PROFIL

Melli

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Hugo. Der unwerte Schatz Titelbild

Ein Buch, so besonders, wie der kleine Hugo selbst

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.11.2018

Das Buch erzählt die Geschichte des kleinen Hugo, der in der Hölle des dritten Reiches seine ganz eigene Hölle durchleidet; und das durch die eigene Familie. Dort wo man eigentlich Liebe, Schutz und Geborgenheit erfahren sollte, findet der hochintelligente Junge nichts als Brutalität, Demütigungen und Ablehnung.
Vom Vater fast zu Tode misshandelt, von der Mutter psychisch und physisch vernachlässigt und von den Schwestern verhöhnt und verspottet, sucht sich Hugo einen Weg um den Qualen der Realität zu entfliehen: Sein imaginärer Bruder Fritz, gibt ihm die Zuwendung und Liebe, die ihm die Eltern so schmerzlich versagen.
Mehr noch, Fritz opfert sich, wenn es wieder Prügel vom Vater setzt, damit Hugo verschont bleibt.
Doch Fritz bringt Hugo auch in große Schwierigkeiten, denn in einer Welt, wo Arbeitslosigkeit, Hunger, Krieg und Tod herrschen, hat kaum jemand Lust, sich um das Seelenleid eines kleinen Jungen zu kümmern, der in den Augen der anderen schlichtweg "nicht ganz dicht ist".
Dennoch erhellen immer wieder kleine Lichter den dunklen Lebensweg des kleinen Hugo. Menschen, die das Wunderbare in dem Sonderbaren erkennen und begreifen. Menschen die ihm Kraft, Mut und Hoffnung geben, selbst als ihm der kranke Forschertrieb eines Professors der Kinderpsychiatrie um jeden Preis in das Euthanasie-Programm der Klinik bringen will.
Mit Hugo hat der Autor ein wunderbares Wesen geschaffen, das man einfach nur ins Herz schließen kann.
Wie gebannt habe ich das Leben des Jungens verfolgt und mich mit Abscheu in die grauenhaften Geschehnisse hineinversetzt. Mitgefiebert , mitgefreut und mitgebangt.
Die wertvollen historischen Fakten, die in die Geschichte eingeflochten sind, sowie die excellente Leistung des Vorlesers machen das Buch dann endgültig zu einem WERTEN Schatz.*****

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Natchez Burning Titelbild

Da hätte doch noch was kommen müssen....

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 26.03.2015

...doch es kam nichts mehr. Ein offenes Ende. Ich hasse diese Art eine Geschichte enden zu lassen sowieso, aber wenn ich mir über mehrere Stunden hinweg ein Hörbuch um die Ohren schlage, das über weite Teile nur mit der Frage nach dem Täter und seinem Motiv am Leben gehalten wird, dann will ich am Ende nicht raten müssen, was nun eigentlich wirklich passiert ist. Das ganze Werk dreht sich doch zunächst einmal um den Tod der afroamerikanischen Krankenschwester Viola Turner. Die Greueltaten der Doppeladler sind zusätzliches Beiwerk, das den Hörer erschaudern lässt. Doch nicht nur, dass die Todesumstände der Krankenschwester nicht 100% geklärt sind, man erfährt doch auch nicht, wer nun Lincoln Turners Vater ist. Was passiert mit den ganzen übrigen Doppeladlern und all den korrupten Polizisten? Was passiert mit Tom Cage? Wo ist Walt abgeblieben, wie erging es seiner Frau? Was wurde aus Agent Kaiser? Habe ich etwas entscheidendes überhört? Neben diesem, für mich absolut enttäuschenden Ende, geht mir über die ganze Zeit der Geschichte Kathleen Masters so richtig auf die Nerven. Ich mag diese Figur überhaupt nicht. Sie kommt profilneurotisch, egoistisch und ausnahmslos karrieresüchtig bei mir an. Ausserdem haben mich teilweise die vielen Namen irritiert. Wer war der nochmal und was hat der wieder gemacht? Das war streckenweise anstrengend. Wie immer ist es mal wieder Geschmackssache und viele scheinen das Hörbuch richtig toll gefunden zu haben. Wer sich aber hinterher nicht noch stundenlang das Hirn zermartern will, was aus etwas der Hälfte der Beteiligten der Geschichte geworden ist, der sollte echt die Finger davon lassen!

Es Titelbild

Irgendwann reicht's dann aber auch...

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 24.11.2014

...und zwar mit diesem ständigen Sex und Inzestgequatsche.
Ganz ehrlich, ich lese und höre Stephen King für mein Leben gern und verehre seinen Schreibstil zu etwa 90 %. Die restlichen 10% gehen mir auf die Nerven. Das sind genau diese 10%, die so ziemlich zuverlässig irgendwann in nahezu jedem seiner Bücher auftauchen: Sexueller Missbrauch und Obszönitäten, wie es schlimmer fast nicht geht.
Davor macht King auch in diesem Buch nicht halt. Im Gegenteil. Stellenweise war ich so angwiedert, dass ich fast abgeschalten hätte. Was mich davon abgehalten hat, waren die bereits schon erwähnten, fantastsichen 90%, mit denen Stephen King seine Charaktere beschreibt, den Leser/Hörer auf eine Reise mitnimmt, in deren Leben als Kinder und Erwachsene. Man sieht sie vor sich, als hätte man sie persönlich gekannt, lernt sie schätzen und lieben, fiebert und leidet mit ihnen mit. Und Derry erscheint einem wie eine Kleinstadt, in der man irgendwann in seinem Leben schon mal gewesen sein muss, mit samt seiner Mystik und Verschrobenheit.
Ich habe "ES" vor vielen Jahren als Film gesehen und war davon schwer beeindruckt gewesen. Das Hörbuch ist natürlich viel detailverliebter und packender als der Film, da es genauer hinter die Kulissen blicken lässt.
Ich denke, dass ich zur Handlung selbst nichts mehr sagen muss, da dies schon zu genüge getan wurde. Ich möchte es aber eben nicht versäumen diese Kritik an dem immer wieder pornographisch (und dazu noch echt geschmacklos mit 11jährigen KINDERN) geschriebenen Abschnitten zu üben. Mir war es diesmal einfach zu viel!
David Nathan unglaublich und perfekt, wie immer.

1 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Kein Sterbenswort Titelbild

Fast perfekt - aber eben nur fast...

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 30.09.2014

Der Autor hat mit "Kein Sterbenswort" einen Thriller auf allerhöchstem Niveau geschaffen. Die Charaktere sind so einfühlsam und detailliert beschrieben, dass man sie ganz genau vor Augen hat. Er schafft es die Spannung von der ersten bis zur letzten Minute an aufrecht zu erhalten. Immer wieder sorgt er für Überraschungsmomente, nie plätschert die Story irgendwie vor sich hin oder verliert an einer Stelle den roten Faden. Alles ist lückenlos durchdacht, logisch und nachvollziehbar, auch wenn es letztlich keinen Moment so kommt, wie man es vermutet hätte.
Warum ich trotzdem "nur" 4 Sterne gebe?
Ich möchte die Handlung nicht noch einmal mit eigenen Worten zusammenfassen, da das ja schon viele Male gemacht wurde. Nur so viel: Bis ca. zwei Minuten vor Schluss, war ich mir ganz sicher, dass es ganz klar volle Punktzahl geben würde. Doch in diesen zwei Minuten birgt die Geschichte nochmals eine allerletzte Überraschung, die mir dann ein einziges Mal einfach zu unlogisch und einfach nicht nachvollziehbar vorkam. Diese letzte Wendung war, und das ist meine ganz persönliche Meinung, einfach überflüssig. Es hätte mir auch gereicht einen halben Stern dafür abzuziehen, aber das geht ja bekanntlich nicht.
Dennoch, kann ich jedem Thrillerfan dieses Hörbuch nur wärmstens empfehlen und zwar in der ungekürzten Fassung. Zwar kenne ich die gekürzte Version nicht, hätte aber nicht eine Sekunde (bis auf die letzten zwei Minuten...) der gehörten Version missen wollen.
Detlef Bierstedt liest sehr gut. Allerdings ging es mir bei ihm, wie bei vielen Vorlesern. Ich hatte in manchen Dialogen Probleme die Stimmen unterscheiden zu können. Insgesamt aber wirklich prima.

Brennen muss Salem Titelbild

Vampire ohne Schnickschnack

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.09.2014

Brennen muß Salem ist ein Vampirroman ohne irgendwelche neumodisch getunten Vampire, wie ich sie bereits schon in anderen Romanen zu lesen bekommen habe. Die Vampire in Salem`s Lot haben lange Reißzähne, trinken Blut, sind lichtscheu, hassen Kruzifixe, Weihwasser, Knoblauch und spitze Holzpfähle, haben einen dunklen, mächtigen Herrscher und dieser wiederum einen getreuen, menschlichen Helfer. Alles nichts Neues, aber doch wohl genau das was für die klassischen Vampirgeschichten steht.
Das Böse, in Gestalt des Geschäftsmannes Kurt Barlow, hat sich, mithilfe des mysteriösten Mr. Straker, die verschlafene Kleinstadt Jerusalem's Lot, genannt Salem's Lot als neue Niederlassung ausgewählt. Mit brutaler Tücke und hypnotischen Fähigkeiten gelingt es den Vampiren nach und nach einen Bewohner nach dem anderen auf die Seite der blutsaugenden Untoten zu ziehen. Natürlich gibt es auch in Salem's Lot Bewohner, die die drohende Gefahr erkennen und so unglaublich und grausam sie sein mag, dagegen ankämpfen. Allen voran der Schriftsteller Ben Mears, der schon als Kind seine ganz eigenen düsteren Erfahrungen mit dem geheimnisvollen Marsten Haus gemacht hat, in das nun, wie es scheint, erneut das Böse Einzug gehalten hat. Unterstützt wird er von seiner jungen Freundin Susan Norton, dem mutigen kleinen Jungen Mark Petrie, dem Priester Callahan sowie einem alternden Englischlehrer und einem engagierten Arzt.
Es sei verraten, dass nicht alle tapferen Kämpfer gegen das Böse überleben. Genau deshalb, wird die Geschichte, die im Kern sicherlich bekannt vorkommt, doch wieder interessant. Das Ende erscheint mir nicht so wirklich schlüssig. Ohne zuviel vorweg zu nehmen, dachte ich mir schon, dass das alles doch mal wem auffallen müsste. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt an einer sonst ziemlich spannenden und gut erzählten Vampirgeschichte.
Der Vorleser Jürgen Kluckert hat mir, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, sehr gut gefallen. Ich bin bekennender David Nathan Fan und mir ist bewusst, dass Herr Kluckert so komplett anders liest als David Nathan. Dennoch fand ich es auch einmal sehr reizvoll "King" von einer anderen Stimme zu hören. Allerdings empfiehlt es sich wirklich, sich vorher die Hörprobe einmal anzuhören. Ich kann mir vorstellen, dass die Stimme und die Art des Vorlesens nicht bei allen Hörern auf Begeisterung stoßen wird.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Oneiros Titelbild

Durchaus nicht zum Einschlafen

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.09.2014

Oneiros hat mir sehr gut gefallen. Es ist eine spannende Geschichte, die von Menschen handelt, die mit einer rätselhaften Krankheit behaftet sind und so zu sogenannten Todesschläfern werden.
Natürlich möchte ich auch nicht zu viel verraten, jedoch ist ein solcher Todesschläfer eine gefährliche Waffe und es liegt an ihm, ob er seine Krankheit als Fluch oder als Gabe betrachtet und als solche einsetzt.
Und genau darum geht es in dem Buch. Einige Todesschläfer nutzen ihre Macht schamlos aus und töten ganz bewusst, andere tun alles, um ihre Mitmenschen vor dem Fluch zu beschützen. Sie suchen nach einer Möglichkeit den Fluch loszuwerden oder ihn zu umgehen. Auf dieser Suche begeben sie sich selbst in große Gefahr, treffen andere Todesschläfer und beeinflussen bewusst oder unbewusst deren Schicksal. Da nicht immer alles nach Plan verläuft, geraten sie nicht selten in scheinbar schier ausweglose Situationen, entsetzliche Katastrophen und auf unvorhersehbare Hinternisse.
Markus Heitz erklärt die fiktive Geschichte logisch und schlüssig. Die Protagonisten sind anschaulich dargestellt, ihre unterschiedlichen Beweggründe und Handlungsweisen, für mich, nachvollziehbar. Es gelingt ihm auf jeden Fall die Spannung von Anfang bis Ende zu halten und immer wieder für interessante Überraschungsmomente zu sorgen.
Das Ende verrät genau so viel, dass es den Leser nicht ratlos zurück, sondern mit der Geschichte gut abschließen lässt.
Simon Jäger liest sehr gut! Wie immer, sind die einzelnen Personen problemlos zu unterscheiden, da er ihnen durch seine Stimme eine ganz eigene Persönlichkeit verleiht.
Oneiros ist kein mittelalterlicher Mystikkultroman, sondern eine Geschichte, die in der Gegenwart spielt. Ich bin sehr gut unterhalten worden und kann das Hörbuch guten Gewissens weiter empfehlen.

Der Anschlag Titelbild

Mit das Beste, was ich je gehört habe!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.08.2014

Ich hatte eine ganze Weile gezögert das Hörbuch zu kaufen, da ich mir vom Klappentext irgendwie mehr Politthriller erwartet hatte. Dies ist nicht so ganz mein Genre.
Aber ich bin unendlich froh, mich doch für den Kauf entschieden zu haben, denn es kam ganz anders. Auch wenn Dreh und Angelpunkt der Story das Attentat auf Kennedy ist, wird die meiste Zeit über das Leben des Protagonisten und berichtet. Wer glaubt, dass dies nach ein paar Stunden öde werden könnte, der irrt.
Fast 32 Stunden lang habe ich ein Hörbuch genossen, das mir mit seiner Mischung aus Fakten, Fantasy und Schauer meinen allergrößten Respekt und Bewunderung für den Autor und auch für den Vorleser abverlangt.
Stephen King hat mit "Der Anschlag" ein Werk verfasst, das die Möglichkeit des Zeitreisens und vor allem die daraus folgenden Konsequenzen zu mehr als einem löchrigen Hirngespinst macht.
Das was der Protagonist Jake alias George erlebt, ist nicht nur durch und durch schlüssig erzählt, sondern auch noch brilliant recherchiert, sogar die Parallelen zu einem früheren Werk von ihm sind eingearbeitet und ich finde es einfach nur genial.
Stephen King beschreibt so anschaulich die Personen, ihre Beweggründe, ihre Vorgehensweisen und Emotionen, dass man garnicht anders kann, als diese zum Teil fiktiven Charaktere ins Herz zu schließen oder sie vielleicht sogar zu missbilligen oder mit ihnen mitzufiebern.
Das Amerika der 60er ist herrlich deutlich, kritisch aber auch liebenswert geschildert. Für nahezu Nonstop-Spannung sorgt die Zeit selbst, die mit aller Macht verhindern möchte, dass ihr Verlauf verändert wird. Das tut sie eiskalt und brutal.
Ein Rezensent vor mir hat geschrieben, dass es ein offenes Ende gäbe. Das sehe ich ein bißchen anders. Es ist kein Ende, das den Hörer/Leser ratlos zurück lässt. Es ist ein schönes, harmonisches Ende, das ich so vielleicht nicht erwartet hätte.
Wenn ich irgendetwas kritisieren müsste, dann wäre es das, für meine Begriffe zu viele, "Napfkuchengequatsche". Aber das ist Geschmackssache. Ich liebe den Protagonisten Jake/George, ich liebe Al Templeton, Deak, Sadie (aber nicht von Anfang an) und ganz besonders habe ich Harry Dunning in mein Herz geschlossen, und schätze, dass man sie alle einfach lieben muss, weil der Autor sie so wundervoll geschaffen hat.

Zuletzt noch ein paar Worte zu David Nathan. Sollte sich Audible irgendwann einmal dazu aufraffen können einen Preis für die besten Vorleser zu verleihen, nominiere ich schon jetzt mit dieser und so vielen hervorragenden Leistungen, ihn, als ersten Anwärter darauf. Einfach grandios und unschlagbar!

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Tindalos Titelbild

Eigentlich sehr spannend - aber der Schluss...

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 31.07.2014

Meine Erwartungen an einen Thriller sind durchaus nicht enttäuscht worden. Ich möchte von Anfang bis Ende gespannt sein, wie es wohl weiter gehen mag - und das ist definitiv so gewesen. Die Geschichte von der Ärztin Eva, die in ihrer Kindheit durch den tragischen Unfalltod ihres Vaters stark traumatisiert wurde, ist nachvollziehbar dargestellt. Die Folgen ihres Traumas, wie sie damit umgeht und wie diese ihr weiteres Leben beeinflussen sind ebenfalls logisch beschrieben. Und natürlich will der Hörer wissen, woher dieses schmatzende Geräusch kommt, ob ihr Ehemann Matthias sie wirklich betrügt, wer der Fahrer des mysteriösen Volvo, und wer zur Hölle "Tindalos" ist. John Ajvide Lindqvist bleibt keine der Antworten schuldig. Dennoch ist mir das Ende zu mager. Woher kommen denn diese dunklen Mächte, und warum haben sie es auf Eva abgesehen? Es erschließt sich mir einfach nicht gut genug. Deshalb, oder trotzdem, vier Sterne für die Geschichte.
Daniela Reidies hat eigentlich eine sehr angenehme Stimme. Allerdings konnte ich mich in den ersten dreißig Minuten der Vorstellung nicht erwehren, dass ich ein Kindermärchen vorgelesen bekomme. Es fehlt mir der gewisse "Biss" in ihrer Stimme, der die Spannung der Geschichte auf den Hörer vollends überträgt.
Für den günstigen Preis gibt es aber von mir auf jeden Fall eine überzeugte Kaufempfehlung.

6 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Wahn Titelbild

Die Geschichte einer Reha, Muchachos!

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.07.2014

Niemals hätte ich gedacht, dass es ein Buch geben würde, das von Stephen King geschrieben und von mir mit nur zwei lausigen Sternen bedacht wird.
Doch jetzt ist es passiert. Ich habe lange überlegt, ob ich nicht vielleicht doch zu hart mit "Wahn" umgehe, aber sorry, für ein Hörbuch, das über 25 Std. lang dauert und davon 24,5 Std. einfach nur vor sich hinplätschert, kann es einfach keine bessere Bewertung geben. Von Stephen King erwarte ich einfach Spannung, Horror oder wenigstens Grusel. Ich erwarte, das Hörbuch nicht mehr abschalten zu wollen und regelrechte Enttäuschung, wenn es schließlich vorbei ist. Ich weiß, dass das viele Rezensenten hier anders sehen und regelrecht geflasht sind von diesem Buch und es als "Horror pur" beschreiben, aber das sehe ich beim besten Willen nicht. Und nebenbei, wenn man sich die Mühe macht ein bißchen weiter nach hinten in den Rezensionen zu suchen, viele andere auch nicht.
Ich schreibe dies deshalb so deutlich, weil ich das Buch wegen der vielversprechenden Rezensionen überhaupt gekauft habe und jetzt richtig enttäuscht bin!
Die Geschichte wird von Edgar Freemantle erzählt, einem reichen Unternehmer, der nach einem schweren Unfall nicht nur seinen Arm, sondern auch recht häufig seine Beherrschung verliert. Eine Tatsache, mit der sein Umfeld sehr unterschiedlich umgeht. Als seine Ehefrau Pamela die Nase voll von ihm hat und die Scheidung einreicht, sucht Freemantle sein heil in einem Feriendomizil auf der ziemlich abgeschiedenen Insel Duma Key in Florida. Er beginnt seinem alten Hobby, dem Malen mit Hingabe zu frönen und erkennt sehr schnell, dass es sich bei seinen überdurchschnittlich guten Bildern, ganz und garnicht um gewöhnliche Amateurkrakelei handelt. Die Insel birgt ein düsteres Geheimnis und Freemantle ahnt lange nicht, dass er und seine Bilder mehr damit zu tun haben, als ihm lieb ist. Bekanntschaften und Freundschaften, die er während dieser Zeit schließt, sind wie Puzzleteile, die sich zu einem großen Bild zusammenfügen. Das größte Puzzleteil ist die alte Miss Eastlake, die irgendwie der Schlüssel zu all den mysteriösen Vorkommnissen auf der Insel zu sein scheint. Ihr Betreuer, der Anwalt Wireman und der junge Student Jack, werden zu Freemantles engsten Freunden und kämpfen gemeinsam mit ihm gegen das "Grauen".
So weit so gut. Die Handlung klingt ganz nett. Doch hätte man die ganze Gaudi auch locker in zwei Stunden erzählen können. Von Grauen oder gar Horror ist die Story weit entfernt. Und unter Horror verstehe ich keineswegs "Splatter oder rohe Gewalt". Aber Gänsehaut (z.B. Dr. Sleep) oder Spannung (z.B. Die Arena) wären doch mal was gewesen. Das gibt es aber kaum! Es wird ewig von Freemantles Gesundheitszustand geschrieben. Vom Ferienhaus Big Pink unter dem sich gefühlte 100 Mal die Muscheln "knirschend unterhalten". Langatmige Dialoge und detailverliebte auschweifende Erzählungen, die sogar für King zuviel des Guten sind, wirken wie stundenlange Lückenfüller. David Nathan liest perfekt wie immer, doch auch ihm gelingt es nicht, Spannung in eine Geschichte zu bringen, wo keine ist. Im Gegenteil, stellenweise glaube ich, ist selbst Herr Nathan kurz vor dem Einnicken...
P.S. Einen Stern gibt's komplett für die Figur Wireman, die das Beste am ganzen Buch ist.
Ohne ihn hätte ich nur einen einzigen Stern locker gemacht! Genre HORROR ist definitiv komplett daneben!

0 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Der Ursprung des Bösen Titelbild

Spannung von der ersten bis zur letzten Sekunde

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.05.2014

Selten bin ich von einem Hörbuch so gefesselt gewesen, wie von diesem. Von Anfang an, gibt der Verlauf der Geschichte ein Rätsel nach dem anderen auf, ohne jemals wirklich unlogisch oder verworren zu wirken. Der Protagonist befindet sich auf der Suche nach seiner wahren Identität und wird dabei gleichwohl zum Jäger wie zum Gejagten. Wer ist er wirklich? Ist er gar der mythologische Mörder, der seine grausamen Taten quer durch Frankreich verübt? Welche Rolle spielt die kriminelle Organisation Metis bei seinem Schicksal?
Grangé begibt sich tief in die Abgründe der menschlichen Psyche bleibt aber dem Hörer zu keiner Zeit schlüssige Erklärungen für das Handeln jedes Einzelnen seiner Darsteller schuldig.
Ich bin über 21 Stunden lang auf höchstem Niveau unterhalten worden. Mehrere Male habe ich, ganz versunken in das Hörbuch, ein mitfieberndes "Nein!" von mir gegeben, weil mich die Situation so in ihren Bann gezogen hatte, dass ich mich mitten in der Geschichte befand.
Dietmar Wunder trägt seinen entscheidenden Teil dazu bei, dass mich dieses Hörbuch so stark beeindruckt hat. Als seine Stimme mit dem letzten Wort des Buches verklungen war, hallten die Worte noch lange in meinem Gedächtnis nach. Einfach grandios!
Dies war mein erster, aber ganz sicher nicht mein letzter Grangé, den ich mir gegönnt habe. Ich kann das Buch jedem Fan dieses Genre nur wärmstens empfehlen.
Der nächste Grangé ist bereits heruntergeladen. Meine Erwartungshaltung ist nun riesig. Meine nächste Rezension wird es zeigen, ob sie erfüllt wurde. Für dieses Werk auf jeden Fall, gibt es ohne "Wenn und Aber" volle Punktzahl!