Hörbuch-Rezensionen von Markus
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Error
Wer hat sich diesen blöden Titel ausgedacht?
von Markus aus Ulm, Deutschland am 01.03.2013
Spannend wie die anderen Bücher von Neal Stephenson. Die Story gut konstruiert, man merkt nicht so genau, wann ein zeitgenössischer Krimi in eine Zukunftsvision übergeht. 5 Sterne auch für Detlef Bierstedt, wirklich große Klasse!
Aber: wer hat sich eigentlich den Blödsinn ausgedacht, den Originaltitel "Reamde" (der genau passt) mit "Error" zu übersetzen, was überhaupt keinen Sinn ergibt! Der Verlag sollte den Übersetzer, der das zu verantworten hat, mit jahrelangem Fußsohlenkitzeln bestrafen.
2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
1913: Der Sommer des Jahrhunderts
Leider wirklich nur anekdotisch
von Markus aus Ulm, Deutschland am 01.03.2013
Leider kommt dieses Buch nie darüber hinaus, eine zufällige Aneienanderreihung von Anekdoten zu sein, das ist schade. Am Anfang wirkt das in seiner lakonischen Machart noch recht amüsant, doch bald schon wird es recht langweilig.
Es mag ja kulturgeschichtlich das Eine oder Andere ganz bedeutsame passiert sein im Jahr 1913, aber es ist letztendlich dann doch recht unbedeutend, dass vielleicht Thomas Mann und Franz Kafka im gleichen Zug gefahren sind, und Stalin und Leo Trotzki sich vielleicht kurz in einer Wiener Wohnung begegnet sind und dass Gustav Klimt nichts unter seiner Malerskutte trug, um seine Nacktmodelle schnell verführen zu können.
Gelsen ist es auch eher etwas zu schnell und rastlos. Wenn schon eine Aneinanderreihung von Anekdoten, dann möchte man wenigstens Ruhe und Muße haben, die neueste Tratschgeschichte mit den anderen und dem zeitgeschichtlichen Hintergrund zu verknüpfen.
Das zu befürchtende Sequel werde ich sicher nicht kaufen!
2 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Weitlings Sommerfrische
Aufbau der Geschichte prima, Auflösung schwach
von Markus aus Ulm, Deutschland am 27.08.2012
Das ist eine interessante und anfangs auch spannend geschriebene Geschichte: Wie wäre es, als "Zuschauer" sich selbst in seiner Kindheit oder Jugend zu besuchen? Genau das geschieht hier.
Es gibt viel interessante Beobachtung, viel Verunsicherung, echte oder vermeintliche Paradoxa.
Nur dass Sten Nadolny aus dieser interessanten Konstellation keinen rechten Ausweg findet, alles mögliche probiert aber letztlich keine befriedigende oder stimmige Abrundung der Geschichte hinbekommt - es bleibt Anekdote. Schade!
Gert Heidenreich liest vorzüglich, deshalb noch 3 Sterne.
1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Delikatessen (Bruno Courrèges 4)
Bruno hat seinen Charme verloren
von Markus aus Ulm, Deutschland am 27.08.2012
Das war jetzt der vierte "Bruno". Beim ersten und zweiten war Bruno witzig, charmant, sehr französisch, die "Fälle" waren besonders, überschaubar und in die Erzählstruktur der französichen Provinz passend. Jetzt hat Bruno seinen Charme verloren, es ist halt ein weiterer dieser "Serienkrimis", mehr bemüht als gut, das Lokalkolorit ist inzwischen mehr störendes Beiwerk als Teil der Geschichte. Der Fall ist um mehrere Nummern zu groß um ins Bruno-Universum zu passen, mit mehreren Innenminsitern, mehreren Geheimdiensten, der ETA, der ehemaligen RAF, Cowboy-Einsätzen, Hubschraubern, Bombenattentaten, Cro-magnon-menschen und Neandertalern, usw.
Martin Walker wollte zu viel, Johannes Steck macht seine Sache gut.
Bisher hab ich die Bruno-Geschichten auf dem Weg in den Frankreich-Urlaub immer sehr genossen, den nächsten Bruno werde ich nicht mehr hören.
2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Schattenstill
Gerne 5 Sterne!
von Markus aus Ulm, Deutschland am 11.07.2012
Dieses Hörbuch hast mir prima gefallen! Es geht um die alles andere als einfache Aufklärung eines fürchterlichen Verbrechens, die Schritte, mit denen die Geschichte langsam aber stetig besser beleuchtet wird, sind im Tempo gerade richtig, es geht nicht zu schnell und nicht zu langsam.
Die Geschichte ist spannend, mit feiner Sprache erzählt, hat manche überraschende Wendungen und hält die Spannung bis zum Schluss, die Personen sind vielschichtig und plausibel, es gibt eigentlich keinen banalen oder trivialen Aspekt. Nur wer auf viel Action steht wird nicht viel davon halten.
Uve Teschner liest grandios, gibt jeder Figur etwas eigenes ohne all zu viel zu "schauspielern", hier liegt vielleicht aber auch ein kleines Manko, dadurch, dass die Figuren sehr plastisch gelesen werden, bleibt weniger Raum, die Figuren in der eigenen Phantasie selbst mit Leben zu füllen.
Über 23 Stunden, die sich lohnen!
6 von 8 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Ein tiefer Fall
Bernhard Kegel ok, Bert Stevens schlecht
von Markus aus Ulm, Deutschland am 25.06.2012
Ich habe frühere Bücher von Bernhard Kegel sehr gemocht, "Der Rote" und "Das Ölschieferskellett" haben mir - als Bücher - richtig gut gefallen. "Ein tiefer Fall" ist deutlich schwächer, kann sich nicht so richtig entscheiden, was es sein soll, die Krimigeschichte ist doch recht konstruiert, die Liebesgeschichte geht völlig daneben, und alles hat keinen so richtigen Spannungsbogen und dass am Ende dann alles schon irgendwie gut werden soll (der Bösewicht ist geläutert, der Protagonist hat eine neue Frau, die Familie des Protagonisten ist wieder beisammen, der Fall ist geklärt, etc. etc.), ist sooo unglaubwürdig.
Die Schilderungen des Wissenschaftsbetriebs sind gut, aber eben auch etwas sehr Spezielles.
Der Sprecher Bert Stevens ist ein Reinfall. Falsche oder zufällig gestreute Betonungen, falsch gesetzte und/oder fehlende Pausen, viel Pathos bei Banalitäten, fehlende Pointierung an enstcheidenden Stellen, wirklich eine Zumutung.
Aus diesem eher mittelmäßigen Buch hätte ein guter Sprecher vielleicht noch was machen können, aber so.....
3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Der Meister
Meisterlich!
von Markus aus Ulm, Deutschland am 13.06.2012
Das sind die kurzweiligsten 4 Stunden seit Langem gewesen. Eine Geschichte von Rosendorfer um die Clique von Studenten und wie sie sich über die Jahre entwickeln, ein bisschen skurril, ein bisschen alltäglich, ein bisschen abschweifig und immer überraschend und unterhaltsam. Gelesen von Gert Heidenreich so wie man sich's bei einem Hörbuch wünscht, im Erzählton, betont, aber nicht pathetisch und differenziert. Toll!
7 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Quest
Gut
von Markus aus Ulm, Deutschland am 23.05.2012
Eine aufwändige Geschichte in einem Universum in sehr ferner Zukunft, ein typisches Science Fiction Epos um die letzten Lebensjahre des berühmten Raumschiffkommandanten Quest und einen Schiffbrüchigen mit interessanter Biografie auf der Suche nach, bzw. auf dem Vermeiden des "Planeten des Ursprungs". Interessante Charaktere, vielschichtiger Plot, teilweise ein klein wenig einfach gestrickt, aber schlüssig unbd spannend. Super gelesen!
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Solarstation
Spannend! Gut!
von Markus aus Ulm, Deutschland am 14.03.2012
Solarstation ist eine spannende Geschichte, ein bisschen Krimi, ein bisschen Science Fiction, ein bisschen Lebensgeschichte. Gut geschrieben, gut gelesen, (natürlich) gut recherchiert, die Personen sind vielschichtige Persönlichkeiten, die Story gut entwickelt, in sich schlüssig und spannend.
1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Der Friedhof in Prag
Super - wenn man sich darauf einlassen kann!
von Markus aus Ulm, Deutschland am 05.03.2012
Ecos Sprache ist herrlich. Dier Übersetzung ist gelungen. Die erzählte Geschichte ist spannend und stimmig, die Sprecher sind sehr gut.
Ich empfehle dieses Hörbuch, aber nur, wenn man sich darauf einlassen kann. Ein bisschen Verständnis europäischer Geistesgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts ist hilfreich, um das Gehörte einordnen zu können und auch die Geschichte "hinter dem Krimi" zu hören.
Wer "nur" den Krimi hört oder hören will, ist mit anderen Büchern besser dran.
4 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.










