz zu den Jahren zwischen 18 und 31. Diese Zeit ist eine Periode des Überschwangs, der Maßlosigkeit, des gnadenlosen Absturzes und der Rettung.

Das Epizentrum der Vergangenheit und der Gegenwart gleichermaßen ist das Idol Udo Lindenberg. Teils manisch fixiert berichtet Stuckrad-Barre über Stunden hinweg von seiner überschwänglichen Liebe und Verehrung für den Barden. Dies wirkt in den ersten Stunden des Hörbuchs noch liebenswert, je öfter das Motiv aber wiederholt wird, desto mehr nutzt es sich ab. Der Autor und Leser arbeitet sich an so manchem Thema geradezu besessen ab, beispielsweise an den Motiven von Gucci-Billboards in LA. Leider sind diese Passagen oftmals etwas zu ausführlich behandelt.

Dennoch ist Panikherz eines der besten Hörbücher der letzten fünf Jahre für mich. Es ist lustig, es ist bitter, es ist makaber und dann doch wieder ganz entspannt. Es ist die Geschichte von einem, der gerade noch davongekommen ist. Die Vortragsqualität, die Stuckrad-Barre darbietet, ist absolut unübertroffen. Ich kenne aktuell keinen vergleichbaren "Vorleser" bei Audible, der eine Geschichte derart großartig erzählen kann. Ich kann mir keinen noch so langweilige Handlung vorstellen, die Benjamin von Stuckrad-Barre nicht spannend darbieten könnte. Einfach genial.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • QualityLand

  • Dunkle Edition
  • Autor: Marc-Uwe Kling
  • Sprecher: Marc-Uwe Kling
  • Spieldauer: 8 Std. und 26 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    5 out of 5 stars 17.919
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 16.911
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 16.885

Willkommen in QualityLand! In der Zukunft ist alles durch Algorithmen optimiert: QualityPartner weiß, wer am besten zu dir passt. Das selbstfahrende Auto weiß, wo du hinwillst. Und wer bei TheShop angemeldet ist, bekommt alle Produkte, die er bewusst oder unbewusst haben will, automatisch zugeschickt. Kein Mensch ist mehr gezwungen, schwierige Entscheidungen zu treffen - denn in QualityLand lautet die Antwort auf alle Fragen: o.k.

  • 5 out of 5 stars
  • Genial Satirotopie

  • Von Flyboy01 Am hilfreichsten 21.02.2018

Witzig, aber teils langatmig

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.09.2017

Habe alle drei Teile der Känguru-Chroniken bis zum Abwinken gehört und habe mich daher über ein neues Hörbuch von Marc-Uwe Kling gefreut. Zu Beginn ist Qualityland auch ganz witzig und wartet mit netten Ideen und Gags auf. Leider aber gelingt es Kling nicht ganz, gleichzeitig zu unterhalten, gesellschaftspolitisch zu kritisieren und aufzuklären. Besonders Letzteres misslingt vielfach. Besonders die Dialoge zwischen Protagonist Peter und dem Alten geraten arg langatmig und belehrend.

Die Erläuterungen diverser Effekte und Risiken der Digitalisierung verkommen zur Theorie-Lehrstunde mit monotonem Tonfall. Die Parallelhandlung vom Roboter-Kanzlerkandidaten John böte auch einiges Potenzial, aber leider wird dieser Handlungsstrang zu sehr dazu verwendet, populistische Tendenzen in der aktuellen Politik zu persiflieren. Gags sind in diesem Storybereich eher dünn gesät. Zudem kennt man die Geschichte vom Kampf gegen einen Rechtspopulisten schon aus den Känguru-Chroniken. Nur, dass dieser bei Qualityland Koch statt Dwigs heißt.

Im Fazit betrachtet ist das neue Buch von Marc-Uwe Kling zwar ganz nett, mehr aber nicht. Das Hörbuch ist gut vorgetragen, sorgte aber zumindest bei mir nur für ein paar Schmunzler. Wirkliche Lacher gab es kaum und insgesamt wirkt die Story zu bemüht und Oberlehrerhaft, um wirklich umfassend zu unterhalten.

