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Andreas

  • 43
  • Rezensionen
  • 201
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 334
  • Bewertungen
  • Die Voliere

  • Autor: Marc-Oliver Bischoff
  • Sprecher: Yara Blümel
  • Spieldauer: 12 Std. und 19 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 19
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 19
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 18

Sind psychisch kranke Gewalttäter therapierbar? Ein brandheißes Thema hochspannend verpackt. Heinz Rosen (43), wegen Entführung mit Todesfolge seit 1986 in Haft, seit 2002 Sicherungsverwahrung; Wolfgang Wolf Tibursky (39), wegen Vergewaltigung mit Todesfolge seit 1991 in Haft, seit 2006 Sicherungsverwahrung; Adam Lefeber (47), wegen Folter mit Todesfolge seit 1992 in Haft, seit 2007 Sicherungsverwahrung. Drei Biografien, deren Fortgang mit dem Urteil lebenslängliche Sicherungsverwahrung voraussehbar schien.

  • 3 out of 5 stars
  • Leider nur Regio-Krimi-Standartkost

  • Von Andreas Am hilfreichsten 04.08.2018

Leider nur Regio-Krimi-Standartkost

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.08.2018

Die Voliere von Marc-Oliver Bischoffs erzählt die Geschichte dreier Sicherungsverwahrter und einer polizeilichen Pschologin, die trotz feststehender Entlassung eine Begutachtung vornehmen will, um der Politik als Feigenblatt zu dienen. Die Geschichte spielt in Frankfurt und Umgebung und hat Regio-Krimi Charm, sodass Ortsansässigen die Lektüre wohl mehr genießen werden.
Zunächst einmal finde ich sehr ungünstig, dass audible das Buch nicht als Serienkrimi aus der Mitte einer Reihe gekennzeichnet hat, obwohl eine Vorgeschichte immer wieder angedeutet wird, die der unbedarfte Leser nicht kennt. Ich bin kein Freund von Serienkrimis und lese sie erst recht ungern mitten in der Serie.
Der Einstieg in die Geschichte ist klischeebeladen und schwach. Die Protagonisten beginnt recht schnell eine Affäre mit einem am Geschehen beteiligten Tierartzt. Der erfahrenen Leser weiß nun bereits, dass dieser Tierarzt eine wichtige Rolle spielen wird. Ein solches Storytelling finde sich leider viel zu häufig in modernen Krimis.
Insgesamt ist die Charakteresierung schwach. Zu viele Figuren sind eindimensional und ihr handeln ist nicht immer rational. Eine Ausnahme machen die drei Sicherungsverwahrte, die Bischoff recht differenziert ausarbeitet, wenn auch hier einige Cliches auftauchen.
Die Hauptteil der Handlung spielt in einer altem Mühle im Spessart, die der besagte Tierarzt den überall abgelehnten Sicherungsverwahrten zur Verfügung stellt. Hier arbeitet das Buch auf einen Showdown zwischen aufgehetzter Dorfgemeinschaft und der Hauptfigur mitsamt ihren Schützlingen hin. Der Showdown ist spannend aber leider wenig glaubwürdig. Zu viele Zufälle erfolgen und zu viele politische Kommentare möchte der Autor abgeben - nicht nur zum eigentlichen Thema des Romans. Ich glaube auch einen logischen Fehler in der Handlung gefunden zu haben, den ich aus Spoilergründen nicht vertiefen kann.

Das Thema wurde letztlich ordentlich aber keinesfalls umfassend aufbearbeitet, die Unfähigkeit der Polizieführung und der Politik ist überzeichnet und es wird zu deutlich auf welcher Seite der Debatte der Autor steht, da alle Personen, die der Hauptfigur entgegenstehende Meinungen vertreten als ziemlich unfähig charakterisiert werden, was bei einem durchaus schwierigen Thema unpassend wirkt.

Die Stärken des Buchs liegen in seinem gelungenen Pacing, dass im zweiten Teil der Handlung für konstante Spannung sorgt. So aufgesetzt der Showdown am Ende war, er ist hochspannend und das Ende ist so nicht wirklich vorherzusehen.

Die Geschichte rettet sich deshalb insgesamt trotz ihrer Geschichte zu einer ordentlichen Leseerfahrung, die eher anspruchslose Krimileeser durchaus unterhalten kann.
Die Lesung ist gut gelungen, bringt auch den teilwese verwendenten Dialekt gut rüber und holft aus dem Roman raus was rauszuholen ist.

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Der Nebelmann

  • Autor: Donato Carrisi
  • Sprecher: Uve Teschner
  • Spieldauer: 8 Std. und 59 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 164
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 156
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 156

In einer eisigen Winternacht irrt der römische Star-Ermittler Vogel mit blutverschmiertem Hemd durch die Wälder am Rand eines Alpendorfs. Er war vor Wochen angereist, um den Fall eines vermissten Mädchens zu klären. Bereits dreißig Jahre zuvor waren hier unter ungeklärten Umständen Kinder verschwunden. Im Dorf glaubt man schnell, dass der Mörder, "Nebelmann" genannt, zurückgekommen ist. Vogel gibt an, einen Unfall gehabt zu haben, doch das Blut an seinem Hemd stammt nicht von ihm.

  • 5 out of 5 stars
  • Alles auf die Spitze getrieben

  • Von Ute Am hilfreichsten 31.12.2017

stimmungsvoll aber unplausibel

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.10.2017

"Der Nebelmann" ist ein sehr atmosphärischer Thriller, der in einem Alpendorf spielt, in welchem kurz vor Weihnachten ein Teenager aus einer radikal christlichen Familie vermisst wird. Es ermittelt ein römischer Starermittler, der gerne auf zweifelhafte Ermittlungsmethoden zurückgreift, bei welchen die Medien eine zentrale Rolle einnehmen.
Der Roman wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dabei verwendet der Autor das Stilmittel des Perspektivwechsels zur Spannungserzeugung indem er nicht streng chronologisch erzählt. Der Autor beherrscht sein Handwerk diesbezüglich wirklich gut. Zwar wird der Perspektivwechsel ein wenig manipulativ genutzt um den Leser in bestimmte Denkrichtungen zu stoßen, was ein Mitraten im Gegensatz zu einem klassisch strukturierten "Who-Dunnit" erschwert. Allerdings bleibt das Herzstück der Roman die Spekulation in Bezug auf Tat und Täter. Die omnipräsente Medienkritik ist geschickt in die Tätersuche eingewoben.
Die Figurenzeichnung konzentriert sich auf den Starermittler, seinen jungen Assistenten und einen erst kürzlich ins Dorf gezogenen Lehrer. Diese drei Figuren werden ordentlich ausgearbeitet. Nebenfiguren bleiben eher blass. Keine der Figuren fungiert als Identifikationsfigur und alle Figuren haben deutlich herausgearbeitete Schwächen. Der Roman ist nichts für Leser, die Gut und Böse klar unterschieden haben wollen.

Der Roman hat mich über die meiste Zeit glänzend unterhalten weil die Art der Autors Spannung zu erzeugen bei mir gut funktioniert. Insbesondere deshalb weil der Leser keiner Figur vertrauen kann.
Auch sprachlich befindet sich das Buch auf gehobenem Niveau.

Leider vesagt der Roman aber bei seiner Auflösung. Dem Autor gelingt es nicht zu einem plausiblen Ende zu gelangen. Stattdessen wird am Ende ein Masterplan präsentiert, der selbst flüchtigem Nachhaken nicht standhällt. Zudem gibt es auf den letzten Seiten noch einen besonders lächerlichen finalen Twist. Der Roman ist letztlich eindeutig überkonstruiert und die Auflösung wirkt lächerlich.
Ein guter Kriminalroman liegt für mich nur dann vor, wenn die Geschichte auch nach dem Ende noch plausibel gehalten wird. Das gilt insbesonders dann, wenn die Auflösung des Falles und weniger die Psychologie des Täters im Zentrum steht.
Der Roman hätte ein überzeugenderes Ende verdient gehabt, weil er sich so wohltuend von Thrillerallerlei abhebt, da es sich weder um eine Serie handelt noch auf Brutalität aufbaut sondern seine Spannung ausschließlich durch seine Erzählstruktur und Undurchschaubarkeit aufbaut.

Die Lesung ist wirklich gelungen und schafft es perfekt die Stimmung des Roman in einem winterlichen Alpendorf zu untermalen.
Die Sterne-Wertung ist mir schwer gefallen und hängt davon ab, wie stark der Leser ein logisches Ende gewichtet. Für mich ist das Ende eines Kriminalroman zentral, sodass ich nur bei 2 Sternen lande.

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die drei Sonnen (Die Trisolaris-Trilogie 1)

  • Autor: Liu Cixin
  • Sprecher: Mark Bremer
  • Spieldauer: 14 Std. und 53 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 1.723
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.642
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 1.640

China, Ende der 1960er-Jahre: Während im ganzen Land die Kulturrevolution tobt, beginnt eine kleine Gruppe von Astrophysikern, Politkommissaren und Ingenieuren ein streng geheimes Forschungsprojekt. Ihre Aufgabe: Signale ins All zu senden und noch vor allen anderen Nationen Kontakt mit Außerirdischen aufzunehmen. Fünfzig Jahre später wird diese Vision Wirklichkeit - auf eine so erschreckende, umwälzende und globale Weise, dass dieser Kontakt das Schicksal der Menschheit für immer verändern wird.

  • 5 out of 5 stars
  • Erstklassige Science Fiction Story!

  • Von Mike Am hilfreichsten 25.05.2017

interessante Hard Sci-Fi aus China

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.02.2017

Der Roman "Die drei Sonnen" von Liu Cixin ist der erste Teil einer Trilogie im Bereich der Hard-Scifi. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen des Genres hat die Menschheit den Sprung ins Raumfahrtzeitalter noch nicht gemacht, sodass der Roman fast durchgängig im China der nahen Zukunft spielt. Die Beschreibung des Buches auf Audible nimmt leider mehr vorweg als man meiner Meinung nach wissen sollte, denn recht lange weiß der Leser nicht, welchen Zweck die Militärbasis hat, auf der sich Teile der Handlung abspielen.

Der Roman hat zwei Hauptfiguren. Zum einen die Physikerin Ye Wenjie, die die Kulturrevolution in China miterleben musste und als politisch Geächtete die Möglichkeit erhält auf eine militärischen Forschungsbasis ihre Kenntnisse in Astrophysik anzuwenden.
Zum anderen den Nanoforscher Wang Miao, der von Polizei und Militär in eine mystriöse Ermittlung rund um die Freitode einiger bekannter Grundlagenforscher eingebunden wird und sich kurz darauf mit einem Countdown vor seinem Auge konfrontiert sieht, der ihn an der Fortführung seiner Forschung hindern möchte und daraufhin in die Welt des geheimsnissvollen Computerspiels "Three Bodies" eintaucht.
Die Stärken des Roman liegen in seiner schnell fortschreitenden und durchgehend spannenden Handlung. Die Ideen des Autors und die letztliche Auflösung sind durchaus kreativ und setzen einen spannenden Kontrast zu militärisch angelegter Hard-Scifi. Inwiefern die phyisikalischen Ideen realsitisch kann ich zwar nicht beurteilen, aber der Autor erzeugt für mich als Laien in gelungener Weise eine gewisse Glaubwürdigkeit seiner Schilderungen. Auch philosophisch ist der Roman durchaus interessant.
Leider verhalten sich die Charaktere weniger glaubwürdig und sind eher eindimensional entworfen. Leser, die ihr Lesevergnügen hauptsächlich aus einer sich entwickelnder Beziehung von Charakteren haben, dürften mit dem Roman nicht glücklich werden. Auch die politische Dimension der Handlung hätte mehr hergegeben als der Roman letztlich liefert.

