Hörbuch-Rezensionen von phalter

Hier finden Sie alle Hörbuch-Rezensionen von phalter

1-10 von 10 Rezensionen

Abgeschnitten

 Konstruierter Plot, Hauptsache "klingt gruselig"

von phalter aus Kerpen, Deutschland am 18.01.2013

Die Geschichte ist ähnlich konstruiert wie in Augensammler / Augenjäger, nur noch unwahrscheinlicher und unrealistischer. Wieder sind viele "Rätsel" und symbolische Nachrichten zu entschlüsseln, wieder Schnitzeljagd, wieder spielt Zeit eine wesentliche Rolle, auch so mancher Zufall. Wieder wirkt im Hintergrund ein krankhaft gestörtes aber einfallsreich bis genial planendes Verbrecherhirn.
Obduktionsszenarien werden in aller Ausführlichkeit möglichst so geschildert, dass Ekel- oder Schockgefühle geweckt werden sollen. Mich langweilt das eher, der Zweck ist zu offensichtlich.
Schleichwerbung für Porsche - hier speziell den Cayenne - mit seinem "Lederlenkrad" und starkem Motor, beachtlichen Fliehkräften und Beschleunigungsvermögen, gibts gratis dazu.
Genial gute Sprecher in einem schlechten Buch verheizt.

3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Racheklingen

 Actionfilm für die Ohren

von phalter aus Kerpen, Deutschland am 07.01.2013

Keine Geschichte für Zartbesaitete. Abercrombie ist aber das Kunststück gelungen, interessante neue Charaktere zu erfinden und nachvollziehbar und schlüssig zu beschreiben, ohne dass dies in der schier endlosen Aneinanderreihung plastisch ausgemalter Gewaltorgien untergeht.

Mir war es an manchen Stellen zu viel des Gemetzels. Der Autor bemühte sich redlich, möglichst viele Todesarten zu erfinden, schildert diese für meinen Geschmack aber etwas zu detailverliebt. Andererseits wäre es eine gelungene Vorlage für das Drehbuches eines Actionfilms, der in einem Fantasiestaat "Styrien" spielt, zu einer Zeit, als die bevorzugten Waffen Messer, Schwerter, Äxte, Lanzen, Hellebarden und Speere sind.

Intrigen, Mord und Lüge sind an der Tagesordnung. Gewalt, Hinterlilst, Drohung und Erpressung sowie Verrat sind die bevorzugten Mittel der Politik. Am Schluss gewinnt, wer die meisten Menschen ermordet hat oder hat ermorden lassen, ohne selbst getötet zu werden.
Von den zentralen Charateren überleben am Ende aber erstaunlich viele. Dabei ist jeder ein gewissenloser Schlächter.
Moralische Maßstäbe sollte man also an diese Rache-getriebene Geschichte besser nicht anlegen, obwohl viel von "Moral" die Rede ist. "Das Gute" sucht man hier vergebens.

Die Geschichte so zu erzählen, dass sie auch für den weitgehend verständlich bleibt, der "First Law" nicht kennt muss, wurde intelligent gelöst. Oft nur in Halbsätze eingefügte Bezüge gibt es allerdings viele und das eine oder andere Detail erschliesst sich erst, wenn man "First Law" kennt (zum Beispiel, was ein "Verzehrer" ist). Die Geschichte ist zwar in sich abgeschlossen, böte aber Raum für viele neue Geschichten.

Nur im ersten Teil der Downloaddatei hat sich ein Übersetzungsfehler eingeschlichen, wo "Schuldner" und "Gläubiger" verwechselt werden.

Und der grandiose David Nathan trägt die Hauptverantwortung dafür, dass ich das gesamte Hörbuch in wenigen Tagen ohne die geringste Spur von Langeweile, aber dafür mit viel Genuss angehört habe. Der einzige Versprecher - "Rechtssprechung" statt "Rechtsprechung" - klang eher nach absichtlich eingestreutem Fehler, der die großartige Leistung nicht schmälert. Bei 29 Stunden und 31 Minuten einer im übrigen derart makellosen Produktion, freut man sich ja fast schon, überhaupt etwas zu mäkeln zu haben.

3 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Verflixtes Blau!

 Schwächere Geschichte, aber genial gelesen

von phalter aus Kerpen, Deutschland am 03.11.2012

Als Buch hätte ich die Geschichte wahrscheinlich schnell beiseite gelegt, da die Geschichte zwar ein "typischer Moore" ist, mich inhaltlich aber nicht so sehr fesselt. Ich habe mich sogar kurz mit der Geschichte der Impressionisten beschäftigt, um die Zusammenhänge besser zu verstehen.
Simon Jäger ist es letztlich, der aus einem mittelmäßigen Buch eine unterhaltsames Hörvergnügen macht. Jeder Charakter bekommt seine eigene Stimme mitsamt Betonung und Sprechtempo und damit seinen eigenen, unverwechselbaren Charakter. Jäger spielt mehr, als dass er "nur" lesen würde. Wieder eine Glanzleistung von ihm.

2 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Der Atlantis-Komplex (Artemis Fowl 7)

 Belanglos und uninspiriert.

von phalter aus Kerpen, Deutschland am 08.04.2011

Die Geschichte wiederholt bekannte Motive aus früheren Fowlschen Abenteuern, ohne dass wirklich etwas neu oder spannend wäre. Wie immer viel Technikbrimborium, mal wieder ein Gefängnisausburch und eine Attacke gegen die ZUP. Ein paar Tote mehr als sonst vielleicht. Weder die Weltrettungs-Idee zu Beginn, noch der Fowlsche Atlantis-Komplex haben in der Geschichte wirkliche Bedeutung. Der Schluß ist etwas holprig. Vielleicht liegt es an Kürzungen zum Buch. Der mit Abstand schwächste Band der Reihe, trotz routinierter Leistung von Rufus Beck. Sehr schade, denn ich hatte mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut.

2 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

The First Law 1

 Leider nur sechs Teile. Fünf Sterne für Natan - zu wenig. Nix für Zartbesaitete.

von phalter aus Kerpen, Deutschland am 05.07.2010

Beim 5. Teil der Saga angelangt, finde ich es schon jetzt schade, dass es mit dem 6. Teil zu Ende sein soll.
Völlig unverständlich und nicht nachvollziehbar, wie David Nathan es schafft, über so viele Stunden eine derart begeisternde und eindrucksvoll-makellose Leistung abzuliefern. Geschichte und Charatere erweckt er zum Leben und verleiht ihnen viele Facetten.
Wäre nicht dieser grandioser Vortrag, hätte ich der Geschichte 1-2 Sterne abgezogen für die zu langen und brutal-blutrünstigen Schilderungen von Folter- und Kampfszenen, die teilweise kein Ende nehmen wollen. Weniger wäre hier mehr gewesen. Für Zartbesaitete ist das nix.

3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Der Fürst des Nebels

 Vier Sterne zu Beginn, zwei gegen Ende.

von phalter aus Kerpen, Deutschland am 23.04.2010

vom Hörbuch Großmeister Beck gelesen ist die Geschichte sehr dicht vorgetragen, das Zuhören macht einfach Spaß. Die Charaktere sind in warmen Farben gezeichnet und sehr sympathisch. Die Geschichte wird ab der Mitte aber immer phantastischer, für mich etwas zu arg und dabei zu vorhersagbar. Ab da ließ mein Interesse deutlich nach. Der Vortrag wird dann auch sehr dramatisch, für mich war es gegen Ende zu dick aufgetragen. Beck kann jeder Figur eigenen Charakter, eigene Stimme und Farbe verleihen. Der Leuchtturmwärter ist dabei leider etwas misslungen, wie schon in der anderen Rezension zu lesen ist (englischer Name, norddeutscher Dialekt - Hoppala, woher er den haben könnte, bleibt ein Geheimnis), was mich in Anbetracht des Beck'schen Potentials und Könnens doch etwas überrascht hat.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Hundskrüppel

 Zu kurz, Musikteile zu lang, toll vorgetragen

von phalter aus Kerpen, Deutschland am 21.02.2010

Polt zuzuhören ist ein Genuss. Die Geschichten sind qualitativ aber sehr unterschiedlich. Sehr gestört hat mich die Musik a la Musikantenstadl zu Beginn und zwischendurch, die auch noch zu viel Zeit von den eh schon knapp bemessenen 78 Minuten in Beschlag nimmt. Deshalb zwei statt vier Sterne. Polt selbst ist natürlich immer gut für satte fünf Sterne.

0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Der Patient

 Zäh, gestelzte Dialoge, Aufnahme etwas 'hallig'

von phalter aus Kerpen, Deutschland am 24.01.2010

Motiviert durch die positiven Rezensionen habe ich mich für die 'Langfassung' entschieden, die sich aber wirklich in die Länge zieht. Noch habe ich nicht alles gehört, aber ich zweifle schon daran, ob mein Kondition dafür ausreicht. Der Plot ist nicht so ganz neu, so, wie die Hauptfigur da in die Enge getrieben wird. Vielleicht daher der Eindruck, vieles sei zu vorhersehbar. Auffällig unpassend sind die Dialoge, die mir zu gestelzt erscheinen, zu gewählte Formulierungen, zum hochtrabend die Ausdrucksweise z.B. der Polizistin. Der eine oder andere Charakter kommt etwas künstlich oder hölzern daher.
Leider ist die Aufnahme nicht so gut. Zu viel Hall bzw. Raumklang dabei. Etwas lauter im Wagen gehört, neigt das Dank mittelmäßger Lautsprecher etwas zum Dröhnen.

1 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Valley: Tal der Wächter

 Unentschlossen. Idiotischer Schluss.

von phalter aus Kerpen, Deutschland am 20.01.2010

Einzig die Leistung von Rufus Beck rettet dieses Hörbuch.
Der Autor konnte sich offensichtlich nicht entschließen, welche Geschichte er denn eigentlich erzählen wollte: die Entwicklung des Helden, der Streit der Clans, das Geheimnis des Tals !? Von allem etwas, nichts so richtig. Der Schluss aber ist völlig daneben. Danach reute mich die Zeit, die ich mit dem Hörbuch verbracht habe.

0 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Die Bücherdiebin

 bewegende Geschichte, einfühlsam vorgetragen

von phalter aus Kerpen, Deutschland am 17.12.2009

Sehr, sehr hörenswert. Sehr bewegend, ohne kitschig zu sein. Einfach nebenbei hören, durchrauschen lassen !? Unmöglich.
Ich glaube, ich werde es mir bald nochmal anhören.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Inhalt der Rezension als unzumutbar an Audible melden:
Entspricht diese Rezension nicht unseren Richtlinien für Rezensionen oder ist in anderer Weise unzumutbar und sollte deshalb von unserer Website entfernt werden? Dann klicken Sie bitte auf den unten angezeigten Button.Wir werden die Rezension prüfen und das Nötige veranlassen.

Missbrauch melden Abbrechen