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Literat

Paderborn
  • 6
  • Rezensionen
  • 87
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 226
  • Bewertungen
  • Mount Dragon: Labor des Todes

  • Autor: Douglas Preston, Lincoln Child
  • Sprecher: Thomas Piper
  • Spieldauer: 19 Std. und 9 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 1.621
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 388
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 393

In Mount Dragon, einem Forschungslabor in der Wüste von New Mexico, arbeiten Wissenschaftler an einem Präparat, das Tausenden von Menschen das Leben retten könnte. Doch etwas läuft gewaltig schief in diesem Labor...

  • 5 out of 5 stars
  • Würdiger Nachfolger

  • Von Literat Am hilfreichsten 04.02.2008

Würdiger Nachfolger

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.02.2008

Auch wenn ich von anderen Rezensenten erfahren durfte, dass 'Mount Dragon' schon etwas betagter ist, argumentiere ich hier mal als Audible-Hörer.

Ich bin mitunter etwas konservativ. Erst einmal an die Pendergast-Serie gewöhnt und die Figuren 'lieb'-gewonnen war ich zunächst skeptisch, ob eine für mich neue Reihe an den Hörgenuss anknüpfen könnte. Fürwahr, es ging.

Preston/Child entwickeln wieder einmal eine monumentale Story, einen Thriller mit Tiefgang. Abgesehen vom wissenschaftlichen Hintergrund, bei dem man nie genau weiß, welche Details fiktiv und welche korrekt sind, haben die Autoren ein Gespür dafür, Figuren zum Leben zu erwecken - und dem Kitsch oder dem zu sehr Vorhersehbaren zu entgehen. Die schöne Frau, die natürlich für den Helden bestimmt ist, nimmt sich auffallend schräg und schwierig aus; der Antagonist ist nicht einfach nur böse. Preston/Child betreiben keine Schwarz-weiß-Malerei. Auch die Heldenfiguren sind brüchig und ihr Handeln ist z. T. zu kritisieren.

Tommi Piper ist ebenfalls wieder wunderbar. Seiner Reibeisenstimme vermag er erstaunliche Stimmungsnuancen zu entlocken. Seine Interpretation der Geschichte sowie die Komplexität der Handlung konnte ich gut die ca. 19 Stunden hören. Ich freue mich schon auf die weiteren Folgen und hoffe, dass die Autoren ihr selbst gestecktes Niveau auch auf Dauer halten könnten.

34 von 34 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Der Fotograf

  • Autor: John Katzenbach
  • Sprecher: Simon Jäger
  • Spieldauer: 18 Std. und 19 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 1.163
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 360
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 358

Ein psychopathischer Serienkiller entführt die Literaturstudentin Anne Hampton und macht sie sich mit diabolischer Raffinesse gefügig. Anne hat keine Wahl:Entweder wird sie die Chronistin seiner Morde - oder sein nächstes Opfer. Detailversessen hält Doug Jeffers, ihr Peiniger, seine brutalen Morde mit der Kamera fest. Aber Fotos allein genügen ihm nicht mehr. Er möchte seine Taten auch mit Worten besungen wissen - und Anne ist sein Werkzeug.

  • 5 out of 5 stars
  • spannend, kurzweilig und fesselnd

  • Von barbarafi1 Am hilfreichsten 06.10.2007

Gewalt um der Gewalt willen

Gesamt
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.02.2008

Wie einige andere Hörer war ich zunächst Fan von Katzenbach. 'Die Anstalt' und 'Der Patient' waren klasse. Ich hatte schon Schwierigkeiten mit dem 'Opfer' und habe im Moment genug von ihm.

Gewalt ist sicher ein Stilmittel, mit dem viel auszudrücken vermag. Auch will ich zur Not einsehen, dass das Opfer im 'Fotografen' zunächst gefügig gemacht werden muss, um diese heftige Geschichte erzählen zu können. Nur muss sich das über eine dreiviertel Stunde erstrecken? Ich habe das ungute Gefühl, als wenn sich Katzenbach dieses Mal sehr in die Absurditäten der Qual verrennt und hiermit den eigentlichen Gegenstand des Romans erzeugt.

Die Darstellung von perfider Gewalt um seiner selbst willen haben wir doch spätestens seit dem Kinofilm 'Sieben' hinter uns gelassen. Mit diesem Film war ein Zenit der Gewalt erreicht. Katzenbach setzt hier auf.

Ich habe dennoch weitergehört, doch die Motivation des Täters für all sein Handeln ist doch sehr an den Haaren herbeigezogen. Die zwei Sterne bekommt das Hörbuch, weil Katzenbach das eigentliche Handwerk des Erzählens beherrscht, wie man es in der amerikanischen Thrillerliteratur kennt und Simon Jäger ebenfalls wie immer dem Buch gekonnt Leben einhaucht.

Ich hoffe, dass Katzenbach sich weiterentwickelt und nicht nur weiterhin sein bekanntes Terrain immer wieder neu begeht; die Spur ist mittlerweile breit und konturlos geworden.

9 von 10 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Ausgebrannt

  • Autor: Andreas Eschbach
  • Sprecher: Ulrich Noethen
  • Spieldauer: 9 Std. und 34 Min.
  • Gekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.401
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 982
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 987

Als Markus Westermann die Bekanntschaft eines Mannes macht, der von sich behauptet, Erdöl finden zu können, wo andere keines finden, glaubt er seine Karriere gesichert. Kurz darauf kommt es zu einer Katastrophe: Das größte Ölfeld der Welt in Saudi-Arabien versiegt. Ein Unfall, oder steckt mehr dahinter?

  • 5 out of 5 stars
  • Von über 50 Hörbüchern bisher das Beste

  • Von Jochen Am hilfreichsten 08.05.2008

Komplexe Handlung

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.02.2008

Eschbach ist ein Könner; das zeigt sich auch wieder in seinem neuesten Werk. Neben der achronologischen Erzählung hat mich vor allem die Komplexität der Gesamtgeschichte gefallen. Eigentlich sind es mehrere Romane in einem und eine Handlung führt in die nächste über. Damit wechseln Stimmung und Schwerpunkte des Gesamtromans. Selbst der Epilog zieht noch einmal eine neue Seite auf.

Anders als in amerikanischer Tradition ergeht sich Eschbach nicht in einem endlosen und ermüdenden Show-down, sondern richtet sein Augenmerk auf die Gesamtgeschichte und die Entwicklung der Figuren. Seine Helden sind immer brüchig, eher Helden durch Zufall.

Klar, letztlich ist es Science-Fiction und damit immer spekulativ. Eschbachs Ideen zeichnen sich aber dadurch aus, dass sie denkbar sind. Er nimmt die aktuelle Diskussion zu wissenschaftlich-politischen Sachverhalten auf, recherchiert im Detail und vermag auf diese Weise eine Kulturkritik zu vermitteln, die nachdenklicher stimmt als manches Sachbuch zum Thema.

Wie andere Hörer musste ich mich an Ulrich Noethen als Sprecher zunächst gewöhnen, aber seine Variationsbreite zeigt den versierten Schauspieler; er wächst mit der Aufgabe und schafft mit Dialekten Persönlichkeiten, die leicht an Rufus Beck erinnern.

Schade nur, dass die Eschbach-Bücher nach wie vor in gekürzter Fassung zu hören sind - mehr wäre hier sicher mehr.

  • Glennkill

  • Ein Schafskrimi
  • Autor: Leonie Swann
  • Sprecher: Andrea Sawatzki
  • Spieldauer: 6 Std. und 2 Min.
  • Gekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 1.158
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 322
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 325

Wenn Schafe zu Ermittlern werden, sind Spaß und Spannung angesagt: Wer hat den Schäfer George umgebracht und warum steckt ein Spaten in seiner Brust? Diese Angelegenheiten sind ein Fall für die schlauen und weniger schlauen Schafe selbst. Im großen Durcheinander übernehmen Sie selbst beherzt die Ermittlungen und stellen ihre eigenen Nachforschungen an.

