Hörbuch-Rezensionen von Annette

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1-10 von 11 Rezensionen

Das Dschungelbuch

 Wunderbar!

von Annette aus Hamburg, Deutschland am 20.05.2013

Das Dschungelbuch in der Originalfassung hat auch nach fast 120 Jahren nichts von seiner Spannung verloren! Die Geschichte an sich ist ja bekannt, wird hier aber in einzelne Abschnitte aufgeteilt und somit "in Häppchen" erzählt. Wie schon andere Rezensenten schrieben, finde auch ich die etwas grausame Darstellung einiger Stellen für jüngere Kinder nicht so gut geeignet. Allerdings muss man auch bedenken, dass in einem richtigen Dschungel nun einmal gilt: Fressen und gefressen werden.
Für mich als Erwachsene ist die Geschichte einfach herrlich! Und zu einem absoluten Ohrenschmaus macht es Stefan Kaminski durch seinen grandiosen Vortrag! Kaum ein Sprecher kann so viele verschiedene Stimmen so wunderbar darstellen: Balu hört sich richtig "bärig" an, Baghira schmeichelt sanft, aber gefährlich, Mowgli bekommt eine helle, ungestüme Jungenstimme, Kaa zischelt fies, die Affenbande kreischt. Einfach toll!

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Mieses Karma

 zum Schmunzeln

von Annette aus Hamburg, Deutschland am 03.05.2013

"Mieses Karma" erschien 2007 als Romandebüt von David Safier. Die damals erschienene gekürzte Hörbuchversion, gelesen von Nina Petri, fand ich schon ziemlich lustig, sodass ich bei der ungekürzten Version nun gerne zugegriffen habe.
Klar, einige Witzchen sind recht flach, aber die Geschichte an sich finde ich originell und komisch. Für mich ist es ein "Gute-Laune-Buch", das ich nebenbei hören kann und das mich, wenn auch nicht zum lauten Lachen, aber doch zum Dauerschmunzeln bringt. Nana Spier ist mir schon häufiger als hervorragende Sprecherin aufgefallen und auch hier liest sie einfach klasse!
Es ist ja klar, dass man an einen solchen Roman keine großartigen literarischen Ansprüche stellen kann. Er soll einfach nur gut unterhalten und das ist, bei mir jedenfalls, prima gelungen.
Wer den feinsinnigen Humor vermisst, der wird in der modernen deutschen Gegenwartsliteratur kaum fündig. Da müsste man schon auf Kästner oder Tucholsky verweisen. Auch die britischen Meister der feinen Ironie kann man empfehlen: Jane Austen oder zeitgemäß: Nick Hornby.
David Safier spielt natürlich nicht in dieser Liga und er weiß das auch, denn das ist offensichtlich. Hier geht es nur um den Spaßfaktor. So what? Hören und schmunzeln! Mehr wird's nicht, aber garantiert auch nicht weniger!

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Phantasiereise für Allergiker: Entspannter Leben mit Allergien, Neurodermitis oder Asthma

 Angenehm

von Annette aus Hamburg, Deutschland am 13.02.2013

Diese Visualisierungsmeditation ist einen Versuch wert, den allergischen Niesattacken mal auf alternative Art und Weise zu begegnen. Die angenehme Stimme führt uns Schritt für Schritt in eine Art "geistige" Immunisierung.
Positive Leitsätze gehen ins Unterbewußtsein und wirken dort (hoffentlich) lange nach. Die Meditation hat für mich genau die richtige Länge - eine knappe halbe Stunde Ruhe täglich kann man leicht organisieren. Danach fühle ich mich beschwingt und entspannt.
Da ich aber hochallergisch bin, denke ich, dass ich eine ganze Zeit lang regelmäßig üben muss, bevor ich sagen kann, ob meine Allergien dadurch tatsächlich positiv beeinflusst werden. Noch hat die Pollensaison in diesem Jahr nicht angefangen - mal sehen, ob ich mit der Meditation diesen Sommer besser überstehe als sonst.
Wie gesagt, einen Versuch ist es auf jeden Fall wert!

Übrigens habe ich mit diesem Hörbuch zum ersten Mal das neue Angebot von Audible genutzt und so nur ein halbes Abo-Guthaben für die kurze Meditation ausgegeben. Für die andere Hälfte habe ich mir dann einen schönen Roman aus der beachtlichen Auswahl heruntergeladen. Vielen Dank, liebes Audible-Team, eine Superidee, die Sache mit den Hörbüchern für ein halbes Guthaben!

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Die Haarteppichknüpfer

 Filigran

von Annette aus Hamburg, Deutschland am 01.11.2012

Mit Spannung habe ich als die ungekürzte Lesung von „Die Haarteppichknüpfer“ erwartet – den allerersten Roman von Andreas Eschbach, der im Jahr 1995 veröffentlicht wurde.
Sascha Rotermund liest wieder klasse und tatsächlich kann man schon bei diesem ersten Roman von Eschbach den typischen Schreibstil erkennen.
Doch hier wirkt die Sprache poetischer, als in seinen neueren Büchern. Ich persönlich finde das sehr angenehm. Es wird genügend Raum für Beschreibungen gelassen, was die Handlung entschleunigt und den Hörer in das Reich des Sternenkaisers eintauchen lässt. Während in anderen Romanen von Eschbach die Handlung durch möglichst knappe Sätze rasch vorangetrieben wird, findet in „die Haarteppichknüpfer“ kein chronologisches Fortschreiten der Handlung statt. Die Rebellion und das neue Zeitalter bilden den Dreh- und Angelpunkt der Handlung, um die sich alle Geschichten auf unterschiedlichen Zeitebenen ranken. Geschildert werden einzelne Schicksale, die den Untergang des Kaiserreichs aus verschiedenen Perspektiven erleben. Sie müssen sich mit den veränderten Bedingungen auseinandersetzen und um ihre Existenzgrundlage fürchten. Jede Geschichte gibt ein wenig mehr Aufschluss darüber, was es mit den Haarteppichen auf sich hat, so dass sich am Ende ein filigranes Gesamtbild ergibt.
Eindrucksvoll wird beschrieben, welche gravierenden Auswirkungen jahrtausendelange Unfreiheit auf das menschliche Bewusstsein hat. Durch die Sicherheit der Existenz, die eine Diktatur gibt, erscheint die Unsicherheit der Freiheit beängstigend und verstörend. Parallelen zu real existierenden oder vergangenen Gesellschaftsformen auf unserer Erde scheinen nicht zufällig zu sein, so dass „die Haarteppichknüpfer“ viel mehr als nur eine Space-Opera ist. Schicht um Schicht wird hier ein komplexes Gesellschaftsportrait geknüpft, das Herrschen und beherrscht werden als scheinbar menschliches Bedürfnis darstellt. Und sogar diejenigen, die frei zu sein glauben, sind letztendlich auch in diesem Netz gefangen und nicht mehr als ein Teil eines Musters in einem uralten Haarteppich.

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Kelwitts Stern

 E.T. im Ländle

von Annette aus Hamburg, Deutschland am 05.08.2012

Putzig, lustig, unterhaltsam und beschwingt kommt die Geschichte über den tropfnassen und flippergesichtigen Außerirdischen daher. Einerseits scheint die Geschichte für Jugendliche konzipiert zu sein, andererseits gefiel mir besonders die überaus treffende Darstellung der verschiedenen Schreckensszenarien zur Jahrtausendwende, an die sich Jugendliche im Jahr 2012 wohl kaum erinnern können. Diese Ungewissheit, ob es nicht doch mindestens einen weltweiten Computercrash geben könnte, hatte ja damals, kurz vor Silvester, tatsächlich sogar hartgesottene Realisten erfasst. Auch die vielen Anspielungen auf liebgewonnene Fernsehserien und markige Werbesprüche, die damals jeder kannte und die man sein Leben lang nicht vergisst, sind wohl nur für die (etwas) ältere Generation richtig witzig. Die Ähnlichkeit der Handlung mit dem Spielfilm "E.T." ist so offensichtlich, dass sie nur gewollt sein kann.
Im Vergleich zur Gegenwart wird durch die Darstellung im Text schmerzhalft deutlich, wie schnell sich die Technik entwickelt und wie wenig man darüber nachdenkt. Vor zwölf Jahren hatte noch kaum jemand ein Handy (Jugendliche schon gar nicht!) und man benutzte es so wenig wie möglich.
Auf diese Weise entfalten sich Witz und Sinn der Geschichte erst richtig im Vergleich mit der Gegenwart. Auch die völlig überzogene, karikaturhafte Darstellung des Geheimdienstes bekommt im Spiegel der aktuellen Ereignisse eine fiese Spitze. Das konnte Andreas Eschbach natürlich nicht voraussehen, aber klasse ist es trotzdem.
Sascha Rotermund liest, wie gewohnt, gut. Jedoch hat mir hier ein wenig die Herausbildung der verschiedenen Charaktere gefehlt. Im Text wird andauernd darauf hingewiesen, dass Schwäbisch gesprochen wird, aber leider wird das kaum in den Vortrag aufgenommen. Schade!
Fazit: "Kelwitts Stern" ist auf den ersten Blick lustig, aber relativ einfach gestrickt und hat comic- oder karikaturhafte Züge. Um herauszufinden, ob überhaupt und wenn ja, was uns der Autor damit sagen will, muss man doch einen zweiten Blick riskieren und ein wenig darüber nachdenken, ob die Message wirklich so simpel ist, wie sie zu sein scheint. Aber das ist ja jedem selbst überlassen.

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Sinuhe der Ägypter

 Zeitloser Klassiker

von Annette aus Hamburg, Deutschland am 09.07.2012

Ja, lang ist sie, diese wunderbare ägyptische Odyssee, in der das Leben, die Leiden und Reisen des ägyptiscne Arztes Sinuhe und seines Sklaven und besten Freundes Kaptah geschildert wird. Durch ferne Länder reisen sie, lernen heute längst untergegangene Kulturen mit ihren Göttern, Sitten und Gebräuchen kennen und retten sich gegenseitig mehr als einmal das Leben. Sinuhe steht sowohl mit Bettlern als auch mit Königen auf Du und Du, während Kaptah mit seiner schlitzohrigen Ehrlichkeit, seiner ängstlichen Tapferkeit, seiner unverbrüchlichen Treue und weisen Bauernschläue häufig Anlass zum Schmunzeln gibt.
Trotz ihrer Länge habe ich die Geschichte als spannend und kurzweilig empfunden, denn der finnische Autor hat seine minutiöse Recherche dieser interessanten Zeit des Umbruchs im alten Ägypten und den umliegenden Reichen in einen lebendigen und unterhaltsamen Geschichtsunterricht verwandelt. Dazu trägt besonders die poetische und altertümliche Redeweise bei, die, so wie Mika Waltari es sich vorgestellt haben mag, im alten Ägypten zu jener Zeit benutzt wurde. Dies kann man heute nicht mehr nachprüfen, aber wenn man sich einmal darauf einlässt, werden Gerüche nach fremden Gewürzen und duftenden Ölen lebendig, spürt man den Staub und die flirrender Hitze der Wüste, entstehen Bilder von stinkenden Gassen und goldenen Palästen vor dem inneren Auge.
Natürlich ist dies nicht zuletzt dem kongenialen Vortrag Stefan Kaminskis geschuldet, der jeder Figur eine eigene Stimme verleiht und es schafft, die altertümliche Sprechweise völlig selbstverständlich und natürlich klingen zu lassen.
Fazit: Wer nach der Hörprobe wissen will, wie es weitergeht, wird, aller Wahrscheinlichkeit nach, auch die restlichen 30 Hörstunden unterhaltsam finden.

53 von 55 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Das Lächeln der Frauen

Das Lächeln der Frauen

Nicolas Barreau

 Mit einem Lächeln

von Annette aus Hamburg, Deutschland am 25.06.2012

Wenn auch die Geschichte ein wenig vorhersehbar ist, habe ich mich doch sehr gut unterhalten. Das Hörbuch ist kurzweilig, lustig und romantisch. Die beiden Sprecher passen prima zusammen und hauchen den Figuren Leben ein. Nach dem Ende musste ich noch eine ganze Weile lächeln. Vielen Dank für diesen Gratis-Download!

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Alhambra

 Holprige Zeitreise

von Annette aus Hamburg, Deutschland am 21.05.2012

Zeitreisen sind zur Zeit groß in Mode und auch ich finde die Idee spannend, Abenteuer in einer unbekannten Zukunft oder, wie hier, in einer mehr oder weniger bekannten Vergangenheit zu erleben. Als Leser, bzw. Hörer bin ich bei diesen Geschichten allerdings auch wie ein Luchs auf der Suche nach logischen Fehlern oder Ungereimtheiten, für die keine glaubhafte Erklärung präsentiert wird.
Leider ist dies hier aber geschehen. Den Auslöser für die Zeitreise finde ich gelungen - besonders auch durch die elegante Auflösung am Schluss. Leider kann aber Boston, der zeitreisende Junge, als er im Jahre 1492 landet, plötzlich fließend Spanisch sprechen. Noch dazu kommt ihm die altertümliche Umgangssprache leicht von den Lippen. Da heißen z.B."Kleider", ganz ohne nachzudenken oder nachzufragen, plötzlich "Gewänder". Eine Erkärung hierfür wird nicht geliefert. Besonders schräg kommt diese seltsame Fähigkeit daher, da sich der Junge in der heutigen Zeit mit seinen Kumpels in der, für meinen Geschmack, etwas übertrieben dargestellten Jugendsprache unterhält. Wäre Boston als radebrechender Ausländer im alten Granada aufgetreten, wäre seine Figur glaubwürdiger gewesen. Schließlich befand er sich ja auf Klassenfahrt und lernte Spanisch in der Schule. Auch der Handlung hätte dies nicht geschadet, da er ja in der Vergangenheit sowieso für einen Ausländer gehalten wurde. Hinzu kommt leider auch noch, dass die Figuren insgesamt blass wirken. Bostons Charakter wurde nicht richtig herausgearbeitet - er bleibt farblos, ohne hervorstechende Eigenschaften. Pfiffig wäre es gewesen, hätte er Wissen aus der Zukunft zu seinem Vorteil in der Vergangenheit nutzen können. Aber so tapst er nur unbeholfen von einem Fettnäpfchen zum nächsten und hat die ganze Zeit über eigentlich nur Angst. Das ist zwar in Anbetracht der Umstände berechtigt, aber er lässt sich komplett von seinen neugewonnenen Freunden führen und hat keine eigenen Ideen. Die Nebenfiguren sind größtenteils viel besser in Szene gesetzt als der Protagonist. Besonders der fiese Großinquisitor und die junge Johanna, Tochter der Königin, kommen glaubwürdig daher.
Leider hatte ich mit der Interpretation von Dieter Wien meine Probleme. Seine Stimme ist sehr angenehm, aber ich empfand seinen Vortrag als Overacting. Der Sprachrhythmus war teilweise dermaßen gekünstelt, dass ich Mühe hatte, der Geschichte zu folgen. Für Märchen und Sagen mag diese Sprechweise gut passen. Aber für einen Jugendroman überhaupt nicht. Dies ist allerdings Geschmackssache. Anderen Hörern mag vielleicht genau diese Art des Vortrags gefallen.
Alles in allem war ich ein wenig enttäuscht, denn die Idee zu der Geschichte finde ich klasse. Aber die Logik-Probleme stören und wären zudem gar nicht nötig gewesen.
Insgesamt hätte man aus der Geschichte viel mehr machen können! Schade!

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Quest

 Suche nach dem Ursprung

von Annette aus Hamburg, Deutschland am 05.05.2012

Andreas Eschbach gehört seit einiger Zeit zu meinen Lieblingsautoren. Allerdings habe ich mich bis jetzt nicht an die "richtigen" Science Fiction Romane von ihm herangetraut, denn mir gefallen besonders die Romanthemen, die nur einen kleinen Schritt in die Zukunft weisen, wie "Ein König für Deutschland", "Ausgebrannt" oder "Herr aller Dinge". Eine Space Opera birgt, meiner Meinung nach, stets die Gefahr eines Anstrichs à la "Star Trek".
Das ist bei "Quest" ansatzweise tatsächlich geschehen, denn einige Textstellen und Situationen erinnern deutlich an die Aussprüche der Enterprise-Mannschaft der 1. Generation, was mir einige, vom Autor sicher unbeabsichtigte Schmunzler entlockte. Aber das ist rasch vergessen, wenn man die Komplexität der Handlung betrachtet. Die bei allen Eschbach-Büchern übliche, gründliche Recherche macht die Beschreibungen zukünftiger Technik und Raumfahrt glaubwürdig. An Bord des riesigen Raumschiffes wird eine eigene Welt entworfen, die unserer heutigen nur scheinbar fremd ist. Es gibt "niedere", "freie" und "edle" Menschen, was nichts anderes heißt, als dass sich die Menschheit in dieser zukünftigen Welt sozial eher rückwärtsgewandt entwickelt hat. Es mag wohl zeitweilig Demokratie-Bestrebungen gegeben haben, die aber rasch wieder durch allmächtige Alleinherrscher zunichte gemacht wurden. Dabei muss man bedenken, dass es nicht nur um die Herrschaft über einen einzelnen Planeten geht, sondern um tausende von Planeten auf denen Menschen leben, in weit voneinander entfernten Galaxien, in einer etliche hunderttausend Jahre entfernten Zukunft.
Etwas ungewöhnlich fand ich, dass es keinen eigentlichen Protagonisten gibt, sondern eine Handvoll Figuren, die, jeweils einem eigenen Ziel zustrebend, die Handlung vorantreiben. Allen voran der Kommandant des Schiffes, Eftalan Quest, der sich, wie sein Name schon aussagt, auf einer Suche befindet. Ein Sympathieträger ist er nicht gerade und benutzt alle anderen, um sein Ziel zu verfolgen, ob sie es wollen oder nicht. Mehrere unerwartete Wendungen der Handlung bringen Spannung in das Geschehen - bis ganz zum Schluss.

Sascha Rotermund liest das Hörbuch grandios - ein wahrer Ohrenschmaus!

Aber eine Kritik zur Technik muss ich leider doch anbringen: Zwischen den einzelnen Kapiteln und Szenenwechseln wird keinerlei Pause eingefügt, was bei jedem Szenenwechsel erst einmal zu Verwirrung führt, da die Absätze so zusammengeschnitten sind, als wären sie ein zusammenhängender Text. Eine kurze Atempause jeweils wäre schön gewesen. Ansonsten bin ich allgemein begeistert von den ungekürzten Produktionen von Audible. Da ich sehbehindert bin, freue ich mich ganz besonders darüber. Es wäre toll, wenn auch "Die Haarteppichknüpfer" von Andreas Eschbach bald in voller Länge zu hören sein würden.

Insgesamt hat mir "Quest" hervorragend gefallen, nicht zuletzt durch seine sozialkritische und philosophische Komponente.
Mit einem Wort: Fas-zi-nierend!

18 von 21 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner

 Déjà-vu-Erlebnis mit Pfiff

von Annette aus Hamburg, Deutschland am 30.12.2011

Das Hörbuch habe ich noch gar nicht zu Ende gehört, muss aber trotzdem meiner Begeisterung schon Ausdruck verleihen. Zunächst einmal: Kerstin Gier liest erfrischend und ganz hervorragend. Die Geschichte ist witzig und spritzig. Nicht wenige Male musste ich herzlich lachen. Während einerseits alle bekannten esoterischen Klischees genüsslich durch den Kakao gezogen werden, erlebt die ganz und gar realistisch eingestellte Protagonistin jedoch einen unerklärlichen Zeitsprung in ihre eigene Vergangenheit. Nachdem sie sich mit der Situation abgefunden hat, versucht sie, alle Fehler der Vergangenheit zu vermeiden und alles besser zu machen. Dabei geht ihre Rechnung allerdings nicht so ganz auf. (Sonst wäre es ja auch langweilig) Ein sehr schönes Detail sind die tollen Lebensweisheiten und Zitate namhafter Dichter und Denker, die, passend zum Handlungsgeschehen, eingestreut sind. Fazit: Fast jeder hat sich schon einmal vorgestellt, wie es wohl wäre, wenn man die Möglichkeit hätte, Entscheidungen nochmals treffen zu können und das Leben damit vollkommen anders zu gestalten. Diese Idee wurde pfiffig und zeitgemäß umgesetzt. Ein tolles Hörbuch, extraklasse von der Autorin selbst gelesen!

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