Sprachlich muss sich der Leser damit abfinden, dass die Übersetzung aus dem Chinesischen einige Besonderheiten bereithällt. Die Charaktere duzen sich ausnahmslos, was eine seltsame Athmosphäre der Vertrautheit an dafür unpassenden Orten erzeugt. Bei englischen Übersetzungen wird die Höflichkeitsform an den deutschen Spachgebrauch angepasst. Warum das hier nicht passiert, verstehe ich nicht ganz.
Die Sprache des Autors ist ansonsten eher naturwissenschaftlich-sachlich und literarische Kniffe gibt es wenige.
Das Ende des Romans ist offen und zwingt den interessierten Leser praktisch dazu auch den zweiten Band zu lesen. Mich hat das Buch neugierig genug gemacht um mich auf den Nachfolger zu freuen und zu sehen, wie der Menscheit auf die exestenzielle Bedrohung, die im letzten Drittel des Roman aufgebaut wird, reagieren wird.

39 von 44 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Totenpfad

  • Ein Fall für Dr. Ruth Galloway 1
  • Autor: Elly Griffiths
  • Sprecher: Gabriele Blum
  • Spieldauer: 8 Std. und 56 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.247
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.172
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.167

Dr. Ruth Galloway, forensische Archäologin, liebt Katzen und alte Knochen. Vor zehn Jahren verschwand die fünfjährige Lucy Downey. Seitdem schreibt ein Unbekannter verstörende Briefe, die Detective Chief Inspector Harry Nelson von der Norfolk Police um den Schlaf bringen. Als an einem nebligen Herbsttag in den Salzwiesen nahe der Küste Mädchenknochen gefunden werden, ist er sich sicher, dass es Lucys sind.

  • 5 out of 5 stars
  • guter Auftakt

  • Von Hörefix Am hilfreichsten 10.01.2017

klischeebeladener Krimi ohne Logik

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 18.01.2017

Leider funktioniert der Krimi Totenpfad von Elly Griffiths auf keiner Ebene. Es handelt sich um einen Who-Dunnit-Krimi vor der Kulisse eines englischen Salzmoors. Eine übergewichtige Anthropologin mit Minderwertigkeitskomplexen wird von der Polizei zur Identifizierung gefundener Knochen in die Ermittlung rund um zwei verschwundene Kinder hereingezogen. Obwohl die gefundene Knochen aus der Eisenzeit stammen wird die Protagonistin aus nicht nachvollziehbaren Gründen weiter in die Ermittlung intergriert. Alle Verdächtigen stammen seltsamerweise aus dem Umfeld der Protagonistin. Die Story hangelt sich von einem Klischee zum nächsten und beschäftigt sich primär mit der Psyche unserer Protagonistin.
Die letztliche Auflösung in ziemlich dumm und trotzdem für jeden halbwegs erfahrenen Krimileser vorhersehbar.
Einzig das Szenario des Moors erzeugt ein wenig Atmosphäre, die allerdings nicht genutzt wird um eine spannende und halbwegs logische Geschichte zu erzählen.

Die Lesung ist das einzige gelungene an diesem Hörbuch. Sie kann aber leider die dumme Geschichte in keiner Weise retten.

4 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Konklave

  • Autor: Robert Harris
  • Sprecher: Frank Arnold
  • Spieldauer: 10 Std. und 13 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.047
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 994
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 989

Der Papst ist tot. Die um den Heiligen Stuhl buhlenden Gegner formieren sich: Traditionalisten, Modernisten, Schwarzafrikaner, Südamerikaner... Kardinal Lomeli, den eine Glaubenskrise plagt, leitet das schwierige Konklave. Als sich die Pforten hinter den 117 Kardinälen schließen, trifft ein allen unbekannter Nachzügler ein. Der verstorbene Papst hatte den Bischof von Bagdad im Geheimen zum Kardinal ernannt.

  • 5 out of 5 stars
  • Wow!

  • Von Christine Hillar Am hilfreichsten 20.11.2016

spannend aber mit zweifelhaftem Ende

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.11.2016

Der Thriller Konklave von Robert Harris beschäftigt sich im Gewand eines kammerspielartigen Politthriller mit der Papstwahl. Erzählt wird aus der Perspektive des Dekan des Kardinalskollegiums, dem die Aufgabe zufällt, nach dem Tod des letzten Papstes, der sehr an den derzeitigen Amtsträger erinnert, das Konklave zu leiten und eine möglichst konfliktfreie Papstwahl sicherzustellen.
Allerdings gibt es 4 ernstzunehmende Kandidaten auf das Amt des neuen Pontifex Maximus und einige Skandale im Hintergrund, die die Papstwahl überschatten.

Harris nutzt das zunächst durchaus realistische Szenario für eine spannende, temporeiche Geschichte, in welcher er sich auf die 4 Favoriten, den Ich-Erzähler und einen überraschend hinzukommenden neuernannten Kardinal konzentriert. Natürlich kommen während des Konklaves einige Skandale ans Licht und auch der verstorbene Papst wirft immernoch seinen Schatten auf das Konklave. Zwar bedienen die dargestellten Figuren sicherlich in gewisser Weise klischeebelastete Archetypen. Harris gelingt es meiner Meinung nach aber durchaus die Figuren lebendig erscheinen zu lassen. Das Erzähltempo ist hoch und die Erzählung bleibt durchgängig spannend, ohne dass in exessiver Weise auf Cliffhanger zur künstlichen Spannungssteigerung zurückgegriffen wird.
Meiner Meinung nach hätte es dem Buch gut getan mehr Nebencharaktere einzuführen. Auch die Entscheidung das Buch lediglich aus der Sicht eines Beteiligten zu schreiben nimmt dem Buch ein wenig die Vielfalt, weil die Auffassungen anderer Mitglieder des Karginalskollegium dem Leser nur aus Sicht des Dekans dargestellt werden.
Wirklich problematisch ist allerdings das Ende des Buches. In den letzten zwei Stunden des Hörbuch versucht der Autor durch mehrere Wendungen Spannung zu erzeugen und für einen Überraschungsmoment zu sorgen. Die finale Wendung fällt dabei auch für mich nicht gerade glaubwürdig aus und schadet damit dem Gesamtwerk.

Trotzdem würde ich das Hörbuch für Leser empfehlen, die Spass an politischen Ränkespielen haben und außerdem Informationen über den Ablauf eines Konklaves interessant finden, wobei in Bezug auf diesen Ablauf eine gewisse Toleranz für Redundanzen gefordert wird. Wer bei Büchern viel Wert auf einen runden Abschluss der Geschichte legt, sollte wohl eher nach anderem Ohrenfutter Ausschau halten.

10 von 12 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die Strömung

  • Olivia Rönning & Tom Stilton 3
  • Autor: Rolf Börjlind, Cilla Börjlind
  • Sprecher: Achim Buch
  • Spieldauer: 14 Std. und 14 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.300
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 1.212
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.208

In den Wäldern von Schonen im südlichen Schweden kommt es zu einem entsetzlichen Verbrechen. Ein kleines Mädchen wird ermordet, als es friedlich spielend im Sandkasten sitzt. Ein familiärer Hintergrund? Doch zwei Tage später der zweite Kindermord, diesmal in der Nähe von Stockholm. Was verbindet die beiden Fälle? Schnell fällt der Verdacht auf eine rassistische Gruppierung, die beide Elternpaare zuvor offen bedroht hat. Aber ist es wirklich so einfach? Und warum tauchen gerade jetzt Hinweise auf einen alten, nie geklärten Mord an einer hochschwangeren Edelprostituierten auf?

  • 4 out of 5 stars
  • dunkles Schweden

  • Von reusch Am hilfreichsten 09.03.2016

Serie im Sinkflut

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.05.2016

Leider ist dieses Hörbuch ein klassisches Beispiel dafür, dass viele Krimi- und Thrillerautoren ihr kreatives Pulver im ersten Serienteil verschießen aber trotzdem auf dem Erfolg des Erstlings weiterschwimmen wollen und möglichst schnell Folgeromane veröffentlichen. Der erste Roman rund um Olivia Rönning und Tom Stilton lebte von einem außerordentlich starken Plot, der zwar einige Zufälle enthielt, insgesamt aber eine glaubwürdige Krimihandlung mit außergewöhnlichen Ermittlern verband und mit einem gelungenen überraschenden Ende schloss.
Der Stömung ist anzumerken, dass die Autoren versuchen an diese Stärken anzuknüpfen. Leider gelingt dies nicht. Denn in diesem Roman dominieren Zufälle und die Handlungsauflösung ist haarsträubend unglaubwürdig. Wer den ersten Roman kennt, wird beim Ende ein Deja-Vu der unguten Art haben.
Dabei ist der Beginn der Handlung durch drastisch und effektiv und lässte auf einen spannenden Plot rund um Fremdenfeindlichkeit in Schweden hoffen. Die Hoffnung bleibt auch recht lang erhalten. Einige der Nebenfiguren sind erneut gut gezeichnet. Im letzten Drittel des Buches wird aber klar, dass die Auflösung nicht überzeugen kann. Viele Elemente der Handlung wurden bereits in anderen Romanen besser thematisiert. Leider greifen die Autoren auch auf einen unnötigen Showdown zurück, der ungut an US-Thriller erinnert.
Auch hinsichtlich der Charakterentwicklung tut sich wenig. Sprachlich werden Schwächen insbesondere da deutlich, wo die Autoren versuchen Handlungsstränge aus den Vorgängerromanen einzufügen. Was bleibt sind die sympathischen Ermittlerfiguren, wobei ich mir auch hier mehr konseistente Entwicklung erhofft hätte.

Im Gegensatz zur Geschichte kann die Lesung überzeugen, was aber das Hörbuch nicht retten kann.

8 von 11 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Bedrohung

  • Autor: Simon Kernick
  • Sprecher: Matthias Lühn
  • Spieldauer: 9 Std. und 54 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 30
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 29
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 29

Die Drohung: London, 8 Uhr morgens - eine Bombe verwüstet ein Café in der Innenstadt. Es gibt mehrere Tote. Das Ultimatum: Wenige Minuten später geht der Anruf einer Terror-Gruppe ein. Die Unbekannten kündigen einen Anschlag an, der ganz England erschüttern wird. Verbleibende Zeit: 12 Stunden. Der Gefangene: William Garrett erwartet die Verurteilung wegen Massenmords. Er behauptet, die Namen der Terroristen zu kennen. Aber er verlangt einen hohen Preis.

  • 1 out of 5 stars
  • Nur Schrott

  • Von Nina Am hilfreichsten 15.08.2018

sehr schwacher Krimi

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.03.2016

Das Roman Bedrohung von Simon Kernick ist wohl Teil einer Romanserie, was Audible leider nicht kenntlich macht. Mich haben die ständigen Anspielungen auf alte Serieteile gestört.

Im Kern handelt es sich eher um einen Polizeikrimi als um einen wirklichen Thriller bzw. Politthriller. Der Roman schildert die Ereignisse eines Tages an welchem Tina Boyd und ihre Kollegen versuchen ein Terrorkomplott zu vereiteln.
Die Figuren lassen sich in zwei Kategorien einteilen. Entweder handelt es sich um skrupellose Gangster, die zum Teil wenig glaubwürdig agieren oder um Polizisten, die sich darüber beschweren wie schwer ihnen ihre Arbeit doch gemacht werden. Zwar mag diese Geisteshaltung unter Polizisten verbreitet sein. Jedoch erwarte ich mir von einem Roman, dass er weniger unkritisch mit eines solchen Sicht umgeht. Insgesamt sind viele Schilderungen redundant und ermüdend. Die Bösewichte sind nicht vielschichtig und wirkliche Spannung kommt nicht auf. Der Leser wird recht früh mit den Hintermännern vertraut gemacht. Weder Motive noch Hintergründe der Figuren sind ausreichend ausgearbeitet.
Leider kann es sich auch dieser Krimi nicht verkneifen auf billige Aktion-Showdowns zu verzichten.

Auch die Lesung finde ich nicht gelungen. Die Betonung des Sprechers ist übertrieben und abgehakt, was in diesem Roman nicht zu den Figuren passt. Die Lesung hat mir schon bei den Thrillern von Daniel Suarez nicht zugesagt. Der Sprecher stellt sich zu wenig auf die beschriebenen Charaktere ein und hat einen sehr markanten amerikanischen Akzent. Obwohl ch vorher nicht wusste, dass es sich um denselben Spreher wie bei Suarez handelt, habe ich es nach 5 Minuten bemerkt.

Insgesamt war ich sehr enttäuscht sowohl vom Roman als auch von der Lesung und werde den Autor zukünftig meiden.

2 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Engelskalt

  • Ein Fall für Kommissar Munch 1
  • Autor: Samuel Bjørk
  • Sprecher: Dietmar Wunder
  • Spieldauer: 12 Std. und 58 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 3.870
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 3.644
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 3.633

Ein Spaziergänger findet im norwegischen Wald ein totes Mädchen, das mit einem Springseil an einem Baum aufgehängt wurde und ein Schild um den Hals trägt: "Ich reise allein." Kommissar Holger Munch wendet sich an seine Kollegin Mia Krüger, deren Spürsinn unschlagbar ist. Er reist auf die Insel Hitra, um sie abzuholen. Was Munch nicht weiß: Mia hat sich dorthin zurückgezogen, um sich umzubringen. Doch als sie die Bilder des toten Mädchens sieht, entdeckt sie ein Detail, das bisher übersehen wurde - und das darauf schließen lässt, dass es nicht bei dem einen Kind bleiben wird.

  • 5 out of 5 stars
  • Großartiges Debut

  • Von reusch Am hilfreichsten 12.05.2015

sympathische Ermittler, schwache Geschichte

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.01.2016

Der Thriller von Samuel Björk beginnt spannend. Der Autor bringt dem Leser recht schnell seine Ermittler nahe. Diese sind unkonventionell und haben genretypisch eigene Probleme, die hier zum Teil stark im Vordergrund stehen. Obwohl es sich wohl um einen Debutroman handelt, wirkt der Roman wie der Teil einer Serie, da die Vergangenheit der Ermittlungsteams intensiv ausgerarbeitet wurde.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und spannend.
Leider kann der eigentliche Krimiplot nicht überzeugen. Werden zu Beginn noch spannende Fäden ausgelegt, so ist die Auflösung enttäuschend.und wenig ausgearbeitet. Der Autor entwickelt zwei Handlungsstänge, die mehr schlecht als recht zusammengeführt werden. Am Ende bleiben zu viele Fragen offen und der Ermittlungserfolg beruht mehr auf Zufall.

Auch die Lesung hat lässt viel Raum noch oben. Die Betonung des Sprechers ist mir zu aufgesetzt.
Insgesamt hat mir der Roman für einen sknadinavischen Krimi leider nicht gut gefallen.

6 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die stille Bestie

  • Hunter und Garcia Thriller 6
  • Autor: Chris Carter
  • Sprecher: Uve Teschner
  • Spieldauer: 12 Std. und 11 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 2.989
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 2.840
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 2.822

Profiler Robert Hunter vertraut nur wenigen Menschen. Eigentlich gibt es nur einen, für den er immer seine Hand ins Feuer legt: Lucien Folter, seinen Freund aus Studientagen. Beide können Menschen besser lesen als jeder andere. Hunter vertraute Folter seine engsten Geheimnisse an. Bis dieser plötzlich verschwand. Jetzt kommt ein Anruf. Die Körperteile unzähliger Mordopfer sind aufgetaucht, grausige Trophäen. Angeklagt ist Lucien Folter. Und er will nur mit einem reden: Robert Hunter.

  • 5 out of 5 stars
  • Nichts für schwache Nerven!

  • Von Julia R. Am hilfreichsten 15.10.2015

unrealistisch, brutal und klischeebesetzt

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 29.12.2015

Mich konnte der vorliegende Psychothriller in keiner Weise überzeugen. Den Autor bewegt sich auf ausgetretenen Pfaden des Serienkillergenres ohne wirklich interessante Akzente zu setzen. Obwohl der Autor selbst Kriminalpsychologie studiert hat, finde ich den vorliegenden Roman gerade auf psychologischer Ebene nicht gelungen. Um Spoiler zu vermeiden kann ich nicht präziser auf meine "Probleme" in Bezug auf Psycholgie und Figurenzeichnung eingehen. Es sei aber gesagt, dass mit die Beziehung zwischen Protagonist und Antagonist nicht zusagt.
Hinzu kommt, dass das Buch auch sprachlich nicht überzeugt. Der Autor benutzt die Erzählperspektive zum Teil manipultaiv um Cliffhanger zu erzeugen. Auch werden einige Floskeln wiederholt eingesetzt.
Die Darstellung der Polizeiarbeit ist außerdem höchste unglaubwürdig. Wer wirklich glaubt, dass das FBI in der beschriebenen Art und Weise vorgehen würde, liegt meiner Einschätzung nach grundsätzlich daneben.
Das einzige was den Roman von ähnlichen Werken abhebt, ist seine sehr explizite Brutalität.

Insgesamt finde ich, dass es zum Thema Seriemord sehr viele bessere Romane finden lassen. Ich werde den Autor in Zukunft meiden und verstehe die größtenteils positiven Bewertungen nicht.

An der Lesung habe ich weniger auszusetzen. Der Sprecher probiert sein möglichstes um den Figuren Leben einzuhauchen, übertreibt mit seiner Betonung aber an einigen Stellen.

5 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Natchez Burning (Natchez 1)

  • Autor: Greg Iles
  • Sprecher: Uve Teschner
  • Spieldauer: 32 Std. und 29 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 3.802
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 3.576
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 3.563

Penn Cage, Bürgermeister von Natchez, Mississippi, hat eigentlich vor, endlich zu heiraten. Da kommt ein Konflikt wieder ans Tageslicht, der seine Stadt seit Jahrzehnten in Atem hält. In den sechziger Jahren hat eine Geheimorganisation von weißen, scheinbar ehrbaren Bürgern Schwarze ermordet oder aus der Stadt vertrieben. Nun ist mit Viola Turner, eine farbige Krankenschwester, die damals floh, zurückgekehrt - und stirbt wenig später.

  • 5 out of 5 stars
  • Packendes Südstaatenepos...keine Sekunde zu lang..

  • Von Shanondoah Am hilfreichsten 03.03.2015

Leider "nur" ein guter Thriller

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 30.04.2015

Der Roman Natchez Burning von Greg Iles ist ein Südstaatenthriller, wie man ihn von US-Autoren schon häufiger gelesen hat. Dabei hat sich Iles entschieden, den Großteil des Romans in der Gegenwart anzusiedeln, indem er das Schicksal seiner Serienhauptfigur Penn Cage und dessen Vater als Aufhänger benutzt, um eine Geschichte rund um eine Sektion des Klu-Klux Klan in den 60er Jahren zu erzählen. Dabei spannt der Autor seinen Bogen recht weit und deutet höhere politische Verknüpfungen an.
Das Buch ist recht gut geschrieben und bleibt trotz seiner Länge im Kern doch spannend. Es sei darauf hingewiesen, dass recht viele Querverweise auf andere Werke des Autors existieren, sodass man als Nichtkenner der Vorgänger mit einigen Personen wenig anfangen.
Das größere Problem des Roman, ist dass er sich, wie so viele amerikanische Thriller, der Versuchung hingibt gleich mehrere abgrundtief böse Antagonisten zu kreieren, die in ihrer Charakterzeichnung durch sehr einseitig dargestellt werden, obwohl sich der Roman viel Zeit für jeden Hauptprotagonisten und Antatonisten nimmt.
Leider enttäuscht das Ende des Romans auf ganzer Linie. Die Hauptfiguren handeln gegen Ende einfach in jeder Hinsicht irrational und der Showdown am Ende ist einfach lächerlich.
Andere Thrillerautoren haben es meiner Meinung nach besser geschafft Werke zu erschaffen, die sich vom traditionellen Thrillerhandwerk lösen.
Wer sich von diesen typischen Schwächen amerikanischer Thriller nicht zu stark abschrecken lässt und mit einigen offenen Strängen am Ende des Roman leben kann, wird mit dem Hörbuch Freude haben.
Die Lesung ist sehr gut hörbar und insgesamt ist die Spannungskurve gelungen. Für mich persönlich sind beispielsweise John Grishams Beiträge zum Klu-Klux-Klan und amerikanischem Gegenwartsrassismus besser gelungen.
Deshalb gibt es insgesamt drei Sterne von mir.

1 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich