Ein berührendes Buch. Was sich zunächst wie ein paar Mutproben für Teenager anhört, stellt sich schon bald als Psychospielchen heraus. Denn die Schiedsrichter kennt keiner, es könnte dein bester Freund sein. Und so war ich mal wieder völlig gefangen von einem Buch von Frau Oliver. Geschickt verknüpft sie die Leben von vier Jugendlichen, die alle irgendwie mit dem Spiel zu tun haben. Jeder hat das Ziel dem Leben in der Kleinstadt, das von Armut und Gewalt geprägt ist zu entfliehen. Am meisten beeindruckt hat mich die Hauptfigur Heather. Insbesondere als die Situation in ihrem häuslichen Umfeld eskaliert und sie mit ihrer Schwester Zuflucht bei einer Farmerin findet, bei der sie arbeitet. Dort lernt sie zum ersten Mal was es heißt einem Erwachsenen zu vertrauen. Selbst als sie richtig Scheiße baut, steht die Farmerin hinter ihr und zeigt damit Heather den erwachsenen Umgang mit Konflikten. Genervt war ich hingegen von ihrer besten Freundin Nat, die nun nicht eben die hellste Leuchte auf der Torte ist und zu allem Überfluss auch noch ein kleines bisschen intrigant. Aber das tut der Geschichte keinen Abbruch, macht sie aber auch nicht besser. Geschickt wird noch eine Racheaktion mit eingewoben, so dass das Finale des Spiels in einem unerwarteten Wettrennen gegen die Zeit endet und mich damit nur so durch die Seiten fliegen ließ.
„Panic“ ist ein tolles Jugendbuch über Mutproben, Familienprobleme und der Langeweile in einer Kleinstadt. Lauren Oliver konnte mich mal wieder mit einer guten Geschichte überzeugen und ich hoffe das ihren anderen Bücher das Niveau halten können.