PROFIL

Jan

  • 22
  • Rezensionen
  • 181
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 232
  • Bewertungen

Vielleicht sogar sein Bester

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 20.10.2019

Ich kann mich kaum an eine Zeit in meinem Leben erinnern, in der ich nicht von irgendeinem King Buch begleitet wurde. Und derer gibt es wirklich sehr viele außerordentlich gute.

Love allerdings ist anders. Sehr viel persönlicher und intimer, als das Gros seiner Werke. Sehr spannend, absolut „mind blowing“ und - besondres für alle, die selbst schreiben - eine Offenbarung ganz eigener Natur!

Mit Sicherheit unter den vielen berühmten Brüdern und Schwestern ein Geheimtipp und vielleicht sogar sein bester Roman überhaupt.

3 Leute fanden das hilfreich

Sicher nicht der Beste

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.08.2019

Nach den Natchez Büchern und auch den früheren Sachen von Greg Iles wirkt dieses Buch hier streckenweise wie ein Aufguß der alten Höhepunkte. Das liegt sicherlich auch am wie immer großartigen Uve Teschner.

Fakt bleibt, dass die Geschichte nicht die Sprengkraft wie die Vorgänger besitzt und auch die meisten Charaktere derart brutale Menschen sind, dass man wirklich den Eindruck kriegt, in Mississippi ist es durchaus normal, dass man sich ständig gegenseitig entführt, erschießt oder zumindest verstümmelt.

Wie so oft sind es die Figuren, mit denen ein Werk steht oder fällt. Im Grunde gibt es hier am Ende niemanden mehr, den man aufrechten Herzens mögen könnte. Zumindest keinen Lebendigen mehr. Das ist sehr schade, denn das hat Iles schon wesentlich besser hingekriegt.

Fazit: Nicht der beste Iles, aber für hartgesottene Fans sicherlich eine neue Dosis Stoff, deren tatsächliche Mängel hier und da sehr gekonnt von einem wie immer überragenden Herrn Teschner verschleiert werden.

26 Leute fanden das hilfreich

Ganz, ganz besonders

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.08.2019

Wahrscheinlich steckt in den meisten von uns - wenn nicht gar in uns allen - ein kleiner Künstler. Das ist der kleine Verrückte in unserem Kopf mit den ausgefallenen Ideen und der etwas anderen Art zu denken und zu fühlen.

Genau diesem Teil unseres Inneren ist dieser Text gewidmet. Nicht nur, dass es Marina Abramovic auf absolut spannende Weise gelingt, dem Leser Zugang zum Medium der Peformace-Kunst zu verschaffen, man begibt sich auch gemeinsam mit ihr auf eine Reise durch die weltweite Szene der zeitgenössischen Kunst und ihrer - spirituellen wie gesellschaftlichen - Einflüsse von den 1960ern bis heute.

Marina Abramovic zeigt uns die Welt einer Frau, in der Kunst aus Neugier und nicht aus Profitgier macht wird. Trotz ihres recht frühen Ruhms hat Marina Abramovic lange Zeit mit sehr begrenzten Mitteln gelebt. Denn ihre Arbeiten sind nicht materieller Art und können kaum gesammelt und gehandelt werden.

Wir begleiten Marina und ihre zahlreichen Performances quer durch Europa und Asien bis hin in die Outbacks Australiens. Wir hören von ihren Begegnungen mit den Aborigines, den Mönchen Tibets und den Sufis. Gemeisam mit ihr treffen wir unter vielen vielen Anderen auch den Dalai Lama, Susan Sontag, Lou Reed und Lady Gaga.

Wir erfahren sehr detailliert über die guten und die weniger guten Episoden aus dem gemeisamen Leben mit ihren beiden großen Lieben Ulay und Paolo Canevari. Wir tauchen ein in das Amsterdam der 70er Jahre und das New York der 90er.

Wiebke Puls verleiht den philosophischen Gedanken der Protagonistin ebenso wie ihrer erzählerischen Leichtigkeit einen derart passenden Tonfall, dass die Hörbuchfassung dieses außergewöhnlichen Werks wohl - von seinem Inhalt allein einmal abgesehen - zu einem Genuß der Sonderklasse wird. Ganz, ganz besonders!

