PROFIL

Kohlenbeck,

Hamburg, Deutschland
  • 21
  • Rezensionen
  • 93
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 21
  • Bewertungen
  • Honig

  • Autor: Ian McEwan
  • Sprecher: Eva Mattes
  • Spieldauer: 12 Std. und 52 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 231
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 208
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 210

Serena Frome ist schön, klug und schließt gerade ihr Mathematik-Studium in Cambridge ab - eine ideale Rekrutin für den MI5, den britischen Inlandsgeheimdienst. Man schreibt das Jahr 1972. Der Kalte Krieg ist noch lange nicht vorbei, und auch die Sphäre der Kultur ist ein umkämpftes Schlachtfeld: Der MI5 will Schriftsteller und Intellektuelle fördern, deren politische Haltung der Staatsmacht genehm ist. Die Operation trägt den Codenamen "Honig".

  • 3 out of 5 stars
  • plätschert dahin.....

  • Von Dagmar Am hilfreichsten 02.01.2014

Mit Speck fängt man Mäuse

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.08.2015

Mit Speck fängt man Mäuse, so hätte der Titel auch lauten können. Honig ist der Deckname einer Aktion des MI5, des britischen Geheimdienstes.
Die Erzählung spielt in der Zeit des kalten Krieges. Eine Zeit, in der keineswegs klar war, welche politische Idee mal die Oberhand gewinnen würde. Viele Akademiker zeigten sich vom Kommunismus verzaubert. Da brauchte das Land Streiter für die Idee der Demokratie und der Freiheit. Wer könnte dafür besser geeignet sein als SchriftstellerInnen?

Serena, eine Agentin des MI5, und Stimme des Buches, wird auf einen bis dato erfolglosen Autor angesetzt. Damit beginnt eine Geschichte, in der sich die HeldInnen gegenseitig täuschen. Gleichzeitig erlebt man die Entwicklung Serenas von einem naiven Mädchen zu einer klugen jungen Frau.

Der Roman bietet damit Spannung wie ein Krimi und zahlreiche Anregungen wie es anspruchsvolle Literatur üblicherweise tut.

Die Stimme von Eva Mattes klingt nachhaltig in einem weiter. Damit bietet Frau Mattes eine Interpretation des Textes, der man allzu gern folgt, ohne dass die eigene Lesart dabei überdeckt würde. Solches können nur MeisterInnen des Vorlesens leisten.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die dritte Stimme

  • Olivia Rönning & Tom Stilton 2
  • Autor: Rolf Börjlind, Cilla Börjlind
  • Sprecher: Achim Buch
  • Spieldauer: 14 Std. und 45 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.589
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.484
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.480

Marseille: In einem Naherholungsgebiet wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie wurde brutal ermordet. Man weiß nicht viel über sie - nur dass sie in einem Zirkus ganz in der Nähe gearbeitet hat. Zur selben Zeit in Stockholm: In seinem Haus in Rotebro erhängt sich der Zollbeamte Bengt Sahlmann. Schnell findet die Polizei heraus, dass es sich nicht um einen Selbstmord gehandelt hat - obwohl alles darauf hindeutete.

  • 2 out of 5 stars
  • Wie hat's geschmeckt?...ähhh...interessant....

  • Von Kohlenbeck, Am hilfreichsten 18.07.2015

Wie hat's geschmeckt?...ähhh...interessant....

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 18.07.2015

Kennen Sie die Bewertung eines Essens als interessant, wenn es einem im Grunde nicht geschmeckt hat, man aber den Koch nicht kränken möchte.
So ergeht es mir im Moment. Ich kann nur im Ansatz ermessen welche Arbeit in einem Buch steckt und das an sich ist schon unser aller Achtung wert.
Auf der anderen Seite will ich mich auch gut unterhalten, wenn ich mir schon Krimis leiste, die ja wirklich 'nur' Vergnügen bereiten sollen.

Der Plot war leicht versponnen. Die Leitfiguren des Romans waren allesamt Stereotypen.
Da gab es den Sex besessen Pfarrer, die Polizistin, die unter Einsatz Ihres kranken Lebens alles gibt und im Morgenmantel Dienstgespräche führt, den bösen Buben, der nur aus Geldgier und niederen Trieben besteht und zu guter Letzt eine Beinah-Polizistin, der kein schwarz/ weiß zu dumm ist, und welche einem als Charakter schon nach wenigen Sätzen auf die Nerven geht. Selbstverständlich ist diese Dame eine braungebrannte Schönheit, die alle Männeraugen auf sich weiß.

Wem das gefällt, der soll das Buch lesen bzw. hören. Die Anderen besorgen sich besser einen anderen Titel.

Ach ja, der Sprecher Achim Buch war okay. Für mich gibt es bessere. Beispielsweise konnte ich allein vom Hören die verschiedenen Personen nicht unterscheiden. Herr Buch scheint lediglich eine männliche und eine weibliche Variante lesen zu können. Das ist auf Dauer und bei vielen Figuren etwas zu wenig.

8 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die Quelle

  • Autor: Catherine Chanter
  • Sprecher: Gabriele Blum
  • Spieldauer: 15 Std. und 23 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    3.5 out of 5 stars 43
  • Sprecher
    4 out of 5 stars 38
  • Geschichte
    3 out of 5 stars 38

In England regnet es nicht mehr, eine Dürre überzieht das ganze Land. Nur auf dreißig Morgen im Westen der Insel fällt noch Regen. Ruth und Mark, denen "die Quelle", dieses noch fruchtbare Grundstück gehört, haben als Einzige Wasser und könnten sich glücklich schätzen. Doch das vermeintliche Paradies, in dem sie leben, wird zu ihrer ganz persönlichen Hölle. Als dort auch noch ihr Enkelkind ums Leben kommt, kann Ruth nicht einmal mehr sich selbst trauen.

  • 5 out of 5 stars
  • Durst macht aus Wasser Wein

  • Von Kohlenbeck, Am hilfreichsten 29.06.2015

Durst macht aus Wasser Wein

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 29.06.2015

Ich sitze hier vor dem Computer und überlege mit welchem Höreindruck ich dieses Buch vergleichen kann. Denn das ist es doch, was uns zu unserem Urteil führt. Wir legen einen Maßstab an und messen nach: Besser oder schlechter? Interessanter oder langweiliger?
Spannender oder flacher? Usw.

Ich hatte im Theater eine zauberhafte (!) Aufführung des Stückes 'Warten auf Godot' gesehen. Dort haben mich der Dialog, der so lapidar in den Raum gesprochen wurde, fasziniert. Die Spannung war dort zwischen den Worten zu finden und nicht weniger stark in ihrer Sogwirkung wie häufige Szenenwechsel oder ungelöste Handlungsprobleme eine solche evozieren können.

Dieser Eindruck blitze beim Hören dieses Buches immer wieder durch.
Es ist kein Dialog, da brauchen alle HörerInnen keine Sorge zu haben, die das nicht mögen.
Mir fiel im Nachhinein auf, dass ich mit der Sprecherin bzw. der Heldin des Buches in ein Gespräch gekommen war.
Mir war es vergönnt nicht nur beim Zuhören stehen geblieben zu sein. Ich fühlte mich animiert Ruth, der Hauptfigur im Buch, zu antworten.

Sicherlich hat die ausgezeichnete Darbietung von Frau Gabriele Blum auch zu dieser Überraschung beigetragen.
Ihre Stimme hat mich auf ein Stück Land entführt, auf dem Ruth mit ihrem Mann Mark, leben. Sie sind wegen Gerüchten über Mark, die ihm beruflich hätten gefährlich werden können, aufs Land gezogen. Eine eigene Landwirtschaft zu betreiben war ein lang gehegter Traum von Mark und Ruth fügt sich dem.
Die Quelle wird das Stück Land genannt. Deshalb weil es das einzige Stück Land ist, auf dem es weit und breit noch Wasser gibt. Der Rest Englands schmachtet nach Regen und muss sich mit einer seit zwei Jahren währenden Dürre auseinandersetzen.

So zieht die Quelle nicht nur religiöse Fanatikerinnen an, sondern sorgt daneben auch für jede Menge Aus-und Abgrenzung. Der Höhepunkt des Ganzen wird erreicht, als der Enkel der Beiden auf dem Land der Quelle ermordet wird.
Ruth setzt sich in einem inneren Dialog mit den Folgen des Lebens auf diesem Stück Land auseinander, nimmt Abschied von ihrem geliebten Enkelsohn Lucien und betrachtet ihre Wahnvorstellungen, welche die ominöse Sekte 'Schwestern der Rose' in ihr ausgelöst haben.
Ein Gedanke folgt dem anderen, nicht chronologisch, sondern zyklisch. Das ist bis zum letzten Wort unglaublich ansprechend.

Unbedingt Hören!





2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Natchez Burning

  • Natchez 1
  • Autor: Greg Iles
  • Sprecher: Uve Teschner
  • Spieldauer: 32 Std. und 29 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 3.960
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 3.723
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 3.709

Penn Cage, Bürgermeister von Natchez, Mississippi, hat eigentlich vor, endlich zu heiraten. Da kommt ein Konflikt wieder ans Tageslicht, der seine Stadt seit Jahrzehnten in Atem hält. In den sechziger Jahren hat eine Geheimorganisation von weißen, scheinbar ehrbaren Bürgern Schwarze ermordet oder aus der Stadt vertrieben. Nun ist mit Viola Turner, eine farbige Krankenschwester, die damals floh, zurückgekehrt - und stirbt wenig später.

  • 5 out of 5 stars
  • Packendes Südstaatenepos...keine Sekunde zu lang..

  • Von Shanondoah Am hilfreichsten 03.03.2015

Hitzige Gefechte

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.06.2015

Greg Iles

Natchez Burning

Dieses Buch wird als Thriller beworben und das ist es auch. Die Spannung entsteht auf der einen Seite durch die zwei historische Betrachtungen. Eine kurz dargestellte, die sich mit den 60er Jahren in den USA beschäftigt, als dort die Rassenunruhen tobten und Weiße gegen Schwarze und Schwarze gegen Weiße aufbegehrten.
Der zweite Erzählstrang ist der dominierende im Buch. Dabei ist man am gleichen Ort zur aktuellen Zeit. Hier werden alte Seilschaften heraufbeschworen, die in den 60er Jahren ihren Ausgangspunkt nahmen. Hier geht es um alte Amigobünde der Weißen bis hin zum Ku-Klux-Klan und neues Selbstbewusstsein der Schwarzen, dazu die Herausforderung geltendes Recht durchzusetzen bzw. es zu ignorieren.

Die andere Seite der Spannung hat mit einem Mordvorwurf gegenüber einem alternden Arzt aus Natchez zu tun, dessen Sohn der Bürgermeister der Stadt ist. Die Anklage wirft Dr.Cage den Mord an seiner ehemaligen Krankenschwester vor, die todkrank zum Sterben nach Natchez zurück gekommen ist.
Dieser Spannungsbogen ist vielfältig:
Wer aus Natchez gehörte zum Ku-Klux-Klan?
Wer ist für die vielen ungeklärten Morde von damals verantwortlich?
Was genau verband Dr. Cage mit seiner Krankenschwester?
Hat der Bürgermeister einen Halbbruder, von dem er bisher nichts wusste?
Hat Dr. Gage Beziehungen mit Ku-Klux-Klan-Mitgliedern gepflegt?
Was verschweigt Dr. Cage seiner Familie?
Und zu guter Letzt die Frage wer die Krankenschwerter Viola Turner ermordet hat?

In diesem Buch geschieht einiges. Trotzdem bleiben alle Fäden sichtbar und man bleibt problemlos auf dem Laufenden.
Das Buch bietet viel Stoff, den man auch verdauen muss, zumal jedem klar ist, dass es tatsächlich furchtbare Verbrechen des Ku-Klux-Klan gegeben hat.
Das ist schon seine vier Sterne wert.

Gestört hat mich die allzu grobe Schwarz-Weiß-Mentalität. Und die Überhöhung persönlicher Schicksale. Das ist mir zu viel gewollt erzeugte Stimmung. Sicherlich darf Literatur das tun, aber muss sie das auch, frage ich mich nach dem Lesen.

Die Lesung von Uve Teschner ist ausgezeichnet. Es passt einfach alles.

  • Traumsammler

  • Autor: Khaled Hosseini
  • Sprecher: Boris Aljinović, Maja Schöne
  • Spieldauer: 13 Std. und 40 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 599
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 528
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 533

Finden wir uns, auch wenn das Schicksal unsere Wege auseinanderführt? Was passiert, wenn Beziehungen auseinanderbrechen, obwohl beide für ein Zusammensein kämpfen? Und wie schwierig ist es, angeknackste Beziehungen zu reparieren?

  • 5 out of 5 stars
  • Viele unterschiedliche Schicksale, schön erzählt

  • Von Natalia Am hilfreichsten 09.10.2013

Kuscheldecke und los kann's gehen...

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.06.2015

Khaled Hosseini

Traumsammler

Dieses Buch erzählt wie man ein Märchen erzählt:
Man hat etwas, was unglaublich ans Herz geht. Hier ist das die Liebe zwischen zwei Geschwistern.
Der Zauber einer fremden Welt darf ebenso nicht fehlen. Afghanistan dient dem Buch als eine solche unverständliche Welt.
Verwicklungen und Verstrickungen des Lebens sind von einer ausdauernden Tragik, die sich wie eine Melodie in Moll in die Tiefe des Erlebens hinabsinkt. Solches bringt das Land Afghanistan von sich aus wegen seiner Kriege und seiner sozialen Strukturen mit. Alles Erzählte in diesem Roman hat in gewisser Weise damit zu tun.

Pari und Abdulla, die beiden Geschwister, die den äußeren Rahmen der Handlungen im Buch liefern, bleiben einem sicherlich länger im Gedächtnis hängen. Es sind zwei Figuren mit denen man mitgeht, die man wahrhaftig begleitet und von denen man sich somit auch verabschieden will. Das heißt, man lässt den Roman gerne etwas nachwirken, bevor man sich einem neuen Plot hingeben kann.

Die Vortragenden Maja Schöne und Boris Aljinovic haben ihre Arbeit sehr gut gemacht. Anfangs war mir die Sprechmelodie von Herr Aljinovic nicht angenehm, was sich aber im Laufe der Zeit geändert hat. Die weibliche Stimme vertreten durch Frau Schöne dagegen bestach mich vom ersten Satz an.




  • Back to Blood

  • Autor: Tom Wolfe
  • Sprecher: Frank Arnold
  • Spieldauer: 23 Std. und 30 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    3.5 out of 5 stars 236
  • Sprecher
    4 out of 5 stars 185
  • Geschichte
    3.5 out of 5 stars 182

Die Freiheit ist nur 20 Meter entfernt für den kubanischen Flüchtling, der sich auf den Mast einer Luxusjacht vor Miami geflüchtet hat. Aber dann wird er vor den Augen von Millionen Fernsehzuschauern in einer spektakulären Aktion live verhaftet. Und das ausgerechnet vom netten Nestor, einem Polizisten mit kubanischen Wurzeln, der unter den chauvinistischen Sprüchen seiner weißen Vorgesetzten leidet. Die ganze Stadt ist in zwei Lager gespalten: Für seine Familie und Landsleute ist Nestor ein Verräter, für die Weißen ein Held und Musteramerikaner. Soll der kubanische Bürgermeister ihn suspendieren oder mit Orden schmücken? Versaut ihm dieser Idiot die Wiederwahl?

  • 3 out of 5 stars
  • Urrrrrrrghuaaa!

  • Von Flyboy01 Am hilfreichsten 09.09.2014

Kurztrip nach Miami

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.04.2015

Ein im positiven Sinne amerikanisches Buch. Damit meine ich eine Erzählweise und eine Geschichte, die gekonnt überzogen satirisch, handfest, beinah beißend kritisch ist, ein wenig zynisch daher kommt und das alles verfeinert mit einem genauen Blick auf das Innenleben der Bürger, ohne dabei Nabelschau zu betreiben.

Es macht einen Heidenspaß in dieses Buch einzusteigen. Und das tut man. Man ist beim Lesen mittendrin im gesellschaftlichen Knäuel in Miami, das aus wenigen weißen Amerikanern, aus Kubanern, aus Haitianern und schwarzen Amerikanern besteht. Keiner ist dem anderen geheuer, was natürlich nur im Privatem Raum findet. Im öffentlichen Bereich gilt das typisch politisch korrekte 'es gibt keine Einwanderer, es gibt nur Mitbürger'.
Solche Gegensätzlichkeiten müssen zwangsweise aufeinanderstoßen, was mal gut ausgeht und mal weniger gut.

Die gesellschaftliche Dimension des Buches wird anhand eines spannenden Plots erzählt.
Das Buch ist Literatur, liest sich wie ein Krimi, ist ein Stück Kulturbeschreibung von Miami und es ist modern. Modern, weil es für diejenigen einiges zu sagen hat, die noch an eine gesellschaftliche Integration glauben, die in Wattebauschmentalität daher kommt, ganz so. als hätten wir uns irgendwann alle lieb oder so ähnlich...

P.S.:
Wer eine 'Schreibe' liebt, die wie eine mündliche Erzählung daherkommt, in der der Erzählende gerne auch mal Geräusche nachmacht oder Wiederholungen zur Bekräftigung benutzt, der muss diese Buch einfach lesen oder hören.

Mit der Umsetzung des Sprechers Frank Arnold musste ich mich erst anfreunden. Anfangs erschien es mir überzogen wie er bestimmte Stellen betonte oder bei den sprachlichen Wiederholungen stimmlich in die Vollen ging.
Doch nach einer gewissen Zeit lernte ich genau das schätzen, weil es eine wohlüberlegte Darbietung ist. Alles passt zusammen. Die Geschichte harmoniert mit dem Sprecher und umgekehrt. Die Lesung von Frank Arnold ist eine besondere, zusätzliche Perle, sodass das Hörbuch zu kaufen sich wirklich lohnt...mir erging es jedenfalls so, ich konnte nicht genug bekommen von der tollen Geschichte.



1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Stoner

  • Autor: John Williams
  • Sprecher: Burghart Klaußner
  • Spieldauer: 10 Std. und 2 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 435
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 396
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 398

William Stoner wird 1891 als Sohn armer Farmer in Missouri geboren. Das Landwirtschaftsstudium lässt er ohne Reue hinter sich, als er seine Liebe zur Literatur entdeckt. Hart arbeitet er für seinen Aufstieg, bringt es bis zum Professor. Doch sonst ist sein Leben enttäuschungsreich: Seine Ehefrau entpuppt sich als gefühlskalte Intrigantin, die seine enge Beziehung zur Tochter zerstört, die leidenschaftliche Liebe zu einer Studentin muss er aufgeben.

  • 5 out of 5 stars
  • Ein Werk zum Drehen und Wenden

  • Von Kohlenbeck, Am hilfreichsten 31.03.2015

Ein Werk zum Drehen und Wenden

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 31.03.2015

Es gibt sicherlich Kreise, in denen ein Mann wie Stoner ein Antiheld genannt würde. Für mich ist er der Inbegriff eines Helden. Ein Mann, der ungerührt durch seine Umwelt sein Wesen lebt. Ungerührt deshalb, weil er sich in einer Art gesellschaftlich anpasst, dass sein tiefstes Inneres keinen Schaden dabei nimmt. Es ist kein im üblichen Sinn glückliches Leben, aber es ist ein erfülltes Leben.

Und genau um das Leben des Mister Stoner geht es. In ärmlichen Verhältnissen auf einer Farm aufgewachsen bekommt er die Chance auf ein Studium, die er nutzt, wenn auch in einer anderen Weise, als es vorgesehen war.
Man darf der geistigen Entwicklung dieses Mannes zuschauen und an seinen tiefgreifenden Beobachtungen der Welt und der Menschen teilhaben.
So ist man dabei wie er langsam seine akademische Karriere aufbaut, wie er Ehemann und Vater wird, wie er Geliebter ist und wie er sich im Gewirr eines Kampus auf seine stille Art durchsetzt.
Das Ganze ist in einer so klaren, scheinbar einfachen Sprache erzählt, dass man gern noch einmal zurück geht an eine vorherige Stelle; einfach so, weil die Stelle so schön war, weil man sich gerne noch einmal davon berühren lassen möchte.

Dieser Roman ist gleich einem Diamanten, der das Licht zurück wirft und dabei Farben in den Augen des Betrachters aufleuchten lässt.
Und wie jeder Diamant erst durch die Bearbeitung zum Brillanten wird, so hat Klaußner den Text dargeboten: Brillant, einfach brillant.

11 von 11 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Verheißung: Der Grenzenlose

  • Carl Mørck 6
  • Autor: Jussi Adler-Olsen
  • Sprecher: Wolfram Koch
  • Spieldauer: 18 Std. und 22 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 4.028
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 3.714
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 3.713

Eine Tote hing kopfüber in einem Baum und keiner weiß, was damals geschah. Siebzehn Jahre lang hat Polizeikommissar Habersaat versucht, den tragischen Tod der jungen Frau aufzuklären. Doch jetzt, kurz nachdem er das Sonderdezernat Q um Hilfe bittet, kommt er selbst auf schockierende Weise ums Leben - und wenig später stirbt auch sein Sohn. Die Recherchen bringen Carl Mørck und sein Team auf die Insel Öland, zu einem Mann, der mit seinen Heilsversprechen Sinnsucher aus ganz Europa anlockt.

  • 4 out of 5 stars
  • Bagwan"-Feeling. Solider skandinavischer Hörgenuss

  • Von Shanondoah Am hilfreichsten 19.03.2015

Mehr davon....

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 18.03.2015

Obwohl dieses Buch das sechste aus der Reihe mit dem Kommissar Karl Mork und seinem Team Rose und Assad ist, kann man problemlos damit beginnen. Jedes Werk des Autors ist an sich ein Kleinod und sehr gut verständlich ohne die Kenntnisse seiner Vorgänger.

Was geschieht?
Es ist mal wieder eine unglaublich verworrene und verschlungene Angelegenheit, die die drei Ermittler aus der Versenkung herausholen.
Ein ungelöster Fall, augenscheinlich ein Unfall, der sich allerdings als Mord entpuppt.
Ein Polizist, der sich sein halbes Leben mit diesem ungelösten Fall herum geschlagen hat, und der sich das Leben nimmt.
Einen selbst erklärten Messias, der Jünger um sich geschart hat, und in dessen Kommune die schlimmsten Dinge passieren.
Und zum Schluss, die Erkenntnis, dass Alles zusammenhängt, was auf den ersten Blick wie losen Fäden daher gekommen ist.
Der Sprecher, Herr Koch, bringt einem die Figuren nahe. Mir sind sie schon richtig ans Herz gewachsen, sodass ich keine andere Hörbuchversion mehr mag. Besonders angenehm ist mir die Darbietung von Assad im Ohr geblieben. Sogar so stark, dass ich trotz des sehr spannenden Plots, im Grunde einfach dabei sein wollte. So wie die Stimme eines Bekannten, den man bei seiner anspruchsvollen Arbeit begleitet, so ergeht es mir mit diesem Sprecher, und seiner Umsetzung des Buches.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Nebelmord

  • Autor: Yrsa Sigurðardóttir
  • Sprecher: Daniel Drewes
  • Spieldauer: 10 Std. und 20 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 371
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 343
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 345

Die Leuchtturminsel war ein winziger Punkt in den eiskalten Wellen des Atlantiks. Hier, auf dieser winzigen Schäre vor Islands Südküste, würden sie zwei Tage und Nächte verbringen. Doch in der ersten Nacht tobt ein Unwetter, und am nächsten Morgen ist einer von ihnen wie vom Erdboden verschluckt. Zur gleichen Zeit verschwindet in Reykjavík eine ganze Familie.

  • 4 out of 5 stars
  • Beklemmend,spannend, nordisch...

  • Von Rebekka Am hilfreichsten 06.01.2015

Ausgeklügeltes Gewebe

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.03.2015

Yrsa Sigurdardottir

Nebelmord


Ausgeklügeltes Gewebe


Der Autorin ist ein feines Gespinst von Erzählsträngen gelungen.
Es gibt drei davon, die sie gekonnt miteinander verwebt, dass man sich nach der Lektüre richtiggehend darin eingewickelt fühlt.
Man braucht eine Zeit um sich davon loszumachen.

Das erste Szenario spielt im Haus eines isländischen Ehepaares, die gemeinsam mit ihrem Sohn wegen eines Häusertausches zu einem Urlaub in Florida kommen.
Nach ihrer Rückkehr ist alles irgendwie anders. Ganz langsam lässt die Autorin es uns ebenso gruseliger werden wie den betroffenen Häusletauscher.

Der zweite Schauplatz ist ein Leuchtturm mitten im eisigen Meer, mit einer winzigen Felslandschaft, auf der man sich kaum bewegen kann. Darauf landen vier sehr verschiedene Menschen, drei davon sind für die Wartung des Leuchtturmes zuständig und einer begleiten das Schauspiel journalistisch mit seiner Kamera. Leider müssen alle länger auf diesem an sich schon Furcht einflößendem Stück Erde bleiben als geplant war.

Und zu guter Letzt macht sich der Leser mit der Polizistin Nina Gedanken darüber, warum deren Mann und zwei andere, mit denen er zu tun hatte, Selbstmord begangen haben.

Mit handwerklichem Geschick werden diese verschiedenen Ebenen miteinander verbunden, das es ein wahrer Genuss ist.

Sehr kurzweilig zu lesen, richtig spannend und genauso gruselig.

Herr Drewes liest das Buch gut vor. Mir sind die Sprachmelodien der unterschiedlichen Charaktere etwas zu flach geraten.

6 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Der nie abgeschickte Liebesbrief an Harold Fry

  • Das Geheimnis der Queenie Hennessy
  • Autor: Rachel Joyce
  • Sprecher: Andrea Sawatzki
  • Spieldauer: 10 Std. und 21 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 153
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 149
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 147

"Dies ist mein zweiter Brief an Dich, Harold, ein ganz anderer diesmal. Keine Lügen. Jetzt werde ich Dir alles gestehen, denn Du hattest recht damals: Es gibt so viel, was Du immer noch nicht weißt. Zwanzig Jahre lang waren meine Geheimnisse in mir vergraben; jetzt müssen sie ans Licht, bevor es zu spät ist." Queenie Hennessy erzählt die ganze Wahrheit. Ein Roman über Aufbruch, Freiheit, Schuld und Hoffnung - und die Frage, ob wir uns gegenseitig retten können.

  • 5 out of 5 stars
  • Das lange Warten hat sich gelohnt!

  • Von Katharina Am hilfreichsten 16.10.2014

Wie eine Tasse heiße Schokolade im Winter

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.02.2015

Wer sich mit den diversen Bücherzeitschriften beschäftigt oder auch gerne durch die Buchläden streift, der wird diesem Buch schon begegnet sein. Es ist in aller Munde und auf jedem Ladentisch zu finden.
Sicherlich auch, weil eines seiner Vorgänger ein Bestseller gewesen ist.

Worum geht es in dem Roman?

Es geht um die Liebe zwischen Queenie Hennessy und Herold Fry.
Eine platonische, von Queenie ausgehende Liebe.

Es geht um das Loslassen beim Sterben. Die Heldin des Buches, Queenie, ist in einem Hospiz und erinnert sich an ihr Leben, an ihre Liebe zu Harold Fry und an eine von ihr nie ausgesprochene Schuld.
All das schreibt sie mit Hilfe einer Nonne nieder.
Während dessen hat sich Harold Fry zu ihr auf den Weg gemacht. Nachdem Queenie ihm kurzerhand per Karte mitgeteilt hatte, dass sie in einem Hospiz sei, läuft er quer durch England zu ihr.

Wenn Sie sich gerne von herzerwärmenden Erzählungen berühren lassen, dann ist das ein wunderbares Buch für Sie.

Die Sprecherin, Frau Sawatzki, liest den Text einfühlsam und einschmeichelnd.

1 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich