Hörbuch-Rezensionen von Michael
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Das Mädchen, das den Himmel berührte
Rotermunds Schluckgeräusche nerven gewaltig ...
von Michael aus Berlin, Deutschland am 21.04.2013
alles andere ist nicht übel. Die Geschichte ist spannungsreich, historisch nicht immer korrekt und hin und wieder überzeichnet. Rotermund liest entsprechend. Das passt. Aber wirklich anstrengend sind seine Schluckgeräusche. Wozu braucht man die?
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Er ist wieder da
Anhörrren! Herrrgkott, was ist da zu schreiben!?
von Michael aus Berlin, Deutschland am 13.03.2013
Hörren Sie es und Sie werrden begeisterrt sein. Und es wirrd Ihnen hoffentlich irgendwann klarr, warrum sie Trränen gelacht haben. Dann ist noch alles möglich.
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1Q84 (Buch 3)
Und wozu all das?
von Michael aus Berlin, Deutschland am 13.03.2013
Die Geschichte ist es nicht. Die Moral der Geschichte auch nicht. Und die Sprache befruchte die vielen gehörten Stunden auch nicht. Eigentlich ist es gut, dass es nun ein Ende hat. War nett. Mehr nicht. Es bleibt nichts zurück, außer der Frage, wozu? Und sie ist nach dem dritten Band unbeantwortet.
Oder ist es doch eine Fabel, die vom Schriftstellern erzählt und von der Verlockung, Geschichten um das das Große zu spinnen? Wer weiß ... ?
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1Q84 (Buch 1 & 2)
beachtlich und billig ...
von Michael aus Berlin, Deutschland am 21.08.2012
... und ich bleibe als Hörer unentschieden zurück. Keine Frage, David Nathan liest sehr hörenswert und ohne große Effektgier. Keine Frage, Murakami hat eine feine Sprache und führt seine erzählerische Taschenlampe oft sehr gekonnt durch die phantasierten Räume. Aber dann ... plötzlich plumpe Konstruktion, an Kitsch grenzender Pathos, mystischer Erzählkleister. Da sind Held und Heldin durch ewige Liebe verbunden, die Heldin kennt die Geheimnisse der todsicheren Mordmethode usw. Warum braucht 1Q84 solche Schlaglöcher? Ich hoffe beim Hören auf eine Auflösung des unerklärlich Banalen durch eine besonders intelligente Idee Murakamis. Die Teile 1 und 2 vermögen dies nicht. Warte ich halt auf Teil 3 oder hole mir das Buch und lese wieder einmal ... .
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The Stand: Das letzte Gefecht
naja ...
von Michael aus Berlin, Deutschland am 08.08.2012
Nach dem Anschlag ist diese aufgeblasene Hörerlebnis ein lauwarmer Zeitvertreib für Vielfahrer oder Hardcorefans. Auch wenn gut gelesen, die 54 Stunden kann man anders verbringen. Spätestens nach zwei Dritteln hat man verstanden, worauf es hinausläuft. Keine Enttäuschung, es bleibt flach. Wer ein intelligentes Finale oder eine geistige Anregung von dem neuen Aufguss von Gut gegen Böse erwartet, findet beigemischte Gedankenstummel und blättert in den letzten Stunden nebenbei in Mode- Reise oder Automagazinen. Das erste Drittel macht wegen der Charaktere, der Idee und der Spannung Freude. Die weicht der Überraschung über den leichtfertigen Umgang mit Logik und dem Verzicht auf das Potential der Idee. Schließlich ist man froh über das nahe Ende, weil auch bei schlechten Geschichten jeder wissen will, wie es ausgeht. Ich verrate es - seicht.
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Die Känguru-Chroniken: Live und ungekürzt
gut gelacht Gängeruh
von Michael aus Berlin, Deutschland am 08.08.2012
Knackiger alltagstauglicher Sprachwitz. Bin neidisch. Würde das auch so können wollen. Anhören - auf jeden Fall. Nicht nur für Berliner. Und verschenken, auch als Buch. Geht immer.
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Der Anschlag
Uupppsss, der Steven King, wer hätte das gedacht?
von Michael aus Berlin, Deutschland am 06.05.2012
Donnerwetter, King habe ich bisher ignoriert. Aber: Ist der Rest von dem auch so gut erzählt?
So unverstellt gelesen sitzt man neben dem Protagonisten und lauscht mit einigem Vergnügen dessen Selbstbetrachtungen, findet sich schnell zwischen all den herrlichen Typen zu recht, genießt die knackige Sprache und hat keine Lust auf "Sie hörten ... ". Beinahe hätte ich das gelegentlich Ganzschöndickaufgetragen nicht bemerkt. Kommt vor, ist aber schon lange verziehen.
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Der falsche Spiegel
enttäuschend mittelmäßig
von Michael aus Berlin, Deutschland am 06.05.2012
Das Buch ist der zweite Aufguss. Der Stoff dazu hat sich im ersten (beachtenswerten) Teil erschöpft. Lukianenko greift daher in die Kiste der allgemein bekannten Erzählerbausteine und bastelt ohne interessante Idee eine Supermanngeschichte. Schade. Es liegt nicht nur an Rainer Fritzsche, dass beim Hören keine Spannung aufkommt. Es gibt nichts, was ein Leser vieler Lukianenkos nicht rechtzeitig voraussehen konnte. Nein, diese Geschichte war die 16 Stunden nicht wert.
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Die NS-Führung im Verhör. Original-Tondokumente der Nürnberger Prozesse
eine beeindruckende Dokumentation ...
von Michael aus Berlin, Deutschland am 16.02.2012
... die noch immer in eine Lücke stößt. Wann kann man Menschen in solchen Situationen und mit solcher Vergangenheit schon einmal länger zuhören? Interessant ist es für mich als Nachgeborenem auf überraschende Weise wegen der eigenen Reaktion auf das Menschliche des Unmenschlichen.
Es ist leicht zu richten, was man nicht aus der Nähe kennt; machen wir uns ein Bild und schleifen wir das Beil. Zu mehr sind wir nicht gekommen, zu mehr waren wir auch nicht aufgefordert. Das unerhörte Ergebnis der Taten derer, über die zu richten ist, scheint unser Urteil zu rechtfertigen? Es ist Recht, die Tat vor der Person und vor den Umständen auf die Wage zu legen, wenn man die Tat sühnen und wenn man die Tat verhindern will. Was aber, wenn selbst die eigentliche Tat alltäglich und das Ergebnis vieler dieser alltäglichen Taten so unerträglich unmenschlich ist? Ist Schuld dann ein brauchbarer Maßstab für Rechtfertigung und Maß der Sühne?
Ohrenzeuge des verschiedenen Versuchs der Ankläger und Richter, Grundlagen für Urteile zu schaffen, sein zu dürfen, ist irritierend und anregend. Vielen Dank für den Beleg dafür, das Entschiedenes nicht leicht zu entscheiden war.
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Ein König für Deutschland
Leider krepiert die Geschichte im Letzten Drittel
von Michael aus Berlin, Deutschland am 16.02.2012
und war zuvor arg konstruiert, was schade ist. Die Idee ist hübsch. Aber das Aroma aus Thriller und Satire gelingt nur hin und wieder. Zugunsten des Thrillers zu trockene Satire, zugunsten der Satire etwas schlabberige Plausibilität der Story. Und das Ende ohne Würze, ein braves politisch korrektes Ende eben. Es bietet sich an, ein Preis auf das Beste Ende auszusetzen. Ließe Spannendes erwarten.
Aber trotzdem: es hat sich ausgezeichnet weggehört.
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