PROFIL

Boris

  • 7
  • Rezensionen
  • 12
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 13
  • Bewertungen
  • Samarkand Samarkand

  • Autor: Matthias Politycki
  • Sprecher: Matthias Politycki
  • Spieldauer: 14 Std. und 14 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    3 out of 5 stars 12
  • Sprecher
    3.5 out of 5 stars 10
  • Geschichte
    3 out of 5 stars 9

"Alle Geschichten kommen aus Samarkand." - Die Welt ist aus den Fugen geraten und wo einst die Seidenstraße entlang führte, ist 2026 das Epizentrum der Erschütterung. Alexander Kaufner, Gebirgsjäger und Grenzgänger, reist in das sagenumwobene Samarkand und begibt sich auf die Suche nach einer geheimnisvollen Kultstätte. Doch können Sieg oder Niederlage, Krieg oder Frieden tatsächlich von einem Haufen heiliger Knochen abhängen?

  • 3 out of 5 stars
  • Verwirrt und enttäuscht in Usbekistan

  • Von Boris Am hilfreichsten 14.11.2013

Verwirrt und enttäuscht in Usbekistan

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.11.2013

Dieses Buch ist hochgelobt, "ein wahrer Monolith unter den lauwarmen Unterhaltungsromanen" schreibt der Stern. Der Roman könne es "mit ähnlichen Projekten ... von Christoph Ransmayr aufnehmen". Grund genug, diesen Roman herunterzuladen und anzuhören, zumal der Autor selbst liest, etwas, das ich immer schätze.
Ich kann meine Enttäuschung jedoch nicht verhehlen. Das Abenteuer will nicht zu mir durchdringen, zu gesichts- und formlos bleibt der Held, den wir rund drei Jahre in und um Samarkand in Usbekistan begleiten. Wir gewinnen einiges an Details über seine Biographie, jedoch keine psychologische Tiefe, von keiner Figur des Romans. Herr Politicky ist oft in Usbekistan gewesen und schreibt mit großer Orts- und Kulturkenntnis. Das ist durchaus ein Pluspunkt, bleibt für mich aber einer der wenigen, so dass ich besser bedient wäre bei einem Reisebericht, der auch zugibt, einer zu sein.
Die Dystopie von "Samarkand, Samarkand" ist unausgegoren, basiert auf der umstrittenen Meinung des Autors, der Westen wäre verweichlicht. Der Autor hat einige Szenen in Indien und anderen "fernen Ländern" miterlebt, die die Bereitschaft, auch notfalls mit Einsatz von Gewalt um Essen/Sitzplätze etc. zu kämpfen für ihn augenfällig machen. So sind im Roman die einzigen, die um die Existenz von Deutschland kämpfen, die Deutschländer, alles Migranten, vorwiegend türkischer Herkunft, der "Kalif" von Teheran aus und die "Russen" haben Europa so gut wie unter sich aufgeteilt.
Hellmuth Opitz (http://fixpoetry.com, 4/9/13) findet in Politickys Sprache eine "ausgefeilte Stilistik", ich fühlte mich zunehmend genervt von der Angewohnheit, ab und an die Hilfsverben wegzulassen, wohl um das alles etwas poetischer klingen zu lassen. Nervtötend für mich. So sind die Geschmäcker verschieden.
Insgesamt ein Roman, der sprachlich für mich ärgerlich war, inhaltlich kaum Spannung aufzubringen vermochte und seine Protagonisten seltsam blass zeichnet.
Der Sprecher, hier der Autor selbst, macht seine Sache gut.

