Hörbuch-Rezensionen von krassmann
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Flashback
Ein schlecht gelaunter Republikaner rechnet ab
von krassmann aus Köln, Deutschland am 14.01.2012
Dan Simmons hat sich aufs Pferd geschwungen und einen Kreuzzug begonnen: Nach großartigen Romanen wie "Olympos/Ilium" oder den Cantos um " Hyperion", die ich liebe, hat er mit "Flashback" eine Suada gegen alles herausgebracht, was ihn so in der Welt stört: das beginnt mit ungehörigen Jugendlichen, die den weisen Alten nicht gehorchen und nur auf Drogen und Notzucht aus sind - übrigens einfach so; fiese Araber, die God's own Country übernehmen und auf ground zero eine Moschee bauen, Hippies, die mit Shit und Love and Peace den Untergang Amerikas anstrebten, gegen den sich Reagan und Bush so mutig stemmten, und natürlich Obama, der "die Sozialgesetze durch den Kongress peitschte" und so das finanzielle Desaster einleitete.. Dass die Juden bei Simmons das auserwählte Volk sind, fiel schon in den früheren Büchern des Autors auf - und wie schon in Olympos wird auch in Flashback der 2.Holocaust der Juden ausgemalt, wieder einmal von muslimischen Arabern ("das Kalifat"!) mit aller dieser Species Mensch zuzutrauenden Heimtücke und Brutalität durchgeführt! - Die Botschaft ist allemal gleich: Wir müssen die Islamisten mit Stumpf und Stil ausrotten, sonst fallen sie über uns her! Oder, wie Dan Simmons Moshe Dajan zustimmend zitiert: Israel muß sein wie ein tollwütiger Hund, zu gefährlich, um sich mit ihm anzulegen.
Angesichts dieser Botschaften kann einem einigermaßen rationalen Menschen, der die Welt nicht in Amerikaner und Israelis auf der einen Seite und Untermenschen auf der anderen beurteilt, nur speiübel werden: Ich habe nach ungefähr der Hälfte das Hörbuch drangegeben!
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Hyperion & Endymion 6
Dichtung und Wahrheit, Blödsinn und Religion: ein großes Märchen
von krassmann aus Köln, Deutschland am 17.02.2011
Ich las die Bücher des Hyperion-Zyklus vor Jahren, leider nur unvollständig. Die Hörbuch-Folgen scheinen vollständig - und wer so gegensätzliche Genres wie SciFi und die Dichtung von Keats mag, der wird durch diese enorm kenntnisreiche SpaceOpera korrekt bedient: Spannend, mit immer neuen großartigen Ideen und unvergesslichen Figuren - Oberst Kasan, Pater Captain de Soya oder Pater Duré (wahrscheinlich falsch geschrieben) und dabei lehrreich -wir lernen über die monotheistischen wie die buddistischen Religionen vieles. - Soll ich Sterne vergeben? Dann zehn oder mehr! Und der Sprecher ist der beste, den ich je hörte! - Naja, für mich als Agnostiker ist das alles schon harter Tobak: ein kleines Mädchen als Erlöserin, welches die Kommunion übt - die Liebe ist die bindende Leere - die Sprache der Toten lernen ----- aber lasst euch ruhig ein auf dies Gemälde; Keats, der alte Klassiker, zeigt, dass man nicht alles nach "richtig und falsch" beurteilen sollte! Das alte Hauff- Märchen vom "fliegenden Holländer" ist ja auch ein rechter Blödsinn - aber es macht mir immer noch großen Spass!
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