PROFIL

Wachtel

  • 24
  • Rezensionen
  • 20
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 24
  • Bewertungen

Ordentlich

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.06.2020

Ein solider, sachlicher Krimi ohne Raffinessen. Er schildert die Ermittlungsarbeit der Polizei, wobei immer wieder auf die Unterschiede zwischen deutschen und dänischen Gepflogenheiten abgehoben wird, die bei der grenzübergreifenden Teamarbeit der beiden Polizeien zutage treten, die aber auch im täglichen Leben zu finden sind. Diesen Aspekt fand ich als Nicht-Nordlicht interessant. Die gegenseitigen Vorurteile der beiden Gruppen werden allerdings sehr ernsthaft behandelt, ohne einen Funken Humor.
Die "Mordgeschichte" selbst ist recht vielseitig und kommt zu einem nicht erwartbaren Schluss.
Aber zu keinem Zeitpunkt konnte sie mich in ihren Bann ziehen. Der Autorin gelingt es nicht, die Personen der Handlung wirklich lebendig zu machen. Zwar bemüht sie sich, die Beteiligten mit teils tragischen Lebensläufen auszustatten, aber hier findet sich viel Klischeehaftes. Dies gilt auch für die beiden Hauptermittler. Trotz all ihrer Schicksalsschläge konnte ich keine Sympathie und kein Mitleid für sie empfinden. Sie wirken künstlich.
Darum: Ein ordentlicher Kriminalroman, dem aber der überspringende Funke fehlt.

Viel besser...

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.02.2020

...als Band 1! Zwar wird Held Karge immer noch sehr vom Glück verfolgt, aber nicht mehr auf so unglaubwürdige Weise wie im ersten Band. Diesmal wird eher glaubhaft, dass es Karges eigene Intelligenz und Geschicklichkeit sind, die ihn ihn zum Erfolg führen. Und so kann sich der Leser einfach mit ihm über sein Glück freuen.
Überhaupt ist "Die Karte" ein sehr erfreulicher Roman. Spannend geschrieben und mit vielen interessanten Details ausgestattet, zum Beispiel über die abenteuerliche Seefahrt in der damaligen Zeit. Er verzichtet auf reißerische Gewalt-und Sexdarstellungen und nimmt den Leser allein durch den Fortgang der Geschichte und die handelnden Personen gefangen. Lediglich die Rolle der plötzlich wieder aufgetauchten Anna bleibt vage und ohne rechte Funktion. Man hat den Eindruck, dass die Geschichte auch ohne sie ausgekommen wäre. Aber vielleicht ändert sich das ja noch im dritten, hoffentlich bald erscheinenden Band!
Genial wiederum liest wieder Herr Kaminski. Ob Mann, Frau, Kind oder Greis, für alle hat er den richtigen Ton bereit.

Genial? Naiv!

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 18.01.2020

Genial finde ich nur den Sprecher, Stefan Kaminski. Er besitzt einen unerschöpflichen Schatz an Stimmlagen und Ausdrucksweisen, sodass man sich die Personen allein durch ihre Sprechweise bildlich vorstellen kann.
Die Geschichte selbst und der Erzählstil sind eher die eines Jugendbuches - lange Zeit dachte ich tatsächlich, ich hätte versehentlich ein solches erwischt. Die simple Erzählweise passt allerdings zu dem naiven Helden Karge, für den sich jedes Unglück und jede Intrige zum Guten wendet. Ich habe mich oft gefragt, welche glückliche Lösung sich die Autoren wohl für Karges aktuelles Dilemma ausgedacht haben würden. Eine böse, aber allzu haarsträubende Uberraschung bringt dann aber die Person des neuen Papstes.
Kurzum, die Geschichte enthält zu viele unglaubliche Zufälle, als dass man sie wirklich ernst nehmen könnte.
Bei aller Kritik - "Das Blausteintuch" ist immerhin ein unterhaltsames Buch, das durch den genialen Sprecher auch zum Genuss werden kann.

Hausmannskost mit "Beeren"

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.01.2020

Kathy Reichs liefert hier ihre gewohnte, gute Hausmannskost, die den Leser/die Leserin durchaus zufrieden stellen würde, wenn nicht die Sprecherin wäre. Bei den Dialogen weiß man oft nicht, welche der Personen gerade spricht: Gleiche Stimmlage, gleiche Betonung, egal ob Mann oder Frau, jung oder alt. Zudem nervt es, dass die Sprecherin die Wörter "Bären" und "Beeren" lautlich nicht unterscheidet. Das irritiert ziemlich, wenn es um zum Beispiel um die Bären im Wald oder die Bärenfunde geht. Ein "ä" wie "ee" auszusprechen ist nicht vornehm, sondern falsch.

Zuweilen ärgerlich

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 09.10.2019

Wieder eine gelungener Waringham-Roman, das übliche Strickmuster, diesmal aber zu Zeiten zwei anderer englischer Könige angesiedelt, des bewunderten Richard Löwenherz und seines Bruders, des übel beleumundeten John. Wieder schafft es die Autorin, dem Leser diese historische Epoche und ihre Protagonisten nahe zu bringen, ergänzt und verwoben mit der Geschichte der fiktiven Familie Waringham.
Nur eines finde ich zunehmend ärgerlich: die allzu explinzite Ausmalung der Geschlechtsakte des Helden, vor allem deren vereinfacht klischeehafte Darstellung. Die Frau ist immer sofort bereit, kommt immer zum Orgasmus, sogar immer gleichzeitig mit dem Helden, sogar schon gleich in der Hochzeitsnacht. Kaum zu glauben, dass das eine Frau geschrieben haben soll, die es doch besser wissen müsste.
Aber vielleicht sollte man dies einfach in die Reihe der fiktionalen Elemente im Roman einordnen und sich trotzdem auf die nächste Folge der Waringham-Saga freuen.

Eigentlich überflüssig

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 26.02.2019

Düster, kalt und grausam ist diese Geschichte. Wären nicht die Sarkasmen von Tyrion und Littlefinger, könnte man ob den Missgeschicken der geplagten Helden und der Gemeinheit ihrer Widersacher mühelos in Trübsinn verfallen. Dazu noch Aberglaube und verklärter Kindesmissbrauch (Daenerys) ...
Der Sprecher liest die Rollen der Protagonisten virtuos - aber dies hebt das ganze Elend nur noch stärker hervor.
Wer braucht ein solches Buch? Ich nicht.

Gemischte Gefühle

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.02.2019

Ich habe den Roman vor einer kürzlichen Kuba-Reise gehört. Die Geschichte spielt allerdings im Jahr 1989, und ob die Situationsschilderungen im Buch heute noch zutreffend sind, kann ich nicht beurteilen. Es wird jedenfalls ein ziemlich düsteres Bild der kubanischen Verhältnisse gezeichnet.
Als Krimi ist die Geschichte ziemlich schlicht. Es gibt keine Überraschungen oder raffinierten Wendungen. Der Ermittler ist der genial-depressive Typ, der sich immer in die falsche Frau verliebt und dabei auf die Nase fällt.
Der Ton des Romans wechselt zwischen machohaft derb und schwärmerisch. Sollte das etwa typisch kubanisch sein? Oder ist es nur typisch für den Autor? Mir gefällt es nicht sehr.
Der Sprecher unterstreicht durch seine an vielen Stellen feierliche Art noch den gleichzeitig sentimentalen und fatalistischen Charakter des Romans.

Sehr guter Kauf

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.02.2019

Ich habe das Buch vor meiner Kuba-Reise gehört und fand mich sehr gut vorbereitet. Soweit ich dann die im Buch beschriebenen Dinge selbst gesehen und erlebt habe, waren alle Informationen sehr zutreffend.

Interessante Thema, unbefriedigende Ausfuehrung

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 08.12.2018

Uralte Kochenfunde von `biblischen VIPs` (Zitat) in Israel, verknuepft mit einem heutigen Mordfall, sind eigentlich ein spannendes Thema fuer Hoerer/Leser, die sich fuer Archaeologie, Pathologie und Kriminalistik interessieren.
Aber die Autorin/die Autoren dieses Romans haben sich nicht genug Muehe gegeben, eine ueberzeugende Geschichte daraus zu machen. Am Schluss werden Aufloesung und Hintergruende nur noch referiert, Auch zwischendurch zieht sich die Handlung umstaendlich in die Laenge. Da helfen auch keine sexy Andeutungen bei Tempes Affaire mit Ryan oder ein ungewohnt schnoddriger Erzaehlstil. (Oder liegt das an der Uebersetzung?) Hinzu kommt noch Hansi Jochmanns kaltschnaeuzige Sprechweise, die nicht zur der gewohnten Tempe Brennan passt.
Fuer mich eine Enttaeuschung.
Ich bitte um Entschuldigung wegen der fehlenden Umlaute.

Einschlafhilfe

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.08.2018

Vom Schauplatz und den guten Hörerrezensionen angelockt, habe ich mir das Hörbuch gekauft. Aber Schwester Fidelma kann mich nicht überzeugen. Studiert und superschlau mag sie sein, aber ihr fehlt ein überzeugendes "Innenleben". Einige ihrer wenigen Reflexionen über Motive und Gefühle wirken wie im Nachhinein künstlich eingefügt. Die Lebensbedingungen von Frauen im 7.Jahrhundert, mag es auch in Irland sein, scheinen für sie außer Kraft gesetzt. Sie lebt und denkt wie ein Mann und ist mindestens so aufgeklärt wie eine Frau heutzutage.Das passt für mich nicht ins 7.Jahrhundert.
Hinzu kommt, dass die Geschichte mit zahlreichen, wenig interessanten Einzelheiten überfrachtet ist (zum Beispiel, welche Kurven und Abzweigungen ein Weg nimmt) und so schleppend voran kommt, dass meine Gedanken immer wieder abschweiften.
Was man zugunsten der Sprecherin sagen kann: Die vielen irischen Personen- und Ortsnamen gehen ihr leicht von der Zunge. Jedoch ihr allzu oft leiernder Vortrag tat ein Übriges, um mich immer wieder in sanften Schlummer fallen zu lassen - immerhin besser, als von Horrorszenarien um den Schlaf gebracht zu werden.