Hörbuch-Rezensionen von leserwelt1

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1-3 von 3 Rezensionen

Wächter 4: Zutritt für Unbefugte erlaubt

 Ein gemächlicher Auftakt der "Wächter des Tages"

von leserwelt1 aus Fröndenberg, Deutschland am 20.02.2010

Der Auftakt von „Wächter des Tages" beginnt düster und spannend, doch diese Spannung flacht recht schnell ab. Die vermeintliche Liebesgeschichte zwischen Alissa und Igor entpuppt sich schließlich jedoch als tiefer Einblick vor allem in die berechnende und intrigante Art vom Chef der Moskauer Tagwache, denn Sebulon spielt wie immer sein eigenes Spiel ...

Umsetzung zum Hörbuch
Achim Höppner lockt den Leser mit seiner tiefen und leicht rauen Stimme in die Geschichte hinein. Er passt perfekt zu der Stimmung der Einleitung und unterstützt Lukianenkos Stil gekonnt durch seine routinierte Lesung.
Anschließend trifft der Hörer das erste Mal in der Wächter-Reihe auf eine Sprecherin. Da das Geschehen aus Sicht der Hexe Alissa wiedergegeben wird, ist dies eine nachvollziehbare und gute Entscheidung. Doch gerade am Anfang überrascht Geke den Leser mit einem recht hohen Sprechtempo, dass sie erst nach und nach drosselt. Ihre markante Stimme passt wiederum gut zu Alissas Charakter, auch transportiert sie Emotionen gut. Was sie jedoch nicht beherrscht, ist die Darstellung männlicher Figuren, denn diese klingen durchweg gekünstelt. Da jedoch nicht allzu häufig Männer zu Wort kommen, trüben die wenigen Szenen das Hörvergnügen kaum.

Fazit
Ein eher gemächlicher Auftakt, der gespannt auf die beiden folgenden Teile der „Wächter des Tages" macht. Achim Höppner ist eine gut gewählte Konstante bei dieser Hörbuchproduktion, auch Tanja Geke macht ihre Sache nicht schlecht, sticht allerdings auch nicht durch eine besondere Sprecherleistung hervor.

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Das kleine Hörbuch vom großen Glück

Das kleine Hörbuch vom großen Glück

Cornelia Funke

 Die Umsetzung überzeugt nicht so ganz ...

von leserwelt1 aus Fröndenberg, Deutschland am 26.01.2010

Dieses Hörbuch setzt sich aus zwei Geschichten zum Thema Glück zusammen: „Glücksfee" und „Wo das Glück wächst" von Cornelia Funke. Beide Geschichten zeigen auf, dass es gar nicht so schwer ist, glücklich zu sein und dass man das Glück schon in kleinen Dingen finden kann.

Nach einen fröhlichen Lied zum Einklang beginnt die erste Geschichte und von nun an wechseln sich Musik und Geschichte immer wieder ab. Als Sprecherin hat der Verlag Anna Thalbach verpflichtet, die mit ihrer herrlichen Geschichtenerzählerinnenstimme eine gute Wahl für dieses Hörbuch ist. Sie verleiht den Figuren ihre eigene Stimme und lässt sie arrogant, lieb, freundlich oder auch kindlich-trotzig klingen - je nachdem, wie es passt.

Die Lieder selbst sind mal fröhlich, mal hektisch und damit schon ein wenig nervig. Doch nicht selten werden die jungen Zuhörer sicherlich zum mittanzen und -singen angeregt. Ein Kritikpunkt ist jedoch, dass die Lieder nicht immer zur aktuellen Situation in der Geschichte passen, das hätte man deutlich besser abstimmen können. Schade!

Fazit
Die beiden Geschichten sind schön und vermitteln positive Aussagen, ohne dabei zu aufdringlich zu sein. Anna Thalbach macht ihre Sache gewohnt gut und versteht es, den Worten Leben einzuhauchen. Leider können die Lieder nicht alle überzeugen und wirken teilweise wie Fremdkörper in den Geschichten.

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Die Schlacht am Rayhin (Kryson 1)

 Ein in allen Bedeutungen des Wortes fantastisches Hörbuch

von leserwelt1 aus Fröndenberg, Deutschland am 26.01.2010

Bernd Rümmeleins Auftakt zum Fantasyepos Kryson" startet durch die Erläuterungen der zurückliegenden Ereignisse und Hintergründe zunächst langsam, gewinnt aber schnell an Dynamik, die Handlungen sind spannend und stellenweise eindringlich. Die blutige Szenerie der Schlacht, der ein guter Teil gewidmet wurde, ist aufgrund der ungeschönten Brutalität nicht für Kinder geeignet.

Johannes Steck ist als Sprecher eine exzellente Wahl. Seine Stimme ist angenehm, etwas rau und sehr gut verständlich. Die Stimmlage ist prägnant, die Betonungen gekonnt und teils schneidend, er liest mit gut platzierten Pausen. Mit seiner Art, Charaktere durch eigene Stimmen darzustellen, beweist er viel Geschick und großes Können, die Figuren werden wie in einem "mentalen Film" lebendig und können jederzeit voneinander unterschieden werden.

Dazu sind die Musikeinspielungen - im Wechsel mit der vertonten Romanvorlage - jederzeit passend, sowohl die mittelalterlichen Klänge von Corvus Corax als auch die Kompositionen von Torsten Krill runden das Hörbuch perfekt ab.

Fazit:
Ein in allen Bedeutungen des Wortes fantastisches Hörbuch, das für viel Unterhaltung sorgt - Steck zeigt, was er kann. Ein Muss für Fans von Fantasy-Hörbüchern.

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