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udistel

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Nichts für schwache Nerven

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.02.2013

Dieses Hörbuch ist nicht empfehlenswert … für Leute mit schwachem Herzen Hier braucht mach wirklich sehr oft sehr starke Nerven! Entspannt geht es eigentlich nur die ersten ca. 30 Minuten zu. Ab dann wird es rasant und bleibt auch so bis zum Schluss! Drei oder 4 Passagen waren derart spannend, dass ich richtig Herzklopfen bekam.

Bei diesem Hörbuch treffen die zwei Sprüche “Zur falschen Zeit am falschen Ort” und “Hätte, wäre, wenn” zu 100 % zu. Denn hätten sie nur 5 Minuten länger auf ihr Essen warten müssen, dann wären sie nicht schon in der Bank gewesen als diese überfallen wurde. Dann wäre seine Frau nicht erschossen worden und wenn er nicht solche Rachegelüste verspürt hätte, dann wäre nicht auch noch seine Tochter entführt worden. Aber dann hätte es ja auch dieses Buch nicht gegeben – und das wäre doch sehr bedauerlich

Sehr interessant fand ich die Sichtweise – denn nur selten wird ja in anderen Bücher erzählt, wie es denn der Familie eines verurteilten Serienkillers ergeht. In diesem Fall wurde Edward von seiner Heimatstadt Christchurch quasi ab seinem 9. Lebensjahr als tickende Zeitbombe betrachtet. Er war zwar ein ganz normaler Familienvater, Buchhalter, eben einfach ganz normal, aber doch wurde er überall als der Sohn des Serienkillers angesehen.

Christchurch, welches man gerade diese Tage in den Nachrichten als vom Erdbeben gebeutelte Stadt gesehen hatte, kommt in diesem Thriller alles andere als gut weg. Auch die Finanzbehörden und einige andere Behörden bekommen ihr Fett weg – hier ist der Autor nicht gerade zimperlich.

Die Sprache des Buches fand ich sehr gut. Paul Cleave schreibt durchweg in knappen, treffenden Sätzen, die jederzeit genau das ausdrücken, was sie auch sollen, ohne viel Schnickschnack.

Ganz besonders hervorheben muss ich hier auch noch die Leistung des Sprechers Martin Kessler. Ich kannte bisher noch nichts von ihm, aber er hat das Buch äußerst engagiert und jederzeit der Situation gerecht werdend betont! Auch hat er den verschiedenen Personen ganz unterschiedliche Stimmen gegeben – alle sehr überzeugend! Eine wirklich ganz tolle Leistung!!!

Dieses Hörbuch habe ich heute Morgen begonnen… und 10 Stunden 20 Minuten später habe ich es beendet. Was war heute eigentlich für ein Wetter? Ich habe nichts mitbekommen, ich war gefesselt von den Ereignissen in Christchurch.

Hm, zu sehr gekürzt?

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.02.2013

Dieses Buch hat mir nicht so gut gefallen. Ich fand es ziemlich träge, es kam einfach kein Schwung auf – und ich merkte, dass es mich eigentlich nicht brennend interessierte, wie die Geschichte denn nun ausgehen würde. Ich weiß jetzt nicht, ob das Hörbuch vielleicht gnadenlos gekürzt wurde und es mich deshalb einfach nicht so ansprach – bei nur 4 1/2 Stunden liegt dieser Verdacht nahe. Ich habe auch selten für so ein kurzes Buch so lange Zeit gebraucht, um es zu hören.

Aber: die Geschichte, wie sie sich dann zum Schluß darstellt, ist durchaus sehr interessant! Vielleicht wäre hier aber die Buchversion die bessere Wahl.

Empfehlenswert

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.02.2013

Das war nun das zweite Buch, das ich von Richard David Precht gehört habe. Es hat mir auch wieder gut gefallen, nicht so gut wie das erste, das muss ich zugeben, aber das liegt wahrscheinlich auch im Thema an sich begründet (ich bin überzeugter und glücklicher Single).

Das “Liebes-Haus”, das er vom Fundament bis zum letzten Stockwerk nach und nach aufgebaut hat, fand ich sehr interessant und natürlich hat er alles wieder so erklärt, dass auch Laien das verstehen können. Mir ist allerdings aufgefallen, dass ich öfter mit meinen Gedanken abschweifte, was darauf hindeutet, dass ich nicht alles so super interessant fand.

Sehr schön fand ich die Machart mit den zwei Sprechern, deren Stimmen sehr gut zusammen passten und die schöne Musikeinspielungen nach den meisten Kapiteln.

