PROFIL

Lia

  • 29
  • Rezensionen
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  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
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Entdecke Sines

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.04.2020

Die Autorin lässt den/die LeserIn in ihrem regionalen Cosy- Krimi tatsächlich etwas von Portugal bzw. dem Alentejo entdecken. Als Fan von der kapverdischen Sängerin Cesaria Evora finde ich es sehr gut, dass in diesem ersten Band den Kapverdianern dieser Stadt viel Raum gegeben wird, verbunden mit einem Stück Kolonialgeschichte.
Kommissar Cabral finde ich als Typ sehr authentisch und ich denke, dass der erste Band eine gute Grundlage für eine Reihe bildet.

Runde Sache

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.03.2020

Diesmal werde ich die Sprecherin, Andrea Sawatzki, zuerst erwähnen: phantastisch, sie macht das Hören zum Genuß!

Der nunmehr vierte Band aus der Reihe um Kaspary/Wenninger rundet diese sehr gut ab. Man sollte aber zumindest den dritten Band gelesen haben, um die Ereignisse im vierten besser einordnen zu können. Ansonsten gibt es genügend Rückblenden, um das Geschehen und die Motive von Beatrice Kaspary zu verstehen.

Ich denke, dass die Reihe mit diesem Band ihr nachvollziehbares Ende gefunden hat, wäre aber durchaus erfreut, von diesem interessanten und sympathischen Ermittlerteam wieder zu hören. Aus anderen Krimis der Autorin weiß ich, dass sie ihr Handwerk wirklich versteht und die unterschiedlichsten und interessantesten Plots entwickelt. Für mich ist Ursula Poznanski auf jeden Fall eine Entdeckung ob alleine oder mit ihrem Kollegen Arno Strobel (Anonym + Invisible).

Unglaublich

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 09.03.2020

… was Verlage so annehmen. Selten habe ich einen Cosy-Krimi gehört, der so schamlos aus Versatzstücken zusammengeschustert worden ist. So ungefähr jedes Klischee wird hier mindestens einmal verbraten. Hinzu kommt noch, dass der Autor im Stil eines Oberstufenschülers schreibt.
Einzig und allein seiner Ortskenntnis und den ganz netten Beschreibungen verdankt er einen Punkt. Vielleicht sollte er Reiseführer schreiben, kombiniert mit seinen Rezepten? Mit Prosa hat er es jedenfalls nicht so.

Solider Krimi

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.12.2019

Mittlerweile habe ich alle Romane dieser Reihe gehört oder gelesen. Bei jedem einzelnen musste ich erst einmal eine Durststrecke überwinden, weil die Handlung schwer in Gang kam. Die Kriminalfälle haben mir alle gut gefallen, sie wirken an keiner Stelle konstruiert. Dennoch: eine große Erzählerin ist Anna Johannsen nicht, dazu ist ihre Spreche zu nüchtern, fast schon etwas hölzern. Für die Entwicklung der Kriminalfälle ist das eigentlich kein großes Manko aber wenn Johannsen gefühlvoller das Privatleben der Protagonisten schildert, ist das eher Rosamunde Pilcher-Stil.

Wenn man über diese etwas verklemmten Schilderungen des Liebes - und Gefühlslebens von der Inselkommissarin hinweghört oder -liest, dann sind diese Krimis recht gute Unterhaltung.

#metoo in der bayrischen Provinz

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.09.2019

Eigentlich konnte man bisher Krimis von Andreas Föhr gut lesen oder hören (zumal mit diesem Sprecher).
Dies ist der erste Krimi von Föhr, bei dem ich an etlichen Stellen nicht mehr hingehört habe, weil mich der Verlauf entweder ärgerte oder langweilte.
Vielleicht nutzt sich die Folklore um den Grossvater ja etwas ab, wenn es auch durchaus witzige Stellen mit Vater und Sohn gibt. Kreuthner läuft allerdings diesmal zur Hochform auf. Das sind für mich dann auch die Stellen, die mich mit dem Buch etwas versöhnen.
Wie in der Überschrift schon angedeutet, finde ich die Geschichte über eheliche Gewalt, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung zu sehr ausgewalzt und stellenweise ziemlich platt. Bei der Beschreibung des Papierfabrikanten hat der Autor sich anscheinend vom Hollywoodskandal um Harvey Weinstein inspirieren lassen und die Rachephantasien der Frauen sind ein bisschen zu sehr Thelma und Louise. Dies alles dann verpflanzt in die bayrische Provinz ist einfach zuviel des Guten.

Wirklich gelungen ist das Psychogramm der zunächst verschwundenen Ehefrau der Leiche, die beim geplanten Begräbnis der rechten Hand vom Kreuthner- Spezi gefunden wird. Eine wirklich schräge Szene und Föhr gönnt Kreuthner noch ein paar sauguter Auftritte. Wallner bleibt diesmal sehr blass und irgendwie lustlos.

Summa summarum: sonst schreibt Föhr besser. Vielleicht sollte er die Reihe um Rachel Eisenberg fortsetzen? Die beiden bisher erschienenen Bände haben mir persönlich noch ein bisschen besser gefallen als die Wallner/Kreuthner-Reihe.

Lahme Geschichte

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.08.2019

Ich hätte auf einige Rezensenten hören sollen: dieses Buch der Reihe um den Koch aus Luxembourg ist nicht das beste.

Wahrscheinlich liegt es am Thema, dass der Autor hier an seine Grenzen gekommen ist. Meines Erachtens lassen sich Ereignisse des zweiten Weltkrieges, in dem Fall die Besetzung der Nachbarländer (hier Luxembourg und Frankreich) durch die Deutschen und die Rolle der Alliierten in den letzen Monaten des Krieges, schlecht in einen Cozy-Krimi pressen.

Hat mich die Fülle an Informationen in den anderen Büchern der Reihe nicht gestört, will der Autor hier einfach zu viel: Geschichte der Haute Cuisine, Geschichte des zweiten Weltkriegs (mit einer Prise Vergangenheitsbewältigung), Entwicklung der Gastronomie und dann wird auch noch das Thema Terrorismusbekämpfung - hier mit einer Prise Islamophobie - angerissen. Das alles gibt einen schwer verdaulichen Brei in dem letztendlich alles banal und mitunter klischeehaft wirkt.

Klischeehaft und redundant wirken diesmal auch die Protagonisten, besonders die negative Figur des französischen Präsidenten. Besonders missfallen hat mir, dass der Autor ihn dadurch unsympathischer machen will, indem er ihn als wild um sich ballernden Jäger (wie alle Jäger)darstellt. Jemand, der sich seitenweise über Gänsestopfleber und andere Köstlichkeiten der traditionellen Küche auslässt, sollte doch objektiver über die Jagd sprechen.
Ich habe fast den Eindruck, dass auch der wirklich geniale Sprecher der Krimis sich diesmal weniger ins Zeug legen konnte. Man kann eben kein Gold aus Stroh spinnen.

Cozy

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.07.2019

Wer die Krimis aus dieser Reihe kennt, weiß wie gut und gerne der Autor über das Finistère schreibt. Leider war‘s das diesmal auch schon: alles ein wenig zu routiniert heruntergeschrieben, selbst wenn man akzeptiert, dass Cozy Krimis moderne Märchen für Erwachsene sind, mit dem Kampf des eindeutig Guten gegen das eindeutig Böse. Einzig neu: zwei neue junge Kolleginnen für Kommissar Dupin und seine Schwiegereltern in spe. Die etwas nervig-dümmliche Schwiegermutter in spe (Yogalehrerin) ist dann auch schon wieder Klischee.

Ich glaube nicht, dass ich so viel gepflegte Langeweile noch einmal acht Stunden durchstehe... also eher kein Band 9 für mich.

Ärgerlich und überflüssig

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 08.07.2019

Ich hatte mich gefreut, als der vierte Band der Reihe um Kommissar Lavalle erschien. Die Freude währte nur kurz.

Nicht nur, dass die Figuren des Kriminalromans geradezu grotesk überzeichnet werden - Lavalle fährt sich gefühlte hundertmal durchs Haar, die Schwiegermutter macht wie immer Frühstück und trägt Hippiekleidung, natürlich gibt es auch ein Informatikgenie mit autistischen Zügen, etc. - es wird in diesem Roman auch so ziemlich jedes aktuelle gesellschaftliche Problem klischeehaft verbraten. Feminismus, globale Wirtschaftskriminalität, Ohnmacht und Korruption der Behörden und der Politik... alles findet Platz in einer auch sprachlich nicht gelungenen Geschichte.

Solider Durchschnitt

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.06.2019

Gefallen hat mir an dem Krimi, dass er grenzübergreifend in Dänemark und Deutschland spielt und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Länder mit ihren jeweiligen Protagonisten recht fein herausgearbeitet sind.
Die Story - kriminelle Machenschaften zweier schicksalhaft verwobener Familien und deren Folgen - entwickelt sich glaubhaft, wenn vielleicht auch etwas schleppend.
Was mich allerdings etwas nervt ist, dass sowohl die deutsche Ermittlerin, als auch der dänische Ermittler, wieder einmal vom Schicksal gebeutelt sind. Für mich sind diese Figuren mit einer möglichst problematischen Biografie langsam inflationär und sie tragen nicht unbedingt zu einer guten Story bei.

Die Sprecherin hat eine angenehme Stimmlage, liest aber etwas zu monoton.

Vertane Chance

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.06.2019

Nachdem mir der erste Band mit der Ermittlerin Patsy Logan sehr gut gefallen hat, bin ich vom Nachfolgeband sehr enttäuscht.
Der Kriminalfall dümpelt so dahin, Langeweile schleicht sich ein, dabei sind Opfer und Täter vom psychologischen Standpunkt aus eigentlich sehr interessant. Vielleicht ist es diesmal von Nachteil, den Schwerpunkt auf Patsys Ermittlungsarbeit zu legen, die ja - wie im ersten Band - in Ichform geschrieben ist. Während im ersten Band der Wechsel von Ichform (Patsy) und auktorialer Perspektive gelungen ist, ist das im zweiten Band ein Manko. Es überwiegt zu sehr das Privatleben von Patsy, welches immer wieder auch in die Ermittlungsarbeit hineinspielt. So bleibt die Handlung seltsam wirr und blass.