Hörbuch-Rezensionen von Ralf

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1-10 von 20 Rezensionen

1Q84 (Buch 1 & 2)

 Überraschend genial!

von Ralf aus Steinfurt, Deutschland am 15.07.2012

Zunächst einmal vorweg:

Ich habe das Buch nicht durch, sondern erst gut die Hälfte (ca. 16 Std.). Normalerweise gebe ich keine Rezension ab, solange ich es nicht durchgehört habe, hier möchte ich aber schon jetzt meinen Senf dazugeben.

Liebes Audible-Team, gleich 2 Fragen:

1. Wann erscheint der dritte Teil und 2. lasst ihr Herrn Nathan auch mal schlafen? So viele lange Hörbücher hintereinander... Aber er gehört auch zu den besten Vorlesern.

Zum Buch:

Ein mir bis dato völlig unbekannter Autor, eine Trilogie aus Japan... Das kann doch nix werden...? Ich habe nichts gegen Japan, im Gegenteil, aber japanische Romane? Das ist nicht böse gemeint, ich ziehe auch nicht gerade deutsche Hörbücher vor, bis auf wenige Autoren. Doch nachdem ich mir Rezensionen des gedruckten Werkes durchgelesen hatte, wagte ich das Experiment.

Inhalt:

Hier haben wir Aomame, welche als Masseuse arbeitet und im Auftag einer alten Dame Männer ermordet, die Frauen und Mädchen misshandelt / missbraucht haben.

Die 2. Haptfigur ist Tengo Kawana, er ist Mathematiklehrer und schreibt nebenbei, hat aber noch nie was veröffentlicht. Er erhält den Auftrag, den Roman der 17-jährigen Eriko Fukada mit dem Titel "Die Puppe aus Luft" zu überarbeiten, da sein Chef Kamatsu es für einen zukünftigen Bestseller hält. In diesem Buch geht es um die sog. "Little People", kleine mysteriöse Wesen die durch das Maul einer toten Ziege kommen. Das Mädchen ist sehr schweigsam und in sich gekehrt, ihr Vater ist der Führer einer Sekte, die Kinder und Frauen misshandelt. Aomame wird auf den Sektenführer angesetzt.

Tengo Kawana und Aomame kennen sich seit der Kindheit, haben sich aber aus den Augen verloren, doch ihre Schicksale sind miteinander verknüpft.

Fazit:

Diese Parallelwelt, die von Aomame 1Q84" genannt wird, scheint bisher nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Im Großen und Ganzen handelt es sich in 1. Linie um das Thema "Gewalt gegen Frauen", was natürlich an Stieg Larsson's Millenium-Trilogie denken lässt, jedoch gibt es da keine Parallelen. Ich finde den Roman 1Q84 bisher sehr spannend und hoffe, Teil 3 lässt nicht zu lange auf sich warten.

46 von 68 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Voodoo

 Spannend und schokierend

von Ralf aus Steinfurt, Deutschland am 12.06.2012

Eigentlich war dieses Hörbuch nach "The Stand" ein Blindflug. Ich kannte weder den Autor noch den Sprecher, aber dann konnte ich mein iPhone kaum noch aus der Hand legen. Es hat mich von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt.

Privatdetektiv und ehemaliger Cop Max Mingus aus Miami kommt nach 7 Jahren aus dem Knast und erhält das Angebot seines Lebens: Den entführten Sohn von Allain Carver, Multimilliardär, auf Haiti zu finden. Als Belohnung winken ihm 10 Millionen Dollar. Doch in diesem völlig fremden Land, in dem totale Armut herrscht, wo es keine Polizei gibt und Voodoo gang und gebe ist, ein Land, das von einem Drogenbaron beherrscht wird, stellt Max im Laufe seiner Ermittlungen fest, dass nicht alles so ist, wie es zunächst den Anschein hat...

Neben der regulären Story erfährt man sehr viel über die Geschichte, Politik und Armut auf Haiti, was mich teilweise sehr schockiert hat. Vor allem die Beschreibung der Slums von Cité Soleil, die real existieren, sind sehr extem. Ich wusste bisher kaum etwas über die Insel und habe mir aufgrund des Buches den Dokumentarfilm "Ghosts of Cité Soleil" bestellt, um mehr zu erfahren.

Der Sprecher lässt ebenfalls keine Langeweile aufkommen, er liest sehr spannend und nahezu perfekt.

32 von 32 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Niceville

 Verwirrend und enttäuschend

von Ralf aus Steinfurt, Deutschland am 13.02.2012

Dieses Buch soll "schweißtreibend" wie ein Stephen King sein? Mysteriös wie Lost? Ich fand es eher langweilig und verwirrend.

Zuerst beginnt es spannend: Ein Teenager verschwindet spurlos während er einen alten Spiegel in einem Ramschladen betrachtet und taucht Tage später in einer alten Gruft auf dem Friedhof auf. Das war's dann auch mit der Mystery. Danach überschlagen sich die Ereignisse und es wird schwer, der Handlung zu folgen. Auf das Mysteriöse, was laut Beschreibung angeblich in Niceville in dem Wasserloch auf dem Felsen lebt, wird erst am Schluss aufgeklärt und in der Zwischenzeit wird kaum darauf eingegangen. Wer hier einen Horror-Roman erwartet - Fehlanzeige!

Der Sprecher hilft auch nicht gerade, die Story packender zu gestalten. Zwar versucht er, den verschiedenen Charakteren eine eigene Stimme zu geben, was aber nicht gelingt, da sie irgendwie immer gleich klingt. Dadurch wird es noch schwerer, die Personen auseinander zu halten und den Geschehnissen zu folgen.

11 von 12 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Das Portal der Dämonen

 Irre lustig!

von Ralf aus Steinfurt, Deutschland am 21.12.2011

Sieht man das Cover und den Titel, könnte man es für einen brutalen Horror-Schocker halten aber das ist es nicht - sondern eine irrwitzige Gruselkomödie.

Durch ein Experiment mit Teilchenbeschleuniger am CERN in Genf sieht "der große Verderber", der seit Urzeiten in der Unterwelt gefangen ist, seine Chance, durch ein Portal auf die Erde zu gelangen um alles Leben zu vernichten.

Während in Biddlecombe in der Crowley Avenue 666 die Nachbarn des 11-jährigen Samuel Dämonen beschwören und ein kleines Portal zur Unterwelt öffnen und die ersten Dämonen hindurch schlüpfen, werden nur Samuel und sein Dackel zufällig Zeuge, wie die Dämonen sich den Körpern der Nachbarn bemächtigen und das Chaos beginnt...

Während die etwas dumpfbackigen Dämonen versuchen, Samuel verschwinden zu lassen, wird auch eine der schrägsten Figuren des Romans (meine Lieblingsfigur) "Nurd", die "Geisel der 5 Gottheiten", vom großen Verderber in eine höllische Einöde verbannt, in die Welt der Menschen katapultiert und freundet sich mit Samuel an.

Ich habe während des ganzen Buches herzhaft gelacht, was nicht viele Autoren schaffen. Vielleicht kann man es ein ganz klein wenig mit "Ein todsicherer Job" von Christopher Moore vergleichen, zumindest vom schrägen Humor her.

Gerd Köster liest es nahezu perfekt und verleiht den Dämonen eine wunderbare Stimme.

4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Die Auserwählten im Labyrinth

 Spannend bis zum Schluss

von Ralf aus Steinfurt, Deutschland am 11.04.2011

Wer ist James Dashner? Nie gehört. Trotzdem habe ich mir dieses Buch gekauft, obwohl ich sonst eher keine gekürzten Hörbücher lade und ich wurde nicht enttäuscht.

Stell dir vor, du wachst in einem riesigen Labyrinth auf, dein Gedächtnis wurde gelöscht und du bist nicht der Einzige. Ausschließlich junge Männer,Teenager, befinden sich im Labyrinth die sich ebenfalls nicht an ihr voheriges Leben erinnern.

Außerhalb des Labyrinths drohen Gefahren, seltsame, mechanische Kreaturen, die nicht zögern, dich zu töten. Einen Ausgang scheint es nicht zu geben. Täglich verschieben sich die Wände und das Labyrinth verändert sich.

Wer hat es gebaut? Wer sind "die Schöpfer" und was für einen Sinn soll das alles haben? Plötzlich taucht zum ersten Mal eine junge Frau auf mit den Worten "ich bin die letzte" und alles ändert sich.

Das Buch wird keine Minute langweilig und wird gelesen vom großartigen David Nathan. Für Fans des Genres Mystery / Science Fiction ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Ich finde es nur schade, das es nur eine gekürzte Fassung gibt aber freue mich schon auf das nächste Werk dieses Autors.

7 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Cult. Spiel der Toten

 Die Kürzung eines Pendergast ist ein Verbrechen!

von Ralf aus Steinfurt, Deutschland am 03.04.2010

Die Story ist wie immer absolut genial und auch Detlef "George Clooney" Bierstedt liest es perfekt, auch wenn ich durch die älteren Romane von Preston / Child noch etwas an Thomas Piper hänge. Ich habe sie ALLE hier gekauft und gehört.

Wie aber schon beim letzten Roman "Darkness", der grausam zerstückelt wurde, merkt man auch hier eindeutig, das einiges fehlt. Als Fan habe ich es mir aber trotzdem an einem Tag angehört.

Liebes Audible-Team: Ihr könnt vielleicht nichts dafür wenn der Verlag sich für eine gekürzte Version entscheidet, aber als größte Plattform für den Vertrieb von Hörbüchern könnt ihr doch sicher auch etwas Druck machen. Bitte keine gekürzten Romane von Preston / Child mehr!

So, mache mich nun an "Janus - Zeichen des Sturms" zu schaffen ;)

Grüße
Ralf

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Skorpion

 Zu kompliziert und zu lang

von Ralf aus Steinfurt, Deutschland am 06.11.2009

Ich habe es nun endlich geschafft, dieses Buch zuende zu hören. Leider ist es eine etwas zu harte Kost für die Ohren... Zu Anstrengend, zu viele Figuren und Schauplätze, teilweise lange und langweilige Passagen, zuviel durcheinander.

Also die Welt in der Zukunft:

Länder, auch die USA sind durch religiöse und politische Konflikte geteilt. Dazu gibt es Gen-manipulierte Supersoldaten, die sog. "Dreizehner", die streng überwacht und als minderwerdig angesehen werden. Sie haben weniger Rechte und dürfen sich nicht fortpflanzen. Auf dem Mars beginnt der Aufbau für eine Besiedelung, dafür werden diese Dreizehner u.a. eingesetzt, denn auf dem Mars sind sie frei, aber die Umstände dort sind unmenschlich.

Eines Tages schafft es aber einer dieser Soldaten, vom Mars zu fliehen und richtet ein Chaos an. Carl, ein weiterer Dreizehner ist der Held der Geschichte und macht sich mit einer Ex-Polizistin auf die Suche nach dem Entflohenen...

Carl ist aber nicht nur ein Supersoldat, sondern auch noch dunkelhäutig, was für weitere Diskreminierung sorgt...

...Alles in allem ist unser "Supersoldat" eigentlich ziemlich wehmütig und badet ständig in Selbstmitleid. Ewig lange Diskussionen über die Probleme der Dreizehner, die sich durch das ganze Buch ziehen. Dazu die vielen Figuren und Schauplätze. Das Buch ist nichts zum Chillen, wenn man mal einen Moment mit den Gedanken abschweift muss man gleich wieder ein Stück zurück gehen, um nicht aus der Bahn zu kommen. Ich habe das Hörbuch zwischenzeitlich auch abgebrochen, aber dann wieder weiter gehört. Im Grunde hätte man den ganzen Mittelteil streichen können.

Also meine Meinung: Nicht empfehlenswert!

Den einen Stern bekommt Simon Jäger, der nach meiner Meinung neben David Nathan und Detlef Bierstedt zu den besten Sprechern gehört.

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Projekt: Babylon

 Besser als Sakrileg!

von Ralf aus Steinfurt, Deutschland am 04.11.2009

Ich mag Horror und Mystery, auch religiöse Verschwörungsgeschichten. Dieses Buch habe ich erst vor kurzem entdeckt und war mehr als begeistert. Natürlich darf man den ganzen religiösen Kram nicht ernst nehmen, es ist eben nur eine tolle Geschichte. Den Autor kannte ich vorher auch noch nicht.

Also ohne zuviel zu verraten:

Ein Schäfer in Frankreich sucht Schutz vor einem Unwetter und entdeckt eine Höhle. Nachdem er hineingegangen war, ist er plötzlich dem Wahnsinn verfallen. Kurz darauf werden 2 Forscher im Namen der UNO eingeschaltet, die das Geheimnis der Höhle enträtseln sollen. Später stößt auch noch eine junge Sprachwissenschaftlerin hinzu. Die Höhle ist voll von verschiedenen Schriften und Hieroglyphen, viele davon unbekannt. Aber das ist nicht alles, auch eine geheimnisvolle Schwärze, die alles Licht verschluckt, befindet sich dort und wer versucht, sie zu durchqueren wird geisteskrank...

Je näher die Wissenschaftler dem Geheimnis der Höhle kommen, desto gefährlicher wird es, denn trotz aller Geheimhaltung werden auch religiöse Orden und Sekten darauf aufmerksam.

Der Autor versteht es, ohne gleich mit zuviel Action eine Spannung aufzubauen, die einen nicht mehr los lässt. Schon länger hatte ich kein so gutes Hörbuch mehr. Der Sprecher Gerd Köster liest sehr ruhig und macht seine Sache gut, seine Stimme passt einfach zu diesem Buch.

5 Sterne - mehr ist leider nicht möglich.

3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Spektrum

 Geniale Story, fantastisch und philosophisch!

von Ralf aus Steinfurt, Deutschland am 04.09.2009

Also ich kannte den Autor bisher nicht und musste mich erst etwas an den Schreibstil gewöhnen, was aber schnell ging. Irgendwie erinnerte mich die Geschichte an die "Turm-Romane" von Stephen King, die ich ebenfalls vor einer Weile alle gehört habe, nur spielt sich hier alles auf fremden Planeten statt in anderen Welterden statt.

Überall auf der Welt haben Außerirdische Türme errichtet, die wie ein Telefonnetz mit anderen Planeten in Kontakt stehen. Durch diese Tore können Touristen andere Planeten bereisen. Doch was bezwecken die Aliens, die sog. "Schließer" wirklich mit diesem Geschenk? Alles was sie als Eintritt verlangen, ist eine Geschichte, aber sie antworten niemals auf Fragen...

Als ein Mädchen verschwindet, wird Privatdetektiv Martin beauftragt, das Mädchen zu finden und vermutet bald eine Verschwörung der Aliens, er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen...

Das Buch wurde keine Minute langweilig, Spannung pur bis zum Schluss und fantastische Welten, außerdem sehr viel Philosophie über den Sinn des Lebens.

Eine weitere Krönung ist natürlich der geniale Sprecher David Nathan.


Ralle

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Totenstarre

 Hat mich nicht vom Hocker gerissen

von Ralf aus Steinfurt, Deutschland am 16.08.2009

Die Idee war zwar gut, aber die Umsetzung nicht. Ich habe schon zahlreiche Horror- und Thrillerromane gehört, aber dieses hier gehört für mich zu den wenigen Nieten. Die Sprecher machen ihren Job gut, auch das abwechselnde lesen. Daran ist eigentlich nichts auszusetzen, aber trotzdem konnte dieser Roman bei mir keine Spannung erzeugen. Ist vermutlich weniger mein Geschmack, da bei diesem Roman sofort alles klar war, der Täter, sein Vorgehen und sein Handeln. Da gab es keine überraschenden Wendungen mehr, man konnte sich das Ende gleich ausmalen.

Sorry, aber nur 2 Sterne, einen für die Idee und einen für die Sprecher.


Ralle

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