Hörbuch-Rezensionen von falaisa

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1-7 von 7 Rezensionen

Winter of the World

 Geschichte hält nicht, was sie verspricht

von falaisa aus Ostfildern, Deutschland am 30.09.2012

Wenn das Buch nicht auf Englisch und nicht von John Lee gelesen worden wäre, würde ich nur 2 Sterne vergeben. John Lee trägt diese Geschichte in Englisch sehr gut verständlich vor. Ken Follets Schreibstil ist auch nicht so umfangreich im Wortschatz, dass man hier groß auf Vokabellücken stößt. Hier reicht also auch das Schulenglisch, um die Handlung gut mitzuverfolgen. John Lee erhält von mit 5 Sterne.

Sturz der Titanen fand ich wirklich packend und habe es bis zum Ende verschlungen. Der Spannungsbogen hat gestimmt, die Handlung war stimmig.

Hier im zweiten Teil ist alles so vorhersehbar (alle bekannten Kriegssituationen wie z.B. Pearl Harbor, Stalingrad, Bau der Atombombe, Umgang der NAZIS mit Behinderten ...). Sobald ein Kriegsschauplatz genannt wird, weiß man eigentlich aus dem Geschichtsunterricht, wie es weitergehen wird. Mir gefallen auch nicht diese "Zufälle": Die Hauptpersonen sind zur "richtigen" Zeit am entsprechenden Ort, damit wichtige Kriegsereignisse in die Geschichte mit eingeflochten werden können. Oder wie der Zufall es will, wird ein behindertes Kind geboren ...

Ich habe hier fast den Eindruck, als ob sich Ken Follett ein Geschichtsbuch auf den Schreibtisch gelegt hat und darum seine Geschichte konstruiert hat.

1 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Die Frau mit den Regenhänden

 Eine spannende & unvorhersehbare Geschichte

von falaisa aus Ostfildern, Deutschland am 12.07.2011

Hier werden zeitversetzt zwei auf den ersten Blick hin nicht zusammenhängende Geschichten in zwei unterschiedlichen Jahrhunderten erzählt. Mit der Zeit versteht man erst die Zusammenhänge. Der Sprung aus dem 19. Jahrhundert mit einer auch heute noch aktuellen Problematik gelingt ihm hervorragend.


Wolfram Fleischhauer versteht es, die Zeiten lebendig und farbig wiederzugeben. Die Charaktere seiner Darsteller haben Hand und Fuß. Mit den beiden Hauptfiguren bibbert und zittert man schnell mit und hofft, dass doch alles gut gehen wird!

Mir hat dieses Hörbuch ausgezeichnet gefallen. Es wird eine ausgefallene Idee hervoragend ausgearbeitet und spannend geschrieben.

Sehr gut finde ich auch den Einsatz von zwei Vorlesern. Jeder Leser übernimmt eine Epoche. Daher hat der Zuhörer keine Probleme, den Zeitsprüngen zu folgen.

Detlef Bierstedt liest wie gewohnt gekonnt die Zeit aus dem 19. Jahrhundert - wobei an sein vorleserisches Können hier keine großen Ansprüche gestellt werden.

Uve Teschners ruhige klangvolle Stimme übernimmt die Jetztzeit, die in Ichform des Erzählers geschrieben ist. Auch hier ein Kompliment von mir an seine Vorleseart.

Fazit:
Von mir ein glattes: EMPFEHLENSWERT.

44 von 46 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

635 Tage im Eis: Die Shackleton-Expedition

 trockene Berichterstattung

von falaisa aus Ostfildern, Deutschland am 05.07.2011

Das Thema Expedition ins Eis hat mich seit "Terror" von Dan Simmons gepackt. Darum habe ich sofort das Hörbuch "635 Tage im Eis" gekauft.

Gut finde ich, wie sich der Autor immer wieder auf die Tagebücher der Expeditionsteilnehmer beruft und dadurch den Bezug zur Realität beibehält.
Gut finde ich auch die Lesung. Herr Condrus liest ausgezeichnet.
Gut finde ich auch, dass man sich in die Lage der Expeditionsteilnehmer versetzen kann.

Was mir fehlt: Lebendigkeit, Gefühle. Bei mir ist hier einfach nicht der Funke übergesprungen. Es wird alles bis ins Detail genau erzählt - besser gesagt aufgezählt. Es ist mehr die Hintereinanderfügung von Ereignissen, als eine Geschichte. Das "Leben" fehlt mir.

Fazit: Das Buch ist mehr Bericht als Roman. Wer sich für nur für den Ablauf der Expedition interessiert, sollte es sich anhören. Wer mehr erwartet, wird wahrscheinlich entäuscht.

7 von 12 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Die Pfeiler des Glaubens

 keine Stimmenverstellung, aber gut gelesen

von falaisa aus Ostfildern, Deutschland am 14.10.2010

Auch ich kann mich der Kritik der Vorgänger am Vorleser nicht anschließen. Herr Müller liest den Roman hervorragend betont vor. Im Unterschied zu einigen anderen Vorlesern verstellt er nicht die Stimme, aber das ist meines Erachtens bei einem guten Buch auch absolut nicht notwendig. Was mich nur stört - und nicht nur bei Herrn Müller - dass entweder der Verlag oder der Vorleser keine längere Pause zwischen verschiedenen Szenen / Zeiten einlegt. Man braucht als Zuhörer dann schon ein paar Sätze, bis man wieder folgen kann. Aber das ist ein Problem, das mich bei vielen Hörbüchern stört.
Und hier handelt es sich um ein wunderbares Buch!
Die Geschichte spielt im 16. Jahrhundert in Spanien. Sie schildert die Konflikte verschiedener Glaubensgemeinschaften mit viel Intoleranz - ein durchaus auch heute aktuelles Thema, das immer wieder zum Nachdenken anregt.

4 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Das Spiel der Könige

 Schuster, bleib bei deinen Leisten!

von falaisa aus Ostfildern, Deutschland am 03.01.2010

Nach "Hiobs Brüdern" freute ich mich sehr auf "Das Spiel der Könige".
Ansprechend fand ich
1) die Geschichte: das Thema Rosenkrieg ist ein sehr interessanter Bereicht und Rebecca Gablé läßt neben ihrer wunderbaren Phantasie, die für Spannung sorgt, auch viele historische Tatsachen einfließen.
2) es lesen zwei verschiedene Personen, was die Erzählung sehr lebendig machen kann (wie z.B. bei Gargoyle).
3) die Länge des Buches: bei Rebecca Gablé heißt dies nicht Langatmigkeit oder unnötige Längen sondern Unterhaltung und Spannung pur.
Die Entäuschung ist jedoch groß:
Zwischen dem hervorragendem Leser Detlef Bierstedt liest leider immer wieder die Autorin. Nicht nur kleine Teile, sondern ca. die Hälfte des Buches. Auch wenn sie offensichtlich sehr bemüht ist, gelingt es ihr in keinster Weise, packend vorzulesen. Ihre einzige Stärke: Sie setzt gute Pausen. Aber jedes mal, wenn sie vorliest, schalte ich ab und bekomme nichts mehr mit - es ist einfach nicht mehr interessant, da es von ihr zu eintönig und langweilig vorgelesen wird. So muß ich die von ihr vorgelesenen Bereich immer öfter anhören, um der Geschichte folgen zu können. Ich kann ja verstehen, dass es einen Autor reizt, selber sein Werk vorzutragen, aber hier sollte sich bei Rebecca Gablé lieber auf reine Autorenlesungen einschränken.
Meine Bitte an Audible: Bitte eine geschulte Vorleserin ins Studio bitten und die Passagen von dieser professionell sprechen lassen - dann erhält dieses Buch auch von mir 5 Sterne, so leider nur 1 Stern und mein Tipp an andere Hörer: lieber nicht kaufen

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Die Anstalt

 Spannende Unlogik

von falaisa aus Ostfildern, Deutschland am 28.11.2009

Zusammenfassung: sehr spannende, aber aus den Fingern gesaugte und extrem unwahrscheinliche Geschichte. Wechsel der Erzählperspektiven nicht gelungen.


Einfühlsame Erzählung eines psychisch Kranken. Realitätsnah werden seine Erlebnisse in einer "Heilanstalt" (eher Aufbewahrungsstätte) geistig Behinderter geschildert. Einerseits aus der Sicht der außenstehenden, andererseits - das finde ich besonders gelungen - aus seiner eigenen Sicht. Gemeinsam wird versucht, einem Serienmörder das Handwerk zu legen. Dass der / die Täter/in letztendlich durch eine haarsträubende aus den Fingern gesaugte Geschichte kommt, macht bei der Spannung eigentlich nicht viel aus.
Simon Jäger schafft es gut, die verschiedene Charaktere darzustellen. Einzige Schwäche: Die Wechsel der verschiedenen Zeiten / Charaktere gelingt nicht gut. Häufig braucht man mehrere Sätze um dies zu merken. Dies könnte einfachst durch eine etwas längere Pause dazwischen erleichtert werden.

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Effi Briest

 Klassiker m?ssen nicht langweilig sein!

von falaisa aus Ostfildern, Deutschland am 17.03.2009

Packend gelesen - spannend bis zum Schlu?! Ich kann dieses H?rbuch nur w?rmstens weiterempfehlen!

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

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