Hörbuch-Rezensionen von Dragonfly

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1-8 von 8 Rezensionen

Das Geheimnis der alten Mamsell

 Viel Charme aus vergangenen Zeiten

von Dragonfly aus Deutschland am 26.03.2013

Das Geheimnis der alten Mamsell ist zum Teil Kritik an einer Gesellschaft, die wir uns heute gar nicht mehr vorstellen können. Es geht um Standesdünkel und Vorurteile, die es zu überwinden gilt, aber auch um Eitelkeit und emotionale Grausamkeit unter dem Deckmantel von Frömmigkeit.
Dennoch gelingt es der willensstarken Protagonistin sich unter diesen Umständen zu emanzipieren und ihr Glück zu finden, denn wir haben es auch mit einer beinahe poetisch romantischen Liebesgeschichte zu tun. Und trotz des leicht angestaubten Flairs ist die Geschichte alles andere als langweilig. Das Sprachniveau ist hier hervorragend und Gabriele Blum liest in einer Weise, dass es richtig Spaß macht zuzuhören.

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Die Schmetterlingsinsel

 Es gibt Besseres...

von Dragonfly aus Deutschland am 22.03.2013

Nachdem ich recht begeistert von Corina Bomanns "Spionin" war, habe ich mir mit großer Erwartung "Die Schmetterlingsinsel" von selbiger Autorin angehört.

Die Geschichte beginnt vielversprechend, entpuppt sich aber für meinen Geschmack als sehr langatmig: viel Geplänkel im langen Mittelteil, aber nichts passiert. Erst am Ende nimmt die Geschichte noch mal an Fahrt zu, um dann recht schnell zu enden.

Einige Handlungsmotive mancher Personen sind dennoch für mich nicht wirklich nachvollziehbar, wodurch die Geschichte zu konstruiert wirkt. Wieso vernstaltet Dianas Großtante so eine Schnitzeljagt, anstatt ihr auf dem Sterbebett einfach davon zu erzählen? Diana findet einen alten Brief, von dem sie erwartet, DAS finale Puzzleteil zum großen Rätsel zu sein. Dennoch öffnet sie ihn nicht, weil sie erst noch nach anderen Hinweisen suchen will und solange warten bis sie keine mehr findet. Hä?

Außderdem ist das Familiengeheimnis in groben Zügen doch irgendwie vorhersehbar gewesen. Am Ende fügt sich alles viel zu gut ineinander, dass es beinahe schon kitschig wirkt.

Obwohl die Grundidee interessant war, die Geschichte sprachlich sehr schön und gefühlvoll verfasst wurde und auch die Sprecherin sehr angenehm gelesen hat, hätte man wesentlich mehr aus diesem Werk machen können.

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Die Winterrose

 Viel Tragik

von Dragonfly aus Deutschland am 22.01.2013

Die Winterrose ist eine Geschichte über Liebe, Leidenschaft, Intrigen und auch ziemlich viel Leid.

Die erste Hälfte hat richtig viel Spaß gemacht. Man hat einiges über die sozialen, gesellschaftlichen und politischen Probleme Londons um 1900 erfahren. Interessant war auch der Einblick in die medizinischen Behandlungspraktiken, deren Einschränkungen und die Ignoranz einiger Ärzte aus der damaligen Zeit.
Man fiebert regelrecht den Begegnungen von India und Sid entgegen.

In Rückblicken erfährt man einiges über die bewegte Vergangenheit der Protagonisten. Da jeder durch eine miese Kindheit traumatisiert ist, erhält auch der absolute Bösewicht der Geschichte noch scheinbar eine gewisse Ambivalenz.

Leider begann meine Begeisterung ab der Hälfte mehr und mehr zu bröckeln. Die Autorin betreibt mir irgendwann zu viel Schwarz-Weiß-Malerei, die im Verlauf der Geschichte immer mehr zunimmt. Ich bekam den Eindruck der Autorin gehen die Ideen aus und sie versucht krampfhaft ihre Protagonisten mit so viel Leid wie nur möglich zu quälen. So fand ich auch den Handlungsstrang von Seamus und seiner Freundin ziemlich überflüssig für den Verlauf der Geschichte und das Schicksal von Freddy war total übertrieben.

Für den ersten Teil vergebe ich locker 5 Sterne. Der zweite schafft es grad mal auf 2,5. Da die Sprecherin toll war macht das insgesamt 4.

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Die Spionin

 Fortsetzung bitte

von Dragonfly aus Deutschland am 16.01.2013

Die Spionin, der Debütroman von Corina Bomann, ist eine fiktive Geschichte eingebettet in einen historischen Hintergrund zur Regierungszeit von Elizabeth I. Obwohl wir einigen historischen Persönlichkeiten begegnen, steht doch die Geschichte Alysens im Vordergrund. Sie wird Zeugin eines Mordes in den Straßen Londons, was ihrem bisherigen Leben eine dramatische Wendung gibt. Alysen wird zur Spionin ausgebildet, wobei sie recht talentiert ist. Allerdings mutiert sie dabei nicht zur Superheldin, der alles gelingt. Dennoch zahlt sie einen hohen Preis für dieses Leben, was zwar glaubwürdig ist, aber der Geschichte einen bitteren Beigeschmack gibt. Vertrauen und (Ent)Täuschung sind dabei ebenso ein zentrales Thema.

Obwohl diese Geschichte in die Kategorie historischer Roman fällt, ist die Sprache neuzeitlich, aber angenehm. Die Anzahl der Personen ist gut überschaubar. Ein Personenregister ist nicht nötig. Dem Ablauf der Handlung ist leicht zu folgen. Ein Plus geht ebenso an die Darstellung der Figuren: Es gibt keine Schwarz-Weiß-Malerei. Sowohl die Heldin hat ihre Schattenseiten, als auch die Personen, die sich hart und unnachgiebig geben, haben ihre menschlichen Momente.

Insgesamt war es ein spannendes Hörvergnügen und Gabriele Blum hat toll gelesen.

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Spiel der Herzen (Hellions of Halstead Hall 2)

 Nett

von Dragonfly aus Deutschland am 15.01.2013

Dieses Buch bietet seichte Unterhaltung und eine nette romantische Geschichte. Das ist ideales Kontrastprogramm nach einem aufwühlenden Hörbuch, wie z.B. der Kinderdieb. Wie auch im ersten Teil verfolgt der geneigte Leser, ähm Hörer, wie ein weiterer Enkel sein Glück in der Liebe findet. Ebenso erhält man wieder ein kleines Puzzlestück über die Begebenheiten vom Tod der Eltern.

Im Grunde läuft aber alles nach einem ähnlichen Schema ab. Die Protagonisten zieren sich erst einmal und beide sind so wahnsinnig sexy und attraktiv. Naja! Aber der Kitsch hält sich noch in Grenzen und es ist ganz unterhaltsam mitzuerleben, wie sich das alles entwickelt.

Die Sprecherin ist klasse.

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Der Kinderdieb

 Der Wahnsinn regiert die Welt...

von Dragonfly aus Deutschland am 05.01.2013

...und das endet nie gut.

Broms Dark Fantasy Geschichte ist wahrlich blutig, streckenweise skuril, traurig und strotzt nur so vor Gewaltszenen. Dennoch gelingt es dem Autor und Illustrator in einer sehr bildgewaltigen Sprache ein großartiges Kopfkino zu erzeugen. Dazu hat sicherlich auch Uve Teschner beigetragen, der wirklich fantastisch gelesen hat.

Inspiriert von der Peter Pan Original Fassung von James Barrie und diversen Mythologien, von denen einige auch in der Arthussage zu finden sind, hat er eine eigene fesselnde und interessante Geschichte geschaffen. In Rückblicken erfährt man auch vieles über Peters leidgeplagte Vergangenheit.

Insbesondere beim letzten Drittel konnte ich kaum noch unterbrechen, so spannend wurde es. Viele Figuren, auch wenn nicht immer auf Anhieb sympatisch, sind mit all ihren Ängsten und Gefühlen sehr lebendig gezeichnet. Bedauerlicherweise gibt es am Ende nur wenig Überlebende. Obwohl diverse Parteien bis aufs Blut verfeindet sind, ist keine wirklich böse. Hat doch jede sein eigenes Päckchen zu tragen.

Dennoch denke ich, dass etwas weniger Brutalität und Gemetzel der Geschichte und deren Aussagekraft nicht geschadet hätten. Trotzdem, ein tolles Hörvergnügen und daher volle Punktzahl.

6 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Das Lied von Eis und Feuer 17

 Endlich geht es weiter!

von Dragonfly aus Deutschland am 24.05.2012

Ich habe bisher nur 2 Kapitel angehört, daher kann ich noch nicht viel über die Qualität der Geschichte sagen. Dennoch will ich schon mal ein erstes Feedback abgeben. Reinhard Kuhnert liest nach wie vor in überzeugender Weise. Ein großes Plus gegenüber den neu aufgelegten Büchern ist, daß die alte Übersetzung der Eigennamen beibehalten wurde. Z.B. Jon ist immer noch Jon Snow und Kings Landing heißt auch noch so. Also für diejenigen, die sich an den geänderten Eigennamen der überarbeiteten neuen Auflage der Bücher stören, kann ich das Hörbuch nur empfehlen.

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Herr aller Dinge

 Mein erster Fehlkauf

von Dragonfly aus Deutschland am 05.05.2012

Ich habe mir dieses Hörbuch aus drei Gründen gekauft.

1. wegen der guten Bewertungen,
2. wegen des Sprechers, der mir schon bei "Der Junge, der Träume schenkte" sehr gut gefallen hatte und
3. weil das Thema interessant klang.

Die Geschichte beginnt erst mal ganz interessant in der Kindheit der Protagonisten, wird aber im Verlauf für meinen Geschmack immer langweiliger. Erst ab der Hälfte erfährt man wie man es anstellt, daß alle reich sein könnten und naja, es überzeugt micht nicht. Auch sonst plätschert die Geschichte dahin, daß ich nach der Hälfte aufgegeben habe. Auch die Entwicklungen der Beziehungen der Protagonisten fesseln kaum. Das kann auch Sascha Rotermund, der wirklich klasse liest, nicht kompensieren.

1 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

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