Ich bin ein Sanderson Fan. Ich habe noch nichts von ihm gelesen was mir nicht gefallen hat. Deswegen gehe ich hier auch nicht sehr detailliert auf die Trilogie ein. Die Gründe warum sie mir so gut gefallen hat, liegt nämlich eher beim Autor uns seinem Stil. Und der Gute Nebeneffekt: Keine Spoiler.
Mal so generell zu den Reckoners: Böse Superhelden tyrannisieren die Welt, nur eine Gruppe von unerschrockenen normalen Menschen stellt sich dagegen. Wem dieser Satz lust auf die Geschichte macht, der darf getrost anfangen. Es wird nicht bei Steelheart bleiben.
Was hat mir so gefallen?
------ Mechaniken -----
Der absolut beste Punkt an Sanderson ist seine Art, zu beschrieben wie und warum was funktioniert. Ihr kennt das vielleicht aus diversen Fantasy oder Superhero Filmen/Büchern. Man fragt sich: Na was kann denn der Held/Bösewicht jetzt eigentlich? Halt, der ist doch superschnell, warum läuft er nicht einfach so schnell wie er kann? War macht Kryptonit mit dem Superman? Bricht er zusammen? Kann er noch gehen wie ein normaler Mensch oder liegt er darnieder wie eine Flunder? Man weiß es nicht genau. Es ist auch oft nicht konsistent.
Nicht so bei Sanderson. Wen da jemand Superkräfte hat, dann könnt ihr sicher sein, dass sie auch ausgeschöpft werden. Wenn da jemand zaubern kann dann weiß man genau was die Figur dafür braucht, wie anstrengend es ist und welche Effekte dabei auftreten.
---- Charakteraufbau ------
Er baut so gut wie in jedem Buch einen Charakter vom Looser zum Helden auf. So auch hier. Hat irgendwas von Rocky. Der Underdog wird zum Chef. Ich liebe das.
---- Hang zum happy end ----
Im Gegensatz zu George Martin oder so, rafft er nicht gleich den kompletten Cast dahin. Ok, ab und zu stirbt jemand, auch mal eine Hauptperson, aber irgenwie erspart er einem die üble Depression wenn wirklich die bösen siegen. Auch das mag ich gern. Wenn ich mich ärgern will less ich wie gesagt George Martin :) (auch seine Bücher mag ich, das sei hier angemerkt)
---- Storyline -----
Wenn man einiges gelesen habt, dann weiß man mit der Zeit wie so ein Plot aussehen kann, bzw welche Überraschungen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Warten. Und bei Sanderson und den Reckoners im speziellen lese ich doch oft Szenen die ich nicht erwartet hätte. Z.b ein Held der etwas macht und man denkt: Ach war ja klar dass das passiert. Aber dann stellt sich raus, der war doch etwas schlauer und hat noch einen Trick im Ärmel. Super.
Und überhaupt ist die Storyline schön durchdacht. Ich stimme zwar mit den Rezensionen überein, dass das Ende vielleicht etwas schlechter war als der Rest, aber allemal 5 Sterne wert.
War jetzt eh lange. Lest es, auch wenn ihr es nicht so supertoll findet wie ich, es wird euch zumindest gefallen. So wie ein guter Film halt. Ist etwas solides und man kann seine Zeit sicher schlechter investieren.