Hörbuch-Rezensionen von yhdk
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Dead or Alive
Der Weg ist das Ziel ...
von yhdk aus Bertlin, Deutschland am 08.06.2011
Gelesen habe ich eine ganze Reihe von Clancy-Büchern - dies war mein erstes als Hörbuch. Präsentiert von einem sich subtil und manchmal fast unbeteilgt gebenden Vorleser. Der Spannungsbogen ist nicht gespannt, sondern liegt irgendwie mit lockerer Hand ausgerollt in der Gegend rum ...
Als Hörer plätschert man von Episode zu Episode, von Ereignis zu Ereignis - die Lust auf das gebannte Verbleiben im Geschehen hält sich in Grenzen. Manchmal kommt man sich auch vor, als würden da so zwei, drei, vier, fünf, sechs Tarzans agieren, die sich fernab der Bond'schen Phantasie durch die Welt schießen und hin und wieder in philosophischen Abschweifungen über den Sinn dieser Welt versinken.
Das Ende ist dann 'seitenlang' so eine Art erhobener Zeigefinger und das Deuten auf die Bösen dieser Welt. Frei nach dem Motto 'Und wir kriegen euch doch'.
Ein ganz nettes Buch, das man schnell wieder vergisst.
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Senatus Populus Que Romanus (SPQR 1)
Geschichte als Krimi serviert
von yhdk aus Bertlin, Deutschland am 27.05.2011
Wer sich nun gar nicht mit den alten Römern auskennt, der hat hier vielleicht an einigen Stellen ein paar Verständnisprobleme. Aber diese Probleme lassen sich beheben und mit ein bisserl Mühe taucht man mit Sicherheit in eine ganz realistische Szenerie ein.
Es ist ein spannender Krimi - eingebaut in eine Welt, die es schon lange nicht mehr gibt. Aber gerade darum ist es keinen Deut weniger spannend, als all' jene Bücher, bei denen Hightech Einzug gehalten hat.
So ganz nebenbei schafft es der Autor auch, Geschichtskenntnisse wieder aus der Versenkung zu holen oder aber bei den ganz Unbeleckten eine mal ganz mächtige Welt fast real entstehen zu lassen.
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Die Gegenpäpstin
Spannung - leicht und locker serviert.
von yhdk aus Bertlin, Deutschland am 27.05.2011
Das Buch hat sicher nicht den Anspruch, sich historisch perfekt und lehrreich zu präsentieren. Aber gut verdauliche Spannung mit einem Touch Geschichtsstunde ... also erstklassige Unterhaltung > Das ist dieses Buch.
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Ein Traum von einem Schiff: Eine Art Roman
Knapp daneben ist auch daneben!
von yhdk aus Bertlin, Deutschland am 27.05.2011
Da hat sich der gute Herr Herbst also gar nicht gut gefühlt, als er endlich mal eine Rolle auf dem Traumschiff bekam und mit den anderen C-Promis kostenlos auf Weltreise gehen durfte. Und diesen ganzen Frust hat er fix in einem Buch verrührt, um noch schnell Extra-Kohle zu machen.
Manchmal sollte man sich seinen Frust lieber ertränken, als sich mit einem solchen Buch selbst zum Nappel zu machen. Das ist keine Spur von Humor, keine Satire - das ist ein Rohrkrepierer der übelsten Sorte. Dafür kann es nur eine Strafe geben: Kielholen!
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Radetzkymarsch
Grandios!
von yhdk aus Bertlin, Deutschland am 09.04.2011
Es ist Literatur vom Feinsten und eigentlich könnte es beim unbeschreiblichen 'Vorleser' Michael Heltau um sonst was gehen ... es ist einfach ein Genuss, diese fein geschliffene Sprache von ihm mit dem ganz besonderen, liebevollen Schmäh präsentiert zu bekommen.
Die Geschichte ist letztlich von den historischen Fakten her bekannt - hier aber noch einmal aus einem Blickwinkel betrachtet, der die Vergangenheit zwar nicht zurück holt, sie aber durchgehend erlebbar, fühlbar macht.
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Das Geheimarchiv
Ein Satz mit 'x' ...
von yhdk aus Bertlin, Deutschland am 08.04.2011
Dieses Buch ist auf allen Ebenen eigentlich eine absolute NULL ... technisch hat man beim Vorlesen nicht darauf geachtet, dass an etlichen Schnittstellen immer wieder Satzdoppelungen kommen. Und der weitgehend emotionslose Vorleser hat offensichtlich ein Problem mit manchen gar nicht so fremden Worten, die er aber gerne lautmalerisch verhunzt > So wird aus einem simplen Cigarillo bei ihm ein grandioses 'Cigariiiiiijo'. Lästig auch die ständigen Versuche, den verschiedenen Personen aus verschiedenen Nationen mit einem aufgesetzten und so coolen Slang die jeweils landestypische Färbung zu geben ...
Die Story insgesamt ist ein Sammelsurium aus Spannungsstücken, die dem Anschein nach dem VHS-Anfängerkurs 'Wie schreibe ich ein spannendes Buch' entnommen worden sind. Was an einer Stelle darum gipfelt, dass es im natürlich falschen Augenblick spannungsgeladen an der Tür klopft, eine Stimme ertönt 'Aufmachen, Polizei' und einer der Protagonisten lapidar erklärt, dass es sich natürlich nur um einen Scherz handele.
Daumen nach unten!
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Die Arena
Tolles Hörbuch mit dem kleinen 'aber'!
von yhdk aus Bertlin, Deutschland am 26.03.2011
Ein grandioses Hörbuch mit einem Sprecher, der über die vielen Stunden hinweg mit seiner stimmlichen Präsenz das Buch zusätzlich prägt. Dabei ist hier eine gelungene Verbindung zwischen Thriller und im übertragenen Sinne sicher auch Parabel gefunden worden.
Die Schilderung der menschlichen Abgründe und ihrer situationsbedingten Entstehung hat mich in erschreckender Art und Weise an den Film 'Die Welle' erinnert - wir sollten sicher alle mal ein bißchen in uns gehen und über uns nachdenken ...
Neben dem manchmal sehr offensichtlich mahnend erhobenen Zeigefinger des Autor ist es süchtig machende Hörbuch-Kost, die auch mal gefühlt belanglos dahin plätschert, vielleicht auch gewollt beruhigende Phasen hat. Um dann wieder mit einem neuen Krach-Bumm-Peng in den Spannungsbogen einzusteigen.
Stephen King ist sicher nicht mein bevorzugter Autor - hier aber habe ich ihn problemlos ertragen und auch den Ausflug in die bei ihm so geliebten Phantasiewelten akzeptiert. Nur der Schluss hat mich dann etwas enttäuscht ... dahin pätschernd und 'aus die Maus'.
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Der Orientzyklus
Genial gemacht, aber restlos überfrachtet ...
von yhdk aus Bertlin, Deutschland am 26.03.2011
Es mag ein Widerspruchs ein, wenn man sich an meine Überschrift hält ... aber derartig genial gemachte Hörspiele in ihrer überbordenden Lautmalerei bekommt man heute kaum noch. Dagegen steht eine Überfrachtung des Gehörs - man kann die vielen sich überlagernden Eindrücke kaum vom gesprochenen Wort trennen und wird leider vielfach restlos abgelenkt > Sicher ein Hörspiel, aber für Hörbuch-Puristen kaum geeignet.
Als alter Karl May-Fan mit der Taschenlampe in vielen Nachtstunden unter der Bettdecke ist es sicherlich eine Freude, die Geschichten 'von damals' so dargeboten zu bekommen, sie wieder neu zu erleben und auch Freude daran zu haben. Nur sei der unbedarfte Hörer gewarnt - die Geschwindigkeit der Handlung mit einigen Brüchen (halt dem Hörspiel geschuldet) und die 'Geräuschkulisse' lassen ein nebenbei Hören kaum zu ...
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Die Tore der Welt
Mehr als ein Sittenbild!
von yhdk aus Bertlin, Deutschland am 12.03.2011
Klar, es ist ein Follett - ein stellenweise brachial aufgebautes, auch kritisches Stück aus einer Zeit, von der wir vielleicht viel zu viele 'gehübschte' Bilder im Kopf haben. In epischer Breite aufbereitet und von einem Leser präsentiert, der sein Handwerk versteht.
Das Kopfkino funktioniert beim stundenlangen Konsum - es ist pure Unterhaltung.
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Die Säulen der Erde
Der Weg ist das Ziel ...
von yhdk aus Bertlin, Deutschland am 12.03.2011
.. und nach dem letzten Versuch, die gedruckte Buchversion endlich mal komplett zu lesen, habe ich es jetzt mit dem Hörbuch versucht: Ich war und bin immer noch begeistert.
Obwohl die Story letztlich bekannt ist, ist das Hörbuch trotzdem eine fesselnde Wohltat, die mich gebannt immer wieder viel zu lange am Kopfhörer gefesselt hat. Dabei auch begleitet von einem Leser, der zwar mit der Atemtechnik noch etwas üben sollte, dessen Stimmfarbe aber niemals aufdringlich wurde - ganz im Gegenteil hat er dem Hörbuch jene Richtung gegeben, die es wirklich hörbar macht.
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