10 von 17 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die Lebenden und Toten von Winsford

  • Autor: Håkan Nesser
  • Sprecher: Eva Mattes
  • Spieldauer: 12 Std. und 27 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 466
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 432
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 433

Exmoor, eines Abends im November. Über einem kleinen Dorf in der südenglischen Moorlandschaft liegt dichter Nebel. Die geheimnisvolle Frau, die sich unter dem Namen Maria Anderson mit ihrem Hund im abseits gelegenen Haus auf der Heide niederlässt, bietet Stoff für Spekulationen. Was hat sie alleine hier draußen in der Einöde zu suchen? Irgendetwas Sonderbares umgibt diese Fremde. Und nicht alle scheinen ihr wohlgesonnen.

  • 5 out of 5 stars
  • Ein großartiges Buch!!

  • Von Annekathrin Heinisch Am hilfreichsten 22.10.2014

Leider enttäuschend

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.09.2017

Ich bin seit Jahren schon ein großer Fan von Hakan Nesser und nicht zuletzt deshalb habe ich nicht lange gezögert, als ich gesehen habe, dass der Krimi-Großmeister ein neues Buch veröffentlicht hat. Die durchweg positiven Bewertungen weckten die Vorfreude, dass es sich hierbei um einen neuen Hörbuch-Leckerbissen handeln könnte.

Leider aber ist die Geschichte von einer mysteriösen Schwedin, die in einem einsamen Haus in einer englischen Heidelandschaft die Vergangenheit Revue passieren lässt, eine Enttäuschung auf ganzer Linie. Zwar ist die Grundidee des Romans durchaus spannend und es hätte durchaus Potenzial in der häppchenweisen Enthüllung eines düsteren Geheimnisses gelegen, leider aber bleibt dieses Potenzial ungenutzt. Zu seltsam und beliebig wirkt die Tat, welche die 55jährige Schwedin im Exil einholt. Die Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit wirkt schwerfällig und die Hauptfigur bleibt farblos. Die Dialoge und Interaktionen der Romanfiguren wirken bemüht und sind für die Handlung meist unerheblich.

So hört man sich stundenlang durch teils langweilige Handlungsstränge, immer in der Hoffnung, dass es zu guter Letzt doch noch eine jener dramatischen Wendungen geben möge, für die Nesser ja eigentlich bekannt ist. Leider aber bleibt dieser Höhepunkt aus. Die Enthüllungen, die zu Tage befördert werden, sind wenig spektakulär und der Schluss ist schlichtweg enttäuschend, weil leider allzu vorhersehbar.

Im Fazit betrachtet muss ich dieses Buch als eines der schwächsten bewerten, welche ich von Nesser kenne. Einzig die Umsetzung der Hörbuchversion durch Eva Mattes kann man als positiven Aspekt nennen. Ansonsten wäre die Bewertung noch schlechter ausgefallen. Sehr schade!

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Wiener Straße

  • Autor: Sven Regener
  • Sprecher: Sven Regener
  • Spieldauer: 6 Std. und 4 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 682
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 636
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 634

Ein großer Roman voll schräger Vögel in einer schrägen Welt - "Wiener Straße" beginnt im November 1980 an dem Tag, an dem Frank Lehmann mit der rebellischen Berufsnichte Chrissie sowie den beiden Extremkünstlern Karl Schmidt und H. R. Ledigt in eine Wohnung über dem Café Einfall verpflanzt wird, um Erwin Kacheles Familienplanung nicht länger im Weg zu stehen.

  • 5 out of 5 stars
  • Zum Brüllen komisch!!!

  • Von wedeen Am hilfreichsten 14.09.2017

Der kleine Bruder - Teil 2

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.09.2017

Ich bin ein großer Fan von Sven Regener, aber leider scheint der Autor mit &amp;quot;Wiener Straße&amp;quot; leider einfach nur ein kleines Büchlein zusammengetippt zu haben, um Geld zu verdienen. Noch immer herrscht ein gewisser Kult um die Bücher der &amp;quot;Herr Lehmann&amp;quot;-Reihe und auch ich bin der Masche auf den Leim gegangen. Die Hörspiel- bzw. Hörbuch-Versionen von &amp;quot;Herr Lehmann&amp;quot; und &amp;quot;Neue Vahr Süd&amp;quot; habe ich unzählige Male gehört. Auch &amp;quot;Der kleine Bruder&amp;quot; habe ich X-Mal durchgehört, wenngleich hier schon gewisse erzählerische Ermüdungserscheinungen erkennbar waren.

Nun hat Regener eine Quasi-Fortsetzung zu &amp;quot;Der kleine Bruder&amp;quot; verfasst. Als Hörbuch dauert das Ganze ungekürzt etwas mehr als sechs Stunden, was schon erkennen lässt, dass man hier keine allzu komplexe Handlung erwarten sollte. Was ganz zu Beginn auffällt, ist, dass man dieses Buch/Hörbuch nicht konsumieren kann/sollte, ohne &amp;quot;Der kleine Bruder&amp;quot; gelesen/gehört zu haben. Wer das Vorgängerbuch nicht kennt, hat keinen Plan, was in dem Buch überhaupt passiert. Die Charaktere werden nicht neu vorgestellt. Herr Lehmann spielt nur eine armselige Rolle als Randfigur, Karl Schmidt ist zwar als Darsteller vorhanden, bleibt aber eindimensional. Stattdessen reitet Regener auf den Figuren des H.R.Ledigt und des Erwin Kächele herum.

Regener treibt die Charaktere durch reizarme Alltagssituationen, wie z.B. einen Baumarktbesuch. Die neu eingeführten Personen bleiben schemenhaft und ganz allgemein beschreibt Regener in seinem bisher uninspiriertesten Buch ein unerträglich pseudo-künstlerisches Berlin-Millieu Anfang der 80er, welches er in &amp;quot;Der kleine Bruder&amp;quot; schon skizziert hatte. Im Vergleich zu diesem Vorgängerwerk gibt es aber bei &amp;quot;Wiener Straße&amp;quot; keine erkennbare Rahmenhandlung. Stundenlang geht es um Nichtigkeiten, wie z.B. die Konditionen zum Verkauf eines Apfelkuchens oder die kriminellen Rahmenbedingungen, welche zur Fällung eines Straßenbaums geführt haben.

Der abrupte Schluss des Buches hat mich regelrecht erschreckt. Es schien mir fast so, als ob dem Autor letztlich sein eigenes Buch so zuwider war, dass er einfach einen Schlussstrich ziehen wollte. Sehr traurig.

Halbwegs gerettet wird das Hörbuch durch die authentisch-breitbeinige Vortragsweise von Sven Regener. Wenngleich die Papiervorlage nicht wirklich zu begeistern vermag, ist zumindest die Vertonung professionell und leidenschaftlich.

9 von 19 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Jürgen

  • Autor: Heinz Strunk
  • Sprecher: Heinz Strunk
  • Spieldauer: 5 Std. und 48 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 257
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 236
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 237

Jürgen Dose ist ein ganz armer Willi, nur weiß er das nicht. Das liegt unter anderem daran, dass er, abgesehen von seiner bettlägerigen Mutter und Schwester Petra vom Pflegedienst, regelmäßigen Kontakt nur zu seinem alten Freund Bernd Würmer pflegt, der im Rollstuhl sitzt und sich ununterbrochen mit ihm zankt. Auch Bernie muss so einiges im Leben entbehren, am schmerzlichsten die Liebe einer Frau.

  • 4 out of 5 stars
  • Eine Art Best-of-Album mit viel altem Material

  • Von Michael Stiller Am hilfreichsten 10.06.2017

Satz mit X

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.04.2017

Sicherlich hat Heinz Strunk mit "Der Goldene Handschuh" die Latte hochgelegt und dass es nicht einfach sein würde, ein Nachfolgewerk zu schreiben, dass auch nur ansatzweise an dieses düster brachiale Meisterwerk herankommt, ist auch mir klar. Dennoch bin ich als eingefleischter Strunk-Fan wirklich enttäuscht von "Jürgen". Zwar wusste ich schon nach dem Lesen des Klappentextes, dass es sich wohl eher um leichte Kost handeln würde, aber dass Heinzer Strunk mit "Jürgen" einen faden Eintopf seiner bisherigen Werke präsentieren würde, habe ich ehrlich gesagt nicht gedacht.

Aber leider ist das neueste Werk des Harburgers genau das. Schon das grundlegende Setting mit der bettlägerigen und psychisch labilen Mutter ist autobiographisch, ebenso wie die Erinnerungen an Aufenthalte in Ferienlagern. Eine homoerotische Szene ist sogar fast im Wortlaut identisch dem Vorgänger "Junge rettet Freund aus Teich" entnommen, ganz zu schweigen von den vielen ausgenudelten Floskeln und Sinnsprüchen aus dem "Strunk-Prinzip" (Kolumne in der Titanic). Aber auch mir ist bewusst, dass Heinz Strunk gerne Themen recycelt. Was mich mehr stört, ist die fade Story von zwei armen Willies auf der Suche nach der Liebe. Das Thema besitzt eigentlich Witzpotenzial, aber dieses wird leider nicht genutzt. Das Maximum an Doppelbödigkeit und Raffinesse ist, dass Strunk eine der Pflegerinnen seiner Mutter nach Hitlers Cousine benannt hat.

Strunk liest leider zu allem Überfluss das Buch im Tonus eines "armen Willi", was zuweilen künstlich und nervig wirkt. Ich hatte mich auf "Jürgen" gefreut, weil ich leichte und unterhaltsame Kost allá "Heinz Strunk in Afrika" erwartet habe, aber leider bleibt "Jürgen" weit hinter den Erwartungen. Lieber Heinz, ich freue mich auf das nächste und hoffentlich nicht nur zum Geldverdienen zusammengetippte Buch. Glück auf!

4 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Sommer 1927

  • Autor: Bill Bryson
  • Sprecher: Charles Rettinghaus
  • Spieldauer: 20 Std. und 55 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 332
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 309
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 309

Es ist die Geschichte eines Sommers, und doch ist es so viel mehr. Das Jahr 1927 ist für Amerika entscheidend auf dem Weg zur Weltmacht. Es sind die goldenen Zwanziger: Der Aktienmarkt boomt, das Fernsehen wird erfunden, die Filme sind nicht mehr stumm, und verrückte Pläne entstehen, wie der, vier Köpfe in den völlig unzugänglichen Mount Rushmore zu meißeln. Es ist die Zeit, in der ein junger Flieger namens Charles Lindbergh Ruhm und Ehre erlangt, aber auch die des Al Capone und des größten Schulmassakers aller Zeiten.

  • 5 out of 5 stars
  • Was ein interessanter Sommer!

  • Von Saarpirat Am hilfreichsten 31.10.2014

Schwächster Bryson-Titel

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.12.2016

Eigentlich bin ich ein großer Fan von Bill Bryson, aber letztlich habe ich mich dennoch entschlossen, eine eher durchwachsene Bewertung zu diesem Hörbuch abzugeben, da ich damit anderen Bryson-Fans eine Enttäuschung nach dem Kauf des Titels ersparen möchte.

Im Laufe der letzten Jahre habe ich alles, was es an Bill Bryson Hörbüchern gibt, gehört. Nahezu alle Titel haben mir enorm gut gefallen. Selbst das ebenfalls eher mittelmäßig bewertete "Mein Amerika" fand ich sehr unterhaltsam.

Gleich mal vorweg geschickt: "1927" ist kein schlechtes Buch und auch die Hörbuchumsetzung ist dank des Lesers Charles Rettinghaus durchaus angenehm gelungen. Es ist aber irgendwie die Grundthematik bzw. die Zusammenstellung der Themen, die mich irgendwie nicht wirklich begeistern konnte.

In "1927" geht es - wen wir das überraschen - um das Jahr 1927. Genauer gesagt fokussiert sich Bryson auf einige herausragende Ereignisse in diesem Jahr und am meisten auf die Atlantiküberquerung von Charles Lindbergh. Immer wieder schweift Bryson auch in Nebenereignisse ab, leider manifestiert sich aber im Verlauf des Hörbuchs der Eindruck einer gewissen Besessenheit in Bezug auf Lindbergh. Jedes Lebensdetail wird erläutert, die gesamte Kindheit und Jugend durchleuchtet, die Fliegerei und deren Stellenwert in den USA in 1927. Das unterhält einen geraumen Zeitraum lang, irgendwann war bei mir persönlich aber dann der Punkt erreicht, wo ich einfach zu viel von Lindbergh hatte.

Bill Bryson ist ein Meister der Anekdoten und der außergewöhnlichen Geschichten. Oftmals ist er auch ein unterhaltsamer Quell unnützen Wissens, aber immer amüsant. Bei "1927" fehlt mir dieser humoristische Anstrich ein wenig. Eher dröge werden Fakten heruntergeleiert, die dem Hörer die USA im Jahre 1927 als eine andere und manchmal sehr verquere Welt darstellen sollen. Anders als in "Mein Amerika" fehlt aber der persönliche Bezug zu diesen Themen. Dadurch wirkt das Buch möglicherweise auch weniger plastisch und der Unterhaltungswert bleibt im Verlauf der doch recht langen Gesamtdauer schließlich ganz auf der Strecke, wenn man nicht gerade ein eingefleischter Fan der Fliegerei und deren Geschichte ist.

  • Unterleuten

  • Autor: Juli Zeh
  • Sprecher: Helene Grass
  • Spieldauer: 18 Std. und 9 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 3.277
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 3.051
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 3.042

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick darauf wirft, ist bezaubert von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtige aus Berlin gerne kaufen.

  • 5 out of 5 stars
  • Fesselnder Gesellschaftsroman

  • Von Buechereule2 Am hilfreichsten 06.07.2016

Leider enttäuschend

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 30.07.2016

Nachdem ich mir die Inhaltsangabe durchgelesen und der Hörprobe gelauscht hatte, habe ich mich zum Kauf dieses Hörbuchs entschlossen. Zu Beginn fand ich die Darstellung des Brandenburgischen Landlebens aus verschiedenen Perspektiven noch ganz spannend, allerdings versandete die Handlung im weiteren Verlauf mehr und mehr. Die Charaktere sind mir außerdem zu klischeebehaftet. Da gibt es den Kapitalisten, der sich nach der Wende etabliert hat, den Alt-Kommunisten, der immer noch Marx und Engels verehrt und natürlich die neuhinzugezogenen Städter mit all ihren überzogenen Vorstellungen von der ländlichen Idylle. Allgemein fehlt es den Figuren an Realismus. Der Böse ist immer und allgegenwärtig nur böse, der Kapitalist ist die Hassfigur des Dorfes, die nur als "der alte Hund" bezeichnet wird, obwohl sie dem halben Dorf Arbeit gibt und die junge Mutter ist immer und überall engagiert gegen "die böse Windkraft", durch die sie die Zukunft ihrer Familie bedroht sieht. Besonders das Thema "Weltuntergang durch Windkraftanlagen" nervt, je länger es im Buch bemüht wird. Die Dörfler reagieren so extrem auf den Plan zum Bau einer Windenergieanlage am Ortsrand, als ob es sich um die bevorstehende Deportation der gesamten Dorfbevölkerung in ein Vernichtungslager handeln würde. Möglicherweise fließen hier ja Ressentiments der Autorin zu stark mit ein. Man gewinnt den Eindruck, dass Windkraft die neue Atomkraft ist oder vielleicht sogar noch viel schlimmer. Der Zwergenaufstand der Dorfbevölkerung gegen die Anlage und die dadurch angestoßenen Entwicklungen wirken vollständig überzogen und daher unglaubwürdig. Auch der zu schwarz-weiß dargestellte Konflikt zwischen Wendegewinnern und -verlierern wirkt einfallslos erzählt. So habe ich mich nach anfänglicher Euphorie zum Schluss hin mehr oder weniger durch die Handlung gequält. Der einzige klare Pluspunkt des Hörbuchs ist die sehr gute Sprecherin.

13 von 19 Hörern fanden diese Rezension hilfreich