Hörbuch-Rezensionen von Henrik

Hier finden Sie alle Hörbuch-Rezensionen von Henrik

1-9 von 9 Rezensionen

Sinuhe der Ägypter

 Toller Schmöker!

von Henrik aus Friesenheim, Deutschland am 30.07.2012

Wer auf Schmöker mit einer tollen Geschichte und einem wunderbaren Erzählstil steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Mika Waltari lässt märchenhaft das alte Ägypten zur Zeit der Pharaonen auferstehen. Der Hörer begleitet Sinuhe auf seiner Reise durch die Regentschaften Echnatons, Tut-Ench-Amons und Haremhabs über den Feldzug gegen die Hethiter bis hinunter zum Haus des Todes, wo die Leichenbalsamierer ihr düsteres Werk tun.
Klasse.
Und das Beste ist: Der Sprecher hält dieses Niveau und überzeugt außerdem durch seine Fähigkeit, den unterschiedlichen Personen auch unterschiedliche Stimmen zu verleihen.

Ich empfehle das Buch wärmstens.

6 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde

Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde

Jan Fleischhauer

 Spitze

von Henrik aus Friesenheim, Deutschland am 18.06.2012

Um es zunächst auf den Punkt zu bringen: Das Buch selbst ist inhaltlich spitze, aber nicht wirklich gut gelesen.

Jan Fleischhauer schreibt dem bürgerlich-liberalen Leser, der so seine Probleme mit dem linken Mainstream und der allseits grassierenden politischen Korrektheit hat, wunderbar aus dem Herzen, ohne übel oder grob zu werden. Mehr als einmal möchte man zustimmend nicken und "Ja, genau so ist es!" rufen, weil Fleischhauer mit spitzer Feder das an- und ausspricht, was viele über das doch eher linksorientierte Gutmenschentum denken, aber nicht zu sagen wagen. Elegantes Florett, nicht brutaler Säbel ist Fleischhauers Devise und diesen Stil behält er von Anfang bis Ende bei. Einfach klasse, aber eben nur für Nicht-Linke wie mich.

Allerdings fällt Fleischhauers Leseleistung genüber dem Buchinhalt etwas ab. Macht nichts. Wenn man weiß, dass der Autor selber liest, verzeiht man kleine Fehler eher. So schlecht ist die Leseleistung nicht, dass man auf den letzten Stern verzichten müsste.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Enthüllung

 Superklasse

von Henrik aus Friesenheim, Deutschland am 12.06.2012

Das Thema mag sich für manchen langweilig anhören - sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.
Langeweile? Mitnichten! Es ist äußerst spannend, wie sich Tom Sanders, die Hauptfigur des Buchs, gegen die Intrigen seiner Gegenspielerin Meredith Johnson wehrt, die ihn Job, Wohlstand und Familie kosten können. Das Buch ist von Anfang bis Ende fesselnd und von Oliver Rohrbeck gut vorgelesen. Kann ich guten Gewissens empfehlen.

5 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Carrie

 Geht so

von Henrik aus Friesenheim, Deutschland am 12.06.2012

Ich bin an sich ein King-Fan und kannte auch schon den Film "Carrie", so dass ich mich auf das Hörbuch echt gefreut habe.
Zunächst: Meine Download-Version von "Carrie" klang im Gegensatz zu meinen anderen Hörbüchern merkwürdig blechern, was etwas gestört hat.
Die Sprecherin Franziska Pigulla gibt sich durchaus Mühe und macht ihre Sache nicht schlecht, fällt aber gegenüber anderen Vorlesern wie z.B David Nathan und Dietmar Wunder - beide nach meiner Auffassung unübertroffen - dann doch ziemlich ab.
Das Buch selbst ist ein typischer King. Grundsätzlich gut geschrieben mit Hang zum Detail. Aber gerade letzteres führt dann ab und an auch zu Langeweile, wobei überhaupt gesagt werden muss, dass es an Spannung und wohligem Grusel fehlt. Im Gegensatz zu "Shining" und "Der Anschlag"" kein Meisterwerk, sondern Durchschnittskost.

3 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Shining

 Das Beste ist der Sprecher

von Henrik aus Friesenheim, Deutschland am 07.06.2012

Das Ehepaar Jack und Wendy Torrance übernimmt mit seinem hellsichtigen kleinen Sohn Danny einen Hausmeisterjob in einem über den Winter leerstehenden Hotel in den Bergen. Die drei sind von der Zivilisation völlig abgeschnitten. Das Problem: Jack, ein trockener Alkoholiker, wird langsam verrückt und in Zimmer 217 lauert etwas, das den kleinen Danny gerne näher kennenlernen würde....

Klasse geschrieben, echt unheimlich und super spannend. Aber das Beste ist der Sprecher Dietmar Wunder, die deutsche Stimme des aktuellen James Bond. Ich dachte eigentlich, dass David Nathan unübertroffen ist, aber jetzt bin ich nicht mehr so sicher. Wunder ist top.

6 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Operation Schneewolf

 Enttäuschend!

von Henrik aus Friesenheim, Deutschland am 23.05.2012

Story aus dem kalten Krieg à la Forsyth oder le Carré? Kein Vergleich!

Die Geschichte ist vor allem eines - unglaubwürdig.

Das fängt schon damit an, dass man dem Agenten, den man in die Sowjetunion einzuschleusen möchte - er soll Stalin töten -, zu "Tarnungszwecken" eine Frau zur Seite stellt, die einerseits wunderschön und andererseits in Russland bestens bekannt ist, folglich auffallen müsste wie ein Ferkel in einem Wurf Katzen, sobald sie den ersten Schritt nach Russland setzt. Tarnung? Schwachsinn!!!!

Vorausgehende, ins Detail gehende Planungen, wie man das - angesichts Stalins undurchdringlicher Schutzmaßnahmen doch recht ambitionierte - Vorhaben eigentlich verwirklichen möchte? Aber woher denn! Ein kurzes Nahkampftraining mit einem äußerst untrainiert wirkenden Nahkampftrainer, der als erstes von der Agentin zusammengeschlagen wird, reicht doch! Stalins Tötung wird ansonsten schon irgendwie klappen. Man vertraue dem Helden und seiner Intuition. Pläne und umfassende Vorbereitungen sind was für Streber!

Endgültig die Haare zu Berge stehen einem, wenn man verfolgen muss, wie dem sowjetischen Agentenjäger - angeblich ein Meister seines Fachs! - das Agentenpärchen ins Netz geht, der Ermittler aber trotz offenkundigster Verdachtsmomente auf eine - allenfalls wenige Minuten benötigende - Überprüfung des Pärchens verzichtet und die beiden deswegen wieder laufen lässt, weil der Agent - Achtung Fangfrage! - das Geburtsdatum seiner "Ehefrau" auswendig wußte. Na dann.
Eine Schote, die dem dümmsten Dorfplattfuß ganz sicher nicht passiert wäre.
Zur Ehrenrettung dieses scharfsinnigen Elite-Ermittlers (die Sowjetunion hatte gerade keinen besseren zur Hand!) sei gesagt, dass ihm ein paar Stunden später dann doch endlich und glücklich einfällt, dass das Pärchen vielleicht irgendwie verdächtig sein könnte. Statt aber nun den ganzen KGB-Apparat hinter den Flüchtenden herzuhetzen, setzt sich unser Held nur mit einer Pistole und einem Piloten bewaffnet in den Hubschrauber, um augenblicklich gegen einen Strommast zu fliegen und abzustürzen, sobald man das Pärchen gestellt und ein paar ungezielte Schüsse auf es abgegeben hat.
Dieses Pärchen hat vorher einen noch einfältigeren - ja, das ist möglich! - KGB-Offizier, der über die verzweifelte Suche des KGB nach einem Mann und einer Frau allerbestens informiert ist, überredet, sie im Auto mitzunehmen, ohne dass dieser Tumbling etwas ahnt. Später kommt der Schlaumeier dann aber doch noch auf den Trichter, wen er da mitnimmt, was ihn aber das Leben kostet... In diesem Stil geht es weiter, vermixt mit reichlich unprofessionell wirkenden Dialogen u.a.zwischen Präsident Eisenhower and friends, etc. und arg bemühten Spannungsbögen, die nicht wirklich spannend sind.
Den Rest habe ich mir dann geschenkt, so dass ich nicht genau sagen kann, ob am Ende nicht doch ein genialer Plan stand, der mir bis dahin verborgen geblieben war. Wissen wollte ich es allerdings auch nicht mehr.

Nicht gut.

15 von 19 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Micro

 Fehlkauf!!!

von Henrik aus Friesenheim, Deutschland am 03.05.2012

Der Name "Crichton" soll hier wohl zum Kaufen animieren. Allerdings ist der Verdacht erlaubt, dass Crichton an diesem Buch wenig bis gar nichts geschrieben hat. Das Buch ist unglaublich schwach, die Charaktere völlig blutleer, eindimensional und langweilig, die Story hergeschlampert, jederzeit vorhersehbar und großteils unfreiwillig komisch. Minimenschen in Miniflugzeugen, die ohne jede Ausbildung und ohne Spritbegrenzung geflogen werden können. Aha. Nun ja.

Schlecht!

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Die Catilina Verschwörung (SPQR 2)

 Noch ganz knapp vier Sterne

von Henrik aus Friesenheim, Deutschland am 09.12.2010

Nachdem mich der erste SPQR-Roman zu meiner eigenen Überraschung hellauf begeistert hatte, waren die Erwartungen an den zweiten natürlich groß. Das Hörbuch konnte diese Erwartungen aber nicht ganz erfüllen. Zum einen wiederholt sich der Erzählstil des ersten Romans um die Abenteuer des Decius Mettelus doch sehr, so dass der anfängliche Überraschungseffekt des ersten Buches verschwunden war, zum anderen hat mich das etwas lieblos hingeschluderte Ende ein wenig enttäuscht, von dem ich mir doch mehr Spannung und, Dramatik erhofft hatte. Die Verschwörer fliegen auf - das war's.
Auch ist nicht gerade glaubhaft, dass die Verschwörer dem guten Decius Metellus, der schon wie im ersten Buch die schönste Frau des römischen Weltreichs vernaschen darf, schon bei der ersten Geheimbesprechung fast den ganzen Verschwörungsplan vertrauensvoll zu Füßen legen. Außerdem bleibt unklar, warum Decius Metellus, nach eigenen Worten nur ein kleiner unwichtiger Beamter, stets Zugang zu höchsten Kreisen, schönsten Frauen, abgefeimten Bandenchefs und intimsten Gesprächen bekommt und trotz der Feindschaft mit mächtigen Männern mit irrwitziger Geschwindigkeit Karriere macht (im dritten Band wird er schon Senator).

Aber was soll's. Der Roman ist gut geschrieben und wie schon beim ersten Mal einfach spitzenmäßig vorgelesen, was für ein Hörbuch naturgemäß emminent wichtig ist. Ich habe es schon erlebt, dass gute Bücher vom Vorleser total verhunzt wurden.
Man will jedenfalls stets wissen, wie es weitergeht und hört gerne zu, wenn Decius scharfsinnig ermittelt, Damen vernascht und bei weinseligen Gesprächen mit echten römischen Größen (Julius Caesar, Cicero, etc.) oder den heimtückischen Verschwörern langsam die Schlinge um deren Hals enger zieht.

Ich habe gerne über die oben geschilderten Schwächen hinweg gesehen und vergebe - allerdings knapp - vier Sterne.

1 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Senatus Populus Que Romanus (SPQR 1)

 Unerwartet gut!

von Henrik aus Friesenheim, Deutschland am 07.12.2010

Ein Krimi aus dem alten Rom, der die Stadt und ihr Leben anschaulich wieder auferstehen lässt. Weder geht es um wilde Action im Stile des Films "Gladiator", noch schleppt sich die Geschichte zäh dahin wie eine langweilige Mankell-Tristesse. Statt dessen kann man den jungen Decius Metellus den Jüngeren auf seiner spannenden und gefahrvollen Jagd nach mörderischen Verschwörern begleiten und ihm zuhören, wenn er mit römischen Größen wie Julius Caesar, Cicero, Pompeius und Crassus intelligent parliert. Man sollte allerdings bereit sein, sich ein wenig mit römischen Namen, Titeln und Gebräuchen zu befassen. Sehr schwierig ist das jedoch nicht.
Ich jedenfalls wollte stets wissen, wie die Geschichte weiter geht und habe sehr gerne zugehört. Vor allem auch deswegen, weil der Sprecher für meine Ohren eine Wohltat ist. Wegen - allerdings wirklich weniger - Längen spare ich mir den letzten Stern nach einiger Überlegung doch noch auf.
Ich kannte John Maddox Roberts vorher nicht und habe mir nicht viel von ihm versprochen. Heute bin ich dem guten Decius verfallen, so dass ich mir in kürzester Zeit die ersten vier SPQR-Romane heruntergeladen und größtenteils angehört habe. Der Rest wird ganz sicher folgen.

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Inhalt der Rezension als unzumutbar an Audible melden:
Entspricht diese Rezension nicht unseren Richtlinien für Rezensionen oder ist in anderer Weise unzumutbar und sollte deshalb von unserer Website entfernt werden? Dann klicken Sie bitte auf den unten angezeigten Button.Wir werden die Rezension prüfen und das Nötige veranlassen.

Missbrauch melden Abbrechen