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Jan

  • 19
  • Rezensionen
  • 63
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 197
  • Bewertungen
  • Trophäe

  • Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander 1
  • Autor: Steffen Jacobsen
  • Sprecher: Josef Vossenkuhl
  • Spieldauer: 15 Std. und 6 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 636
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 598
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 597

Elisabeth Caspersen, steinreiche Erbin eines dänischen Industrieimperiums, findet im Tresor ihres verstorbenen Vaters einen Film, der eine grauenvolle Menschenjagd zeigt. Einer der im Film zu sehenden Jäger hat unverkennbare Ähnlichkeit mit Elisabeths Vater. Um der Sache nachzugehen, heuert sie Michael Sander an, einen exklusiven Privatdetektiv, der auf brisante Fälle spezialisiert ist. Als Sander sich auf die Suche nach der Identität der Opfer macht, stößt er auf eine perfide Welt aus Gewalt und Größenwahn, in der er bald selbst zum Gejagten wird.

  • 5 out of 5 stars
  • sehr spannend !

  • Von reusch Am hilfreichsten 23.01.2019

brutaler, herzloser Schwachsinn

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.02.2019

Ich höre im Schnitt mindestens ein Buch pro Woche, hab also einigermaßen Erfahrung mit guten und schlechten Krimis. Tatsächlich fängt dieser hier vielversprechend an und irritiert nur hier und da durch über die Maßen brutale Szenen.
Anfangs mag man das verzeihen, weil man der Entwicklung der Figuren folgt und hier sind sowohl Kommissarin als auch Privatermittler zunächst vielversprechend angelegt.
Doch je weiter die Geschichte vordringt, umso unglaubwürdiger werden die Charaktere. Man beginnt sich zu fragen, wo und ob es solche Menschen überhaupt geben kann? Und welcher Welt muss der Autor wohl entspringen, um solche Figuren zu zeichnen?
40 Minuten vor Schluss habe ich schließlich abgebrochen, da mich das Ausmaß an nicht nachvollziehbarer und psychologisch unerklärter Schlechtigkeit der "bösen Mörder" schlicht sauer gemacht hat.
Als jemand, der pschologischen Tiefgang mag, fühlt man sich hier perfide hinters Licht geführt. Nur weil Menschen reich sind, werden sie schließlich nicht zu Bestien. Überhaupt ist niemand völlig schlecht oder völlig gut. Hier aber haben wir es mit einem auf dem Reißbrett entworfenen Plot zu tun, der sich stark aus dem tiefschwarzen Sack des Bösen bedient, ohne dabei wirklich nach den Beweggründen für Täter oder Taten zu fragen. Man möchte dem Autoren ans Herz legen, doch einmal einen Blick in die Bücher eines Lajos Egri oder Robert McKee zu werfen, bevor er sich seinen nächsten Protagonisten zuwendet.
Fazit: brutaler, herzloser Schwachsinn.

Das Dschungelbuch Titelbild
  • Das Dschungelbuch

  • Autor: Rudyard Kipling
  • Sprecher: Stefan Kaminski
  • Spieldauer: 5 Std. und 22 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 1.684
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.437
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 1.445

Jeder kennt die Geschichte des Jungen Mowgli, der von dem Tiger Shir Khan als Säugling verschleppt wird und im indischen Dschungel bei einer Wolfsfamilie aufwächst. Mit Hilfe seiner Freunde, Baloo, dem Bären, Bagheera, dem Panther, und der Schlange Kaa, lernt Mowgli die Gesetze des Dschungels kennen. Schließlich naht der Tag der Abrechnung mit Shir Khan.

  • 5 out of 5 stars
  • Hervorragend gelesen - fast schon ein Hörspiel

  • Von Sunsy Am hilfreichsten 05.02.2014

Das ganze Dschungelbuch mit Kaminski in Bestform!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.06.2017

Welches Kind weiß schon, dass da viel mehr zu erfahren ist, als die Geschichte von Mogli? Wer kennt schon die Geschichte der Robben, der Schlangen und der Elefanten? Den Mungo Rikki Tikki nicht zu vergessen ...
Was für eine schöne Reise durch den indischen Dschungel und was für ein riesen Spaß Stefan Kaminski mit all diesen wunderbaren Tierstimmen zu hören!

Volle Punktzahl für alle Beteiligten und unbedingte Hörempfehlung für groß & klein!

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Das Labyrinth der Lichter

  • Friedhof der vergessenen Bücher 4
  • Autor: Carlos Ruiz Zafón
  • Sprecher: Uve Teschner
  • Spieldauer: 27 Std. und 25 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.904
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 1.810
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.808

Spanien in den dunklen Tagen des Franco-Regimes: Ein Auftrag der Politischen Polizei führt die eigenwillige Alicia Gris zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären. In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert. Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne.

  • 5 out of 5 stars
  • Würdiger Nachfolger

  • Von Jan Am hilfreichsten 25.04.2017

Würdiger Nachfolger

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.04.2017

Wieder ein großer Wurf von Zafon. Ebenbürtig dem ersten Teil und weit besser als der zweite Teil seiner Triologie.
Von vorn bis hinten ein Genuss mit dichten Erzählsträngen, nachhaltig beeindruckenden Figuren und einer durch und durch schaurig schön düsteren Stimmung.
Schade, dass es so schnell vorbei war!
Uve Teschner avanciert zum Lieblingsvorleser und hat nur noch sehr, sehr wenig Konkurrenz auf diesem Niveau. Großartig und absolut zu empfehlen!

15 von 16 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die Grausamen

  • Autor: John Katzenbach
  • Sprecher: Uve Teschner
  • Spieldauer: 14 Std. und 38 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 3.763
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 3.545
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 3.535

Eigentlich sollte es nur ein kurzer Weg sein. Wie immer. Unzählige Male schon ist die dreizehnjährige Tessa Gibson in dem noblen Vorort, in dem sie lebt, von ihrer besten Freundin nach Hause gelaufen. Doch in dieser Herbstnacht kommt sie dort nicht an, verschwindet spurlos, wie vom Erdboden verschluckt. Die Stadt ist schockiert, Angst breitet sich aus, Tessas Familie zerbricht - der Fall wird nie aufgeklärt. Zwanzig Jahre später werden zwei abgehalfterte Ermittler auf den Fall angesetzt.

  • 5 out of 5 stars
  • Gigantisch!

  • Von T. M. Am hilfreichsten 30.05.2017

Gute Unterhaltung

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.04.2017

Alles in allem hinterlässt einen diese Geschichte mit einem Fragezeichen im Kopf. Nicht, weil sie so unverständlich wäre, sondern weil man in der Tat zweifeln möchte, dass es eine solch verkopfte Sache wie diesen Plot jemals im richtigen Leben geben könnte.
Muss es ja auch nicht. Ist ja ein Roman, könnte man da sagen. Doch ist nicht gerade das das Faszinierende an guter Literatur? Diese absolute Nähe zum Möglichen? Selbst, wenn das Setting noch so futuristisch oder realitätsfremd ist?
Genau diese Nähe fehlt dem Stoff mit zunehmendem Voranschreiten. Da hilft selbst ein wie immer hervorragender Uve Teschner nicht recht drüber weg.
Trotzdem. Unterm Strich ganz gute Unterhaltung. Aber eben auch nicht mehr.

1 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Winklers Traum vom Wasser

  • Autor: Anthony Doerr
  • Sprecher: Frank Arnold
  • Spieldauer: 16 Std. und 31 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 154
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 151
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 151

David Winkler wächst in Anchorage, Alaska, auf, ein stiller Junge mit einer Vorliebe für Schnee und die Schönheit der Eiskristalle. Manchmal kann er Ereignisse sehen, bevor sie eintreten - ein Mann mit einer Hutschachtel wird von einem Bus angefahren werden, er wird sich in eine Frau in einem Supermarkt verlieben. Als David davon träumt, dass seine neugeborene Tochter in einer Flut ums Leben kommt, während er versucht sie zu retten, flieht er panisch aus Cleveland, wo die Familie inzwischen lebt. Kann er so den Lauf der Dinge ändern?Mittellos, allein und ohne Gewißheit, ob seine Tochter überlebt hat - der Ohio ist tatsächlich in Cleveland über die Ufer getreten.

  • 5 out of 5 stars
  • Stroh zu Gold spinnen

  • Von Udolix Am hilfreichsten 20.02.2017

Ganz seltenes Kleinod

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.03.2017

Winklers Traum vom Wasser ist in weiten Teilen tatsächlich eher ein Albtraum, als ein Traum. Zumindest für Winkler, der durch seine Träume in die Zukunft sieht.

Dass eine solche Gabe mehr Fluch als Segen ist, erkennt Winkler zunächst ohne dabei auch den richtigen Weg des Umgangs mit seiner Fähigkeit zu entdecken.
Und so gerät der Leser gemeinsam mit Winkler auf seinem Weg der Erkenntnis in immer filigranere Feinheiten des menschlichen Daseins. Entdeckt Abgründe, wo erst nur Gründe sind und Untiefen, gerade dort, wo das Leben eben noch profund erschien.

Anthony Doerr ist ein hervorragender Beobachter der leisen Töne des Lebens, hat Sinn für Situationen, Charaktere und vor allem für die ganz alltägliche Tragik.

Mich hat er bereits durch "Alles Licht, das wir nicht sehen" ganz und gar als Fan gewonnen. "Winklers Traum vom Wasser" ist tatsächlich vorher geschrieben und erschienen, auch wenn das hier bei audible genau umgekehrt war, wie es ja auf dem deutschen Markt für ausländische Autoren oft der Fall ist. Trotzdem ist der Traum vom Wasser gerade wegen seines unprätentiösen, leisen Stils auch in dieser Reihenfolge eine würdige Fortsetzung.

Und Frank Arnold? Ohnehin einer der besten Vorleser. Doch zu Doerrs Sprache und noch viel mehr zur Denkweise seiner Figuren mag ich mir gar niemand anders vorstellen. Ganz großes Kopfkino für Augen, Leib und Seele!!!

9 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Wer wir waren

  • Autor: Roger Willemsen
  • Sprecher: Christian Brückner
  • Spieldauer: 1 Std. und 11 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 163
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 152
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 154

Im Sommer vor seinem Tod arbeitete Roger Willemsen an einem neuen Buch: "Wer wir waren" sollte es heißen. Er sah sich unsere Gegenwart an, als wäre er schon viele Jahre weiter in die Zukunft gereist: Was machen wir gerade mit dieser Welt und unserem Leben? Warum machen wir das? Und warum machen wir es nicht anders, obwohl wir wissen, dass wir so in die Katastrophe schlittern? Roger Willemsen arbeitete an diesem Buch mit großer Entschiedenheit und Leidenschaft.

  • 5 out of 5 stars
  • Kristallklare Vision einer zweifelhaften Zukunft

  • Von Jan Am hilfreichsten 23.03.2017

Kristallklare Vision einer zweifelhaften Zukunft

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.03.2017

Auf Ludwig Hirschs großartigen Album "Komm, großer schwarzer Vogel" gibt es einen Titel mit dem Namen "1928". Darin überlebt nur ein alter zerbeulter Filmprojektor den großen, allerletzten Knall, den wir Menschen auf der Erde verursachen.
Die, die dann kommen und den Projektor anstellen werden einen Mickey Mouse Film sehen und sagen: "Sie waren lustig, diese Menschen".

Roger Willemsen geht nicht so weit, sich die, die nach uns kommen vorzustellen, doch er reflektiert aus einer ähnlichen Perspektive über unsere Werte, unsere Träume und Wünsche und vor allem über das, was uns zu dem gemacht hat, was wir sind, bzw. waren.

Sicherlich haben wir mit Roger Willemsen einen der größten zeitgenössischen deutschen Denker (viel zu früh) verloren. Eigentlich sollte "Wer wir waren" ein Buch werden.
Bedingt durch Krankheit und Tod ist es zumindest eine überaus tiefsinnige Schrift geworden, die man durchaus mehr als einmal hören sollte. Auch, wenn einen dieses Werk zurecht in eine melancholische Stimmung zu versetzen weiß.
Volle Punktzahl für Gedanken, Weißheit und Vortrag!

