Hörbuch-Rezensionen von Jens
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Star Wars: I, Jedi
Effektüberladen
von Jens aus Treffurt, Deutschland am 20.05.2012
Ich bin generell kein Freund von Audioeffekten in Hörbüchern. Dafür gibt es Hörspiele. Normalerweise ertrage ich sie trotzdem, wenn die Regie sie denn für nötig befand.
Aber in dieser Produktion ist es so übertrieben, dass ich zum Inhalt der Geschichte gar nichts sagen kann. Die Musik ist so laut und so übertrieben häufig im Einsatz, dass ich es nicht geschafft habe, mich auf den Sprecher oder die Story zu konzentrieren, geschweige denn den Stil des Autoren.
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50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Welt zu retten, und wie Sie dabei Geld sparen
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Andreas Schlumberger
Lieber auf Papier
von Jens aus Treffurt, Deutschland am 20.05.2012
Dass ich hier nur einen Punkt gebe, hat nur zum Teil mit dem Inhalt zu tun.
Es gibt einfach Sachbücher, die nicht zum Hörbuch taugen. Und dieses gehört dazu. Die kurzen Texte - es klingt, als würde im Buch viel mit Kästchen und Spiegelstrichen gearbeitet - eignen sich sicher gut, um das Thema auf der gedruckten Seite schnell zu erfassen. Beim Zuhören ist es kein Genuss. Es kommen einfach zu viele Fakten auf zu engem Raum. Und wenn man ständig mitschreiben muss, um die wichtigen Sachen zu behalten, ist der Sinn eines Hörbuchs verfehlt.
Der Titel ist verwirrend. Der überwiegende Teil der Tipps bezieht sich auf das Thema Energiesparen - und beim Rest ist der Aspekt des Geld Sparens ziemlich künstlich herbeigeredet.
Die Themen sind einfach und anschaulich erklärt. Wer sich mehr für Geld als für Ökologie interessiert, bekommt Beispielrechnungen für sein Sparpotenzial. Neues dürfte allerdings nur erfahren, wer bis dato mit Scheuklappen durchs Leben gegangen ist.
Von der Energiesparlampe bis zum nachhaltigen Fischfang - fast alles, das man hier erfährt, dürfte auch im Erscheinungsjahr 2009 schon vor dem Anhören jedem ausreichend bekannt gewesen sein, der interessiert genug war, den Kauf-Button zu klicken.
Fazit: Als Hörbuch nicht zu empfehlen. Als gedrucktes Buch gut als Einstieg ins Thema Umweltschutz im Alltag - Leider vor allem für jene, die es selbst als BILD-Kollumne ignorieren würden.
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Das Haus (Méto 1)
Interessantes Szenario holzschnittartig umgesetzt
von Jens aus Treffurt, Deutschland am 20.05.2012
Vorab: der Sprecher macht seinen Job gut, höchstens etwas zu hektisch.
Die Grundidee der Geschichte ist eigentlich ganz interessant. Ein bisschen Internatsgeschichte, ein bisschen Endzeitstimmung. „Harry Potter“ meets „Tribute von Panem“. Leider kann der Autor weder Rowling noch Collins auch nur annähernd das Wasser reichen. Er nimmt sich nicht die Zeit, Figuren und Handlung ausreichend auszubauen. Konflikt oder Rätsel sind kaum aufgetaucht, da sind sie schon wieder gelöst - oft genug von der Hauptfigur Meto, der alle Aufgaben ohne jeden erkennbaren Schweißtropfen auf der Stirn meistert - wie ein Computerspieler, der sich schon hundert mal zum Endgegner vorgekämpft hat. Insgesamt wirken die Figren wie Schauspieler, die man mit einem unbekannten Textheft auf die Bühne gestellt hat. Sie sagen ihren Satz, weil er da steht, ohne dass sie ihn in einen größeren Sinnzusammenhang stellen könnten.
Die Komplexität von Handlung und Figuren reicht allenfalls für Grundschulniveau. Bereits jüngere Teenager dürfte sie enttäuschen. Dagegen stehen teilweise brutale Szenen, die in der nüchternen Normalität eines Nachrichtentextes erzählt sind und für Kinder kaum einzuordnen sind.
Fazit: Nicht zu empfehlen. Der Erfolg in Frankreich wird mir ein Rätsel bleiben.
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The Upside of Irrationality: The Unexpected Benefits of Defying Logic at Work and at Home
The Upside of Irrationality: The Unexpected Benefits of Defying Logic at Work and at Home
Dan Ariely
Informativer Hörgenuss
von Jens aus Treffurt, Deutschland am 21.04.2011
Dan Ariely beschreibt sehr plastisch, humorvoll und sehr persönlich Experimente und Schlussfolgerungen für menschliches Verhalten. Grundgedanke seiner Werke ist, dass die klassische Ökonomie nicht funktioniert, weil sie für die freien Märkte ein rationales Verhalten unterstellt, zu dem Menschen nicht in der Lage sind.
Besonders spannend finde ich dabei, dass er die Problemstellung und die Entwicklung der Experimente auch beschreibt. Natürlich sind auch die Ergebnisse interessant, insbesonders die Vertreter einer zügellos-freien Marktwirtschaft sollten sich mit dem Buch befassen. Aber vermutlich reagieren Sie wie Arielys Professorin, die davon überzeugt war, dass Frauen mehr Schmerzen aushalten als Männer. Auf die Ergebnisse seiner empirischen Studie, die das Gegenteil zeigte, sagte sie nur sinngemäß: Wie blöd muss man auch sein, seine Hand in heißes Wasser zu stecken.'
Simon Jones ist schon seit seiner Rolle als Arthur Dent in 'Per Analter der Galaxis' einer meiner Lieblingssprecher. Eine wunderbar britische Stimme, die dem ironischen Unterton des Buchs angemessen Ausdruck verleiht.
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Collector
Eine Qual
von Jens aus Treffurt, Deutschland am 21.04.2011
Also, ich verstehe den Hype um dieses Buch nicht. Ich habe von Heitz noch nichts anderes gelesen, und diese Lektüre hat ihn in meiner Prioritätenliste weit nach hinten geschoben.
Die Charaktere sind flach und ändern ihre Haltung wie es gerade für den Plot notwendig ist, ohne dass es aus der Figur heraus logisch wäre. Der Schreibstil ist von Substantivierungen gespickt, wie sonst nur Gesetzestexte. Das war bei Groschenheften aus den Fünfzigern noch verzeihbar - aber heute nimmt auch das letzte bisschen Leben aus der Geschichte. Was die Rahmenkonstruktion angeht: Die ist ganz okay, aber jetzt auch nicht so weltbewegend, dass man es als Neuerfindung der SF ausrufen müsste.
Fazit: Wer auf stimmige Figurentwicklung und ausgereifte Sprache keinen Wert legt, der mag hier unterhalten werden. Ich nicht.
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Imperium der Bonzen (Teile 1 - 3)
Heute schon Geld verschwendet?
von Jens aus Treffurt, Deutschland am 30.06.2009
Zugegeben: Text- und Lesequalität passen zusammen. Die Vorlesung könnte man als gut bezeichnen, wenn man als einzige Vergleichsbasis von englischen Sprachsynthesizern gelesene deutsche Texte nutzt. Die Geschichte beginnt lahm. Der Ich-Erzähler liegt dem Tode nah in seinem havarierten Jagdraumer und plappert munter von seiner Geburt und unwahrscheinlichen Piratenüberfällen. Da der Autor ahnt, dass er dies eigentlich hätte streichen können, lässt er seinen Piloten zwischendurch immer wieder betonen, wie nebensächlich all das eigentlich ist und dass er sich ja eigentlich um was ganz anderes kümmern müsste. Nur tut er es dann nicht.Unterstrichen wird diese gähnende Langeweile durch den Vortrag des Textes. Der Sprecher schafft es, in den viel zu langen Sätzen Pausen genau so zu verteilen, dass wesentliche Sinnzusammenhänge komplett auseinandergerissen werden.Er gleicht das allerdings dadurch aus, dass er Absätze völlig ignoriert. Nicht einmal der Wechsel des Ich-Erzählers vom Kampfpiloten zu einem pubertierenden Alien-Mädchen verleiten ihn zu einer wahrnehmbaren Pause oder einer Änderung des Tonfalls. Erklärbar ist dieser Mangel an Textkenntnis des Vorlesers eigentlich nur damit, dass man ihm den Text zeilenweise auf den Teleprompter gegeben hat, ohne jede Chance der Nachbesserung.Wenn jemand für diese Produktion Geld bekommen hat, nenne ich mich ab sofort auch 'Sprecher.'Kurz: Selbst die etwa siebeneinhalb Euro meines Abos, die auf diesen Fehlkauf entfallen sind etwa acht zu viel. Nur gut, dass ich auch schon verdammt viele, verdammt gute Hörbücher für den selben Preis bekommen habe.
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