Absolut klasse fand ich den Spruch zur Lage der Nation: oversexed und abgefuckt! Hehe, das fand ich äußerst treffend. Klingt jetzt hier so aus dem Kontext genommen natürlich ziemlich derb, aber wenn er uns unsere heutige Welt erklärt, dann ist das gar nicht mehr nur derb sondern einfach zutreffend. Glaubst du nicht? Dann hör es dir an

6 Leute fanden das hilfreich

Badete van Veeteren jemals im See von Kumla? Titelbild

Für Fans von Hakan Nesser ein interessantes Muss

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.02.2013

Ein sehr schöner Blick hinter die Kulissen der fiktiven Welt von Hakan Nesser. Ein Muss für alle Fans. Ich habe schon 12 Hörbücher von Hakan Nesser gehört und doch habe ich vieles erfahren, was mir vorher so nicht klar war. Ich fand es sehr interessant.

Ohne Internet? Ohne mich!

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.02.2013

Ich denke, jeder der oft im Internet unterwegs ist, wird sich schon einmal überlegt haben, wie es denn wohl ohne Internet wäre, oder wie man noch vor 10 Jahren eigentlich leben konnte, ohne Internet? Wo hat man denn damals seine Informationen herbekommen? Schnell kommt man zu dem Schluß, dass das Leben damals schon sehr steinzeitlich war. Aber gut gelebt hat man trotzdem, oder?!

Nichts anderes wird hier in dem Hörbuch in Tagebuchform erzählt. Er berichtet, wie es ihm tagtäglich ergeht, und dass es heute fast gar nicht mehr möglich ist, an unserem schnelllebigen Leben ohne Internet teilzuhaben.

Alex Rühle beschreibt das stellenweise recht lustig, verteufelt nichts und lobt auch nichts in den Himmel. Es ist eben einfach wie es ist: ohne Internet ist es beschwerlich, seiner täglichen Arbeit schnell genug nachzugehen. Aber etwas erstaunlich Neues habe ich dem Buch nicht entnehmen können. Nur eines ist für mich sonnenklar: ich werde solch einen Selbstversuch nie machen. Wie sollte ich mir denn sonst meine geliebten Hörbücher z. B. bei Audible herunterladen?

Außergewöhnlich und tief beeindruckend

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.02.2013

“Das zweite Leben des Herrn Roos” ist ein sehr außergewöhnlicher und tief beeindruckender Krimi. Die Geschichte hat mich so sehr berührt, dass ich heute Nacht sogar davon träumte. Die beiden Protagonisten Herr Roos und Anna werden sehr behutsam beschrieben, immer mehr kann man sich in die Personen hineinversetzen und freut sich dann richtig für sie, als sie sich langsam näher kommen. Wie sich die Dinge dann entwickeln, sind gut nachvollziehbar wenn man bedenkt, wie die beiden Charaktere über das Leben denken.
Auch das offene Ende fand ich richtig schön. So kann man sich sein eigenes Ende wünschen, wie man es möchte
Dieser Krimi hat keine super spannenden Szenen – aber die würden auch gar nicht in dieses Buch passen. Es ist eher ein ganz leiser Krimi, eine Geschichte, die das Leben hätte schreiben können.

“Das zweite Leben des Herrn Roos” war nun mein elftes Hörbuch, das ich von Hakan Nesser gehört habe. Und es gehört neben “Kim Novak badete nie im See Genezareth” und “Eine ganz andere Geschichte” zu meinen Lieblingskrimis von ihm.

Dietmar Bär hat wie immer eine spitzenmäßige Leistung hingelegt. Ich glaube, ich habe es schon einmal in einem anderen Artikel erwähnt, aber wenn Herr Bär das Wort “gut” ausspricht, könnte ich regelrecht dahin fließen

Klasse, fantastisch, genial.

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.02.2013

Klasse, fantastisch, genial. Eigentlich müsste man zu den Büchern um die etwas vorlaute Begine Almut und Pater Ivo, der sich als Pater nicht so wirklich wohl fühlt, gar nicht viel mehr sagen – wenn einem die Leute das einfach so glauben würden. Tun sie ja aber nicht. Deshalb will ich etwas weiter ausholen.

Ich habe jetzt alle fünf Bücher gehört – allerdings in einer etwas eigenartigen Reihenfolge: 2, 4, 5, 3, 1. Dies kam daher, dass ich zunächst gar nicht wusste, dass dies eine ganze Serie ist!

