PROFIL

Wolfen

  • 14
  • Rezensionen
  • 206
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 69
  • Bewertungen

Eine positive Überraschung.

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.01.2020

War dieses Buch für mich. Ich kannte Alexey Pehov nicht und bin zufällig im Weihnachtssale für ein halbes Guthaben darüber gestolpert. Das Setting klang interessant, bei Oliver Siebeck macht man akustisch nie etwas falsch, und so versuchte ich mein Glück. Eine schöne, viktorianisch/magisch angehauchte Welt, die für die Kürze eines Buches eine erfreuliche Tiefe entwickelt. Gleiches gilt für die Geschichte, ich habe schon weniger originelle Dreiteiler gelesen/gehört. Sprachlich angenehm geschliffen mit durchweg authentischen Charakteren, habe ich den Ausflug in diese Welt sicherlich auch wegen meiner Vorliebe für das Setting besonders genossen. Absolut empfehlenswert. Sollte ich in Zukunft über einen weiteres Hörbuch in der gleichen Welt stolpern, wird es umgehend seinen Weg in meine Bibliothek finden.

1 Person fand das hilfreich

Leider erneut enttäuschend.

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.02.2018

Wenn auch nicht so mies wie die letzten Bücher.

Dennoch reicht die Geschichte zu keiner Zeit an Säulen der Erde oder Tore der Welt heran.
Das Ganze ist zäh und wirkt belanglos, die Charaktere wirken künstlich ins Weltgeschehen eingebunden.

Im Hochmittelalter haben Follets bildhafter Schreibstil und seine simplen Schwarz/Weißcharaktere funktioniert.
Im Frühmittelalter würden sie das mit Sicherheit ebenfalls.
Das Spätmittelalter scheint noch immer zu komplex, als das es hier glaubhaft wirken würde.

Ich werde zukunftig bei Follet einfach passen.

Wenigstens mag ich Kluckert sehr, wenn das hier auch noch Schepmann mit seinen quietschenden Frauenstimmen vorgelesen hätte, wäre ich nach den ersten 5 Stunden gescheitert.

Nur für eingeschworene Follets Fans zu empfehlen.

Einer der Besten.

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.05.2015

Es ist ein früher King, und für mich einer der Gründe, warum ich bis heute King lese/höre.
Mein erster war Christine, mein zweiter war dieses Buch, danach habe ich keines mehr verpasst. Manches Mal habe ich mich in den letzten Jahren gefragt, warum ich in jungen Jahren ein so fanatischer King-Anhänger war.
Während ich jetzt die ersten Stunden dieses Buches, lange Jahre nach dem letzten Lesen, hinter mir habe, weiß ich es wieder.

In diesem Roman erlebt man King in Höchstform. Wegen Büchern wie diesem ist dieser Mann so unanständig erfolgreich, und das völlig zurecht. Die unglaubliche Dichte und Authentizität der Charaktere, diese spezielle Intensität, die dadurch aufgebaut wird, ist das, was Kings Erfolg ausgemacht hat.
Das gelingt ihm heute zunehmend seltener, in diesem Roman hingegen so vollkommen, wie in nur wenigen anderen.

Die normale, nicht ganz heile und deswegen so glaubwürdige, Welt wird hier langsam und subtil vom Grauen durchdrungen, wie es nur ein King zustande bringt, und das auf mehr als einer Ebene. Ich habe das Buch seit über zwanzig Jahren nicht mehr gelesen und im Grunde erwartet, dass ich es nur aus diesem Grunde in so guter Erinnerung hatte. Dem ist nicht so.
Es wirkt nicht mehr wie damals, das kann es nicht, weil ich die grobe Geschichte noch kenne, aber auch, weil ich kein junger Teenager mehr bin wie vor fast dreißig Jahren, als ich es zum ersten Mal gelesen habe.
Dennoch ist es eine wahre Freude, die Doppelbrillanz von Nathan und King zu erleben.

Hier ist ein King in seiner absoluten Blütezeit. Wenn man das Buch irgendwie verpasst hat, ist jetzt die Gelegenheit für einen der besten Horrorromane überhaupt.
Wenn nicht, ist jetzt die Gelegenheit sich den Genuss durch die Qualität des Vortrages veredeln zu lassen.

