PROFIL

Jochim,

  • 21
  • Rezensionen
  • 183
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 37
  • Bewertungen

Als Hörbuch unbrauchbar

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 17.07.2019

Hier kommt zusammen, was nicht zusammen gehört. Eine umständliche, unklare Sprache. Ein Sprecher, der sich müht diesen endlos monotonen, mit Unverständlichkeiten gespickten Text zumindest mit ein wenig Klangfarbe zu retten. Und ein Klangdesign, dass in den 70er Jahren sicherlich Begeisterungsstürme hervorgebracht hätte, heute aber nur noch nervt.

Fazit: als Hörbuch völlig unbrauchbar, denn: unhörbar. Als auditives Folterwerkzeug aber eventuell noch einer produktiven Nutzung harrend.

1 Person fand das hilfreich

Ein gelungener Abschluss

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.06.2019

Diese Trilogie hat mich von Buch 1 an fasziniert. Ich bin glücklich mit dem Ende der Geschichte, da es die wichtigsten Fragen klärt, die Hauptgeschichten sauber abschließt und- JA, ich hätte mir auch „noch mehr“ gewünscht, denn es ist ein großes Universum und es wäre Platz für noch viel mehr Geschichten gewesen.

Doch am Ende merkt man auch wie ein Autor müde wird, oder die Kreativität dann doch eine Grenze erreicht. Und Taylor hat da zum richtigen Zeitpunkt den Stift aufs Blatt gelegt.

Ich kann die Trilogie jedem Sci-fi Fan empfehlen. Es war ein großer Spaß. Ich vermisse das Bob-Net schon jetzt.

Es ist ein Phänomen!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.05.2019

Dieses Buch hat etwas geschafft, das eigentlich gar nicht möglich sein dürfte. Es hat eine elfstündige Autofahrt, von Klagenfurt nach Berlin, quasi, illuminiert. Aus einem qualvollen, elfstündigen Akt, eine heitere Heimreise gemacht. Sowohl meine Frau, als auch ich selbst, sind passionierte Hörbuch-HörerInnen, jedoch elf Stunden, das wäre uns in der Regel auch zu extrem. Egal, die Stimme des Autors, sein Redefluss, seine Wortgewandtheit, diese bildhafte, wunderschöne Sprache, die schafft sowas.
Klagenfurt - Berlin, mit Herr Meyerhoff auf dem Rücksitz, ein Genuss!

Wir empfehlen dieses Hörbuch jedem, zwischen zwölf und hundert plus Jahren. Und ja, es klingt jetzt vielleicht übertrieben, oder abgeschmackt, oder sonst etwas, aber... das ist das beste Hörbuch, dass ich mir in meinen zig Jahren auf Audible gekauft habe. Und ich bin inzwischen in einem dreistelligen Bereich.

Danke. Danke. Danke.

2 Leute fanden das hilfreich

Für Abenteurer und Freunde des Heldenromans

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.01.2018

Wer Walter Moers kennt, der weiß, jeder Roman bekommt eine leicht andere, neue, "Geschmacksnote". Schrecksenmeister, Kulinarik. Die Stadt der Träumenden Bücher, Literatur über Literatur. Blaubär, Reisetagebuch. Ensel und Krete, Märchen. Und so weiter. Rumo nun ist ein Heldenroman. Und ganz nebenbei mein Lieblingsbuch aus der Zamonien-Reihe. Das liegt an drei Faktoren, die ich kurz beschreibe, natürlich ohne etwas zu verraten was man selbst gerne noch lesen würde.

1. Der Protagonist
Rumo ist, wenn man ganz ehrlich ist, nicht unbedingt ein sehr interessanter Charakter, zumindest nicht im Moers Kosmos. Er ist erstaunlich wenig schrullig, erstaunlich wenig aufregend und hat überschaubare Talente und Fähigkeiten. Die wenigen die er hat, sind aber durchaus atemberaubend.

2. Die Nebencharaktere
Man kann es fast mühelos schaffen, sich in sämtliche vorgestellten Charaktere die in diesem Buch vorkommen zu verlieben, sogar in eine Haifischmade und einen Wildschweinling. Nein, eigentlich, ganz besonders in eine Haifischmade. Wer bisher ein, völlig verständliches, Problem mit Haifischmaden hatte, der muss dieses Buch lesen. Und überhaupt, Wolpertinger! Diese wunderbare Daseinsform von der man vorher noch kaum etwas wusste.

3. Der Spannungsbogen
Hier kann ich nicht wirklich etwas schreiben, da es zu viel verraten würde, aber so viel nur. Die Geschichte entfaltet sich ohne irgendwo ungewollte Längen zu haben. Spannung und Entspannung liegen dort, wo sie liegen sollten und am Ende wird man das Buch zu klappen und das befriedigende Gefühl einer Achterbahnfahrt haben, die in einer entspannenden, sehr befriedigenden Geraden ausgelaufen ist.

Kurz gesagt, wer Zamonienromane liebt, der hat diesen ganzen Schund hier nicht einmal gelesen, weil es gar keine Frage ist ob er diesen Roman kauft. Er oder sie würde auch eine zamonische Anleitung zur Po-Hygiene kaufen, solange sie aus Zamonien kommt.

Aber für alle anderen sei gesagt, dies ist ein sehr gutes Buch, denn es tut was ein sehr guter belletristischer Roman tun sollte, es unterhält.

Weniger Zamonien, mehr Moers

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 20.09.2017

Wer nach der langen Zeit ohne moers'schen Roman einen zamonischen Reisebericht, oder eine zamonische Geschichte erwartet hat, dürfte von dem Buch ein wenig enttäuscht werden. Es ist eine Reise nach Innen geworden, so kreativ und teilweise charmant verschroben, wie man es von Walter Moers erwarten konnte.

Es ist ein Roman für alle die das Wort und die Sprache lieben, denn diese werden hier gefeiert, verehrt und auf jeder Seite gewürdigt. Und es ist ein Roman über die Macht der inneren Ressourcen. Es geht um die eigene Gedankenwelt, die Schönheit und Besonderheit des eigenen freien Raums zwischen den zwei Ohren eines jeden Menschen. Und so beginnt man sich zwangsläufig während des Lesens zu fragen: "Ist mein Gehirn eigentlich ein Spielplatz den ich noch nie richtig entdeckt habe?" - glaubt man Walter Moers Geschichte, sollte man ihn mal erkunden.

Ein großartiges Buch. Ein wenig anders, aber gerade deshalb auch so erfrischend. Wer es nicht liest, verpasst mindestens eine sehr gute Geschichte.

11 Leute fanden das hilfreich

Kein Laufbuch, aber ein Buch über das Leben mit dem Laufen

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.08.2017

In einer entspannten und teilweise zum Schmunzeln einladenden Art erzählt Sven Lorig von seinem Leben als Läufer.
Das wird nur selten etwas langatmig und ist an den meisten Stellen sehr unterhaltsam. Für blutige Laufanfänger kann dieses Buch auch ein schöner Einstieg in den Laufsport sein, um sich zu motivieren und die typischen Anfängerfehler zu minimieren. Wohlgemerkt, minimieren, denn wie auch Lorig richtig anmerkt, abstellen lassen sich die Fehler nie ganz.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es in zwei Tagen, unter anderem während eines 8km Laufes, durchgehört.

Kein Abschluss, aber ein Abschied

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 20.09.2015

"Was ich noch sagen wollte" ist kein Vermächtnis und auch keine klassische Biographie. Es sind biographisch geordnete Gedanken zu Ereignissen, Erkenntnissen, aber vor allem zu Menschen mit denen Schmidt eben jene Gedanken verknüpft. Dabei entsteht ein biographisch orientiertes Gedankenkonstrukt das die Dokumentation "Helmut Schmidt - Mein Leben" an einigen Stellen um interessante Details bereichert.

Das Buch ist, wie könnte es anders sein, auch ein Ausdruck von Schmidts politischer Arbeit und seinen Überzeugungen. Die Länge, ein bisschen mehr als 5 Stunden ist sehr angenehm und eignet sich gut als Lektüre für einen Tag, oder kurze Reisen.

Für jemand, der Schmidts Arbeit näher kennenlernen möchte ist das Buch als Einstieg vielleicht nicht optimal. Der Titel lässt erahnen, dass hier zwar keine Schlussstriche gezogen werden - über sowas ist ein Herr Schmidt sowieso erhaben, aber es wird doch auf literarischem Wege verabschiedet wen es in Schmidts Augen zu verabschieden galt.

4 Sterne ingesamt, für ein interessantes Buch dass eine intelligente wie auch unterhaltende Lektüre war. Vielen Dank Herr Schmidt.

3 Leute fanden das hilfreich

BROMM!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 18.09.2015

BROMM. BROMM. BROMM. Brrrrrroooooom!!!
Ja, damit muss man schon irgendwie klar kommen als Walter Moers Leser. Und als Walter Moers Hörer, in der kongenialen Symbiose mit Dirk Bach (Gott hab ihn selig) gilt das umso mehr. Da muss man als Konsument einstecken können, Nehmerqualitäten beweisen, oder wenn man es gar nicht mehr aushält, das Hörbuch leiser stellen. Aber Letzteres ist die Variante für Schwächlinge, Toilettensitzanwärmer und generell für Menschen die Schonbezüge über Sitzmöbelbeine ziehen.

Das Buch an sich, was soll man darüber noch großartig schreiben? Es ist der umfassende Einstieg in die Zamonien Romane des Autors. Eine Reise in eine Welt die sie, sofern sie dafür empfänglich sind, nie wieder ganz loslassen wird. Skurril, witzig, manchmal ein bisschen gesellschaftskritisch, hier und dort sarkastisch und immer sehr gut. Ich spare mir den Vergleich mit dem "deutschen Terry Pratchett", denn das wird beiden Autoren gleich wenig gerecht. Man könnte auch sagen. Beide Autoren haben einen runden Ball, aber spielen damit nicht zwangsläufig die selbe Ballsportart.

Ich empfehle wirklich jedem dieses Buch zumindest anzufangen um zu schauen ob es einen erreicht. Es ist ja kein Verlust es, bei Nichtgefallen, weiter zu verschenken oder hübsch im Bücherregal zu platzieren. Wem es jedoch gefällt, der erhält damit einen Schatz und ein Buch das sich nicht so schnell erschöpft und alle Jubeljahre wieder zur Hand genommen und gelesen werden kann. Oder im Falle der Audiovariante, gehört werden kann.

5 Sterne. Überall. Und wenn ich 6 Sterne geben könnte würde ich versuchen 7 Sterne zu verteilen, So. Gut. Ist. Dieses. Buch!

1 Person fand das hilfreich

Kindheitserinnerungen eines anderen Entertainers

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 18.09.2015

Ich bin kein Hape Kerkeling Fan. Aber ich habe sein Buch "Ich bin dann mal weg." wie viele andere mit Vergnügen nicht nur gelesen, sondern förmlich verschlungen. In "Ich bin dann mal weg." gibt Hape Kerkeling den gestressten Großstädter, den Workaholic am Rande des totalen Burn-Outs. Ein Mann der einen Weg geht und auf diesem Weg alle paar Seiten irgendwo ankommt. Das war in seiner teilweise angewandten Pragmatik, wie auch in der Religiosität die hier und dort zum Tragen kam ein großer Wurf. Erhellend und unterhalten. Ganzheitlich gut.

Wer mit den selben Erwartungen nun an diese Autobiographie, besser gesagt, die Kindheitserinnerungen des Autor, herantritt, wird enttäuscht.
In einer durchaus unterhaltenden Erzählweise führt Kerkeling durch seine traumhafte frühe- und oftmals alptraumhafte späte Kindheit. Es sind emotionale Höhepunkte wenn er von seinen Großeltern spricht und man kann sich die eine oder andere Träne nicht verkneifen, denn wenn man schonmal einen sehr geliebten Menschen verloren hat dann weiß man wovon er spricht wenn er die Tragweite dieser Menschen auf sein Leben einordnet. Das ist ergreifend.

Leider hinkt das Buch an der Tatsache, dass der Autor sich selbst beschreibt. Da wird die Stärke in der Erinnerung an Personen zu einer Schwäche wenn er von sich selbst spricht. Das wirkt dann oft im schlimmsten Fall überheblich, weit häufiger aber auch einfach merkwürdig. Wenn da ein fünfjähriger Junge mit der eloquenten und altersweisen Stimme des heutigen Hape Kerkeling seine Umwelt sondiert und einordnet. Das ganze dann manchmal noch unterfüttert mit einem religiösen Tenor der, bei "Ich bin dann mal weg" noch durchaus angenehm, hier plötzlich fast unheimlich und etwas großspurig wirkt.

Mir hat das Buch ein paar Stunden guter Unterhaltung geboten und das ist ja vermutlich auch das Wichtigste an der Sache. Erhofft hatte ich mir allerdings ein Erlebnis. Hape Kerkeling, dem Menschen, ist man damit nicht näher gekommen. Auch wenn er es dem Leser erlaubt hat, sorgsam von ihm gesteuert einen kleinen Blick in seine vielschichtige Persönlichkeit zu werfen, es bleibt der Verdacht, dass auch der "Autor Hape Kerkeling" ein Kostüm ist, dass er zeitweise aus dem Schrank zu holen pflegt. Das darf man allerdings nicht als Vorwurf verstehen. Es ist nur allzu verständlich und sein gutes, gutes Recht.

3 Sterne. Als Kerkeling Fan würde ich 4 Sterne vergeben.

Band 2 ist die Hölle, für den Leser

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.09.2015

Bobby Dollar ist in die Hölle hinab gestiegen um seine Dämonenfreundin zu retten.
Dabei ist er zum einen der coole Typ von nebenan, der immer einen flotten Spruch auf den Lippen hat. Zum anderen leider ein dreizehnjähriger, pubertierender Teenager der gerade seine erste große Liebe kennengelernt hat und dem jetzt viele, viele Hormone scheinbar die Blut-Hirn-Schranke verstopfen.

Nach einer Stunde lesen, wenn die Hölle langsam aber sicher ihren aufregenden Reiz des neuen verliert, muss auch Tad Williams sich langsam eingestehen, dass seine Kreativität an höllische Grenzen stößt. Wie potenziert man das Schreckliche? Wie macht man das ultimative Grauen noch grausamer? Wie die furchtbarste Folter noch furchtbarer? Und wie die peinigendsten Schmerzen noch peinigender? Die ultimative Antwort darauf habe ich nicht, aber man kann mit Fug und Recht sagen: "Nicht so!"

Nachdem der Autor zum gefühlt vierzigsten Mal beschrieben hat wie unglaublich übel die Hölle stinkt, wonach sie stinkt und was dies für eine ekelerregende Wirkung auf den Protagonisten hat, merkt er selbst, dass das nicht so weitergehen kann. Fortan beschränkt er sich dann auch darauf nur noch zu erwähnen, dass etwas so unglaublich ekelhaft stinkt, dass es jeglicher Beschreibung spottet. Das sagt er dann noch ungefähr hundert Mal und das Buch ist endlich vorbei.

Leider ist Geruch nicht der einzige Knackpunkt. Das selbe Schema und das selbe Problem, gibt es eben auch bei der Gewalt in der Hölle. Körper die nicht sterben können und eine ganze Menge aushalten. Am Anfang ist es faszinierend wenn mal jemand eine Hand verliert, mit einem Beil im Schädel umher läuft oder seit ein paar tausend Jahren zu Modder am Boden vergammelt. Um das aber nach 3, 4 oder sogar 5 Stunden noch interessant zu halten versucht es der Autor wieder mit der Methode "viel hilft viel". Die Gewalt wird ausschweifender, brutaler und generell spritzt eigentlich irgendwo immer eine riesige Fontäne Blut aus irgendwas heraus. Am Ende ist es einem schon ganz egal wer, wo, woran verblutet. Man möchte nur noch das jeder daran stirbt. Und selbst den Gefallen tut einem der Autor nicht.

Gibt es denn auch etwas Gutes an diesem Buch? Die relativ nüchterne Antwort ist. Nein. Außer man zählt Simon Jäger dazu, der macht wie immer seinen Job. Aber das Buch an sich ist Mist und ich bin mir absolut sicher, dass Tad Williams sich insgeheim jeden Tag eine Ohrfeige dafür gibt, diesen Schund tatsächlich veröffentlicht zu haben. Das einzige was einem ein wenig Hoffnung macht, ist der anstehende dritte Teil der Serie. Das Potential alles wieder gut zu machen, oder die Geschichte zumindest zu einem einigermaßen befriedigenden Ende zu führen ist also da.

Für diesen 2. Band gilt allerdings in der Tat, Tad Williams hat eine sehr realistische Hölle für den Leser geschaffen. Man fühlt sich durch das lesen gepeinigt und gequält und es gibt Momente da lässt man alle Hoffnung fahren und beneidet alle Analphabeten des Planeten Erde. Mit Sicherheit das schlimmste Buch, dass ich 2015 gehört habe. Die Bedienungsanleitung meiner Waschmaschine war spannender und besser geschrieben.

1 Person fand das hilfreich