Hörbuch-Rezensionen von olafgross
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Per Anhalter durch die Galaxis 1: Das Restaurant am Ende des Universums
Hörspiel Klassiker
von olafgross aus München, Deutschland am 01.08.2009
Wurde Zeit, dass dieses Hörspiel also Download verfügbar wird! Ich hab es seid Jahren als CD und höre es regelmäßig wieder. Es ist eine Radio Hörspielproduktion, die auf der ursprünglichen Hörspielfassung von Douglas Adams beruht. Sie weicht also hier und da etwas vom später entstandenen Buch ab, was man auch daran merkt, dass sie "Per Anhalter ins ALL" sagen. Das die Produktion schon etwas älter ist verleiht ihr einen besonderen Charme - so würde man das heute wohl nicht mehr machen; man würde es wahrscheinlich eher ganz lassen und das Buch als Hörbuch bringen, statt ein Hörspiel.
Besondere Sprecher-Highlights: Klaus Löwitsch als Zaphod Beeblebrox (leider nur am Anfang) und Rolf Boysen als "Das Buch". Hoffentlich werden auch die anderen Teile noch verfügbar.
13 von 16 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Hyperion & Endymion 1
Moderner SciFi Klassiker
von olafgross aus München, Deutschland am 11.04.2008
Man sollte meinen, das es auf dem Feld der Science Fiction Literatur eigentlich nichts neues mehr geben kann. Aber Hyperion und Endymion hat mich wirklich positiv überrascht. Klassischen Konzepte der Science Fiction werden durch neue Ideen bereichert. Die zerstörte Erde und die über die Galaxis zerstreute Menschheit, das Reisen zwischen den Planeten, bei dem man eine „Zeitschuld“ auf sich lädt oder die Fähigkeit des Shrike die Zeit zu beeinflussen und viele andere Ideen bringt Dan Simmons zusammen. Besonders Reizvoll aber ist die Zusammenstellung der sieben Hauptfiguren die zum Shrike reisen. Im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, was sie alle mit diesem Wesen verbindet. Dabei sind die Geschichten jedes Pilgers so unterschiedlich wie ihre Charaktere. In diesem ersten Teil erfährt man die Erlebnisse eines Priesters, eines Militärs und eines Schriftstellers. Jede Erzählung ist dabei wie ein Buch im Buch. Rätselhaft bleibt, was das Shrike ist und was es will, denn jeder hat völlig unterschiedliche Erfahrungen mit ihm. Mal ist es eine Gottheit, mal eine scheinbar wahllos mordende Bestie und zugleich die Muse des Künstlers und mal der Kampfgefährte eines Kriegers. Aber ich will nicht zuviel verraten... Ich bin gespannt, wie’s weiter geht!
4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Ubik
Verfolgungsjagd rückwärts durch die Zeit
von olafgross aus München, Deutschland am 30.12.2007
Was ist denn jetzt endlich Ubik? Das ganze Buch hindurch kriegt man Werbespots zu hören, die Ubik anpreisen, und jedes Mal ist es was anderes. Und genau so verwickelt ist der ganze Rest von „Ubik“ auch. Erst ganz am Schluss kapiert man, worum es eigentlich geht und wer nun tot ist und wer nicht. Es geht um Menschen mit verschiedenen übersinnlichen Fähigkeiten, die sich gegenseitig im Zaum halten; um die Möglichkeit, Menschen im Moment ihres Todes einzufrieren und dann per „Telefon“ noch jahrelang mit ihnen Kontakt zu halten; um einen Abstecher zum Mond und um eine Reise rückwärts durch die Zeit. Ganz schön viel Stoff für sechs Stunden, und trotzdem kann man gut folgen. Philip K. Dick eignet sich sehr zum Hörbuch: seine Geschichten haben eine gute Geschwindigkeit. Obwohl er ein sehr produktiver Autor war, ist sein Name in Deutschland wenig gekannt. Verfilmt wurden von ihm z.B. Die totale Erinnerung, Screamers, Minority Report, Paycheck, A Scanner Darkly und Next. Als Hörspiel gibt es „Träumen Androiden?“ (=Blade Runner) oder „Zeit aus den Fugen“ (ähnlich der Truman Show), die allerdings leider (noch) nicht erhältlich sind. Man kann sich solange mit „Der dunkle Schirm“ trösten. Ähnlich wie bei Isaak Asimov (I, Robot) ist beeindruckend wie alt diese Geschichten sind (Dick starb 1982). Schön, dass Audible sich entschieden hat, ihn wieder aufzutauen!
12 von 13 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Der dunkle Schirm
Jagd auf sich selbst
von olafgross aus München, Deutschland am 30.12.2007
Schon klar, man muss es mögen, sich eine möglich Zukunft auszumahlen, sich zu fragen „was wäre wenn?“ Philip K. Dick mag es offensichtlich.
In naher Zukunft wirbt die Drogenfahndung Süchtige als Ermittler an - allerdings anonym. Die Vorgesetzten kennen die wahre Identität der Mitarbeiter nicht. Bob, alias Fred wird auf sich selbst angesetzt, denn als Junkie ist er des dealens verdächtig. Es dreht sich darum, wie Bob versucht sich zu schützen ohne seine Identität preiszugeben – und drum herum um das Milieu, die Droge, die Sucht und die Gesellschaft.
Philip K. Dick eignet sich sehr zum Hörbuch. Seine Geschichten haben eine gute Geschwindigkeit und man kann auch noch folgen, wenn man nicht voll konzentriert ist. Die totale Erinnerung, Screamers, Minority Report, Paycheck, Next und auch diese Geschichte von Dick wurden verfilmt (A Scanner Darkly, 2006). Als Hörspiel gibt es z.B. „Träumen Androiden?“ (=Blade Runner) oder „Zeit aus den Fugen“ (ähnlich der Truman Show), die allerdings leider (noch) nicht erhältlich sind. Man kann sich solange mit „Ubik“ trösten. Ähnlich wie bei Isaak Asimov (I, Robot) ist beeindruckend wie alt diese Geschichten sind (Dick starb 1982). Das muss man berücksichtigen, wenn man sich wundert, warum z.B. Leute Telefonzellen benutzen und nicht Mobiltelefon oder e-Mail.
9 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.