Man hat hier auch einen David Nathan in seiner Blütezeit, viel besser kann er nämlich nicht mehr werden. Selbst seine unglaubliche Leistung von "ES" topt er hier noch. Es gibt einige wenige Narratoren, deren Stimme mir besser gefällt. Ich weiß nicht, ob es welche gibt, die besser vortragen.
Aber ich bin ganz sicher, dass niemand lebendiger vorträgt. Ich verwende hier absichtlich "vortragen" statt "lesen", mit lesen hat dieses zum Leben erwecken von geschriebenem Wort nicht mehr viel zu tun.
Nathan wird langsam unheimlich. Noch ein paar Bücher wie dieses, und ich werde, wenn ich selbst eines lese, seine Stimme in meinem Kopf hören.

Selten war ein Guthaben besser investiert als in dieses Buch.
Wenn es ginge, wären es dreimal 6 Sterne.

Die Länge hier hat ein wenig Überhand genommen.

Für die jungen Leser:

TL;DR
Gutes Buch, kaufen !


112 Leute fanden das hilfreich

Nach einigen Jahren Pause...

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.08.2014

...mein erster Hohlbein. Und wieder einmal weiß ich, warum ich das nur alle fünf bis sieben Jahre mal wieder versuche. Handwerklich wie üblich solide ist das Buch, ganz ohne Frage. Wer 4-5 Bücher im Jahr schreibt entwickelt eine schlafwandlerische Routine.
Leider ist eben diese scheinbar seit vielen Jahren auch das Problem von Wolfgang Hohlbein.
Bei seinem unglaublichen Schreibpensum verwurtschelt er sich immer weiter in die Mittelmäßigkeit. Dieses Buch ist ein schönes Beispiel dafür.

Das Setting ist gar nicht schlecht, die düstere Atmosphäre stellenweise gut rüberbracht. Nur sind die Dialoge oft so flach, dass man nicht glauben möchte, dass sie jemand mit soviel Erfahrung geschrieben hat. Das liesst, beziehungsweise hört, sich alles wie ein einigermaßen ambitioniertes Erstlingswerk.

Irgendwie gerettet, und daher die 9,99 Euro nicht verschwendet, wird das ganze aus dem Grunde, aus dem ich mir eben diesen Hohlbein ausgesucht hatte: David Nathan.
Fast tat er mit stellenweise ein wenig leid.

Für mich ist das Buch um einen so hahnebüchen unauthentischen "Inquisitor", dass es wirklich oft weh getan hat, jedenfalls wieder mein letzter Hohlbein für die nächsten fünf bis sieben Jahre. Wie jemand, der über 200 Bücher geschrieben hat, seinen Protagonisten so unfreiwillig komisch darstellen kann, ist für mich nicht nachvollziehbar, vielleicht ist es ja gewollt.

Die zwei Sterne für die Geschichte und Gesamt waren noch sehr wohlwollend, ein namenloser Nachwuchsauthor hätte diese relativ dünne Geschichte vielleicht gerade so ob der handwerklich hohen Qualität durchbekommen.
Wenn auch, da musste ich wirklich das erste mal beim Hören des Buches lachen, nicht mit diesem Ende. Das hätte jeder Lektor mit fünf Jahren Berufserfahrung mit den Worten "das machst Du nochmal und gibst Dir ein bisschen mehr Mühe" nochmal schreiben lassen, wenn Wolfgang Hohlbein nicht längst ob seiner festen Leserschaft einen Freifahrtschein hätte. Das hat sich angehört, als ob er schnell das nächste Buch anfangen wollte, bevor die Idee weg war und hier in ein paar Zeilen fertig werden wollte.

Alles in allem ist es ein typischer Hohlbein (außer dem Ende, so platt ist er sonst nicht), durchschnittliche Unterhaltung in Massenproduktion, was ja an sich nichts schlechtes sein muss, wenn einem der Sinn danach steht.

Ich versuche es dann in ein paar Jahren nochmal.
Bis dahin lese ich, so mir nach diesem Metier ist, weiter den anderen Schriftsteller dieser Zeit, dem man nachsagt, seine Leserschaft würde seine Einkaufslisten kaufen, so er sie denn veröffentlichen würde.

1 Person fand das hilfreich

Auch beim dritten Anlauf...

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.03.2014

... wird dieses Buch leider nicht besser.
Ich mag sehr lange Bücher, ich mag historische Bücher, ich mag auch Bücher, die vor unserer Zeit geschrieben wurden.
Das man sowohl Sprache als auch Weltbild vorfinden mag, die sich nicht mit den unsrigen decken, wenn man ein Buch zur Hand nimmt, das vor vielen Jahrzehnten geschrieben wurde, sollte jedem klar sein.
Dennoch, und auch beim dritten Versuch dieses Buch zu erleben, sträubt sich mir alles, was sich mir sträuben kann, ob der hanebüchenen Dummheit und Unglaubwürdigkeit des Hauptdarstellers.
Er wirkt einfach nur, völlig gleichgültig in welcher Zeit er leben soll, unsagbar unrealistisch in seinem Handeln und gelinde gesagt zurückgeblieben in seinem Denken. Daran ändern auch die gestelzten Dialoge und Monologe (die ich bei einem solchen Buch durchaus zu schätzen weiß, ich habe allein "Der Name der Rose" sechs mal komplett gehört) nichts. Die Trotteligkeit, mit der Sinuhe der Notgeile hier von einer femme fatal zur nächsten stolpert wirkt in meinen Augen einfach nur unfreiwillig komisch.
Und auch die, für mich persönlich durchaus interessanten, ausführlichen Beschreibungen des Lebens im Ägypten dieser Zeit werden mir durch diesen Blödsinn von Handlung verleidet.
Ich muss gestehen, sonst keine Bücher von Mika Waltari, der als einer der ganz großen finnischen Schriftsteller seiner Zeit gilt, gelesen zu haben. Ich werde es nach den Stunden, die ich an dieses Desaster verloren habe auch nicht mehr tun.
Um ein wieviel höher Maß weiß ich doch nach diesem Buch das Genie des Victor Hugo zu schätzen. Der war schon lange tot, als Mika Walrari geboren wurde, und dennoch sind dessen Geschichten nach wie vor ein gehobener Lesegenuss.
Ohne Spätpubertierende Trauergestalten wie Sinuhe. Es ist schön, dass ich die Sterne inzwischen seperat geben kann, so bekommt Stefan Kaminski 3, er hat zumindest versucht, dieses schriftgewordene Trauerspiel noch irgendwie aufzuwerten.

Es gibt Klassiker der Weltliteratur, die, solange es gesprochenes und geschriebenes Wort geben wird, zeitlos bleiben werden. Der Glöckner von Notre Dame, Le Miserables, Anna Karina sowie Krieg und Frieden gehören dazu.

Dieses Buch nicht.

6 Leute fanden das hilfreich

Hervorragend gelesen!

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.11.2013

Und deswegen schreibe ich dies auch.

Den King-Klassiker zu bewerten hätte ich überflüssig gefunden, aber ich war anfangs betreffs der Hörbuchfassung skeptisch weil ich den Sprecher nicht kannte (und mich nun einmal an David Nathan gewöhnt hatte, den ich immer besser finde je länger und öfter ich ihn höre).

Ich hatte Glück, dass mich das hiesige Erscheinen von Doktor Sleep dazu bewogen hat, mir dieses Buch zu kaufen.
Das war mit Sicherheit nicht das letzte Buch, das ich mir von Dietmar Wunder habe vorlesen lassen.
Super Stimme, brilliant gelesen, nur wenige geben den Figuren die sie lesen so viel Leben.

Manchmal merkt man, dass das Buch einfach gerne und mit Freude vorgelesen wurde.
Diese Lesung ist eine solche.




1 Person fand das hilfreich

Fast 30 Jahre...

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.10.2013

... ist es her, dass ich Haviland Tuf das erste mal begegnete.

Nämlich in einer Kurzgeschichtensammlung in Form einer Geschichte namens "Bestien für Norn".
Diese Geschichte hat mich als Kind fasziniert und ist mir, all paar Jahre wieder gelesen, immer unvergessen geblieben, ohne das ich realisiert hatte, das sie von G.R.R. Martin war.
Umso erfreuter war ich, als ich dieses Buch hier vor Kurzem entdeckt habe.

Es war eine Freude, diesen absolut einmaligen, schrulligen und mir seit Kindheitstagen sympathischen Charakter wiederzusehen/hören.
Selbiges gilt für den alten, bzw hier jungen, Dax.

Die Geschichte(n) ist/sind wundervoll, die ganze Idee des Havialnd Tuf und seiner Arche (und seiner Katzen) ist in der langen Version genauso faszinierend wie vor über 30 Jahren in der kurzen.

Dazu kommt mit Reinhard Kuhnert ein hervorragender Sprecher der sich in diesem Setting ebenso wohlzufühlen scheint wie in denen, in denen man ihn eigentlich gewohnt ist.

Für mich eigentlich 4/4/4 Punkte, durch den Nostalgienbonus 5/5/5.

Wieder ein Buch, das ich mit Sicherheit alle ein bis zwei Jahre hören werde.

Haviland Tufs Arche müsste G.R.R. Martin klonen, damit er zum einen Ein Lied von Eis und Feuer zu Ende schreiben und zum anderen noch 20 Haviland Tuf-Bücher schreiben könnte.


12 Leute fanden das hilfreich

Einer der längsten...

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 31.08.2013

... und was die Tiefe der Charaktere angeht wohl auch einer der besten von King.

In kaum einem Buch, ob von King oder einem anderen Schriftsteller, konnt ich mich so sehr in junge Menschen hineinversetzen und mit ihnen fühlen wie hier.
Irgendwie hätte ich sicher in den Klub der Verlierer gepasst als ich das Buch 1988 mit 13 Jahren als meinen zweiten King gelesen habe.

Und ein "paar" Jahre späte schafft es dieses Buch immer noch, eine ganz spezielle Stimmung zu erzeugen.

Die Story ist der simple Horror aus dem Dunkel.
Punkt.
Die Umsetzung ist in aller Ausführlichkeit immer wieder ein Genuss, und ich freue mich alle paar Jahre wieder Pennywise, den bösesten Clown der Menschheitsgeschichte, wiederzutreffen.
Als Audiblekunde kann ich das nun erstmals über 50 Stunden lang mit David Nathan tun... wie geil.

Wenn ich in einer Rezension zu einem Horrorroman im Allgemeinen und einem Stephen King im Speziellen lese, dass sich jemand beschwert der Inhalt sei reine Phantasie und entspräche nicht der Realität frage ich mich wieder einmal... was ich hier nicht schreiben darf weil meine Rezension sonst nicht erscheinen wird.

Wie Pennywise sagte... wir können hier unten alle Fliegen... komm spielen.

2 Leute fanden das hilfreich

Nach dem dritten mal Hören...

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 18.08.2013

Schreibe ich dann doch mal meinen Senf dazu.
Das tue ich nur wenn ich etwas sehr, sehr gut finde oder mich frage warum ich diesen Müll gekauft habe.

Für mich persönlich gewinnt dieses Buch mit jedem Hören, ist für mich inzwischen von 3 auf mindestens 4 Sterne gestiegen und wird mit Sicherheit auch noch ein viertes und fünftes Mal den Weg in mein Gehör finden.

David Nathan liesst einige Rollen in dieser originellen und, soweit bei diesem Thema möglich, authentischen Episodenansammlung so dermaßen geil, das schon das allein das Hörbuch wert ist.

Jeder der mit den Kindern George A.Romeros etwas anfangen kann ist hiermit bestens bedient.

2 Leute fanden das hilfreich

Ein einzigartiges Buch

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.05.2013

Und mit Sicherheit kein Buch das ich jemandem als erstes von Tolkien empfehlen würde.
Jemandem der neu in Mittelerde ist wird sich dieses Buch nicht erschließen, selbst dann nicht wenn er bis zum Ende dabei bleibt.
Aber das macht nichts, dieses Buch kann man 5 oder 6 mal hören ohne das eine einzige Minute verschwendet wäre.
Auch, aber nicht nur wegen einer der besten Stimmen, die der deutschsprachige Raum zu bieten hatte und jemals haben wird.

Nachdem ich im Laufe der Jahre alle Bücher Tolkiens mehrfach gelesen habe, bin ich irgendwie nie dazu gekommen mir das Silmarillion einzuverleiben, somit ist diese Hörbuchvariante mein Debüt.
Und dank dem leider viel zu früh verstorbenen (und ich schreibe das nur wenn ich es auch so meine, einige der "Sprecher" hier würde ich sicher nicht vermissen) Achim Höppner ist das ein schöneres Erlebnis als es das in Buchform gewesen wäre.
Ich werde dieses Buch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemals selbst lesen.

Nach über 25 Jahren Mittelerde ist es ein Erlebnis die Entstehung dieser Welt Stück für Stück mitzuerleben, dass nur selten ein Buch zustande bringt.
Dieses Buch zeigt wie keines seiner anderen die Brillanz von J.R.R.Tolkien und wird durch Achim Höppner unvergleichlich Präsentiert.
Nicht einmal Joachim Kerzel, dessen Stimme für solche Bücher prädestiniert ist, hätte dieses Buch besser lesen können.
Für mich 5,1 Sterne, eines der besten Bücher die ich erleben durfte und mit Sicherheit noch oft erleben werde.

14 Leute fanden das hilfreich