6 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Macbeth: Ein Epos

  • Autor: David Hewson, A. J. Hartley
  • Sprecher: Tobias Kluckert, Claudia Urbschat-Mingues, Udo Schenk, und andere
  • Spieldauer: 7 Std. und 40 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 3.052
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 2.879
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 2.874

Drei seltsame Gestalten ziehen durch das Dickicht des schottischen Hochlands - die Hexen sind auf der Suche nach Macbeth und Banquo. Sie wollen Duncans Kronvasallen eine folgenschwere Prophezeiung überbringen: Auf Macbeth warte die Krone, aber nur Banquo werde einen königlichen Nachkommen zeugen. Die beiden Freunde versuchen, die Prophezeiung abzutun, bis Macbeths schöne Frau Skena ihrem Gemahl einflüstert, dass er - und nur er allein - ein Anrecht auf den Thron habe.

  • 5 out of 5 stars
  • Erstklassige Qualität

  • Von Thoms Am hilfreichsten 01.05.2016

Wow!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.03.2017

Es gibt eine Hörspielfassung von "Herr der Ringe" in etwa 10 Stunden Länge, produziert vom Bayrischen Rundfunk vor ungefähr 15 Jahren. Die ist ähnlich großartig wie dieses Hörspiel.
Regie, Mix, Sprecher, Arrangements ... egal was man sich genauer ansehen möchte - nichts steht dem anderen nach, nichts verliert. Man taucht ein in eine Welt der schottischen Hochländer, friert, schwitzt, schmatzt und stinkt mit den Altvorderen. Genießt Wildbret, wird betrogen und hintergangen. Man fühlt sich, während man hört, ein bisschen wie die Geschichte selbst. Made for eternity. Viel mehr gibt es nicht zu sagen.

Vielleicht könnte oder sollte man für alle Shakespear Einsteiger noch erwähnen, dass es sich hier nicht um qualende Monologe oder verquirlte Sprache oder was immer sonst man als Neuling hier auch zu erwarten fürchtet, handelt. Ganz im Gegenteil.

Solide Geradeauskost. Häppchenweise und für Jedermann. Durchweg volle fünf Sterne!

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Herrliche Zeiten

  • Roman einer Familie
  • Autor: Norbert Leithold
  • Sprecher: Uve Teschner
  • Spieldauer: 15 Std. und 32 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 260
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 246
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 242

Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs: Der Berliner Fabrikant Hermann Kypscholl wähnt sich auf der Seite der Gewinner, seiner Familie fehlt es an nichts und bei Feiern mit illustren Gästen in der Wannsee-Villa fließt Sekt in Strömen. Tochter Anna steht vor einer Karriere als Rassenforscherin; Sohn Otto, der eigentlich Maler werden will, wird von seinem Vater in die Wehrmacht gezwungen und raubt in Europa Kunstwerke für Nazigrößen.

  • 5 out of 5 stars
  • Ganz großes Kino

  • Von Matthias Am hilfreichsten 06.05.2014

Was danach kam

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.03.2017

Selten erlebt man in einem Roman, der seinen Leser gekommt und fesselnd mit in die Wirren des zweiten Weltkrieg nimmt, das Kriegsende bereits nach einem guten Drittel.
Die hier auf hohem Sprachniveau beschriebenen herrlichen Zeiten befassen sich - und das ist wirklich erfahrenswert - eher mit dem, was danach kommt.

In diesem Fall mit den Auswirkungen auf das Leben der einzelnen Mitglieder einer ganzen Familie. Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und die im Strudel der Ereignisse dabei alles andere als sauber bleiben.

Tatsächlich ist keiner der Protagonisten dieses Buches ein wirklicher Sympathieträger. Das ist vermutlich auch die einzige Schwäche, die man dem Werk nachsagen könnte. Das Schicksal der Hauptfiguren berührt einen nicht wirklich, denn sie sind allesamt keine Menschen, die man gerne zu Freunden hätte.

Gleichwohl sind die beiden Hauptthemen - Nachkriegszeit und Beutekunst - brillant recherchiert und vor allem in den Beschreibungen der frühen und bald auch späteren DDR ein wirklicher Gewinn an Eindrücken.

Allemal ist es wieder ein großes Vergnügen, den Stoff von einem diesmal besonders herausragenden Uve Teschner präsentiert zu bekommen. Dafür volle fünf Sterne und - wenn es ihn gäbe - sogar noch einen mehr.

Aus oben erwähnten Gründen schrappt die Geschichte knapp am fünften Stern vorbei. Denn man kann auch wiederwärtige Nazis zu bewegenden Figuren machen, wie nicht zuletzt Jonathan Littell in seinem Epos "Die Wohlgesinnten" auf imposante Art beweist.

3 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die purpurnen Flüsse

  • Autor: Jean-Christophe Grangé
  • Sprecher: Joachim Kerzel
  • Spieldauer: 6 Std. und 58 Min.
  • Gekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 317
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 191
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 189

In Guernon wird eine grausam zugerichtete Leiche entdeckt. Zunächst glaubt man an einen Ritualmord, bis ein weiterer Toter gefunden wird. Gezielt gelegte Spuren haben die Polizei zu ihm geführt. Zur gleichen Zeit versucht ein Inspektor in der französischen Provinz das Verschwinden eines Schülers aufzuklären...

  • 5 out of 5 stars
  • Mysteriöse Geschichte exzellent vorgetragen

  • Von Andreas Am hilfreichsten 22.05.2011

Fiction stranger than life

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.02.2017

Zugegeben - wir wissen von Lebensborn und anderen Irrwegen, die menschliche Natur zu verändern. Immer wieder stößt man bei diesen Themen auf Schicksale und Charaktere, die so abstrus erscheinen, dass man sie keinem Romancier als Plot oder Figur abkaufen würde.

Man darf also ruhig ein wenig Freiraum lassen, wenn sich ein Autor an dieses Thema wagt. Gleichwohl schafft es Grangé nicht wirklich, mich von seinen Protagonisten zu überzeugen. Insgesamt wirkt der Plot dafür einfach zu konstruiert.

Joachim Kerzels Stimme kennt man von Jack Nicholson und anderen. Entsprechent liest er souverän, vermag seinem Vortrag aber trotzdem nicht die Kraft zu geben, wie sie ein Uve Teschner oder ein Stefan Kaminski entwickeln kann. Hier und da wirken manche Passagen regelrecht gehetzt und vermitteln den Anschein, als hätte er sich nicht wirklich in die Charaktere vertiefen können. Doch das mag - wie oben beschrieben - nicht unbedingt an seinem mangelnden Einfühlungsvermögen liegen.

Insgesamt trotz allem eine irgendwie spannende, wenn auch sehr blutige Geschichte, deshalb drei Punkte. Und weil Joachim Kerzel eben mit ganzem Herzen versucht, das Beste draus zu machen, gibt es für seine Arbeit einen Punkt mehr.

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Geister

  • Autor: Nathan Hill
  • Sprecher: Uve Teschner
  • Spieldauer: 23 Std. und 48 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 3.338
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 3.177
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 3.168

Ein Anruf der Anwaltskanzlei Rogers & Rogers verändert schlagartig das Leben des Literaturprofessors Samuel Anderson. Er, der als kleines Kind von seiner Mutter verlassen wurde, soll nun für sie bürgen: Nach ihrem tätlichen Angriff auf einen republikanischen Präsidentschaftskandidaten verlangt man von ihm, die Integrität einer Frau zu bezeugen, die er seit mehr als zwanzig Jahren nicht gesehen hat. Ein Gedanke, der ihm zunächst völlig abwegig erscheint.

  • 5 out of 5 stars
  • Feines Netz aus Schicksalen, logisch vereint

  • Von Susanne Am hilfreichsten 14.01.2017

Absoluter Glücksgriff

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.02.2017

Was Nathan Hill hier abliefert ist mehr als nur das Bild eines Amerika zwischen Vietnam und digitalem Zeitalter. Es ist eine haargenaue, äußerst präzise formulierte Betrachtung von menschlichen Schicksalen. Bis ins letzte Detail ebenso schlüssig wie tiefgründig und nicht minder tragisch.

Spannend, vielschichtig, pointenreich - sicherlich auch humorvoll. Immer wieder finden sich Stellen (wie zum Beispiel in den Beschreibungen der Welt von Lauras Gedanken), die einen laut loslachen lassen.

Und Geister? Ja, auch Geister. Viele Geister sogar. Alte, norwegische Geister. Geister aus jedermanns Kindheit und Geister aus jedermanns Erwachsenemleben. Geister im Spiegel und Geister der Geschichte. Böse Geister und gute Geister.

Ganz wie das so sein soll, bei einem guten Buch. Und dies hier ist ein wirklich gutes Buch. Absolute Lese/Hör-Empfehlung! 23 Stunden pures Vergnügen!

3 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich