PROFIL

epiphaneia

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  • Rezension
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  • 70
  • Bewertungen
  • Chinas Bosse: Unsere unbekannten Konkurrenten

  • Autor: Wolfgang Hirn
  • Sprecher: Josef Vossenkuhl
  • Spieldauer: 10 Std. und 15 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 338
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 310
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 308

Wer steckt hinter den Unternehmensgiganten aus China? Sie erobern die Weltmärkte, positionieren China als digitale Supermacht und prägen die entscheidenden Zukunftsindustrien. Gleichwohl wissen wir fast nichts über sie. Wie ticken Chinas Bosse? Wer steckt hinter den immer mächtigeren und aggressiven Unternehmensgiganten? Was sind das für Leute, die in Frankreich Weinberge und in Europa Fußballvereine oder Immobilien kaufen?

  • 5 out of 5 stars
  • Technologielastig, allerdings hoch aktuell

  • Von Amazon Kunde Am hilfreichsten 06.05.2018

Unkritische Chinabegeisterung, grausame Lesung

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.02.2019

Ja, China ist ein grosser Markt. Ja, die chinesische Entwicklung nach dem Ende der Kulturrevolution ist erstaunlich und hat hunderte von Millionen Menschen aus bitterer Armut geholt (und ich kann mir, ohne eine politische Diskussion darueber aufmachen zu wollen -die fuehre ich in China zur Genuege-, vorstellen, dass das mit dieser Stringenz nur in einem planwirtschaftlich-diktatorischen System in der Art moeglich war).

Aber die Art, in der der Autor jedes chinesische Unternehmen aufgrund seiner schieren Groesse zum "kuenftigen Weltmarktfuehrer, der alle westlichen Unternehmen locker in die Tasche stecken wird" hochjubelt, ist schwer ertraeglich.

Waehrend der Autor (zu Recht) feststellt, dass amerikanische Unternehmen (egal, ob eBay, Facebook oder Uber) in China erfolglos geblieben sind und sich von dort jeweils nach Kurzem zurueckgezogen haben (was oftmals politisch bedingt war, manchmal aber auch schlicht daran lag, dass chinesische Konsumenten ( a ) anders "ticken" als der Rest der Welt und ( b ) gern patriotisch kaufen ("China first") ), geht er offenbar fest davon aus, dass chinesische Unternehmen im Westen keine solchen Probleme haben werden.

Egal, ob xiaomi gnadenlos 1:1 Apple-Mobiltelephone nachbaut oder die Taobao-Webseite schlimmer aussieht als mein Rumpelkeller... nein, alles supi. Und eigentlich kann der Westen nur noch aufgeben.

Dass China schlicht so schnell gewachsen ist, weil der Staat das massiv wettbewerbsverzerrend "unterstuetzt" (nur dadurch sind die meisten dortigen Dollarmilliardaere Milliardaere geworden), weil das Ausgangsniveau nach der Kulturrevolution so verdammt niedrig war, und dass China schon jetzt an die Grenzen des ultraschnellen Wachstums stoesst ("China altert, bevor es reich wird", liest man hier und da zu Recht), blendet der Autor hingegen aus.

Ach ja: Die Aussprache chinesischer Eigennamen (Personen, Orte, Firmen) ist absolut grausam. Ich habe mehr als einmal raten muessen, was bzw wen der Sprecher ueberhaupt meinte; hat das Geld nicht gereicht, um einen Muttersprachler fuer 2, 3 Stunden zu konsultieren oder ist es schlicht mangelnder Respekt? (man stelle sich vor, jemand lese den Nachnamen "de Maiziere" wie Dee (Buchstabe) Mai (Monat) Ziere (Schmuck), so in etwa geht es die ganze Zeit...)

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