Zunächst einmal für alle Interessierten die richtige Reihenfolge:

Buch 1: Der dunkle Spiegel
Buch 2: Das Werk der Teufelin
Buch 3: Die Sünde aber gebiert den Tod
Buch 4: Die elfte Jungfrau
Buch 5: Das brennende Gewand

Ich habe heute als “krönenden Abschluss” das erste Buch gehört Dass ich die Bücher nicht in der richtigen Reihenfolge gehört habe, war nicht schlimm, da man jederzeit mitbekommt, in welcher Beziehung sich die Begine Almut und Pater Ivo gerade befinden. Man versteht also auch jedes Buch ohne Kenntnis der anderen. Dies liegt natürlich auch daran, dass jedes Buch ein eigener in sich abgeschlossener historischer Krimi ist. Und genau das finde ich so genial an den Büchern von Andrea Schacht. Diese Bücher sind keine klassischen historischen Romane, nein, es sind spannende Krimis, die halt im Köln des 14. Jahrhunderts spielen. Und die Morde und die Aufklärungsstrategien sind an die Gegebenheiten dieser Zeit angepasst. Mit viel Scharfsinn, Kombinationsgabe und natürlich einer gesunden Portion an Humor und Gottesfurcht gelingt es dem etwas außergewöhnlichen Ermittlerpaar Almut und Ivo, die Morde auf ihre sehr eigene Art aufzuklären. Am besten dabei sind immer die Dialoge und Diskussionen – oder vielmehr Dispute – zwischen der Begine und dem Pater. Ich habe mich heute wieder derart amüsiert über die Gedankenspiele, die Wortwahl, den Wortwitz und die Spitzfindigkeiten – das ist einfach immer wieder ein absoluter Ohrenschmaus!

Wer bei der Beschreibung “historischer Roman” auf geschichtliche Fakten hofft, wird mit diesen Büchern sicherlich nicht glücklich werden. Wer es aber interessant findet, wie die Menschen damals lebten und wer Krimis mag und über eine Portion Humor verfügt, der wird diese Bücher lieben! Garantiert!

Die Sprecherin Ulrike Hübschmann hat wie immer sehr, sehr toll gesprochen. Sie spricht übrigens drei der fünf Bücher. Alle fünf Bücher haben von mir die volle Punktzahl, sprich 5 Sterne, erhalten. Und jeder einzelne davon ist auch absolut gerechtfertigt.

Die Serie um die Begine Almut und Pater Ivo habe ich nun also fertig gehört. Schade eigentlich. Aber es geht trotzdem weiter! Die Tochter von Almut tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter… man darf also weiterhin gespannt sein.

5 Leute fanden das hilfreich

Es hat mir sehr gut gefallen - rasant und spannend

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.02.2013

Ich glaube, so langsam kann ich mich doch mit dem Genre “Fantasy” anfreunden. Jedenfalls hat mir dieses Hörbuch sehr gut gefallen. Keine eine Minute war langweilig, im Gegenteil, ich fand das so spannend, dass ich gar nicht aufhören konnte, den Geschehnissen zu lauschen. Und durch das Ende muss ich mir doch sehr bald die Fortsetzung bei Audible herunterladen. Ich muss doch wissen, wie es mit Katniss weiter geht!

An die Sprecherin musste ich mich anfangs erst etwas gewöhnen. Sie spricht das gesamte Hörbuch sehr schnell. Aber insgesamt passt das sehr gut zu der rasanten Story, so dass es als Gesamtbild wieder absolut stimmig ist.

Eine tolle Geschichte

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.02.2013

Ist das Leben nicht schön? Ja, ist es Eindeutig! Und mit solch toller Literatur im Ohr kann ein sonniger Karfreitag im Garten zu einem wahren Hochgenuss werden

Erzählt wird hier die Kindheit und die Jugend des Billy Mann, der von seinem ziemlich verschrobenen Großvater allein aufgezogen wird. Viele Jahre verbringen die beiden ihr Dasein in absoluter Zweisamkeit. Doch nach und nach treten mehr Menschen in ihr Leben, die alle auf ihre Art ihr Päckchen zu tragen haben. Dem Großvater liegt sehr viel daran, dass Billy die Geschichte der Familie Mann genau kennt, denn er ist der einzige Nachkomme. Doch das ein oder andere Detail lässt er aus seinen Erzählungen heraus, da er meint, der junge Billy sei halt noch zu jung. Aber nach und nach darf man teilhaben an der ganzen Geschichte.

Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Form des äußerst sympathischen Billy und nicht selten musste ich wirklich laut lachen! Und dann war mir wieder schier zum Heulen zu Mute. Die Story kommt so lebensecht daher, dass man einfach nicht aufhören kann, ihr zu lauschen. So habe ich dieses Hörbuch heute morgen begonnen und erst wieder aufgehört mit dem Hören, als es dann halt doch irgendwann leider, leider zu Ende war.

Aber: es gibt hierzu eine Fortsetzung, wie ich bei Audible gesehen habe. Es heißt: “Das Leben brennt wie grüner Chili” und kommt natürlich als nächstes auf meinen iPod. Ich will doch unbedingt wissen, wie es weitergeht, mit “meinem” Billy, den ich wirklich sehr ins Herz geschlossen habe.

Noch ein Satz zum Sprecher: Philipp Schepmann hat das Buch absolut klasse gesprochen! Seine Stimme passt perfekt zum Charakter des Billy. Man hätte keinen Besseren hierfür finden können!

1 Person fand das hilfreich

Eines meiner Lieblingshörbücher

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.02.2013

Dieses Hörbuch habe ich vor zig Jahren schon einmal als Buch gelesen. Damals schon war ich von dem Text einfach nur begeistert. Und natürlich von der Vorstellung, seinem Chef sämtliche Arbeitsaufträge mit den Worten “Ich möchte lieber nicht” zu verweigern.

Das Buch wurde zu einer Zeit geschrieben (1853 bis 1856), als es noch keine Maschinen gab, die automatisch eine Vielzahl von Kopien anfertigen. Nein, damals war eine Kopie eines Vertrages z. B. noch echte Handarbeit – erledigt von echten Menschen, die Wort für Wort abschrieben. Eine wahrlich stumpfsinnige Arbeit, wenn man als Kopist angestellt ist und von morgens bis abends nichts anderes macht, als Schriftstücke zu kopieren. Und das in einem sehr düsteren Büro, da die Wände der Hausmauern drumherum (die Geschichte spielt ja in der Wall Street), einfach viel zu hoch sind, als dass auch nur ein Lichtstrahl hereinscheinen könnte.

Und in so einer Umgebung mit solch einer Arbeit verweigert Bartleby, der anfangs äußerst fleißig und gewissenhaft seine Aufträge erledigt hatte, nach und nach jeden Auftrag, jede Bitte, etwas zu erledigen. “Ich möchte lieber nicht” ist die stets gleiche Antwort, die der Chef, ein angesehener und vielbeschäftigter Rechtsanwalt fortan nur noch zu hören bekommt. Dieser Rechtsanwalt ist natürlich zunächst sehr empört über solch eine Antwort, versucht, diesen Menschen näher kennen zu lernen, aber er möchte halt lieber nichts von sich Preis geben. So ist also Bartleby den ganzen Tag da, arbeitet aber nicht mehr, schaut nur noch zum Fenster hinaus uns tut einfach nichts. Zu allem Überfluss stellt der Rechtsanwalt dann auch noch fest, dass Bartleby nicht nur tagsüber anwesend ist, nein er wohnt da! Der Rechtsanwalt ist entsetzt über diese Einsamkeit, die dieser Kopist empfinden muss. Er lebt von fast nichts, hat fast nichts und interessiert sich auch für nichts. Der Rechtsanwalt ist hin- und hergerissen von seinen Gefühlen. Denn einerseits müsste er Bartleby ja kündigen, aber andererseits tut er ihm unendlich leid. Alle Versuche, ein Gespräch mit ihm zu führen scheitern – enden sogleich mit den Worten “Ich möchte lieber nicht”. Als der Rechtsanwalt dann feststellt, dass auch er und seine beiden anderen Kopisten mittlerweile diese Redensart übernommen haben (z. B. “Möchten Sie den Kaffee lieber schwarz oder mit Zucker?”) beschließt er, Bartleby rauszuschmeissen. Aber er möchte lieber nicht. Und bleibt hartnäckig in der Kanzlei. Also kündigt er den Vertrag über die Büroräume und zieht mit seiner Kanzlei um. Bartleby bleibt allein und verlassen zurück.

Der Nachmieter der Räume hat somit Bartleby quasi geerbt. Doch wie es weiter geht mit Bartleby und ob der Nachmieter auch so verständnisvoll mit ihm umgeht, wird an dieser Stelle nicht verraten

Nur so viel sei noch gesagt: wenn man dem Geschehen lauscht, ist man eigentlich die ganze Zeit sprachlos, wie denn so etwas passieren kann. Sehr faszinierend finde ich das. Der Sprachstil ist auch wunderschön.

4 Leute fanden das hilfreich