PROFIL

gibarian

  • 8
  • Rezensionen
  • 83
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 74
  • Bewertungen

zunehmend unerträglicher Mummenschanz

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 20.09.2016

Was als interessant erscheinende Matrix-Variante startet, landet als äußerst bemühte Abwandlung des Themas um einen armen, ach so genialen Irren. Kein Aha-Effekt oder ein In-die-Irre-führen des Lesers. Keine Wendung zum Ende hin. Die Selbstbespiegelungen des Täter verursachen körperliche Schmerzen, es ist zum Fremdschämen. Die Krönung stellt der mit erhobenem Zeigefinger dozierende Epilog 2 zu den technischen Voraussetzungen der Jetzt-Zeit dar. Sprecher gibt sich alle Mühe, für ihn 2 Sterne. Er kann die immer mehr abflachende Story aber nicht retten.

2 Leute fanden das hilfreich

sprecher kann die geschichte auch nicht retten

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 22.07.2015

simon Jäger gibt sich alle Mühe. die Geschichte fängt einen jedoch nicht ein. die Figuren bleiben flach und konturenlos. ich konnte das Ende kaum erwarten und habe gerade so durchgehalten. zum schluss nervte die Geschichte. das buch ist nicht zu empfehlen.

Nanu - das ist alles?

Gesamt
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.01.2013

Das lässt sich ja alles ganz nett an - grundsätzlich hätte es trotz der technischen Anachronismen vielleicht durchaus eine gute Geschichte werden können. Der gute Uve Teschner aber hat dieses Buch nicht verdient.

Insb. bleiben die Figuren im Ergebnis eindimensional und ohne wirkliche Brüche - ergo langweilig. Letztlich ist aber die Auflösung so vorhersehbar wie Volksmusik, dass es fast weh tut und man das Ende herbeisehnt, weil es sich doch "nur" um den genretypischen Superschurken handelt, leider nur als dritter Aufguss eines Hannibal Lecter.

Was fehlt, ist hier der Überraschungseffekt. Der Autor hat das Ende einfach nicht gefunden und musste wohl noch besonders viel unterbringen.

Ein lupenreiner Demokrat

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 17.10.2012

wird Putin sicher nicht mehr. Gessen zeichnet den Weg Putins über einige mehr oder minder bekannte Stationen bis in das Jahr 2011 hinein (z.B. Augustputsch, Kursk, Beslan, Moskauer Dubrowka Theater sowie die Maßregelung eines Teils der Oligarchen zum Zwecke des Machterhaltes, Installation Medwedews).

Die jungen Jahre sind aus heutiger Sicht kaum zu vermuten, wenn man diesen Teil der Biographie des Hauptdarstellers bislang nicht kannte. Garniert wird dieser Teil der Geschichte mit der einen oder anderen Legende bzw. "Enthüllung". Richtig interessant wird es im letzten Abschnitt nach dem Antritt der ersten Präsidentschaft, wenn man Putin wie aus der Sicht eines Macchiavelli bei seinen Bestrebungen verfolgen kann.

Ein Verdienst der Autorin ist das konzentrierte Zusammentragen verschiedenster Perspektiven auf das Tun dieses Technokraten, aber Vorsicht - dieses Werk ist tendenziös. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass heute noch einflussreiche Ex-Oligarchen, wie Boris Beresowski, ihre Sicht der Dinge in diesem Buch in erheblichem Maße unterbringen konnten und ein paar Rechnungen zumindest ansatzweise beglichen haben, da Putin - durchaus schlüssig - mit dem Verschwinden des einen oder anderen Gegners oder Weggefährten in Verbindung gebracht wird.

Das eigentliche Problem ist die Umsetzung, d.h.Sprachstil und wohl auch die Übersetzung bis hin zu grammatikalischen Fehlern. Zudem ist D. Geissler als Sprecherin m.E. deplatziert. Beinahe sämtliche wörtlichen Zitate der Beteiligten werden in einer Art jovial-wodkaseeligem Singsang dargebracht, was zunehmend unangenehm wirkt.

So interessant die durch das Buch eröffnete Perspektive auf die Geschichte ist, man darf hier keine literarische oder journalistische Meisterleistung in der Umsetzung der Fakten erwarten.

