Hörbuch-Rezensionen von christel
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Todeskleid
Und noch ne Schnulze
von christel aus Deutschland am 23.12.2012
Tja, wer lesen kann, ist besser dran, da hab ich mich doch voll verkauft, weil ich
irgendwie übersehen hatte, daß ich schon das letzte Hörbuch von
der herzallerliebsten Misses Rose kitschig fand bis zum Abwinken.
Nun denke ich beim Hören, das ist ja fast das Gleiche wie beim letzten Mal, als ich
die Rezension mit der falschen Verpackung geschrieben habe.
Bitte liebe Leute, nehmt doch diese Autorin mal aus der Krimicharge raus und packt sie in die Kitschliebesromanzenkategorie, das ist ja nicht zum Aushalten.
Und dann noch endlos wiederholte Sätze,
Er strich ihr mit dem Daumen über die Lippen und sie erschauderte,
ich wollte schon fast eine Strichliste machen, wie oft nun die arme
Misses Detective erschauderte, gebe ihr doch mal lieber jemand eine Decke.
Kitsch bis zum Abwinken, fürchterlich.
Leider muß man ja einen Stern vergeben.
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3096 Tage
Der Vorhang fällt und alle Fragen offen
von christel aus Deutschland am 08.12.2012
Es kam mir vor, als wären diese vier Stunden auf die Hälfte eingekürzt worden,
immer nur Andeutungen, z.B. über die polizeilichen Ermittlungen, den Nachbarn, der regelmäßig zu Besuch bei dem Entführer war, die Mutter, die sogar jedes Wochenende da übernachtete, was haben die denn hinterher gesagt über den Typen?
Mich würde die Meinung von Frau Kampusch interessieren, wie man gerichtlich mit solchen Typen verfahren sollte, wenn sie sich denn nicht Gott sei Dank das Leben nehmen, so daß sich dieses Thema erledigt hat. Es gab ja auch in Deutschland viele Diskussionen über die lebenslängliche Sicherungsverwahrung.
Wie kann die Polizei aus den Ermittlungen lernen, die für die Entführung in Frage kommenden Kastenwagen sind überprüft worden, aber nicht beschlagnahmt und untersucht, wäre das eine Option gewesen, hätte man in dem Auto DNA Spuren gefunden? Er hat es einfach mit Bauschutt vollgeladen, und die Polizei ist wieder abgezogen, ohne weiter nachzuforschen.
Sie hat später draußen im Garten gearbeitet, und dem Nachbarn wurde gesagt, sie sei eine Aushilfe, und bei dem haben keine Alarmglocken geklingelt, obwohl die Polizei zweimal im Haus des Entführers war in Zusammenhang mit dem Verschwinden von Frau Kampusch? Und dem ist auch nicht aufgefallen, daß sie bis auf die Knochen abgemagert war, weil der Entführer sie hat hungern lassen ?
Wie gesagt, meine Fragen über den Fall wurden hier kaum beantwortet, außer
der Schilderung, daß der Entführer sie hungern ließ, um ihr die Kraft zur Gegenwehr zu nehmen, daß sie immer wieder versucht hat, ihn nicht zu hassen, weil der Haß sie sonst zerfressen hätte, und daß das Gefängnis hinterher auch in ihrem Kopf war, so daß ihr bei ihrem ersten Ausflug die Welt vorkam wie eine unwirkliche Theatervorstellung, die ihr so fremd war, daß sie gar nicht einfach weglaufen konnte, das kann ich mir ziemlich gut vorstellen.
Wie auch immer, es bleibt eine traumatische Erfahrung, die man seinem schlimmsten Feind nicht wünscht, und vielleicht ist es bei manchem verschwundenen Mädchen am Ende die Option mit weniger Leid, wenn es tot aufgefunden wird.
Aber wenn man nicht getötet, sondern nur gefangen gehalten wird, scheint selbst da der Überlebenstrieb nicht zu verschwinden, so wie Frau Kampusch ihren versuchten Selbstmord schildert, und die Kraft, die sie in diesen Jahren gehabt hat, zeigt, daß sie eine wirklich starke Persönlichkeit ist, die sich nicht brechen läßt.
Ich hoffe es hilft ihr, daß sie im sogenannten normalen Leben vor kaum noch irgendwas Angst hat im Vergleich zu dem , was sie erlebt hat, ich wünsche es ihr.
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Des Todes liebste Beute
Falsche Verpackung
von christel aus Deutschland am 13.10.2012
Ritter-Detective rettet Staatsanwalt-Prinzessin, nebenbei hat sie noch
einen pervers veranlagten Anbeter, der ihr eklige Geschenke macht.
Inclusive BravoDrSommer Anleitung "Wie macht Mann es richtig,
um Prinzessin glücklich zu machen"
Was für ein unglaublicher Kitsch.
Das ist eine Liebesgeschichte, und dazu noch eine ziemlich
langweilige, und als solche sollte sie auch deklariert werden,
Wo Nutella draufsteht, sollte auch Nutella drin sein,
und das hier ist ganz sicher kein Krimi.
Aber es ist souverän und gut gelesen trotz Groschenromaninhalt.
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Shantaram
Was für ein tolles Hörbuch
von christel aus Deutschland am 05.08.2012
Ich habe erst zwei Teile abgeschlossen, aber ich muß hier mal schreiben, wie toll ich das Hörbuch finde. Soviel Warmherzigkeit neben all der Gewalttätigkeit, soviel Menschlichkeit neben all dem Elend. Und so super gelesen - drei Pokale für
Jürgen Holdorf.
Glaube ich, wenn ich habe gehört alles das Buch, mein gute Selbst kann nur noch sprechen wie Brabu, beste Fremdenführer von Bombay.
Und wünsche ich große starke Bärenumarmung für Brabu, den ich habe geschlossen in Herz von mein gute Selbst.
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Schuld währt ewig
weder spannend noch mitreißend gelesen
von christel aus Deutschland am 03.07.2012
Eigentlich sage ich nur was zu Hörbüchern, die mir besonders gut oder besonders wenig gefallen haben. Dieses hier war so vorhersehbar, ohne jeden Spannungsaufbau, daß ich sehr enttäuscht war.
Der Sprecher spricht nicht schlecht, er spricht bemüht - bemüht, überdeutlich zu artikulieren, als wäre er in einer Prüfung. Wenn er in den bayrischen Dialekt geht, wird es besser, dann merkt man ,daß er auch anderes Potential hätte.
Für mich kann so kein Sog und keine Spannung entstehen, und schon gar nicht bei einem Hörbuch, was schon von Haus aus nicht doll ist. Es ist so wie bei einem Schauspieler, dem einen nimmt man die Rolle ab, bei dem anderen wirkt es bemüht und gestellt. Also an den Sprecher, denken Sie weniger dran, deutlich zu sprechen, als locker zu sein und Spannung aufzubauen, falls man das lernen kann und es kein Naturtalent ist. Und wir wollen ja sagen, wie uns die Sachen gefallen und nicht nur
Honig um den Bart schmieren, also wie sagt man so schön, nichts für ungut Herr
Breuer, nicht böse sein, aber so habe ich es empfunden.
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Infernal
Ein großes Kompliment an den Sprecher Uve Teschner
von christel aus Deutschland am 12.06.2012
Ein ruhiger Krimi, bei der es mehr um die Schilderung der Persönlichkeiten, inclusive der des Täters geht, als um mir sowieso widerliche grausame Details der Art des
Tötens. Nichts für Action Fans, aber für mich genau das Richtige, ich fand den Sprecher so gut, daß ich in umgekehrter Reihenfolge geschaut habe, welche
Hörbücher er noch gesprochen hat, wirklich toll gelesen.
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