Hörbuch-Rezensionen von Paul

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1-10 von 18 Rezensionen

Walküre

 Wilder Walkürenritt

von Paul aus München, Deutschland am 08.05.2013

Die geschickt angelegte Geschichte erscheint anfangs recht aktuell und interessant. 3 von einem Stasimajor abgerichtete junge Frauen wirken nach der Wende in Hamburg z.B. als Auftragsmörderinnen weiter. Mit vom Spiel sind neben der Hamburger Polizei eine dänische Kommissarin, eine Unternehmerin mit politischen Ambitionen und eine Journalistin. Die Auflösung des Ganzen wirkt dann doch sehr konstruiert so dass zum Schluss ein etwas schaler Nachgeschmack bleibt.

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Denn zum Küssen sind sie da (Alex Cross-Reihe, Teil 2)

 Reißerischer wenig glaubwürdiger Thriller

von Paul aus München, Deutschland am 30.04.2013

Der Thriller kommt recht reißerisch und gut vorgelesen daher. Aber je länger sich die Geschichte so entwickelt, umso unglaubwürdiger wirkt sie. Ein plötzlich verschwundenes Haus, zwei Psychopathen, die gleichzeitig an der Ostküste und der Westküste der USA ihr Unwesen treiben und dabei noch gemeinsam agieren... Nachvollziehbar ist dies für nüchtern denkende Menschen kaum. Deshalb die nur ungern gegebenen zwei Sterne für das Hörbuch.

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Unter Verschluss

 Absolut empfehlenswertes Hörbuch

von Paul aus München, Deutschland am 19.04.2013

Den vielen positiven Kommentaren möchte ich mich hier anschließen. Die imposant ineinander verwobenen Familiengeschichten in der Kleinstadt Natchez sind eingebettet in das amerikanische Südstaatenmilieu. Das Epos ist nicht nur spannend anzuhören, es erlaubt auch tiefgründige Einblicke in amerikanische Befindlichkeiten aus Sicht der Südstaaten mit ihren noch immer vorhandenen Rassenproblemen. Die Sklaverei und der verlorene Bürgerkrieg gegen den Nordstaaten ist noch immer erstaunlich präsent in dieser Gegend am Mississippi.

Fazit: Greg Iles ist ein kurzweiliges, spannendes und noch dazu lehrreiches literarisches Werk gelungen.

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Im Koma

 Typisch Joy

von Paul aus München, Deutschland am 28.02.2013

Schwache Frau in den Fängen Ihres bösen Mannes. Habe ich mehrfach von Joy Fielding gehört. Muss nicht nochmal sein.

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Der Mann, der kein Mörder war

 Tolles Debüt, ich freue mich auf mehr!

von Paul aus München, Deutschland am 01.02.2013

Der Krimi überzeugte von Beginn an. Dem spannenden Einstieg mit der Entsorgung eines ermordeten Jugendlichen folgten die Ermittlungen der Mordkommission mit dem dann zur Hauptperson sich entwickelnden Polizeipsychologen Sebastian Bergmann. Die Psychogramme der Beteiligten von den Ermittlern über die Verdächtigen zu den übrigen Handelnden sind überaus realitätsnah und überzeugend dargestellt. Die Spannung bleibt bis zum überraschenden Ende. Zum Schluss bedauert man fast, dass man als voyeuristischer Zuhörer nicht mehr beteiligt ist an den Aktivitäten der Romanhelden. Aber es soll ja weitere Folgen geben.

Der Sprecher war bisweilen etwas trocken und nüchtern, brachte die Handlung aber trotzdem fesselnd rüber. Einziger Kritikpunkt nach meinem Empfinden war die Leichtigkeit, mit der der Polizeipsychologe nahezu jede gewünschte Frau mühelos in sein Bett brachte, dies wirkte mit der Zeit dann doch etwas unglaubwürdig.

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@E.R.O.S.

 Mainstream-Thriller 15 Jahre zu spät

von Paul aus München, Deutschland am 15.12.2012

Der Thriller von Greg Iles möchte gerne mit Aktualität hinsichtlich der neuen Kommunikationsmöglichkeiten des Internets Punkten: Die deutsche Ausgabe des Thrillers kommt in Zeiten von Facebook und Twitter wohl um 15 Jahre zu spät, dies fällt anfangs ziemlich ins Auge bzw. ins Ohr. Dann nerven in den ersten 2 Dritteln des Hörbuchs die ellenlangen wörtlichen Wiedergaben der Eingaben in die Chatrooms. Für diesen Teil des Hörbuchs würde ich allenfalls 3 Sterne vergeben.
Das letzte Drittel enthält dann ein furioses spannendes Finale, das einem mit den Schwächen des ersten Teils voll versöhnt. Insofern vergebe ich als guten Mittelwert gerne die 4 Sterne.

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Verachtung (Carl Mørck 4)

 Toller gesellschaftskritischer Krimi

von Paul aus München, Deutschland am 23.11.2012

Erzählt wird eine spannende Geschichte über rechtsradikales Gedankengut, wie es offenbar auch in Dänemark vorkommt. Eine skurril-radikale Gruppe um einen Arzt, der junge Frauen aus ihm unnütz erscheinenden gesellschaftlichen Gruppen mit kriminellen Methoden zwangssterilisiert, versucht über eine von ihm gegründeten rechtsradikalen Partei Einfluss auf Politik, Polizei und Gesellschaft zu bekommen. Eine in den 50er Jahren durch diese Gruppe zwangssterilisierte Frau rächt sich, indem sie Personen, die an den Machenschaften beteiligt waren, vergiftet. Kommissar Morck und sein kleines Team haben alle Hände voll zu tun, die verwickelten Vorgänge aufzuklären. Die Geschichte endet in einem spannenden Finale, das zusätzlich noch überraschende Wendungen aufweist.

Alles in allem ein von Anfang an kurzweiliger, spannender und gut vorgelesener Krimi. Deshalb die 5 Punkte mit meiner vollen Empfehlung!

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Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

 Amüsanter Krimi, konstruierte Politikgeschichte

von Paul aus München, Deutschland am 03.11.2012

Der hochgelobte Roman von Jonas Jonasson beginnt amüsant und kurzweilig als Kriminalroman. Ein hundertjähriger Greis, dem im Prinzip nichts mehr passieren kann, wird durch Zufall in Machenschaften einer Bande verwickelt. Er wird dabei immer mehr selbst zum Täter. Die dann eingeschobenen Lebenserinnerungen des Greises wirken aber dann doch sehr konstruiert und unglaubwürdig. Dass ein gewöhnlicher schwedischer Hilfsarbeiter z.b. Albert Einstein den Haupttipp zur Entwicklung der Atombombe gab, dann noch die Lebenswege der wichtigsten Politiker des 20ten Jahrhunderts kreuzt und begleitet, wirkt dann von mal zu mal immer unglaubwürdiger.

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Verlorene Illusionen

 Hartes Brot

von Paul aus München, Deutschland am 01.11.2012

Das Eintauchen in die vergangene Welt Frankreichs des 19ten Jahrhunderts erfordert viel Durchhaltevermögen. Die von Balzac beschriebene Verhältnisse erinnern durchaus an unsere Zeit mit ihren spätkapitalistischen Verhaltensweisen. Beschrieben wird das Schicksal junger Leute mit ihren Kämpfen um ihren Platz in der Gesellschaft und wie sie von den herrschenden Klassen nach allen Fäden ausgenutzt und ausgetrickst werden.

Insofern lohnt es, das Hörbuch bis zu seinem einigermaßen glücklichen Ausgang zu hören. Aber es ist ein hartes Brot, bis zum Ende durchzuhalten.

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Am Abend des Mordes

 Kopflastiger Schwedenkrimi

von Paul aus München, Deutschland am 11.10.2012

Kennt man die van Veeteren- Krimis von Hakan Nesser, wird man in "Am Abend des Mordes" etwas die Spannung vermissen. Ein Kommissar, dem seine Frau vor kurzem verstorben ist, bekommt von seinem Vorgesetzten den Auftrag, in einem Mordfall von vor 20 Jahren und einem Vermisstenfall von vor 5 Jahren neu zu ermitteln. Beide Fälle hängen durch die jeweils zugehörige einzige Ehefrau zusammen. Die Ermittlungen ziehen sich durch viele Beziehungsgeflechte mit vielen schwer zu merkenden schwedischen Namen und schwedischen Orten so dahin. Um den Faden nicht zu verlieren, ist ein oftmaliges Rückspulen unerlässlich.

Die einzelnen Handlungsstränge werden unter Einbeziehung regelmäßiger Rückblenden abgehandelt. Spannungsgeladene oder reißerische Szenen werden nicht geboten, dafür nüchterne Abläufe, die realistisch und nachvollziehbar abgehandelt werden. Der Sprecher bringt die Charaktere der Diktion des Buches entsprechend nüchtern und realitätsnah rüber.

Fazit: Das Hörbuch wird Bedürfnisse nach einen spannenden Krimi wenig erfüllen, besticht dafür durch nüchterne und realitätsnahe Darstellungen von Ermittlungen und Beziehungen der Handelnden. Den vierten Stern vergab ich wegen des etwas trögen Handlungsablaufes nur knapp.

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