  • 3 out of 5 stars
  • Unterhaltsam, philosophisch

  • Von Frank Am hilfreichsten 14.04.2008

Höchstens mäßig

Gesamt
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.09.2006

In der Literaturwissenschaft gibt es den Begriff des „Fiktionsvertrages", den der Leser mit der Geschichte eingeht. Er akzeptiert damit für die Lektüre, dass ihm z. B. eine Welt präsentiert wird, die von seiner real wahrnehmbaren abweicht. Dort kann es verzauberte Prinzen geben oder sprechende Frösche. Der Leser lässt sich auf die der Geschichte eigenen Gesetze ein - solange sie schlüssig sind.

Das ist genau der Punkt, der mich an Leonie Swanns „Glennkill" stört. Ich kann mich durchaus auf die Lebenswelt der Schafe und den begrenzten Horizont einlassen, den die Weide der Herde bieten kann. Allerdings ist die fantastische Welt dieses Schafskrimis nicht schlüssig, weil die Autorin den Wissenshorizont der Schafe dehnt und beengt, wie es ihr gerade passt, mitunter um Effekte zu erzeugen. So ist den Schafen der Gottesbegriff unbekannt, sodass sie glauben, der Pfarrer sei Gott. Das wäre sicherlich lustig, wenn sie auf der anderen Seite nicht so gebildet und weltklug wären. Sie entnehmen der menschlichen Lebenswelt immer das Wissen, das der Geschichte nützt. Mal sind sie schafesdumm - dann wieder philosophisch gebildet. Mal können sie sich kaum fortbewegen, dann wieder sind sie in der Lage Verdächtige zu observieren und (wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt) sogar Türen zu öffnen. Insgesamt funktioniert die Geschichte nicht.

Ferner sehe ich den Sinn dieser Allegorie nicht ein. Wenn Tiere statt Menschen handeln, sollte dahinter eine Funktion stecken. Weder wird an menschlichen Verhaltensweisen Kritik geübt, noch werden Dinge karikiert. Es gibt kein Moment, das die „Schafsperspektive" notwendig werden ließe oder besondere Einblicke lieferte. Vielmehr versucht Frau Swann das Neue um des Neuen willen zu etablieren; nach den Katzenkrimis ein Schafskrimi. Das Konstrukt geht nicht auf, nützt niemanden und ist auf Dauer noch nicht einmal mehr lustig - trotz der bemerkenswerten erzählerischen Qualitäten von Andrea Sawatzki.

35 von 71 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Neue Vahr Süd

  • Autor: Sven Regener
  • Sprecher: Sven Regener
  • Spieldauer: 13 Std. und 40 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.025
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 347
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 347

Sven Regener ist ein komischer und zugleich beklemmender Roman gelungen, der uns über den Aufbruch seines Helden in eine verwirrende Zukunft die frühen achtziger Jahre von einer Seite nahebringt, die wir erfolgreich verdrängt zu haben glaubten.

  • 5 out of 5 stars
  • Wenn der Autor auch zum Sprecher wird

  • Von msvk Am hilfreichsten 10.08.2005

Der zweite, erste Teil - ein großer Wurf

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.08.2006

Vor einigen Jahren war mir Sven Regener allenfalls als Sänger der Gruppe „Element of Crime" bekannt. Dann erschien 2001 sein erster, viel beachteter Roman „Herr Lehmann". Dieser Roman erstürmte die Bestsellerlisten und wurde euphorisch gefeiert. Wenn ich auch die Euphorie nicht teilen konnte, hat mir Regeners schriftstellerisches Debüt gut gefallen, selbst die Verfilmung war annehmbar.

Nun der zweite Teil des Romans: „Neue Vahr Süd": Zweite Romane haben es nach einem großen kommerziellen Erfolg üblicherweise schwer, zweite Teile schon mal lange, wenn sie nicht nur an den Erfolg, sondern sogar an die Geschichte anknüpfen wollen.

Regener konnte die Qualität nicht nur halten, er hat ein Bravourstück hingelegt. Auch wer - wie ich - nicht „gedient" hat, kommt auf seine Kosten. Lehmann ist noch ruppiger, skurriler und philosophischer als im ersten Teil und die Art und Weise, wie er seine Welt bzw. seine Erlebnisse bewertet, ist unglaublich witzig. Noch besser als Frank Goosen in „Liegen lernen" gelingt es Regener die Atmosphäre der 80er Jahre - da kann ich besser mitreden als bei der Bundeswehr - einzufangen. Regeners Figuren sind immer mehrdimensional, sind Schurken und Freunde, harte Knochen und irgendwie doch sympathisch.

„Neue Vahr Süd" ist ein moderner Schelmenroman mit einem Helden, der sowohl Durchschnittstyp als auch feinsinniger Beobachter seiner Welt ist. Hieraus zieht er mitunter kompromisslose Konsequenzen. Das ist im Grunde Regeners Rezept für die Entstehung von immer wieder neuen irrwitzigen Situationen.

Mit seiner spröden Stimme und norddeutschem Dialekt erweckt Regener dieses Hörbuch zum Leben. Ich bereue keine Minute und habe selten so gelacht. Wer dieses Hörbuch wie ich im Zug hört, zieht mitunter verständnislose Blicke der anderen Fahrgäste auf sich, die sich wundern, warum der Kerl dort dauernd ohne ersichtlichen Grund lacht ...

Schade, dass es 'Herrn Lehmann' nur in gekürzter Version gibt.

7 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Das Souvenir des Mörders

  • Autor: Ian Rankin
  • Sprecher: Gerd Köster
  • Spieldauer: 12 Std. und 13 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    3.5 out of 5 stars 288
  • Sprecher
    3.5 out of 5 stars 42
  • Geschichte
    3.5 out of 5 stars 41

Schottland ist starr vor Entsetzen: Drei Frauen, brutal misshandelt und erwürgt, sind dem Serienmörder bereits zum Opfer gefallen. Johnny Bible, so nennen die Medien den Mörder - nach dem berüchtigten Bible John, der vor Jahrzehnten Frauen auf dieselbe Art tötete, aber nie gefasst werden konnte. Erste Spuren führen Detective Inspector John Rebus von Edinburgh nach Glasgow und Aberdeen...

  • 5 out of 5 stars
  • Spannendes Hörbuch, das die Zeit vergehen lässt

  • Von floflue Am hilfreichsten 13.06.2006

Komplex und spannend

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.08.2006

John Rebus entspricht dem Klischee des trinkenden Verlierers, der eine Rock-Musik-Passion pflegt, die beinahe eine Sucht ist. Das ist nicht neu und auf dem ersten Blick wenig originell. Dennoch überzeugt Rebus, weil er vor lauter Problemen mit sich selbst in seiner Karriere gefährdet ist und sich in ständiger Gegnerschaft mit Kriminellen und Kollegen befindet - ein schwieriger Typ. Rankin versteht es diese Figur fühlbar zu vermitteln, den Leser ganz in die Welt des John Rebus hineinzuziehen. Auf diese Weise vermitteln sich Sympathien für diese kaputte Figur und wir begreifen den rauhen schottischen Alltag mit seinen Augen.

Die Story selbst ist gewohnt komplex, die einzelnen Handlungsfäden stark ineinander verwoben; Rankin verlangst dem Hörer einiges an Aufmerksamkeit ab. Vor allem besticht das Hörbuch durch seine Erzähltechnik: Die Perspektive ist nicht allein auf den Helden fixiert, sondern variiert innerhalb der Geschichte - sogar die Perspektive eines Mörders wird häufig zwischengeschaltet, sodass man etwas von dieser Figur erfährt, ohne tatsächlich die Identität zu kennen.

Gerd Köster liest zurückhaltend, beinahe spröde und zugleich mit stimmlicher Variation. Somit ist er für dieses Hörbuch eine ideale Besetzung.

Audible sollte weitere Rankin-Romane als ungekürzte Hörbücher ins Programm nehmen, auch wenn sie die Konzentration des Hörers stark strapazieren; eine spannende Unterhaltung mit Niveau.

2 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich