Hörbuch-Rezensionen von Ute
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Argumentieren unter Stress: Wie man unfaire Angriffe erfolgreich abwehrt
Kurz und knackig - hilfreiche Beispiele
von Ute aus Heppenheim, Deutschland am 14.04.2013
Ich fand das Hörbuch gut. Vieles hat man zwar schon hier oder da schon einmal gehört oder gelesen, aber ich vertrete ja die Meinung, dass man gewisse Dinge nicht oft genug hören kann, um sie wirklich zu verinnerlichen. Gerade was spontane Antworten betrifft, ist das ja nicht ganz so einfach, wenn es einem nicht im Blut liegt.
Sehr “übersichtlich” wurden die 10 verschiedenen Methoden erklärt und mit Beispielen dargestellt, wie man in welchen Situationen souverän antworten könnte. Anschließend gibt es auch noch einen Übungsteil, bei dem man kurz Zeit bekommt, um selbst zu antworten, bevor der Autor wieder einen Vorschlag unterbreitet.
Zusätzlich bekommt man bei Audible auch das Booklet als pdf-Datei, in der die Formulierungsbeispiele für Brückensätze aufgelistet sind.
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Der Algorithmus der Liebe
Wunderschön!
von Ute aus Heppenheim, Deutschland am 31.03.2013
Ich bin noch verzaubert. Gestern mittag habe ich mir das Hörbuch heruntergeladen und habe sofort angefangen, zu hören. Und was soll ich sagen – ich konnte es nicht ausschalten, bis es zu Ende gehört war.
Um was geht es
Sam findet mit Hilfe eines selbst programmierten Algorithmus seine Traumfrau Meredith und tatsächlich funkt es bei beiden gleichermaßen. Als kurz darauf Merediths Oma stirbt und Meredith damit nicht gut klar kommt, will Sam ihr helfen. Er als absoluter Computer-Nerd bastelt aus den vorhandenen eMails, die sich die Oma und Meredith geschrieben hatten, eine letzte Mail, die Meredith Trost spenden und ihr über den Tod ihrer geliebten Oma hinweg helfen soll. Das funktioniert nach anfänglicher Skepsis auch sehr gut. Bald fragt Meredith, ob nicht auch ein Live-Chat mit ihrer Oma möglich sei, da sie sehr oft über diesen Weg kommuniziert hatten. Sam entwickelt den Algorithmus weiter und siehe da: auch das funktioniert wunderbar. Live-Kommunikation mit einer Toten. Ein bizarrer Gedanke.
Da ihr dieser Weg so viel Trost spendet überlegen sie, ob sie diese Möglichkeit nicht anderen Menschen, die ebenfalls trauern, zur Verfügung stellen können. Sie gründen also eine Firma. RePrise genannt. Sie findet auch großen Anklang und bald haben sie eine bunt zusammengewürfelte Schar an Kunden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch natürlich treten auch Schwierigkeiten auf…
Was mir so gut daran gefallen hat
Das Hörbuch könnte aktueller nicht sein. Denn nicht nur einmal habe ich mich auch schon gefragt, was eigentlich mit meinen Daten im Internet passiert, wenn ich nicht mehr lebe. Die Geschichte erzählt eine Spielart, was damit passieren könnte.
Die Protagonisten sind durchweg sehr gut dargestellt. Schnell hatte ich von allen ein Bild vor Augen und jeder war mir auf seine verschrobene Weise bald ans Herz gewachsen. Natürlich hat die Geschichte sehr viel mit Liebe zu tun. Aber eben auch mit dem Tod, mit der Trauer, mit dem Schmerz der Hinterbliebenen und wie man ihnen Trost spenden könnte. Und trotzdem ist das Buch nicht düster. Im Gegenteil. Es ist derart humorvoll geschrieben, dass ich oft ein Lächeln auf dem Gesicht hatte.
Oliver Wnuk als Sprecher war mir bisher unbekannt. Aber es ist ein Name, den man sich merken sollte. Er hat diese Geschichte ganz wunderbar gesprochen. Er hat jedem seine eigene Nuance und Stimme gegeben und hat auch die Geschwindigkeit an die jeweiligen Situationen angepasst.
Insgesamt hat diese Geschichte in Nullkommanix mein Herz erobert und hat es somit auf meine Bestenliste geschafft.
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Biest
Spannend, packend, was will man mehr?
von Ute aus Heppenheim, Deutschland am 24.03.2013
So muss ein Thriller sein, damit ich ihn toll finde. Ein Thema, dass uns alles betrifft: Ein Anschlag auf die Kernkraftwerke in Europa ist geplant, sympathische Protagonisten, die alles geben, um dies zu verhindern und dazwischen jede Menge Spannung. Knapp 13 Stunden, die wie im freien Fall vergingen.
Schockierend fand ich, wie einfach es doch zu sein scheint, einen ganzen Kontinent außer Gefecht zu setzen und unzählige Menschen in den Tod zu schicken. Frage an die Leute, die in Kernkraftwerken arbeiten: Wird dort wirklich Windows als Betriebssystem eingesetzt?
Uve Teschner gehört für mich mittlerweile zu den besten Hörbuchsprechern. Und das hat er auch hier wieder gekonnt bewiesen.
Jetzt werde ich mal schauen, was es noch für Hörbücher von Jenk Saborowski gibt. Denn mein “Erstling” von ihm hat mir wirklich sehr gut gefallen.
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Zorgamazoo
Das sollte man sich nicht entgehen lassen!
von Ute aus Heppenheim, Deutschland am 09.03.2013
Ein Jugendbuch. Komplett in Reimen – sprich ein knapp drei Stunden langes Gedicht. Das kann ja nur langweilig sein. Falls du das denkst, liegst du 100 % falsch. Und das hat die Kinderjury des 11. Deutschen Hörbuchpreises auch so gesehen. Denn die Kids haben dieses Hörbuch auserwählt.
Da ich Gast bei der Verleihung des 11. Hörbuchpreises in Köln sein durfte, wurde ich auf dieses Hörbuch aufmerksam. War doch der Sprecher Martin Baltscheit auch auf der Bühne und hat einen Auszug live vorgetragen. Ich war sofort begeistert. Sowohl von der Geschichte als auch von dem Sprecher und seiner Art, dieses Gedicht zu vertonen. Wieder zuhause habe ich es gekauft und auch direkt gehört.
Ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Ich wurde über knapp drei Stunden derart köstlich unterhalten, wie lange nicht mehr. Eine spannende Geschichte, mit einem Antihelden, der dann doch – wenn auch ungewollt – zum Helden mutiert. Einem Mädchen (Katrina Katrell), die von allen verstoßen, dann letztendlich doch eine Familie findet. Vielen Phantasiegestalten, die zweifelsohne auf unserer Erde wohnen – nur wo? Das weiß man nicht. Alle wurden ent…. ach nein, das führt jetzt doch zu weit. Soviel will ich gar nicht erzählen.
Hör es dir an, lass dich verzaubern und in diese phantasievolle Welt entführen. Es werden drei unvergessliche Stunden werden – das garantiere ich dir. Viel Abenteuer, viel Witz, viel Spannung, viele lebensbedrohliche Situationen – das ist es, was “Zorgamazoo” dir schenkt.
Martin Baltscheit hat dieses Hörbuch unglaublich enthusiastisch gesprochen. Ganz großes Lob an ihn.
Auch der Übersetzer sollte hier noch ein großes Lob ernten. Denn solch ein Gedicht in eine andere Sprache zu übertragen, das ist eine wahre Meisterleistung.
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Das Mädchen, das den Himmel berührte
Eine wundervolle Geschichte
von Ute aus Heppenheim, Deutschland am 28.02.2013
Was für ein ergreifendes Hörbuch! Wo bitte sind die 29 Stunden hin? Sie vergingen für mich beim Zuhören wie im freien Fall und ich würde gerne noch weitere 29 Stunden der Geschichte lauschen.
Dieses Hörbuch ist prall gefüllt mit Menschen und ihren Gefühlen, mit Judenhass, mit Hexenverfolgung und der Inquisition, mit Gaunereien, mit Charme, mit Liebe ohne Vorurteile, mit Freundschaft, Hass und Neid, Verrat und Täuschung und natürlich jeder Menge Widrigkeiten, die die Protagonisten durch- und überleben müssen. Wie sie das bewerkstelligen wird in prächtig beschriebenen Bildern erzählt. Ich konnte mir das Venedig von damals mit all seinen Kanälen und Gassen, Läden und Gerüchen, Edelmännern und Huren etc. sehr gut vorstellen.
Wie auch schon in “Der Junge, der Träume schenkte” wird die Geschichte über mehrere Jahre erzählt. Allerdings ist hier die Zeitspanne nicht so lang. Doch deswegen war es noch lange nicht weniger interessant! Denn in der Zeit, die erzählt wird, passiert so erschreckend viel, dass bei mir keine Minute Langeweile aufkam.
Sehr ausführlich wird hier auch geschildert, wie in einer unglaublich großen Reederei Galeeren gebaut wurden. Äußerst interessant fand ich das. Ebenso interessant war auch die Schilderung des Hexenprozesses.
Die Geschichte hat verschiedene Erzählstränge, die sich zum Ende hin zu einem verbinden und somit auch nichts ungeklärt bleibt. Und den letzten Satz – hach, den fand ich richtig passend als Abschluss für diesen wundervollen Roman.
Sascha Rotermund hat diese Geschichte unschlagbar gut, engagiert und mit viel Gespür für die Protagonisten und die einzelnen Situationen gesprochen. Seine Leistung verdient ebenso wie die Geschichte die volle Punktzahl!
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Stich ins Wespennest
Äußerst charmant - ein kleines Juwel
von Ute aus Heppenheim, Deutschland am 25.02.2013
Dieses Hörbuch war so richtig nach meinem Geschmack. Sehr witzig, charmant und mit jeder Menge englischem Humor ist die gesamte Geschichte erzählt. Barbara Buncle – völlig ahnungslos, was denn nun gute oder schlechte Literatur ist – schreibt einen Bestseller unter einem Pseudonym und ab sofort ist in ihrem Heimatdorf der Teufel los. Alle sind auf der Suche nach John Smith – Verdächtigungen und Lynchrufe werden laut. Doch dieses Buch ist nicht blutrünstig – in keinster Weise. Es passiert auch nichts schlimmes, als es raus ist. Diese Geschichte ist einfach nur wundervoll verschmitzt und humorvoll. Und dazu ist sie auch noch komplett schlüssig. Noch zu erwähnen: diese Geschichte wurde soweit ich weiß 1932 geschrieben! Das fand ich erstaunlich, klingt sie doch kein bisschen verstaubt.
Angelika Warning als Sprecherin fand ich anfangs nicht so richtig gut. Doch je mehr ich mich reinhörte, um so besser gefielen mir ihre stimmlichen “Verstellungen” Und im Nachhinein muss ich sagen, dass sie die genau richtige Sprecherin dafür war.
Insgesamt fand ich dieses Buch eine wirklich sehr schöne und äußerst unterhaltsame Story. Immer wenn ich an das Buch denke, muss ich grinsen.
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Kein Entkommen
Super schnell und super spannend
von Ute aus Heppenheim, Deutschland am 25.02.2013
Dass 292 Minuten wie im freien Fall vergehen können, zeigt Linwood Barclay in diesem super schnellen und äußerst spannenden Thriller. Keine Minute kommt man zum Durchatmen, im Gegenteil, man wird gnadenlos durch die Geschichte gejagt und fiebert mit dem Protagonisten mit. Klasse!
Die Story wurde von zwei Sprechern gesprochen, was ich sehr gut fand. So konnte man leichter nachvollziehen, wer denn nun gerade seine Sicht der Ereignisse schildert. Das gab der Geschichte einen extra Schliff.
Insgesamt ist dieser Thriller zwar nicht sonderlich lange, aber über die volle Länge sehr spannend. Und auch mit dem Schluss war ich einverstanden.
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Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim
Ganz nett - hätte man mehr draus machen können
von Ute aus Heppenheim, Deutschland am 25.02.2013
Zunächst war ich von diesem Hörbuch sehr angetan. Denn die Einsamkeit, die Maxwell Sim fühlt, konnte man selbst als Hörer fühlen – das fand ich unheimlich intensiv beschrieben. Trotzdem ist es nicht nur ernst geschrieben, es sind auch sehr lustige Szenen dabei.
Sein einsames Leben nimmt dann diese und jene kleine Wendung, er lernt hier und da neue Menschen kennen und die Begegnung mit einem alten Freund führt ihn schließlich auf eine sehr seltsame Reise, auf der er verschiedene Menschen aus seiner Vergangenheit wieder trifft und die ihm ein Stück weit die Augen zu sich selbst öffnen. Eigentlich sollte man denken, dass sich vielleicht alles doch zum Guten wendet, für den armen, einsamen Maxwell.
Doch leider flacht die Geschichte genau dann extrem ab. Und dass sich der Autor zum Schluss noch einmischt und damit dem Hörer jegliche Phantasie des weiteren Lebens des Maxwell Sim jäh raubt, fand ich zwar einen relativ netten Gag, aber hat den ganzen Zauber und das ganze Potenzial, die die Geschichte ursprünglich hatte, gnadenlos vernichtet.
Den Sprecher fand ich ok für die Story. Er passte gut.
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Codex Regius
Hatte mehr erwartet
von Ute aus Heppenheim, Deutschland am 25.02.2013
Auf dieses Hörbuch war ich sehr gespannt, mag ich Arnaldur Indridason doch sehr. Jedoch wurde ich etwas enttäuscht. Zwar sind die Abenteuer, in die der junge Student Valdemar mit seinem alten Professor gerät, durchaus hörenswert, aber es hat mich nicht wirklich gepackt. Ich habe schon zwei Anläufe gebraucht, um das Hörbuch überhaupt fertig zu hören.
Mit dem Schluss war ich dann auch eher unzufrieden. Denn ich mag es nicht, wenn die Geschichte quasi fertig erzählt ist und dann noch ca. 15 Minuten Erklärungen folgen, wie denn die noch offenen Punkte zu erklären sind. Dazu hätte man aber die ganze Geschichte anders aufbauen müssen.
Insgesamt befasst sich dieses Hörbuch mit einem sehr interessanten Thema, ist aber nicht so spannend, wie manch anderes Hörbuch vom Autor (z. B. Engelsstimme).
Heikko Deutschmann als Sprecher fand ich absolut ok und passend.
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Das finstere Tal
Brillant!
von Ute aus Heppenheim, Deutschland am 25.02.2013
Brillant! Anders kann man dieses Buch nicht beschreiben. Das ist Literatur wie ich sie liebe. Eine Sprache, die so wortgewaltig daher kommt, wie die durch und durch düstere Geschichte selbst.
Zunächst fängt die Geschichte harmlos an. Ein Mann zieht in ein finsteres Bergdorf, stellt sich als Maler vor und wird dort nach anfänglichem Misstrauen der Bewohner schließlich doch aufgenommen, hat er doch einen ganzen Beutel voll Gold. Das beeindruckt die ärmlichen Leute und überzeugt schnell. Der Winter kommt, das Tal kann nicht mehr verlassen werden, ist es doch vom Rest der Welt durch den Schnee abgeschnitten. Der Fremde malt, sitzt mal hier, mal da, bald wird er nicht mehr wahrgenommen. Er gehört rasch einfach zum täglichen Anblick dazu. Doch langsam, ganz langsam ändert sich die Situation, wird zunehmend bedrohlicher, es gibt einen ersten Toten, der Zweite lässt nicht lange auf sich warten. Doch passieren die Morde nicht offensichtlich und kaltblütig, es könnte auch jeweils ein Unfall gewesen sein. Einzig durch die Rückblicke erschließt sich einem nach und nach die ganze Geschichte, die in einem erbitterten Kampf Mann gegen Mann gipfelt. Fantastisch! (Und nein, das ist nun kein(!) Spoiler.)
Selten habe ich ein Buch gelesen, das den Spannungsbogen zunächst sehr behutsam und dann bis zum Bersten gespannt anzieht. Am Ende des Buches blieb ich atemlos und fasziniert zugleich zurück und hätte gerne noch weiter gehört.
Matthias Brandt als Sprecher war ebenso brillant wie die Geschichte selbst. Er hatte für jede Situation die richtige Betonung, die richtige Akzentuierung und die richtige Geschwindigkeit gefunden, so dass dieses Hörbuch das reinste Kopfkino bei mir auslöste. Sehr gut.
Dieses Hörbuch ist meiner Meinung nach etwas ganz Besonderes. Es gibt leider nur sehr wenige solch faszinierender Bücher, sowohl vom Inhalt, von der Sprache als auch vom Sprecher her. Toll.
Dieses Hörbuch hat es auf meine Bestenliste geschafft.
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