PROFIL

Agneta

  • 7
  • Rezensionen
  • 7
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 7
  • Bewertungen
  • Der siebte Tod

  • Autor: Paul Cleave
  • Sprecher: Martin Keßler
  • Spieldauer: 11 Std. und 1 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 1.842
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 650
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 651

Joe ist ein netter Kerl. Tagsüber putzt er in einer Polizeistation, zweimal am Tag füttert er seine Fische, einmal die Woche besucht er seine Mutter. Joe ist ein ganz normaler Mann - tagsüber!Doch abends geht Joe anderen Tätigkeiten nach. Die Nachrichten um den bestialischen Schlächter von Christchurch, der bereits sechs Frauen umgebracht hat, sind ihm egal - bis ein siebter Mord passiert. Joe weiß, dass der Schlächter nur sechs getötet hat. Er weiß es, weil er die siebte nicht umgebracht hat. Auch Joe will nun wissen, wer der Mörder des siebten Opfers ist. Und er wird den Nachahmer bestrafen und ihm die weiteren sechs Morde anhängen - er hat auch schon einen Plan, wie ihm das gelingen wird. Wenn ihm nur nicht die vielen Frauen ihm im Weg stehen würden...

  • 5 out of 5 stars
  • Genial verrückt

  • Von Gerda Am hilfreichsten 15.09.2007

Ich fühle mich im Geist und in der Seele zugemüllt

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.12.2018

Unter meinen ca. 160 bisher gekauften Hörbüchern waren einige wahre Perlen. Ich hörte sie bereits mehrmals. Dann gab es viele die ganz nett waren als Unterhaltung während ich nähte, usw. Dann gab es ein paar die ich bereits nach kurzer Zeit zurück gab weil mir die Geschichte oder der Sprecher wirklich nicht gefielen. Und dann gibt es solche wo ich mit Absicht und wachsendem Ärger bis zum Ende weiter höre nur um zu sehen, ob es möglich ist, dass sich so etwas tatsächlich über so viele Stunden hinziehen kann/darf. Nun fehlt noch eine gute Stunde bis zum Ende. Trotzdem "kotze" ich mich schon jetzt hier aus - "kotze" um im Stil des Buches zu bleiben.
Der Sprecher hat mich überzeugt. Stimme und Leseart passen sehr gut zum "Inhalt". Einziger Minuspunkt: Es fehlen jeweils kurze Pausen zwischen den Abschnitten so dass man nicht sofort kapiert, dass jetzt nicht mehr der Ich-Erzähler spricht.
Letzterer - Joe - wird von einigen Rezensenten hier sogar als sympathisch empfunden - die ganze Story "genial". Nur weil Joe zwischendurch auch mal Opfer wird ist er nicht gleich ein Sympathieträger, denke ich.
Auch ist es ja nicht unbedingt die Erfindung des Rades wenn in einem Thriller immer wieder mal auch der Bösewicht zur Sprache kommt. Von daher also nichts derart neues als dass man das Buch schon allein deshalb so in den Himmel lobt.
Ich hingegen hielt gerade diesen Bösewicht nach ca. einer Stunde gar nicht mehr aus. Natürlich erzählt er aus seiner Sicht, aus der Sicht eines kranken Hirns. Folglich kann er wohl nur so erzählen wie er es eben tut - arrogant, überheblich, cool, ohne Emotionen (es sei denn seinen beiden Goldfischen gegenüber), zynisch, halbgöttisch..... Der Zynismus, der schwarze Humor, die wenigen Spitzchen von Intelligenz und kluger Gesellschaftskritik mögen eine Weile lang gefallen. Aber nicht 11 Stunden lang während denen eigentlich nicht viel geschieht. Wir hören detaillierte Schilderungen wie der Mann sich vollkotzt, wie die Kotzefäden von seinen Lippen hängen... Wie erfahren Details zum Dünnschiss der Mutter... Wir erleben hautnah mit, wie dem armen Schwein (?) eine Hode mit der Zange zerquetscht wird und noch viele weitere Ekelszenarien . Mein persönliches bösartiges Thrillerfan-Hirn (nicht nur Thriller wohlgemerkt) hätte gewünscht, die weibliche Bösewichtin hätte dem Helden 1. einen Hoden, 2. den zweiten Hoden und 3. zuletzt noch das in der Mitte liegende Teilchen abgezwackt - und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute....
Dann die Logik: Der gute Mann schafft es, an einem Tag ab und zu nicht nur ein sondern gleich zwei Autos zu stehlen, die gestohlenen Autos manchmal abzufackeln. Er wird nie gesehen, nie erwischt und der Mist wird geschildert als sagte einer sich:"So, heute kauf ich mir mal zwei Brötchen". Er gibt sich als geistig behindert aus und arbeitet als Putzhilfe im Polizeipräsidium. Er pützelt ein wenig rum, spioniert aber gleichzeitig ununterbrochen in alle Richtungen aus, wie weit die Ermittlungen fortgeschritten sind. Dazu verschafft er sich ungestört Zutritt zu den Besprechungsräumen, wechselt dort die Abhörbänder aus und nimmt sich Kopien mit nach Hause. Er kopiert Ermittlungsakten, stöbert in den Büros der Agenten nach Informationen. Will der Autor seine Leser glauben lassen, dass im fernen Neuseeland ein Polizeipräsidium stets menschleer ist und ein Typ wie dieser Joe dort tun und lassen kann was er will ohne je erwischt zu werden?
Dann verbringt der Held der Geschichte ganz gerne auch regelmässig angenehme Momente in den Räumlichkeiten der Tatorte oder der Agenten - unabhängig davon ob vielleicht auch mal jemand zu Hause ist. Mal um ein Cola zu trinken, mal um seinen Tötungsvergnügungen im Kinderzimmer eines Tatortes nachzugehen, usw. usw.
Dann haben wir die Gutmenschin Sally die in ihrer naiven Art dem armen Joe immer nur helfen will........
Und den Kurzauftritt der Madame Melissa mit der Hodenzange, die nervige Mutter. Bis jetzt, nach Stunde 10, ist immer noch nicht klar, was letztere, die zwar absolut entnervend ist aber - zumindest bisher nicht als eine Mutter geschildert wird die ihren Sohn schwerst misshandelt hätte - was ja in vielen Thrillern die Gestörtheit des Sohnes erklärt - angestellt hat um aus ihrem Sohn ein derartiges Geschwür heranzuformen.
OK, mir fehlt zwar noch etwas mehr als eine Stunde "Hörgenuss". Aber - um in der Fäkalsprache des Werks zu bleiben - nach 10 Stunden Scheisse erwarte ich nicht, dass sich im letzten Stückchen die bisher fehlende Logik zusammenfügt, dass sich aus der Sache noch ein Sinn ergibt, dass man versteht, was dieser Mist jetzt eigentlich sollte um sich zuletzt dann doch noch den vielen, vielen begeisterten Rezensenten anzuschliessen.
Dieses Buch hat mich geistig und seelisch nur zugemüllt. Es bleibt nur Ärger und Ekel und die Frage, warum man sich so etwas antun muss. Was hat man davon? Wie fühlt man sich nach solcher Lektüre? Drei Viertel meiner Audible-Hörbücher sind Thriller. Dazu kommen solche die ich auf Youtube finde. Es schreibt hier also nicht ein Sensilbelchen deren Vorliebe Rosamunde Plicher oder Nora Roberts gilt. Aber wo ein Werk über seine gesamte Länge von der halbgottähnlichen Arroganz eines armseeligen Arsches sowie der Schilderung von Kotzefäden, zerquetscher Hoden, offensichtlich als inexistent oder dumm dargestellter Ermittlungsbeamten, keifender Hackbratenmutter und glaubenstrunkener Sallylein lebt, dann erlaube man mir die Frage, was zum Henker am Schluss in der Selle und im Geist des Lesers übrig bleibt. "Nichts" wäre noch akzeptabel. Viele Bücher hört man wohl um halt irgendwas zu hören und am Schluss ist einem weder heiss noch kalt. Man vergisst sie. Hier aber bleibt Müll im Hirn und in der Seele. Kranker Müll von dem man sich erst wieder befreien muss und sich durchlüften.

  • Nikolas Nickleby

  • in der Übersetzung von Gustav Meyrink
  • Autor: Charles Dickens
  • Sprecher: Hans Jochim Schmidt
  • Spieldauer: 36 Std. und 51 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 13
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 11
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 11

Nikolas Nickleby, die Hauptfigur dieses um die Mitte des 19. Jahrhunderts spielenden sozialkritischen Romans, bleibt nach dem Tod seines Vaters mit seiner Mutter und Schwester verarmt zurück. Sie wenden sich in ihrer Not an den Bruder des Verstorbenen, Ralph Nickleby, der sich aber als tyrannischer, herzloser und egoistischer Onkel entpuppt. Er schickt Nikolas als Hilfslehrer in die Provinz, um ihn aus dem Weg zu haben, und Kate, Nikolas' Schwester, versucht er mit einem widerlichen Geschäftsfreund zu verkuppeln. Doch Nikolas nimmt den Kampf auf und führt ihn auch zu einem guten Ende.

  • 3 out of 5 stars
  • Hans Jochim Schmidt - zum letzten mal

  • Von Agneta Am hilfreichsten 16.11.2018

Hans Jochim Schmidt - zum letzten mal

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.11.2018

Über den Roman an und für sich kann ich mir noch keine Meinung bilden da ich erst knappe 5 Stunden gehört habe. Nun ist es so, dass ich erst kürzlich ein anderes vom gleichen Sprecher gelesenes Buch ("Der Idiot" von Dostojewski) nach kurzer Hörzeit zurück gegeben habe weil mir Hans Jochim Schmidts Vortrag immer weniger gefällt. Da mich "Nikolas Nickleby" jedoch wirklich interessierte (und dieses Interesse ist vermutlich mehr als nur gerechtfertigt) riskierte ich es nochmals mit diesem Sprecher und siehe, es ist wieder die selbe Darbietung welche in gewissen Teilen sicher zu überzeugen vermag während andere Teile den Gesamteindruck zerstören. Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich statt der Erzählung zu folgen, nur darauf achte, WIE diese gesprochen wird. Ein solches Hören beschränkt sich letztlich darauf, quasi mitzuzählen wie oft sich gewisse Eigenarten dieses Sprechers - sei es im "Nikolas Nickleby", sei es in anderen von Ihm gesprochenen Romanen immer und immer und immer wieder präsentieren.
1. Ohne jegliche Diskriminierung - Herr Schmidt wurde 1937 geboren. Seine Stimme ist folglich "alt" und eine alte Stimme kann nicht unbedingt jeder Art von Romaninhalt gerecht werden. (Ging noch ganz gut im "Nachsommer" von Adalbert Stifter oder in der "Unruhe des Herzens"von Stefan Zweig.)
2. Wir haben eine teilweise ganz absurde "Melodie" in Form von Betonungen, einzelnen fast abgehackt gesprochenen Wörtern - ein auf und ab welches närrisch wirkt und den Fluss der Erzählung stört.
3. Wir haben eine für diesen Sprecher IMMER typische Art, vielfach am Ende der Satzglieder oder Sätze plötzlich Stimme und Tonlage anzuheben um das allerletzte Wort zackig wie ein preussicher Soldat zu setzen - was wirklich meist weder sinnvoll ist noch so gelesen werden sollte.
4. Wir haben Dialoge welche oft unangebracht laut beginnen und dann auf und ab "singen". Kennt man die von Herrn Schmidt gesprochenen Dialoge aus anderen Romanen dürfte man - wie ich - bald in der Lage sein, diese für ihn typische Art vorauszusehen und "mitzusingen".

Wunderbare Dialoge des Vaters der lahmen Edith in der "Ungeduld des Herzens" und gleichzeitig ein nicht auszuhaltender Singsang in den Dialogen der Soldaten-Kameraden im selben Roman.
Dieser selbe Singsang hat mich gezwungen "Der Idiot" nach den ersten Dialogen der Zugbegleiter des Fürsten Myschkin zurückzugeben.
Ich will sehr hoffen, dass ich die Nerven habe, diesmal bis zum Ende durch zu halten. Wenn ja werde ich mir trotzdem kein Buch mehr herunterladen welches von diesem Sprecher gelesen wird.

2 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Rot und Schwarz

  • Autor: Stendhal
  • Sprecher: Heikko Deutschmann
  • Spieldauer: 20 Std. und 58 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 29
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 27
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 26

Eine Geschichte um Liebe und Macht, Ehrgeiz und Selbsttäuschung, Erfolg und Untergang in einer von Geld und starrer Hierarchie bestimmten Gesellschaft. Ein sarkastisches Porträt der nachnapoleonischen Gesellschaft, ein großer Liebesroman.

  • 5 out of 5 stars
  • ergreifend

  • Von Adebar Am hilfreichsten 26.03.2016

Was für ein kindisches Geplänkel

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.10.2018

Ich mag mich gerne der Kritik aussetzen, nicht klug genug zu sein um dieses recht berühmte Werk der klassichen Literatur zu verstehen. Von meinen Jugendjahren an liebe ich (unter anderem) klassische Literatur und wusste deren Wert auch meist absolut zu schätzen (Dostojewski, Tolstoj, Goethe, Zola, Hugo - um nur einige zu nennen). "Rot und Schwarz" wird jedoch niemals Teil der Werke sein die mich beieindruckt hatten. MIttlerweile habe ich über 14 Stunden zugehört (der Leser überzeugt) und verspüre eine immer grössere Abneigung gegen diesen "Klassiker". Der Handlungsstrang ist eher dürftig. Verwirrend viele Personen von denen kaum eine wirklich etwas tiefer gezeichnet wäre und deren Handlungsbeiträge jeweils nicht sehr interessant sind. Der Roman beleuchtet auch die historische Seite eher dürftig während die damaligen gesellschaftlichen Umstände in anderen Werken um einiges überzeugender erzählt werden. In diesem Roman herrscht coole Satire die eine Weile lang wohl ab und zu vielleicht amüsant sein mag, mehr auch nicht. Kein einziger Protagonist ist Sympathieträger. Ich mag sie alle nicht. Und noch weniger mag ich, dass mancherorts (ich meine dabei nicht die Rezensionen bei Audible oder Amazon) dieses Werk quasi als eine geniale tiefenpsychlogische Analyse der damaligen Zeit und der einzelnen Protagonisten in den Himmel gelobt wird. Es ist wohl so, dass der Mensch (ich nicht ausgenommen) immer wieder von wiedersprüchligsten Gefühlen und Gedankengängen umgetrieben wird. Wenn ich mir dann aber seit nunmehr ca. 45 Minuten - ganz abgesehen von den vielen ebenfalls nicht befriediegenden bisher gehörten Stunden - dieses nun bis zum Brechreiz emporgeschaukelte und nur noch lächerliche, kindische Geplänkel zwischen Julien und Mathilde zu Gemüte führe, dann bleibt nur noch zu sagen - da wird alles, inklusive der sogenannten "Liebe" ad absurdum geführt. Diese beiden wechseln das Kolorit Ihrer gegenseitigen Gefühle praktisch im Minutentakt und pendeln zwischen grösster Leidenschaft, "zärtlicher Liebe", Kälte, Stolz und Verachtung, etc. hin und her wie die Kuh auf der Weide von einem Büschel Gras zum nächsten zieht und dazwischen wiederkäut. Was für ein Schabernack, dieses Werk ohne Handlung und Sinn - Klassiker hin oder her......

  • Verlorene Illusionen

  • Autor: Honoré de Balzac
  • Sprecher: Christian Brückner
  • Spieldauer: 24 Std. und 56 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 96
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 73
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 70

"Literaturbetrieb", "Urheberrecht", "Unterhaltung" kontra 'seriöse Literatur', dies sind nicht einfach die abgedroschenen Schlagworte von heute...

  • 4 out of 5 stars
  • Hartes Brot

  • Von Paul Am hilfreichsten 01.11.2012

GROSSE LITERATUR / GUTER SPRECHER

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 09.10.2018

Nur noch gut 1 1/2 Stunden bis zum Ende dieses gewaltigen Werkes. Schon während des ganzen letzten Drittels konnte ich kaum mehr an mich halten, um noch lange vor dem Ende meine sich langsam steigernde Empörung irgendwie los zu werden.
Aber zuerst mal: Dieser Roman fesselt und ist ohne Zweifel einer der Klassiker die man gelesen / gehört haben muss. Andere Rezensenten (vor allem unter den Amazon-Rezensionen) haben sich ausführlich und intelligent über dieses Werk geäussert so dass ich mir diesbezügliche Beschreibungen gerne spare.
Persönlich meine ich, dass dieses Werk vermutlich eher gelesen oder zumindest mehr als 1 mal gehört werden sollte. Die Handllung - vor allem wenn es um die Intrigen des wer gegen wen und dann wieder umgekehrt während Luciens Zeit in Paris geht - steigert sich teilweise ins Exzessive und ist nur noch schwer zu verfolgen. Auch in den von mir in meiner Jugend gelesenen Dostojewski Romanen gibt es unzählige Personen (russische Namen) die ich jedoch gut auseinanderhalten konnte und immer wusste von wem die Rede war. Anders bei dieser Balzac-Lesung. Viele, viele Personen, ebenso viele Namen und dazu wirkt jeder gegen jeden so dass zuletzt - für mich - oft nicht mehr klar war, von wem die Rede ist. Kann sein, dass ich persönlich gelesene Namen besser behalten kann als gehörte und letztere wenn es um gefühlte 100 oder mehr Namen geht je nach Verwirrungen in den Handlungssträngen den Inhabern nicht mehr zuverlässig zuordnen kann.
Also keinesfalls ein Buch zum nebenbei hören da es alle Aufmerksam fordert und verdient.
Meine anfangs erwähnte Empörung gilt hingegen den beinahe ausnahmslos verwerflichen Charakteren des Romans - Lucien inbegriffen. Ich will annehmen, dass der Autor bewusst übertrieben hat denn - wenngleich ich selbst der Welt, der Gesellschaft und ihrer auch heute stattfindenden haarsträubenden Narreteien und Fiesheiten ohne jede Illusion gegenüberstehe - so sträubt sich doch alles in mir, dass es nur derart hinterhältig, dumm, fies, mies, dreckig und gemein zugegangen sein soll oder immer noch geht. Ich hatte mich vor allem im letzten Drittel richtiggehend mit einer Wut auf diese Personen aufgeladen wo einer dem anderen die Butter auf dem Brot nicht gönnt. Nur Falschheit, Intrigen und die Lust, andere förmlich zu vernichten. Eine gut gehende Druckerei gönnt der vor dem Ruin stehenden tapferen Frau den Druck eines kleinen Almanach nicht..... Alles falsche Schweine, hinterhältigste Charaktere, böses Gesindel. Ein paar wenige Personen überzeugen: David naiv, gutmütig - Luciens Schwester (allerdings auch zu sehr von Ihrem ach so talentierten Bruder überzeugt) - seine Mutter - die ersten Freunde in Paris (von denen einer ja den ach so grossartigen und einzigen Roman den "Dichters" erst so umschrieb dass er wirklich ein Meisterwerk war). Fraglich ist auch wie ein geächteter und aus der grossen Gesellschaft ausgestossener dank einiger billiger Schmähartikel plötzlich ein derart gefeierter Star in dieser High Society werden konnte, usw.
Was soll's. Ich empfinde diesen ohne Zweifel grossen Roman als eine trotzdem deprimierende Ausgeburt der Hölle weil ich mindestens 98 von hundert Protagonisten nur wünschen würde, an ihrer dreckigen Art elendig zugrunde zu gehen. Darum flüchte ich mich in die Hoffnung, dieses menschliche Kroppzeug sei bewusst überzeichnet worden denn so ausnahmslos mies kann es damals nicht gewesen und darf es auch heute nicht sein. Was für eine unsägliche Menschenbrut Monsieur Balzac!!

1 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Der Idiot

  • Autor: Fjodor Michailowitsch Dostojewski
  • Sprecher: Hans Jochim Schmidt
  • Spieldauer: 36 Std. und 7 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 114
  • Sprecher
    4 out of 5 stars 104
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 103

"Der Idiot" gehört zu den bekanntesten Romanen Fjodor Dostojewskis. Er wurde von dem Autor in Genf 1867 begonnen, in Mailand 1868 beendet und erschien erstmals von Januar 1868 bis Februar 1869 in einer Zeitschrift. Die Geschichte des Fürsten Myschkin, der für ungefähr ein halbes Jahr sein Schweizer Refugium verlässt und in die Petersburger Gesellschaft (und in was für eine!) gerät, zählt zu den ganz großen Werken der Weltliteratur.

  • 5 out of 5 stars
  • Meisterhafte Geschichte und meisterhafter Vortrag

  • Von Anonymer Hörer Am hilfreichsten 17.10.2017

Der Sprecher ist nicht auszuhalten

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.09.2018

Ich hatte alle grossen Werke Dostojewskis in meinen Jugendjahren gelesen (teils mehrmals). Mein allererster Download bei Audible war "Die Brüder Karamasow". Oliver Rohrbeck liest diesen grossartigen Roman in wahrlich genialer Art. Noch heute, nach unzähligen weiteren gehörten Büchern kann ich mir die verschiedenen Stimmlagen die er den einzelnen Persönlichkeiten gibt, ins Gedächtnis rufen. Ich war begeistert - vom Werk ohnehin längst und dann erst recht von der Lesung.
Hans Jochim Schmidt hingegen gefiel mir als Leser in "Ungeduld des Herzens" recht gut. Er überzeugte vor allem in der Stimme des Vaters der gelähmten Edith.
Da folglich einerseits Dostojewskis "Idiot" für mich eine ausser Zweifel stehende bekannte Grösse war und Hans Jochim Schmidt andererseits bereits in einem anderen Hörbuch zumindest weitgehend überzeugend war, verzichtete ich auf die Hörprobe und freute mich auf einen Hochgenuss.
Weit gefehlt! Nach 38 Minuten gebe ich auf - total entnervt - und werde das Buch sobald die Rückgabe freigeschaltet wird retournieren.
Ich denke, wer Dostojewski noch nicht kennt, wird ihn durch diesen Vorleser leider wohl kaum lieben lernen was sehr schade ist.
Dieser eigenartige und unpassende Sing-Sang ist nicht asuzuhalten und zieht ein grossartiges Werk der Weltliteratur hinab in eine eigenartige Niederung wo man sich fragt, was zum Teufel man denn da hört

4 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die Wahrheit und andere Lügen

  • Autor: Sascha Arango
  • Sprecher: Axel Milberg
  • Spieldauer: 8 Std. und 6 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 280
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 266
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 265

Henry Hayden ist ein berühmter Schriftsteller. Zumindest glauben das alle. Denn in Wahrheit hat seine unscheinbare Ehefrau sämtliche seiner Bestseller verfasst. Da eröffnet ihm seine Geliebte, dass sie ein Kind von ihm erwartet. Er müsste nun seiner Frau von diesem Fehltritt berichten, aber das würde seine gesamte Existenz gefährden: Wäre es deshalb nicht einfacher, seine Geliebte aus dem Weg zu räumen? Doch bei der Umsetzung dieses Plans passiert Henry ein fatales Missgeschick.

  • 5 out of 5 stars
  • HÖRGENUSS SUPREME *****

  • Von Mops Am hilfreichsten 17.06.2014

Bin hin und her gerissen

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.03.2018

Welchen drei Worte würden für Sie Die Wahrheit und andere Lügen treffend charakterisieren?

Fantasievoll, überbordend, beeindruckend

Würden Sie sich jetzt auch für ein anderes Hörbuch von Sascha Arango interessieren? Warum oder warum nicht?

Ich würde mich auf alle Fälle für ein weiteres Hörbuch interessieren da mich der Schreibstil sowie Sprache und Fantasie von Sascha Arango in diesem ersten Hörbuch sehr zu überzeugen vermochten. Dieser Roman ist überraschend, ironisch und unerwarteterweise anders als es die Kurzbeschreibung ahnen lässt.

Wie hat Ihnen Axel Milberg als Sprecher gefallen? Warum?

Axel Millberg passt zu dieser Geschichte und liest hervorragend.

Wenn Sie dieses Hörbuch verfilmen könnten wie würde der Slogan dazu lauten?

Achtung Gauner!

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Bin jetzt in der sechsten Hörstunde. Von einigen Kommentierenden wird unter anderem Henry als Sympathieträger empfunden. Ich persönlich habe grösste Mühe - je länger die Geschichte voranschreitet - diesem Menschen auch nur die geringste Sympathie entgegenzubringen. Es ist zu erwarten/hoffen, dass irgendwann im Rest der Geschichte vielleicht auch Elemente zu finden sind welche den Charakter dieses Gauners besser verstehen lassen oder vielleicht sogar einleuchtend wird, warum er ist wie er ist. Abgesehen davon, dass auch die übrigen Personen fast ausnahmslos eher unsympathisch / fragwürdig rüberkommen, nervt mich dieser Henry immer mehr und warte ich inständigst darauf, dass er irgendwann endlich enttarnt wird und auf die Schnauze fällt. Ich mag den Typ nicht. Daran ändert sich auch nichts, dass er auch hilfsbereit und grosszügig sein kann. Je länger ich zuhöre desto mehr Ärger empfinde ich dass dieser verdammte Knilch wieder und wieder und wieder jede Situation zu seinen Gunsten zu schaukeln vermag. Ich halte dessen Dreistigkeit schon nicht mehr aus. Wäre nicht der überzeugende Schreibstil sowie der grossartige Vortrag des Lesers, ich würde die Geschichte - wäre sie ein Buch - wohl entnervt in eine Ecke werfen da ich mir nicht erhoffe, dass dieser Henry gegen Schluss doch noch entlavt wird. Vielleicht täusche ich mich.

  • Die weiße Massai

  • Autor: Corinne Hofmann
  • Sprecher: Eva Gosciejewicz
  • Spieldauer: 12 Std. und 54 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 129
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 121
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 122

In ihrem ersten Buch "Die weiße Massai" erzählt Corinne Hofmann die Geschichte ihres vierjährigen Aufenthalts im Norden Kenias. Auf einer Urlaubsreise begegnet sie dem Samburu-Krieger Lketinga und verliebt sich in ihn. Sie entschließt sich bei ihm zu leben, verlässt ihren Lebensgefährten und zieht in den kenianischen Busch. Nach ihrer Heirat mit Lketinga wird ihre gemeinsame Tochter Napirai geboren und scheint das Glück der beiden zu krönen.

  • 4 out of 5 stars
  • Sehr zu empfehlen

  • Von Sabine Am hilfreichsten 16.02.2016

Grauenhaft!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 18.01.2018

Was braucht dieses Hörbuch, um für Sie zu einem 4- oder 5-Sterne Hörerlebnis zu werden?

Ich wünschte bei diesem Hörbuch, es gäbe nicht nur die Möglichkeit 0 Sterne sondern sogar Minus-Sterne zu geben. Nach 26.19 Minuten "Hörerlebnis" habe ich kapituliert wobei schon nach den ersten Sätzen klar war, dass sogar die Drei-Groschen-Romane meiner Oma wahrlich noch unterboten werden konnten. Der Ehrlichkeit halber muss ich jedoch zugeben, dass ich seltsamerweise manchmal dazu neige, mich ärgern zu WOLLEN und daher mit dem Download dieses Schunds bewusst eine Bestätigung meiner bereits seit dem Hype um die Bücher (+Film) dieser Hofmann instinktiv und klar empfundenen Ablehnung gesucht habe und heute erhalten wollte. Welch ein Gelingen! Die "Freude" auf einen Abend der Bestätigung und des Ärgernisses wurde aber dann doch getrübt da die Banalität des Stils und der Aussage mir schon nach den ersten Minuten jede Freude am Ärger verdarb. Dies ist meine allererste Rezension nach gut zwei Jahren Mitgliedschaft und vielen Downloads.Darunter waren gute und schlechte, hervorragende und mickrigste Bücher. Aber diese sogenannte Massai hat auf gut Schweizerdeutsch dem Fass den Boden ausgeschlagen.

Was hätte Corinne Hofmann anders machen müssen, damit Sie das Hörbuch mehr genossen hätten?

Corinne Hofmann würde ÜBERHAUPT NICHTS machen können um mir nur ein Minimum an Mehrgenuss zu bereiten. Sie hat mit banalster Aussage und absoluter Nichtigkeit an Ihren Büchern und der Verfilmung gewiss ein pralles Säcklein mit Geld gefüllt und möge sich bitte sehr mit selbigem z.B. auf einer nächsten Reise in einen wunderschönen Aborigine verlieben, bei ihm hocken bleiben und den Rest der Welt vor ihrem Geseifer verschonen!!!!!! Bitte kein Buch mehr "Die weisse Aborigine" oder was auch immer.

Wen hätten Sie anstatt Eva Gosciejewicz als Erzähler vorgeschlagen?

Wer auch immer diese Geschichte vorgelesen hätte......... Was soll's. Das Stimmchen der Eva passte natürlich recht gut zum Inhalt was jedoch weder Inhalt noch Stimmchen adelt.

Welche Szenen dieses Hörbuchs hätten Sie als Regisseur gestrichen?

ALLE mitsamt Titel!! Was für eine Welt wo derlei Schund zu Bestsellern wird.

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Hände weg, Ohren weg. Amen

0 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich