PROFIL

Katja Kah

  • 9
  • Rezensionen
  • 21
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 40
  • Bewertungen

Enttäuschend

Gesamt
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.09.2016

Ich bin ein Fan von William Boyd, aber dieses Buch hat mich überhaupt nicht berührt. Klischeehaft übertriebene Charaktere, von denen kein einziger lebendig wurde, klischeehafte Tour de Force durch die europäische Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts, die üblichen Versatzstücke bewegter Lebensgeschichten von der Boarding School über die dekadenten 20er in Berlin bis zu den Fronten des 2. Weltkriegs. Die Hauptperson blieb seltsam kalt und unbelebt.

Seelenlose Sprachspiele

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.10.2013

Anfänglich hat die wortgewaltige Sprache mich fasziniert. Leider hat die Begeisterung ob der überzeichneten Figuren und der künstlichen Geschichte nicht lange angehalten. Die Geschichte spielt mit Klischees, ohne glaubwürdig zu sein. Die hauchende Erzählerin, die ständig überbetont spricht, als ob jetzt die ganz große Enthüllung kommt, taugt mehr für Teenager-Fantasy als für ernst gemeinte Literatur. Nach den begeisterten Rezensionen in der Presse bin ich echt enttäuscht.

Wider den Förderungswahn

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.08.2013

Auf erfrischend liebevolle Weise beschreibt Salman Ansari seine Erfahrungen mit Kindergruppen in Schule und Kita. Hier hat endlich mal jemand Kindern zugehört, anstatt ihnen pädagogische Programme unterzujubeln, die nie auf ihre Wirksamkeit überprüft wurden. Als Mutter eines Kindes, das in der Schule Experimente vorexerziert kriegt, mit denen es nichts anfangen kann und über die es seitenlange unverständliche Erklärungen in seine Sachkundemappe abschreiben muss, wünsche ich von Herzen, dass diese Buch viele Höre/innen findet!

Moralisch in Ordnung, aber irgendwas fehlt

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.01.2012

Scharfsinnig und durchdrungen von aufklärerischem Geist erklärt der Autor, warum es sinnlos ist, an einen Gott zu glauben, wieviel Leid durch Fanatismus entsteht und auf welchen psychologischen Gesetzen der Glaube ("the God-shaped hole in our brain") fußt.
Jeder vernunftbegabte religiöse Mensch stellt sich diese Fragen natürlich auch und kommt zu den verschiedensten Antworten, je nach Stimmungslage, Tiefe des religiösen Gefühls und Verbundenheit mit seiner Religionsgemeinschaft.
So einfach sind wir nicht gestrickt, dass wir uns eines Tages hinsetzen, feststellen, dass unsere Religion zu viele Fragen unbeantwortet lässt und sie deshalb aus unserem Leben streichen.
Dass diese Tatsache den Autor ärgert, spürt man im letzten Teil des Buches an einem unangenehmen Nörgelton beim Räsonieren über die Einfalt des religiösen Menschen. Irgendwie seelenlos - fast möchte man dem Autor ein Sinn stiftendes Gottesbild ans Herz legen. Sonst ist das Buch unterhaltsam, gut vorgelesen - aber etwas fehlt halt.

Die xte seelenlose Gothic-Liebesgeschichte

Gesamt
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 30.12.2011

Mein Patenkind hat sich das Hörbuch zu Weihnachten gewünscht und war ebenso enttäuscht wie ich vom xten Aufguss der derzeit epidemischen Liebesgeschichten mit Vampiren/Engeln/Untoten. Im Gegensatz zu Twilight, dem unerreichten Vorbild aller Bücher des Genres, ist hier eine völlig unglaubwürdige Welt geschildert mit klischeehaft hohlen Figuren ohne eigenen Charakter (na gut, sind eben Untote, aber auch die Hauptfigur hat keine Persönlichkeit.) Wie und warum sich Personen unter derartigen Umständen verlieben, bleibt im Dunkeln und lässt einen deshalb auch kalt. Dies ist nicht nur die Meinung der Patentante, sondern auch des 14jährigen und für gute Romantikschnulzen durchaus empfänglchen Patenkinds.

Lachen und weinen

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.09.2011

Ja, das Buch ist todtraurig und ich wüsste nicht, wo es da was zu lachen gäbe - wenn die tragischen Handlungsstränge nicht so hinreißend verwoben wären, dass es eben doch zum Lachen ist. Dieses spielerische Hin- und Herspringen zwischen extremen Gefühlslagen mit der Quintessenz, dass das Leben eben nicht so ernst ist, das kann keine deutsche Autorin so wie Doris Dörrie. Ein Extrapunkt für die hervorragende Vorleserin!

Liebe und Tod im Europa der Nazizeit

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.04.2011

Ein junger liebenswerter naiver Student, eine von tragischer Vergangenheit gezeichnete Geliebte, eine herzzerreißende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Vernichtung jüdischen Lebens in ganz Europa. Die Schlinge zieht sich zu, und trotz der Grausamkeiten bleibt immer die Hoffnung. Manchmal ein bisschen zu glatt, aber mit so viel Details beschrieben, dass ich noch Tage danach völlig gefangen war und die 27 Stunden lange Geschichte inzwischen ein zweites Mal gehört habe. Abgesehen von der offensichtlichen Mühe des Sprechers mit französischen und ungarischen Namen hervorragend vorgelesen.

Freedom Titelbild

Der Fluch der Gutmenschen

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 18.11.2010

Oje, dachte ich, 25 Stunden linksliberales US- Vorstadtleben - will ich es wirklich so genau wissen? Dann hat mch das Hörbuch so in seinen Bann gezogen, dass ich in 10 Tagen damit durch war und dabei noch vieles zweimal angehört habe. Die Geschichte der Berglunds ist wunderbar lakonisch erzählt. Die Sprache ist präzise und doch originell, und das Thema des richtigen Lebens im Falschen und der ewigen Wiederholung der Fehler der eigenen Eltern im Privaten wie in der Politik hat lange niemand mehr so entlarvend dargestellt. Dazu ein Vorleser, dem ich gerne noch länger zugehört hätte. Die deutsche Übersetzung ist stellenweise sehr holperig - das Original macht um Längen mehr Spaß. Mein Buch des Jahres!

Das Schönste, was ich sah Titelbild

Lieber lesen!

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 24.02.2010

Eine bewegende Geschichte, die ich begeistert gelesen habe und gern gehört hätte, aber die Vorleserin geht gar nicht! Gekünstelte Stimme, und die italienischen Namen klingen wie der s-pitze S-tein. Schade!