PROFIL

Meiko Richert

  • 9
  • Rezensionen
  • 12
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 256
  • Bewertungen

Sehr spannender Roman

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.10.2019

Ich habe lange gezögert, dieses Buch zu kaufen - die vielen negativen Rezensionen haben mich zögern lassen. Allerdings haben sich meine Befürchtungen nicht bewahrheitet. „Cari Mora“ ist ein extrem spannender Thriller, der ganz dem von Thomas Harris gewohnten Stil entspricht: Seine Prosa ist lakonisch, beinahe distanziert; die Handlung gönnt sich nur selten eine Atempause, und wenn, dann sind diese Ruhepunkte (Rückblicke und Naturbeschreibungen) so geschickt gesetzt, dass sie der Spannung eher förderlich als hinderlich sind; die Protagonisten sind knapp aber wirkungsvoll charakterisiert. „Cari Mora“ handelt von der Suche zweier Verbrechergruppen nach einem Goldschatz. Dieser befindet sich unterhalb eines Strandhauses in Florida, und die junge Haushälterin Cari Mora gerät zwischen die Fronten des Konflikts. Sehr bald stellt sich heraus, dass Cari alles andere als ein Mauerblümchen ist …
Mit Hans-Peter Schneider hat Thomas Harris einen Antagonisten erschaffen, der in einigen Aspekten an einen gewissen anderen Psychopathen aus seiner Feder erinnert. Da Harris mit Schneider aber wohl ganz bewusst keinen zweiten Hannibal Lecter kreieren wollte und dieser Charakter noch dazu nicht einmal wirklich im Mittelpunkt der Handlung steht, wirkt die ganz auf diesen Widerling zugeschnittene Verlagswerbung da leider etwas verfehlt und darf sich dazu beglückwünschen, einen Teil der negativen Rezensionen geradezu heraufbeschworen zu haben.
Harris hat einen dichten, mit seinen „nur“ ca. 6 Hörbuchstunden beinahe komprimierten Roman geschrieben, der die Geschichte schnörkellos und überzeugend erzählt. Wenn ich etwas auszusetzen hätte, dann wäre es lediglich die allzu knappe Rolle, die das FBI, das ATF und andere Ermittlungsbehörden in diesem Buch spielen. Was das betrifft, waren wir in der Vergangenheit ja recht verwöhnt, doch Harris hat sich nun einmal dagegen entschieden, diesem Weg erneut zu folgen. Hier hätte – und das ist ausschließlich mein persönliches Empfinden – Harris gern etwas weiter ausholen dürfen; mehr wäre hier tatsächlich mehr gewesen. Daher einen unerheblichen Stern Abzug von der Gesamtwertung. Die Lesung von Achim Buch empfand ich als gelungen; seiner angenehmen, klar verständlichen Stimme hätte ich gern noch länger gelauscht.

Astrid Lindgren fehlt

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.11.2018

Leider ist das Hoerbuch gegenueber der normalen Buchausgabe gekuerzt - es fehlt z.B. die Geschichte von Astrid Lindgren. Oetinger wird seine Gruende haben, warum es Astrid Lindgren bei Audible nicht zum Download gibt, fuer den Kunden ist das dennoch schade. Die restlichen Geschichten sind alles in allem sehr schoen, auch die Interpretation durch verschiedene Sprecher ist sehr gelungen.

Ein etwas anderer Jury

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.07.2018

Ich muss zugeben, ich war nach dem Hören des Buches auch erst einmal etwas ratlos. Tatsächlich fühlt sich die Geschichte nicht ganz so "rund" an wie viele der frühreren Jury-Romane, aber je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir das Buch. Frau Grimes versucht hier eine etwas andere Erzählstruktur, und ich halte das Experiment für gelungen. Da relativ zeitig klar ist, worauf die Geschichte hinausläuft (auch wenn es die eine oder andere Überraschung gibt), ist das Buch diesmal weniger ein klassischer "Whodunit" als vielmehr ein äußerst anspielungsreicher Thriller.
Weniger gefallen hat mir die Entscheidung des Sprechers, Melrose Plant wie einen asthmatischen Greis klingen zu lassen, und auch Richard Jury selbst klingt mir deutlich gealtert. Ich muss aber sagen, nach 2 Stunden hatte ich mich an Heikko Deutschmanns Stil gewöhnt.
Fazit: Ein intelligenter, ungewöhnlicher Krimi. Natürlich nichts für Einsteiger in die Inspektor-Jury-Reihe, aber das war ja bei allen vorhergehenden Büchern schon der Fall. Man muss schon mit Band 1 (als Hörbuch nur auf Englisch verfügbar) anfangen, wenn man den Zauber der Reihe verstehen will.

Zeitreise

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 26.12.2017

Ich weiß nicht, was schöner ist: der Text Fontanes oder die Vortragskunst Gert Westphals. Zu hören ist hier eine für das Radio entstandene Reihe von Lesungen aus Fontanes autobiografischen Schriften. Herr Westphal liest wie immer mit heiterer Gelassenheit, sodass ich stets das Gefühl habe, Fontane persönlich zu lauschen, wie er im Eckzimmer sitzt und in gemütlicher Runde aus seinem Leben plaudert. Schade, dass es so schnell wieder vorbei war, ich hätte noch stundenlang zuhören können.

Wunderbar

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.08.2017

Ich habe lange gezögert, dieses Hörbuch zu kaufen, weil mich die vielen negativen Rezensionen etwas verunsichert hatten. Muss aber sagen, dass ich es keine Minute bereut habe. Das Buch (das ich vor fast 30 Jahren zuletzt gelesen habe) an sich ist eines der besten von Karl May, das immer wieder zwischen spannenden Passagen und religiösen/weltanschaulichen Diskursen hin und her wechselt. Peter Sodann ist ein wunderbarer Sprecher, der es schafft, den Hörer über 15 Stunden lang "bei der Stange" zu halten. Sicher unterscheidet sich seine Vortragskunst von Heiko Grauel, und man muss vielleicht etwas intensiver zuhören, aber ich konnte der Lesung stets problemlos folgen. Einige kleinere Schnittfehler hätte der Verlag beseitigen können, aber davon abgesehen: einfach großartig. Freue mich auf die nächsten Teile.

Mein Star Trek Lieblingsroman

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 22.01.2017

Schon mehrmals als Buch gelesen, und nun endlich auch mal als Hörbuch versucht. Eine unglaublich schöne und romantische Geschichte um Riker und Deanna. Durch die Lesung von Jonathan Frakes und die Originalmusik wirkt es sehr atmosphärisch. Autor Peter David hat den Roman selbst für diese Audiofassung gekürzt. Ungekürzt wäre es zwar noch schöner gewesen, aber man nimmt was man kriegt ;-)
Das einzige was mich gestört hat, war die schlechte Audioqualität, aber ich vermute, dass die Vorlagen direkt von Simon & Schuster so geliefert wurden. Das ist etwas schade, hier müsste der Verlag mal eine neue Fassung liefern.
Letztendlich volle Punktzahl, da dies von allen Star Trek Romanen mein Favorit ist.

Interessante Einblicke

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 18.01.2017

Was hat Ihnen das Hörerlebnis von Where There's Smoke besonders unterhaltsam gemacht?

Der stets unterhaltsame Vortrag von William B. Davis, der keinen Moment der Langeweile aufkommen ließ. Seine pointiere Sprache, sein feiner Humor, die umfassenden Einblicke in sein Leben am Theater und beim Film.

Welcher Moment von Where There's Smoke ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

Besonders natürlich das letzte Viertel, in dem er sich sehr ausführlich seiner Zeit bei den X-Akten widmet

Haben Sie vorher schon ein Hörbuch mit William B. Davis gehört? Wie würden Sie beide vergleichen?

Nein, es ist ja sein erstes Buch.

Hat dieses Hörbuch Sie emotional stark bewegt? Mussten Sie laut z.B. lachen, weinen, zweifeln, etc.?

Witzig und etwas wehmütig war eine Szene am Ende, als Davis erzählte, wie ihn manchmal noch ein paar Mittvierziger erkennen und aus dem Auto hinterherrufen "hey, da ist ja der Raucher", während der zwanzigjährige Beifahrer ihn mit leerem Blick anstarrt und sich kaum von seinem Smartphone losreißen kann.

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Man sollte wissen, dass sich drei Viertel des Buches mit Davis' Zeit am Theater beschäftigen. Erst am Ende geht er sehr ausführlich auf die X-Files ein. Trotzdem ein hochinteressantes, warmherziges und intelligentes Buch von einem der sympathischsten und vielleicht unterschätztesten Schauspieler unserer Zeit.

Zeit der Schlingen ...

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.10.2015

Würden Sie Mörder ohne Gesicht noch mal anhören? Warum?

Ja, sicher, nach einiger Zeit. Die Geschichte muss jetzt erst einmal wirken und reifen. Mankell schreibt wirklich gut, und die Geschichte ist ziemlich deprimierend, aber ich mag so etwas.

Welche Figur hat Ihnen am besten gefallen? Warum?

Kurt Wallander. Seine Zerrissenheit ist sehr authentisch. Hier agiert kein strahlender Held, sondern jemand, dem wir es abnehmen, dass er wirklich existieren kann, und nicht nur in einer Geschichte.

Welche Szene hat Ihnen am besten gefallen?

Der Beginn der Geschichte, wenn die Nachbarn bemerken, dass etwas auf dem Nachbarhof nicht stimmt.

Gab es im Hörbuch einen Moment, der Sie ganz besonders berührt hat?

Das Ende.

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

An den Sprecher Ulrich Pleitgen musste ich mich erst gewöhnen, aber am Ende muss man sagen, er hat seine Sache sehr gut gemacht, und ich habe ihm die Story und die Charaktere auch abgenommen. Das Atemholen, das ein anderer Rezensent bemängelt hat, habe ich gar nicht als störend empfunden, so unterschiedlich kann man eine Performance wahrnehmen. Auch die Lautstärke schwankt in meiner Version nicht; evtl. hat Audible hier aber bereits nachgebessert.

Exzellente Bearbeitung!

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.01.2008

Ich gestehe, dass ich dieses Hörspiel schon als Kind geliebt habe. Soweit ich mich erinnern kann, war es für lange Zeit das einzige Jules Verne Hörspiel, das in der DDR auf Schallplatte erhältlich war, und ich habe es rauf- und runter gehört. Aber auch ohne die Verklärung der Jugend muss ich rückblickend zugeben, dass diese Produktion etwas ganz besonderes ist. Die Sprecher sind erstklassig, hier klingt nichts wie abgelesen, die klassische Jules Verne Geschichte wurde um einige interessante Details erweitert und in meinen Augen sogar noch verbessert (Puristen mögen mir das bitte verzeihen, aber die Story funktioniert dadurch sogar noch besser als im Original). Man fiebert förmlich mit den Protagonisten und ihren Gegenspielern mit, auch wenn man das Ende natürlich schon kennt. Durch die Präsentation von Zeitungsmeldungen, Tagebuchnotizen und Augenzeugenberichten entsteht ein sehr lebendiges und spannendes Hörspiel. Schade, dass nicht ein einziges der zahlreichen Jules Verne Hörspiele jemals wieder diese Klasse erreicht hat.