4 Leute fanden das hilfreich

Kein Hörbuch für unterwegs

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.12.2011

Man muss schon genau zuhören - und genau das fällt beim bloßen Nebenherhören schwer. Dieses Meisterwerk ist mit seinem (realen) geschichlichen Hintergrund sehr dicht gestrickt und dazu gespickt mit einer Unzahl genussvoll ausgesprochener italienischer und französischer Vor- und Zunamen der Handelnden. Beim Film würde man sagen: exzellent besetzt bis in die Nebenrollen.

Das Buch verlangt aber auch einiges vom Leser. Zunächst Muße und Zeit. Interesse an europäischer Geschichte (die italienische Einigungshistorie und das französische Kaiserreich) - Zeitläufte also, die für den deutschen Leser vielleicht nicht sofort Berührungspunkte offenbar werden lassen. Darin eingesponnen, eine sehr feinsinnige Verschwörungsgeschichte. Bereits der Anlauf - nein - die Reifung der Gedanken des Protagonisten vom Keim bis zur Ausführung ist sehr liebevoll dargestellt.

Locker eingestreut werden immer wieder kulinarische Feinheiten der mediterranen Küche, da der Handelnde als Genussmensch ganz auf der Linie dieses Buches auch in seiner Lebensweise liegt.

Von Langeweile verspüre ich gar nichts. Ein Lob auch an die sich in abwechselnden Perspektiven bewegenden Sprecher, die für sich höchst unterschiedlich, erheblich zum Hörgenuss beitragen.

Fazit: In jedem Fall ein Buch, dass ich sicher auch noch einmal lesen werde, um die Details zu ergründen.

34 Leute fanden das hilfreich

mit einem Wort: hervorragend

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.10.2010

Thomas Mann ist mir mit seinen Schachtelsätzen immer etwas über die Maßen verschwurbelt gewesen. Hier aber schafft es Boris Aljinovic, es ganz einfach anhören zu lassen - noch dazu auf eine so spielerische Art, wie ich sie noch nie erleben durfte. Das hier ist ganz großes Hörkino. Nun warte ich darauf, dass mal jemand Herrn Aljinovic mit dem Zauberberg für ein paar Wochen einschließt. Auf das Ergebnis wäre ich hochgradig gespannt

17 Leute fanden das hilfreich

Nachtschrei Titelbild

Reges Begängnis des Nachts

Gesamt
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.10.2010

...schon erstaunlich, was man in einer Nacht alles machen kann - und wen man dabei so antrifft. Zur Hälfte des Hörbuches maße ich mir mal eine Kritik an: Die Amis haben in ihren Nationalparks ja schon ne Menge Platz, jedenfalls soviel, dass man sich nicht ständig über den Weg laufen müßte. Arg konstruiert erscheinen daher die immer wiederkehrenden Zusammentreffen der Jäger und Gejagten in diesem Plot. Allerdings trägt das Hin und Her nicht bis zur Hälfte des Buches. Es ist bis dato nicht mehr als eine Verfolgungsjagd. Um die Spannung "hoch zu halten", erschien es daher wohl angezeigt, dass die Frauen ihre Verfolger - sobald es dramaturgisch erforderlich wird - wieder an sich ran kommen lassen, und sei es mittels hysterischem Wutanfall. Letzterer kam situativ allerdings mehr als unglaubwürdig weil unpassend rüber. Als Leser erwarte ich aber irgendwann auch mal was zu den übergeordneten Bezügen; eine Verschwörung oder so, um bei der Stange zu bleiben. Das kommt nur schleppend und eher zusammenhangslos in Gang. Man quält sich halt mit den Opfern erstmal über Stock und Stein. Und trifft allerlei Leute. Auffällig in diesem Zusammenhang die Häuffung drogenabhängiger Zombies (so jedenfalls meine Assoziation bei der Kategorisierung als "Meth"s) im gesamten Landstrich - also auch in der Ödnis des Parks. Soll ja nicht langweilig werden.
Isses aber - wer ein gutes Buch findet kann es getrost parallel zu diesem Hörbuch nebenbei lesen. Jedenfalls solange sich alles im Wald abspielt, kann man der Handlung trotzdem gut folgen. So - und jetzt mal fast forward >>.

26 Leute fanden das hilfreich

Fantastisch

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 12.10.2010

Einfach nur genial. Die Geschichte hat sich dank der liebevollen Umsetzung so tief eingeprägt, dass sie heute wie vor 30 Jahren sofort wieder präsent ist. Sie ist um so vieles besser als die heutzutage nach Merchandisingkriterien designten Produkte. Eine Empfehlung auch für Erwachsene.