Erstens ist das Buch ein Klassiker der alternativen Geschichte. Ganz großartig. Siehe andere Rezensionen. Die jetzige Serie habe ich nicht gesehen, Verfilmungen interessieren mich immer nur bedingt, weil zum Teil das Ganze immer nur hollywoodisiert wird, geglättete Handlung, Einbauen von Spezialeffekten, Action, usw.
Zweitens, darauf hat mich ein Psychiater hingewiesen: Philip K. Dick soll wohl bekanntermaßen unter Schizophrenie gelitten haben. Wenn man das Buch so betrachtet, bekommt man einen wirklich spannenden Einblick in die Gedankenwelt eines psychisch Kranken. Und wirklich: Das Buch enthält ja keineswegs nur ein simples "was wäre wenn", sondern auch an allen Ecken und Enden äußerst bizarre Ideen, beispielsweise das Orakel, und den "Man in the High Castle" selbst. So manches, was andere Rezensenten kritisieren (Verlauf der Story, "Längen") dürfte wohl daraus resultieren, dass ein psychisch Kranker völlig andere Vorstellungen davon hat, was an welcher Stelle relevant ist und was nicht. Auch bemerkenswert ist nebenbei gesagt die fieberhafte Tätigkeit von Dick, der ja hunderte von Veröffentlichungen in kürzester Zeit zustande gebracht hat.
