Hörbuch-Rezensionen von Juergen

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1-10 von 22 Rezensionen

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

 Naja, muss man nicht hören

von Juergen aus Köln, Deutschland am 16.05.2013

Die Geschichte klang interessant und das skurrile, leicht abstruse liegt mir eigentlich. Aber hier hat der Autor meines Erachtens nach doch zu dick aufgetragen. Nachdem der Anfang noch ganz nach meinem Geschmach war, kam so nach einer Stunde der Punkt, wo es für mich nur noch eine Klamotte war. Als wenn der Autor sich gesagt hätte: Na, ob der Leser noch eine Umdrehung mehr verträgt.

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Er ist wieder da

 Erschreckend gut, aber auch nachdenklich stimmend

von Juergen aus Köln, Deutschland am 17.04.2013

Lange nicht mehr so gelacht. Die Geschichte ist natürlich absolut obskur und aberwitzig, aber wer schwarzen Humor mag wird die mehr oder minder offenen Spitzen auf unsere heutige Spaß- und Eventgesellschaft genießen und wird hier bestens bedient.

Und Herr Herbst zelebriert das Buch so nah am Original, dass einem schon wieder Angst und Bange werden kann.

Fünf Sterne von mir.

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Der erste Verdacht

Der erste Verdacht

Helene Tursten

 Muss nicht sein ...... aber gut gelesen

von Juergen aus Köln, Deutschland am 18.03.2013

Ich hatte schon einige TV-Episoden mit Irene Huss gesehen und war nicht sonderlich angetan. Ich bin halt eher der angelsächsische Krimi-Vertilger, liebe aber auch die Wallander- und Beck-Geschichten. Nun wollte ich mal der literarischen Vorlage eine Chance geben.
Persönlich hat mich die Geschichte nicht berührt, obwohl es eine klassische Kriminalstory ist, bei der der Leser nicht mehr weis als der Strafverfolger. Sie erschien mir eher wie die heutige Dutzendware, wobei ich positiv erwähnen muss, dass die heute so beliebten aberwitzigen Ekelmomente und Psychospielchen nicht vorkamen. Und Frau Sawatzki liest ausgezeichnet.

Eine allgemeine Bemerkung zu Hörbücher-Vorlesern muss ich hier mal loswerden:
Ich empfinde Hörbücher als aussagekräftiger, wenn sie von Männerstimmen gelesen werden. Irgendwie kann eine Männerstimme noch mehr verschiedene Klangfarben darstellen. Und für mich sind sie auch (hörbar) verständlicher als Frauenstimmen.

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Lautlos

 Unbedingt hören ....

von Juergen aus Köln, Deutschland am 12.03.2013

.... wenn Sie Kölner sind und spannende Geschichten lieben!

OK, ich bin Kölner und habe darum die lokalen Bezüge genossen. Viele Ortsschilderungen passen perfekt zu den eigenen Bildern. Aber im Ernst:
Auch dem Nichtkölner präsentiert Herr Schätzing eine Geschichte, die einen bald gefangen nimmt und dann nicht mehr losläßt. Die Protagonisten sind liebevoll, detailreich und voller Leben gezeichnet. Und der Plot ist rasant und voller Wendungen und hat ein verblüffendes Ende.
Herr Kaminski liest souverän und gibt den Hauptfiguren unverwechselbare Stimmen.

Alles in Allem: unbedingt hörenswert!

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Solarstation

 Na ja, geht so...

von Juergen aus Köln, Deutschland am 14.01.2013

....ein interessanter Plot, wie immer mit der Detailversessenheit, die Herrn Eschbach auszeichnet. Aber für mich nicht so prickelnd, weil ich Schwierigkeiten mit den Protagonisten habe, die trotz beschädigter Extremitäten einen Schnellzug noch mit den Zähnen aufhalten können. Wenn man so etwas mag, dann ist es eine lohnende und spannenden Lektüre, gelsen von einem gut aufgelegten Herrn Rotermund.

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Das Rätsel

Das Rätsel

John Katzenbach

 Für mich nur mittelmäßig.....

von Juergen aus Köln, Deutschland am 25.10.2012

....weil zu vorhersehbar und simpel gestrickt. Anfänglich stand ja noch ein Rätsel im Vordergrund des Geschehens, aber nach dem ersten Viertel war es für mich nur noch durchschnittliche Thriller-Kost. Der Plot selber war mir persönlich zu irreal. Der Name des Autors war mir zwar bekannt, aber ich hatte bisher noch kein Werk von ihm gelesen/gehört und glaube auch nicht, dass ich nochmal zugreifen werde.

Herr Jäger las sehr gut mit stimmlichen Variationen, um die direkte Rede der einzelnen Personen erkennbar zu machen.

Etwas verwirrt war ich von der (englischen) Aussprache des Namenspräfix "Agent" Marten. Der Übersetzer hat das Wort doch sicher mit dem deutschen "Agent" übersetzt. Was sollte dann die englische Aussprache des Wortes?

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Ein kalter Strom

 Hörbar, aber nicht wirklich fesselnd

von Juergen aus Köln, Deutschland am 15.10.2012

Dies ist mein erstes Jordan/Hill-Buch von der Autorin, welches ich gehört habe, obwohl ich von den "Methode Hill"-Folgen eigentlich nicht sehr angetan war. Aber mein erstes Buch von Val McDermid (Ein Ort für die Ewigkeit) hatte mich so gefesselt, dass ich unbedingt einer Originalvorlage eine Chance geben wollte. Leider hat mich das Buch auch nicht gefesselt. Vieles war mir zu vorhersehbar, der Sprung der Handlung auf den Kontinent (Europa aus Sicht der Briten) wirkt eher dröge und etwas sehr bemüht (als Kölner musste ich über die Schilderung des Kölner Hafens doch lächeln).
Leider scheint es ja so, dass heutige Krimis/Thriller zur Spannungserzeugung immer Serienmörder und unappetitlichste Tötungsformen brauchen. Als (konservativer) A.C. Doyle-Fan tue ich mich damit immer wieder schwer. Aber wer's mag....
Herr Wilkening hat seinen Job gut gemacht. Die handelnden Personen erhalten eigene, glaubwürdige Stimmfärbungen, was das Zuhören kurzweilig und abwechslungsreich macht.
Insgesamt kein abwertendes Urteil, aber persönlich werde ich mich auf die Suche nach McDermid-Büchern im Stile des ersten von mir gelesenen Werkes machen.

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1Q84 (Buch 1 & 2)

 Michael aus Berlin spricht mir aus der Seele....

von Juergen aus Köln, Deutschland am 25.08.2012

...und ich muss eigentlich nichts hinzufügen.
Herr Nathan macht es wieder mal sehr gut, aber die Geschichte selber ist zwar phantasievoll aber irgendwie auch banal und wenig inspirierend. Möglicherweise ist die japanische SF-Literatur doch anders als die europäische. Bei der Länge habe ich natürlich das Zuhören mehrfache unterbrechen müssen und hatte dabei nie das Gefühl, die Fortsetzung nicht abwarten zu können.

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Sinuhe der Ägypter

 Ein alter Bekannter ....

von Juergen aus Köln, Deutschland am 21.08.2012

....wird hier von Herrn Kaminski in genialer Weise zu neuem Leben erweckt.

Den "Sinuhe" habe ich in Jugendtagen "verschlungen" und war darum auf diese Hörbuch-Interpretation sehr gespannt. Und es ist gelungen! Die Erinnerungen aus Jugendtagen an das alte Ägypten und den skeptisch-zweifelnden Sinuhe erstanden vor meinem geistigen Auge zu echtem Leben. Und dem Sprecher gelingt es, die verschiedenen Charaktere stimmlich wunderbar rüber zu bringen.
Für alle, die diese Art der Literatur mögen, ein absolutes MUSS!

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Der Orientzyklus

 ist halt ein Hörspiel ....

von Juergen aus Köln, Deutschland am 10.04.2012

... und als solches aufwändig mit vielen Sprechern und Geräuschen opulent produziert. Nur mir als konservativem Karl-May-Leser hat es nicht gefallen.

Der Orientzyklus deckt die ersten sechs Bände ab (Durch die Wüste / Durchs wilde Kurdistan / Von Bagdad nach Stambul / In den Schluchten des Balkan / Durch das Land der Skipetaren / Der Schut). Da kann man sich denken, dass das Hörspiel mit seinen knapp 11 Stunden nur einen Bruchteil des Textes wiedergeben kann. Dabei beschränkt es sich überwiegend auf die "Action"-Szenen. Nun liebe ich aber gerade die epische Breite der Originaltexte, die Landschafts- und Szene-Schilderungen des Originals. Und schon als Kind und Jugendlicher habe ich auch die Seiten mit den christlichen und philosophischen Ergüssen ausführlich gelesen. Für mich macht das alles "meinen" Karl May aus.

Darum war das Hörspiel - so gut es auch gemacht ist - nicht das, was ich erwartet habe.

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