2 Leute fanden das hilfreich

brutaler, herzloser Schwachsinn

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.02.2019

Ich höre im Schnitt mindestens ein Buch pro Woche, hab also einigermaßen Erfahrung mit guten und schlechten Krimis. Tatsächlich fängt dieser hier vielversprechend an und irritiert nur hier und da durch über die Maßen brutale Szenen.
Anfangs mag man das verzeihen, weil man der Entwicklung der Figuren folgt und hier sind sowohl Kommissarin als auch Privatermittler zunächst vielversprechend angelegt.
Doch je weiter die Geschichte vordringt, umso unglaubwürdiger werden die Charaktere. Man beginnt sich zu fragen, wo und ob es solche Menschen überhaupt geben kann? Und welcher Welt muss der Autor wohl entspringen, um solche Figuren zu zeichnen?
40 Minuten vor Schluss habe ich schließlich abgebrochen, da mich das Ausmaß an nicht nachvollziehbarer und psychologisch unerklärter Schlechtigkeit der "bösen Mörder" schlicht sauer gemacht hat.
Als jemand, der pschologischen Tiefgang mag, fühlt man sich hier perfide hinters Licht geführt. Nur weil Menschen reich sind, werden sie schließlich nicht zu Bestien. Überhaupt ist niemand völlig schlecht oder völlig gut. Hier aber haben wir es mit einem auf dem Reißbrett entworfenen Plot zu tun, der sich stark aus dem tiefschwarzen Sack des Bösen bedient, ohne dabei wirklich nach den Beweggründen für Täter oder Taten zu fragen. Man möchte dem Autoren ans Herz legen, doch einmal einen Blick in die Bücher eines Lajos Egri oder Robert McKee zu werfen, bevor er sich seinen nächsten Protagonisten zuwendet.
Fazit: brutaler, herzloser Schwachsinn.

54 Leute fanden das hilfreich

Das Dschungelbuch Titelbild

Das ganze Dschungelbuch mit Kaminski in Bestform!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.06.2017

Welches Kind weiß schon, dass da viel mehr zu erfahren ist, als die Geschichte von Mogli? Wer kennt schon die Geschichte der Robben, der Schlangen und der Elefanten? Den Mungo Rikki Tikki nicht zu vergessen ...
Was für eine schöne Reise durch den indischen Dschungel und was für ein riesen Spaß Stefan Kaminski mit all diesen wunderbaren Tierstimmen zu hören!

Volle Punktzahl für alle Beteiligten und unbedingte Hörempfehlung für groß & klein!

5 Leute fanden das hilfreich

Würdiger Nachfolger

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.04.2017

Wieder ein großer Wurf von Zafon. Ebenbürtig dem ersten Teil und weit besser als der zweite Teil seiner Triologie.
Von vorn bis hinten ein Genuss mit dichten Erzählsträngen, nachhaltig beeindruckenden Figuren und einer durch und durch schaurig schön düsteren Stimmung.
Schade, dass es so schnell vorbei war!
Uve Teschner avanciert zum Lieblingsvorleser und hat nur noch sehr, sehr wenig Konkurrenz auf diesem Niveau. Großartig und absolut zu empfehlen!

23 Leute fanden das hilfreich

Gute Unterhaltung

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.04.2017

Alles in allem hinterlässt einen diese Geschichte mit einem Fragezeichen im Kopf. Nicht, weil sie so unverständlich wäre, sondern weil man in der Tat zweifeln möchte, dass es eine solch verkopfte Sache wie diesen Plot jemals im richtigen Leben geben könnte.
Muss es ja auch nicht. Ist ja ein Roman, könnte man da sagen. Doch ist nicht gerade das das Faszinierende an guter Literatur? Diese absolute Nähe zum Möglichen? Selbst, wenn das Setting noch so futuristisch oder realitätsfremd ist?
Genau diese Nähe fehlt dem Stoff mit zunehmendem Voranschreiten. Da hilft selbst ein wie immer hervorragender Uve Teschner nicht recht drüber weg.
Trotzdem. Unterm Strich ganz gute Unterhaltung. Aber eben auch nicht mehr.