2 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Lautlos

  • Autor: Frank Schätzing
  • Sprecher: Stefan Kaminski
  • Spieldauer: 22 Std. und 12 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 2.318
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.548
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.553

Köln, im Juni 1999. Zum G8-Wirtschaftsgipfel werden zahlreiche hochrangige Politiker erwartet, die über die Zukunft des Kosovo verhandeln sollen. Als der irische Physiker und Bestsellerautor Dr. Liam O'Connor einen alten Bekannten, einen IRA-Aktivisten, erkennt, gibt er seinem Gefühl nach und verfolgt den Mann. Kurze Zeit später wird dieser erschossen aufgefunden. O’Connor erkennt, dass eine Verschwörung im Gange ist. Schon bald weiß er nicht mehr, wer Freund und wer Feind ist...

  • 4 out of 5 stars
  • Sprachlich stark. Starker Sprecher. Langatmig.

  • Von Sabine Am hilfreichsten 03.06.2012

Whisky und Terror in Köln

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.10.2013

Wer einen Schätzing zur Hand nimmt, erwartet in aller Regel keine große Literatur, darf aber auf sehr gut recherchierte Fakten und einen spannenden Plot hoffen.
So wird der Leser auch hier diesbezüglich kaum enttäuscht. Indes ist das Thema "Internationaler Terrorismus" nicht ein so weites Feld wie Klimakatastrophen/Intelligenzphilosophie (Der Schwarm) oder Zukunftsforschung/Energiepolitik (Limit). Dass sich Schätzing trotzdem auf über 1000 Seiten ausbreitet, ermüdet dann auch etwas. Die Dialoge sind nicht so hölzern wie in früheren Werken, allerdings mag das auch der überragenden Leistung Stefan Kaminskis geschuldet sein, der selbst blödeste Wortwechsel und Situationen irgendwie plausibel intonieren kann.
Ein weiterer Schwachpunkt sind die Hauptcharaktere. Mögen die "Bösen" noch gelungen gezeichnet sein,leiden die Beschreibungen des Whisky saufenden und dennoch überfliegerhaft hochintelligenten Professors (natürlich aus...Irland - was für ein Klischee...) und seiner ihn zur Menschenliebe konvertierenden weiblichen Begleitung aus Deutschland leider an einer Überdosis Stereotypen.
Insgesamt gute Unterhaltung, dennoch.

  • EXIT

  • Wohlstand ohne Wachstum
  • Autor: Meinhard Miegel
  • Sprecher: Gert Heidenreich
  • Spieldauer: 10 Std. und 39 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 169
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 42
  • Geschichte
    3.5 out of 5 stars 43

Dieses außergewöhnlichen Buch von Meinhard Miegel ist ein Meisterwerk, das durch die Lesung von Gert Heidenreich eine völlig neue Dimension bekommt...

  • 5 out of 5 stars
  • Erschütternde Fakten

  • Von xiantropist Am hilfreichsten 19.01.2011

Thema pompös verfehlt - Schade

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.10.2013

Schade. Hier hat man bei der Hörbuchproduktion die Schraube in Richtung Infotainment ein bisschen zu weit gedreht. Pompöse Musikeinblendungen teilen dem Hörer mit, dass gerade Wichtiges zu hören gewesen war. In der Tat ist das auch "nötig", denn der Text bleibt blass, Konkretes und Fundiertes ist kaum zu hören, stattdessen Allgemeinplätze en masse. Dabei ist es so wichtig, dieses seit den Siebzigerjahren vergessene Thema wieder zu beleben, wie es Ökonomen in Deutschland (u.a. Prof. Hirata) und Österreich langsam aber sicher tun.
Hier ist aber das Thema langweilig umgesetzt, Zukunftsperspektiven sind rar und daher kann ich zum Hören auch keine Empfehlung aussprechen. Wie gesagt - schade.

3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten

  • Autor: Neil MacGregor
  • Sprecher: Hanns Zischler, Nico Holonics
  • Spieldauer: 22 Std. und 31 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 704
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 504
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 504

Neil MacGregor, Direktor des British Museum, beschreibt nicht nur 100 Objekte, sondern erschließt uns durch ihre Betrachtung immer auch ein Stück Weltgeschichte. Wer den hier versammelten Dingen - vom afrikanischen Faustkeil bis zur Solarlampe made in China - auf diese Weise begegnet, erlebt von der ersten bis zur letzten Minute ein intellektuelles und ästhetisches Vergnügen und eines der außergewöhnlichsten Radio-Projekte der letzten Jahre. Stoff genug für 22 Stunden spannender Unterhaltung, die von Hanns Zischler farbig und lebendig präsentiert werden.

  • 5 out of 5 stars
  • Faszinierende Reise durch die Weltgeschichte

  • Von Christian Am hilfreichsten 23.10.2012

Museumsrundgang in der Zeitmaschine

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.10.2013

Dies ist ein ganz großes Buch! Obwohl der Titel irreleitend ist, geht es hier doch nicht um die Geschichte der Welt sondern um die Geschichte der Menschheit, ist es vom Konzept und der Umsetzung her originell und virtuos umgesetzt.
Die Geschichte der Menschheit wird an Hand von 100 Objekten aus dem British Museum erzählt. Wobei die Objekte mehr Kristallisationspunkte der Erzählung sind als dass sie Hauptdarsteller wären. So wird ein Objekt zur Zeitmaschine: der Autor nimmt den Leser an die Hand und entführt in fremde vergangene Welten vergangener Kulturen. So nimmt die Menschheitsgeschichte Konturen an, von Objekt zu Objekt staunt der Leser mehr, was man aus den Objekten alles lesen kann, wenn man sich auf sie einlässt. Das Erstaunliche ist, dass selbst Objekte, die man auf einem Museumsrundgang ignoriert hätte, Bemerkenswertes zu erzählen haben.
Eines der inspirierendsten Sachbücher der letzten Jahre. Toll. Hörempfehlung!

  • Ein ganzes halbes Jahr

  • Lou Clarke 1
  • Autor: Jojo Moyes
  • Sprecher: Luise Helm, Ulrike Hübschmann, Reinhard Kuhnert
  • Spieldauer: 14 Std. und 45 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 10.121
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 8.981
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 8.980

Weißt du, wie das Leben funktioniert? Lou weiß es noch nicht und Will wusste es mal. Als die beiden aufeinandertreffen, werden sie gezwungen, ihre eigenen Ansichten infrage zu stellen. So beschäftigt sich "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes auf einfühlsame Art mit der Frage: Wann ist ein Leben lebenswert?

  • 2 out of 5 stars
  • Gratwanderung zwischen Kitsch und Romantik

  • Von BikerJoe Am hilfreichsten 11.04.2017

Konstruiert und überraschungsfrei

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.09.2013

Bei einem Liebesroman Originalität oder überraschende Wendungen zu erwarten, mag fehl am Platz sein. Das Setting dieses Romans macht die Sache nicht eben leichter: arbeitslose ungelernte junge Frau trifft auf reichen querschnittsgelähmten jungen Mann, den sie pflegen soll. Erinnert das ein bisschen an "Ziemlich beste Freunde"? Ja, in der Tat, nur dass hier nicht zwei Männer aufeinandertreffen sondern eine Frau und ein Mann. Dementsprechend überraschungsfrei ist dann der Plot: Nach anfänglicher gegenseitiger Ablehnung und vielen Streits kommt man sich näher und lernt sich lieben. Am meisten überrascht darüber sind die Protagonisten selbst, so scheint es. Die Figuren bleiben seltsam blass, bspw. erfährt man vom Freund der Hauptfigur nur, dass er seine Zeit mit Sport verbringt. Sogar den Hauptpersonen mangelt es an psychologischer Tiefe, vieles wirkt am Ende doch klischeehaft. Auch literarisch bzw. sprachlich verschenkt der Roman seine Möglichkeiten. Der Klassenunterschied (wir sind in Grossbritannien) sollte an unterschiedlicher Sprache zu erkennen sein, ist er aber nicht, zuweilen wundert man sich über die seltsam elaborierte Sprache der Lou. Seltsam deplatziert wirkt der Kunstgriff, zuweilen aus der Perspektive von anderen Haupt- oder Nebenpersonen der Geschichte weiterzuerzählen. Das kann ein interessanter Erzählstil sein, wenn unterschiedliche Perspektiven auch psychologisch beleuchtet werden. Hier hat man den Eindruck, dass Teile des Plots, die die Hauptperson Lou nicht mitbekommt, halt von jemand anderem erzählt werden müssen.
Immerhin bekommt man einiges über das Leben von Querschnittsgelähmten und deren gesellschaftliche Ausgrenzung mit auf den Weg gegeben. Dafür zwei Punkte.
Die Sprecherin ist an manchen Stellen für meinen Geschmack mit zu viel Theatralik bei der Sache, das allerdings passt zum Buch.
Dieses Buch wird allenthalben überschwenglich gelobt. Offensichtlich kann es den einen oder anderen Leser/ Leserin durchaus begeistern.
Ich kann hier daher zusammenfassend nur empfehlen, sich vor dem Download/der Lektüre mit seiner Erwartungshaltung auseinanderzusetzen.
Grosse Literatur darf man hier nicht erwarten.

  • The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry

  • Autor: Rachel Joyce
  • Sprecher: Jim Broadbent
  • Spieldauer: 9 Std. und 57 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 128
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 95
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 96

When Harold Fry nips out one morning to post a letter, leaving his wife hoovering upstairs, he has no idea that he is about to walk from one end of the country to the other. He has no hiking boots or map, let alone a compass, waterproof, or mobile phone. All he knows is that he must keep walking - to save someone else's life.

  • 5 out of 5 stars
  • A moving journey through country and soul

  • Von BikerJoe Am hilfreichsten 16.05.2014

Leichtigkeit und gnadenlose Tiefe

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.09.2013

Eine Überraschung, dieses Buch. Was anfängt wie ein heiterer leichter Roman entpuppt sich nach und nach als gnadenlose Innen- und Außenschau der Welt. Dicht, komplex und mit psychologischer Tiefenschärfe, kurz gesagt, wie das Leben: unwahrscheinlich!

  • Atlas eines ängstlichen Mannes

  • Autor: Christoph Ransmayr
  • Sprecher: Christoph Ransmayr
  • Spieldauer: 13 Std. und 54 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 118
  • Sprecher
    4 out of 5 stars 65
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 64

Der Atlas eines ängstlichen Mannes ist eine einzigartige, in siebzig Episoden durch Kontinente, Zeiten und Seelenlandschaften führende Erzählung...

  • 5 out of 5 stars
  • ach, wie schade...

  • Von Kristina Am hilfreichsten 10.12.2012

Sprache als musikalisch-poetisches Erlebnis

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 09.05.2013

Der "Atlas" ist meine erste Begegnung mit Christoph Ransmayr gewesen. Dies ist für mich DIE literarisches Entdeckung der letzten Jahre.
Die Sprache einerseits ist ein Erlebnis pur, die Metaphern frisch und ungehört und doch passend, Raum lassend für die eigene Fantasie, genial.
Der Autor als Sprecher ist - anders als für andere Rezensenten hier - für mich eine zusätzliche Bereicherung: gerade die ungewohnten Betonungen, die gewollten Pausen, das Zögern in manchen Momenten...oft ein Vergnügen zu hören, jenseits des Inhalts, die Sprache und deren gesprochene Umsetzung wie Musik.
Ein Gesamtkunstwerk. Inhaltlich knüpfen die 70 Szenen grob aneinander an, ohne ein Gesamtbild zu ergeben. Kein Mosaik, was am Ende zum Vorschein kommt, eher ein Weg, ein Reiseweg zu sich selbst. Großartig. Mehrfach zu lesen und zu hören, wie große Poesie.

7 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich