Hörbuch-Rezensionen von jumurdzsak
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Er ist wieder da
Super gesprochen
von jumurdzsak aus Österreich am 04.11.2012
Mir ist beim Hören immer wieder eine Frage durch den Kopf gegangen: Hat Timur Vermes das Buch gezielt für Christoph Maria Herbst geschrieben? Oder anders gefragt: wäre das Buch mit einem anderen Sprecher ein ebenso großer Hörgenuss?
Mit Christoph Maria Herbst, der die Personifizierung Adolf Hitlers perfektioniert hat, ist das Buch jedenfalls ein echtes Erlebnis und strotzt vor lauter Satire. Ich kann es jedem empfehlen, der in der Lage ist, den Humor zwischen den Zeilen zu erkennen.
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Nerd Attack!: Eine Geschichte der digitalen Welt vom C64 bis zu Twitter und Facebook
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Christian Stöcker
Ein bisschen Nostalgie
von jumurdzsak aus Österreich am 19.09.2012
Auch wenn man nicht zur Hackerszene gehört hat, findet man als 30-Jähriger viele Phasen seiner Jugend in diesem Buch wieder. Nerd Attack ist eine kurze Geschichte des Computers, aber nicht in einer lexikarischen Form und nicht auf den Computer als Rechenmaschine bezogen.
Vielmehr geht es um die ersten Computerspiele und Hacker und die Spuren, die sie in der europäischen und amerikanischen Kultur hinterlassen haben.
Ich fand das Buch sehr gut, vor allem weil der Autor die Informationen gut recherchiert und mit einander verknüpft hat.
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Flammender Zorn (Die Tribute von Panem 3)
Flammender Zorn beim Leser?
von jumurdzsak aus Österreich am 17.09.2012
Na gut, so richtig zornig war ich dann doch nicht. Aber etwas enttäuscht war ich, als ich den 3. Teil zu Ende gehört hatte. Dass es um ein düsteres, utopisches und zum Teil sinnloses Abschlachten von Menschen gehen würde, habe ich aufgrund der Erfahrungen mit den ersten beiden Teilen vermutet.
Neu war jedoch die unproportionale Gewichtung der Ereignisse im Handlungsverlauf. Banale und letztlich irrelevante Ereignisse werden ausführlich und detailreich geschildert. Das wesentliche Ereignis, auf das die Hauptfigur immerhin 3 Bände hindurch hinarbeitet, wird hingegen in einem Halbsatz abgetan.
Überhaupt hatte ich das Gefühl, als würde ich auf zentrale Wendungen der Geschichte nur einen hastigen Blick im Vorbeigehen erhaschen. Der Tod bedeutender Figuren, die Wendungen im Krieg der Rebellen gegen das Kapitol, ja sogar der Fall des Tyrannen werden so nebensächlich erzählt, dass man glauben möchte, die Hauptfigur - und mit ihr der Leser - hätten die Höhepunkte der Geschichte verschlafen.
Das Ende hat meine Erwartungen in die Geschichte, die ich immerhin über einige Hörstunden aufbauen durfte, jedenfalls ziemlich enttäuscht. Ich tröste mich aber damit, dass sich die Heldin - in einem der wenigen Funken ihrer Selbsterkenntis - letztlich für den richtigen der beiden Männer entschieden hat.
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Gefährliche Liebe (Die Tribute von Panem 2)
Typischer Mittelteil
von jumurdzsak aus Österreich am 09.07.2012
Allen voran verdient - wie schon im ersten Teil - die Sprecherin viel Lob, denn sie verkörpert die Hauptfigur in einer derartigen Intensität, wie ich es sonst von Hörbüchern nicht kenne. Das macht den Roman zum Hörgenuss.
Inhaltlich leidet der 2. Teil der Trilogie daran, was er ist: nämlich der 2. Teil einer dreiteiligen Geschichte. Dementsprechend gibt es - wenn auch gut gemachte - kurze Rückblenden zum 1. Teil. Und ein mehr als offenes Ende, was ziemlich unbefriedigend ist. Letztlich kommt man nicht drum herum, den letzten Teil der Geschichte abzuwarten.
Hier ist es schade, dass nicht alle 3 Teile gleichzeitig erschienen sind.
1 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Das Leben, das Universum und der ganze Rest
So long, Douglas
von jumurdzsak aus Österreich am 26.06.2012
Lange habe ich auf die Fortsetzung der ersten beiden Teile der Anhalter-Saga gewartet. Leider blieb der dritte Teil der Serie nach den ersten beiden weit hinter meinen Erwartungen zurück.
Zunächst finde ich es sehr schade, dass nicht auch dieser Teil von Christian Ulmen gesprochen wird. Die Vertonung durch den Sprecher Andreas Fröhlich ist nicht nur in der Hörqualität nicht ganz lupenrein, sondern vermag auch die Skurilität der Handlung und der Figuren mit der satirisch-pointierten Erzählweise von Douglas Adams nicht so unterhaltsam widerzugeben. Während ich bei den ersten beiden Teilen das Gefühl hatte, praktisch in der Handlung drinnen zu sitzen, hatte ich hier streckenweise größere Mühe, bei der Sache zu bleiben und das Geschehen aufmerksam zu verfolgen.
Auch inhaltlich bleibt der dritte Teil hinter den ersten beiden zurück. Die Handlung ist ziemlich seltsam (gut, das war sie bei den ersten beiden Teilen auch, aber hier wirkt die Handlung mit sehr viel Mühe konstruiert, aus der Not heraus, etwas ähnlich Gutes zu bringen, wie schon zuvor). Letztlich ist der dritte Teil ein aufgewärmtes Durcheinander von Zeit und Raum, in dem hier und da eine Pointe den Hörer zum Schmunzeln bringt. Leider aber nicht so oft, wie man gerne hätte.
2 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Tödliche Spiele (Die Tribute von Panem 1)
Spannend und atemlos
von jumurdzsak aus Österreich am 26.06.2012
Eines vorweg: das Buch gönnt einem keine Verschnaufpause. Über die Handlung kann man vieles sagen: Sie ist utopisch, brutal, ja geradezu menschenverachtend. Eines ist sie jedenfalls nicht: langweilig.
Ohne die aktuelle Verfilmung gesehen oder mich zuvor mit dem Inhalt beschäftigt zu haben, habe ich mich in dieses Hörabenteuer eingelassen und fand mich schnell in einer Welt, die auf den Fundamenten von George Orwells "1984" und den antiken Gladiatorkämpfen errichtet worden ist, gepaart mit einer wenig realitätsverträglichen Zukunftsszenerie, die Züge von "Die Insel" in sich trug.
Kurzum, das Buch ist nichts für schwache Nerven. Die Selbstverständlichkeit und Skurilität der Menschenverachtung erreicht in diesem Buch ungeahnte Ausmaße und man muss sich fragen, ob das gut ist. Wenn man das Buch jedoch als reine Fiktion mit etwas Distanz betrachten kann, erhält man eine von Anfang bis Ende spannende, atemlose Geschichte, die von der Sprecherin hervorragend akustisch umgesetzt wurde. Ihre Sprechweise transportiert die Anspannung und die Qualen, die die Handlung für die Ich-Erzählerin in der Figur der Hauptperson mit sich bringen.
Einziger Knackpunkt: im Interesse der Absatzsteigerung für die nachfolgenden beiden Teile bleibt das Ende offen bzw. hängt vollständig in der Luft.
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Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?
Pädagogisch vielleicht wertvoll...
von jumurdzsak aus Österreich am 25.06.2012
... aber wenig unterhaltsam.
Als eine Freundin von mir zu einer anderen Freundin sagte, sie lese gerade "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?", antwortete die andere wie aus der Pistole geschossen und vollkommen im Bilde: "Ah, Precht."
Ich, der ich weiß, dass beide Damen über einen ausgeprägten Literatur-Riecher verfügen, stand unbeteiligt daneben und dachte mir: "Aha, das muss ein neuer Bestseller sein, den ich auch unbedingt kennen sollte." Nur steht bei mir das Hören vor dem Lesen.
Um es gleich zuzugeben: ich habe es nicht fertig gehört. Das liegt vielleicht daran, dass ich Hörbücher hauptsächlich auf der täglich monotoner werdenden Fahrt ins Büro höre und dabei versuche, die Eintönigkeit der Strecke, auf der ich jeden Grashalm mit Vornamen ansprechen könnte, durch attraktive Hörliteratur aufzuwiegen. Dieses Hörbuch bietet eine Fülle an historisch-kultureller Information und ist eine herausragend gute Zusammenstellung von Allgemeinbildung. Allerdings ist es das falsche Buch, wenn man Unterhalten werden will, wenn man die Spannung eines Romans sucht, den man nicht weglegen möchte.
Kurzum: ein an sich gutes Buch, das sich seinen Leser (bzw. Höhrer) aber selber sucht. Dieser muss schon an einer Weiterbildung oder an einer Politur des in die Jahre gekommenen Abglanzes seiner Allgemeinbildung interessiert sein.
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Jagd auf Roter Oktober
Ein seltenes Beispiel darfür...
von jumurdzsak aus Österreich am 25.06.2012
... dass es auch Fälle gibt, in denen das Buch hinter dem Film zurückbleibt. Ich liebe die Verfilmung von Jagd auf Roter Oktober (auch wenn Harrison Ford gegenüber Alec Baldwin der bessere Jack Ryan ist) und finde die Verkörperung von Marco Ramius durch Sir Sean Connery herausragend.
Lange hatte ich schon vor, auch das Buch zu lesen. Ich musste feststellen, dass die Erzählung und die Verfilmung über einige signifikate Abweichungen verfügen. Das ist jedoch nicht ungewöhnlich. Das bessere Gesamtpaket liefert für mich aber schon der Film. Das liegt zum einen daran, dass der Autor im Buch eine derartige Fülle an militärtechnischer Information liefert, dass selbst die Verarbeitung dieser Daten selbst einen begeisterten Waffennarr vor eine mentale Herausforderung stellen würde. Zum anderen wechselt das Geschehen oft im Sekundentakt zwischen mehereren Schauplätzen, wo die Handlung gleichzeitig spielt.
Alles in allem hat mich das Buch - entgegen meiner Erwartung - nicht vom Hocker gerissen. Schade eigentlich.
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Ich rede. Coaching für Stimme und Persönlichkeit
Bringt nicht viel Input
von jumurdzsak aus Österreich am 25.06.2012
Ich habe mir schon einiges von dem Buch erhofft. Allerdings hatte ich auch Zweifel, was man in 01:21 eigentlich alles unterbringen will. So wurde ich auch ziemlich in meinen Erwartungen enttäuscht.
Für alle, die sich schon einmal mit Sprechen beschäftigt haben, bietet das Buch wenig Neues. Es beschränkt sich im Wesentlichen auf zwei-drei Aspekte des Sprechens, bietet aber kaum weiterführende Informationen oder eigene Trainingsmodelle, mit denen man sein Sprechverhalten aktiv verbessern könnte.
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Diabolus
Spannend und gut gesprochen
von jumurdzsak aus Österreich am 25.06.2012
Ich habe Diabolus in ganz kurzer Zeit durchgehört. Die angenehme Stimme des Sprechers hat dazu natürlich beigetragen, aber auch der Inhalt hat mich angesprochen. Wie so oft bei Dan Brown, ist am Ende alles anders, als man zunächst vermutet. Zwar deutet das der Autor gelegentlich schon ab ca. der Hälfte des Buches an, Gewissheit hat man aber erst ganz am Schluss.
Das Thema ist durchaus aktuell und die literarische Umsetzung lässt kaum Wünsche offen.
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