3 Leute fanden das hilfreich

Ganz seltenes Kleinod

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.03.2017

Winklers Traum vom Wasser ist in weiten Teilen tatsächlich eher ein Albtraum, als ein Traum. Zumindest für Winkler, der durch seine Träume in die Zukunft sieht.

Dass eine solche Gabe mehr Fluch als Segen ist, erkennt Winkler zunächst ohne dabei auch den richtigen Weg des Umgangs mit seiner Fähigkeit zu entdecken.
Und so gerät der Leser gemeinsam mit Winkler auf seinem Weg der Erkenntnis in immer filigranere Feinheiten des menschlichen Daseins. Entdeckt Abgründe, wo erst nur Gründe sind und Untiefen, gerade dort, wo das Leben eben noch profund erschien.

Anthony Doerr ist ein hervorragender Beobachter der leisen Töne des Lebens, hat Sinn für Situationen, Charaktere und vor allem für die ganz alltägliche Tragik.

Mich hat er bereits durch "Alles Licht, das wir nicht sehen" ganz und gar als Fan gewonnen. "Winklers Traum vom Wasser" ist tatsächlich vorher geschrieben und erschienen, auch wenn das hier bei audible genau umgekehrt war, wie es ja auf dem deutschen Markt für ausländische Autoren oft der Fall ist. Trotzdem ist der Traum vom Wasser gerade wegen seines unprätentiösen, leisen Stils auch in dieser Reihenfolge eine würdige Fortsetzung.

Und Frank Arnold? Ohnehin einer der besten Vorleser. Doch zu Doerrs Sprache und noch viel mehr zur Denkweise seiner Figuren mag ich mir gar niemand anders vorstellen. Ganz großes Kopfkino für Augen, Leib und Seele!!!

12 Leute fanden das hilfreich

Kristallklare Vision einer zweifelhaften Zukunft

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.03.2017

Auf Ludwig Hirschs großartigen Album "Komm, großer schwarzer Vogel" gibt es einen Titel mit dem Namen "1928". Darin überlebt nur ein alter zerbeulter Filmprojektor den großen, allerletzten Knall, den wir Menschen auf der Erde verursachen.
Die, die dann kommen und den Projektor anstellen werden einen Mickey Mouse Film sehen und sagen: "Sie waren lustig, diese Menschen".

Roger Willemsen geht nicht so weit, sich die, die nach uns kommen vorzustellen, doch er reflektiert aus einer ähnlichen Perspektive über unsere Werte, unsere Träume und Wünsche und vor allem über das, was uns zu dem gemacht hat, was wir sind, bzw. waren.

Sicherlich haben wir mit Roger Willemsen einen der größten zeitgenössischen deutschen Denker (viel zu früh) verloren. Eigentlich sollte "Wer wir waren" ein Buch werden.
Bedingt durch Krankheit und Tod ist es zumindest eine überaus tiefsinnige Schrift geworden, die man durchaus mehr als einmal hören sollte. Auch, wenn einen dieses Werk zurecht in eine melancholische Stimmung zu versetzen weiß.
Volle Punktzahl für Gedanken, Weißheit und Vortrag!

9 Leute fanden das hilfreich

Wow!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.03.2017

Es gibt eine Hörspielfassung von "Herr der Ringe" in etwa 10 Stunden Länge, produziert vom Bayrischen Rundfunk vor ungefähr 15 Jahren. Die ist ähnlich großartig wie dieses Hörspiel.
Regie, Mix, Sprecher, Arrangements ... egal was man sich genauer ansehen möchte - nichts steht dem anderen nach, nichts verliert. Man taucht ein in eine Welt der schottischen Hochländer, friert, schwitzt, schmatzt und stinkt mit den Altvorderen. Genießt Wildbret, wird betrogen und hintergangen. Man fühlt sich, während man hört, ein bisschen wie die Geschichte selbst. Made for eternity. Viel mehr gibt es nicht zu sagen.

Vielleicht könnte oder sollte man für alle Shakespear Einsteiger noch erwähnen, dass es sich hier nicht um qualende Monologe oder verquirlte Sprache oder was immer sonst man als Neuling hier auch zu erwarten fürchtet, handelt. Ganz im Gegenteil.

Solide Geradeauskost. Häppchenweise und für Jedermann. Durchweg volle fünf Sterne!

2 Leute fanden das hilfreich