PROFIL

Michael Schlegel

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  • 7
  • Bewertungen

Viel Licht und viel Schatten

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.12.2018

M. Lueders versucht, einen historischen Zusammenhang herzustellen von Mossadeghs Sturz bis zum heutigen Palaestina-Konflikt. Ich moechte mich nicht auf Details stuerzen - ausser dem einen, das alles aendert: es handelt sich um eine kleine Geschichte über eine israelische Politikerin, die sinngemaess gesagt haben soll, dass man alle Hamas-Kaempfer toeten solle und ihre Muetter, >>die diese Schlagen geboren haben<< gleich noch dazu. Ich habe mir erlaubt danach zu googeln und fand das Folgende: das angebliche Zitat geht zurück auf die israelische Justizministerin. Allerdings stammt es nicht nur nicht von ihr, sondern es scheint überhaupt nicht zu existieren ... siehe https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ajelet_Schaked#Kontroversen ... da die Kritik an Israel breiten Raum einnimmt und das besondere Verhaeltnis von uns Deutschen zu diesem Staat von Herrn Lüders infragegestellt wird, zaehlen schon die Fakten, auf die er seine Kritik stuetzt. Da ich nicht alles ueberpruefen kann, erweckt eine einzige Unwahrheit aber meinen Argwohn.
Ein zweiter Grund für Argwohn kam hinzu, als ich sah, dass Pierre Vogel, bundesweit bekannter Salafisten-Extremist, Reklame macht fuer das Buch von Herrn Lueders. Nun ist es nicht so, dass das Buch keine Kritik am politischen Islam und am Islamismus enthielte. Aber offenbar ist das Werk so ambivalent, dass der Anti-Islamismus-Aspekt für den einen oder anderen von der anti-semitisch motivierten Verwertbarkeit ueberdeckt wird.
Beide Tatbestände - gefaelschte Zitate und falsche Freunde - machen das Buch nicht ueberzeugender. Mit drei Sternen wuerdige ich aber die Anteile, die sehr wohl nachvollziehbar und berechtigt sind in der Kritik des Autors an der westlichen Middle-East-Politik.

Richtungsweisend

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.10.2010

Das Buch ist anregend und richtungsweisend - aber es macht am Ende keinen Sinn, wenn man damit nicht aktiv arbeitet. "Winners take massive action" - wird irgendwann irgendwer in dem Buch zitiert. Und darin liegt der Kern. Ausgehend von der Bestimmung des jeweiligen zentralen Engpasses wird über ein neues Verständnis von Unternehmertum in Abgrenzung von Selbständigkeit ein neues Berufsbild entwickelt, das für denjenigen, der sich von der "Ersten Fachkraft in der Firma" oder vom "Geschäftsführer" weiterentwickeln möchte, ein neues Berufsbild zeichnet. Der Unternehmer hebt sich ab von Manager und Fachkraft durch seine Fokussierung auf das zentrale Unternehmensziel: den Kundennutzen. Der Nutzenbegriff in diesem Zusammenhang ist nicht das unmittelbare Kundenbedürfnis, sondern das, was unserem Unternehmen die Daseinsberechtigung gibt, was es exklusiv macht. Sich um diese Aufgabe zu drehen, Ressourcen zu akquirien, neuen Wert in mehrfacher Hinsicht entstehen zu lassen, Netzwerke zu knüpfen und - zuvorderst - sich dabei persönlich auf das erforderliche Niveau empor zu entwickeln: dies alles arbeitet Stefan Merath als den eigentlichen Kern der Unternehmerarbeit heraus. Die Übereinstimmung von Weg und Ziel wird zum Kriterium für richtig und falsch. Das Überzeugende an dem Buch ist die Universalität. Mit dessen grundlegenden Geist lassen sich alle Berufsentscheidungen im Leben Glück und Zufriedenheit stiftend angehen. Besonders gut an dem Buch finde ich persönlich die Auseinandersetzung mit allerlei Aussagen aus der "Persönlichkeitsliteratur" und dem Umstand, dass diese bei den meisten Lesern keine signifikante Veränderung ihres Lebens ausgelöst hat. Insofern bewegt dieses Buch - wenn man sich bewegen möchte.

7 von 8 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Begeisterndes Buch - 6 Sterne

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.10.2010

Ich habe selten ein derart gut recherchiertes, umfassendes und ohne unangemessene Vereinfachungen daher kommendes Sachbuch gelesen (ok, gehört ...) wie dieses. Lange Autofahrten wurden zu einem regelrechten Krimi. Bedingt durch meine in der Jugend vorhandene Affinität zum China Mao Tsetungs brachte die Enthüllung der chinesischen Geschichte aus dieser Ära und die Entzauberung Maos für mich nochmal einen ganz persönlichen Schamfaktor ob meiner damaligen Borniertheit und Realitätsverweigerung mit sich. Überdies aber ist sowohl die Darstellung der chinesischen Hochkultur über die Jahrtausende als auch der Zusammenhang und die offenkundige Bedachtheit der chinesischen Führer bei den Reformen nach 1978 ein Augenöffner der Extraklasse gewesen. Ich sehe China nun definitv anders

0 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich