Hörbuch-Rezensionen von Patrick

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1-10 von 35 Rezensionen

Liebesgrüße aus Moskau (James Bond 5)

 Erfrischend anders zu den bisherigen Büchern

von Patrick aus Freidorf, Schweiz am 21.03.2013

SMERSCH, der militärische Nachrichtendienst der Russen, welcher sich vornehmlich mit der Spionageabwehr befasst, ersinnt nicht nur einen Plan, den besten Geheimagent ihrer Majestät zu töten, sondern mit dessem Ermordung den Britischen Geheimdienst zudem öffentlich bloss zu stellen.
James Bond wird daraufhin nach Instanbul gelockt, in der Annahme, dass dort eine russische Spionen, zusammen mit einer Dechiffriermaschine, nach England überlaufen möchte.

Bei seinem fünften James Bond Roman, versuchte Ian Fleming ganz offensichtlich mal etwas neues: In den ersten zwei Stunden Hörbuch-Zeit erfährt der Hörer ausführlich, wer hinter SMERSH steckt und wie und weshalb sie Bond töten wollen. Auch wird die Herkunft und Motivation des Bond-Girls, aber auch des obersten Scharfrichters, welcher mit dem Mord an Bond beauftragt wird, ausführlich beschrieben. Erst nach gut zwei Stunden hat James Bond dann seinen ersten Auftritt.
Jeder der die Bond-Filme kennt, merkt schnell, dass dieser James Bond Roman der erste ist, welcher auch Ähnlichkeiten zu der gleichnahmigen Verfilmung aufweist. Man kann sogar sagen, dass es fast eine 1:1 Verfilmung des Buches ist. Sogar die Abteilung Q, welche in den Filmen für die Spionage-Gimmiks verantwortlich ist, hält in diesem Roman Einzug. Selbstverständlich mit dem aus dem Film bekannten Aktenkoffer, in dem Goldmünzen und Wurfmesser versteckt sind.

Ich empfand dieses fünfte Bond-Abenteuer erfrischend anders, im Gegensatz zu seinen Vorgänger. Auch fand ich es toll, dass mir beim Hören des Hörbuches eigentlich permanent die entsprechenden Szenen aus dem Film im Kopf abliefen, da der Film wirklich sehr nah am Buch ist. Und zusammen mit der erneuten Glanz-Leistung von Oliver Siebeck, kann ich hier nur eine ganz klare Fünf-Sterne-Bewertung ausprechen!

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Diamantenfieber (James Bond 4)

 Nur der Tod ist für immer.... und Diamanten.

von Patrick aus Freidorf, Schweiz am 10.03.2013

Die meisten Diamanten werden in britischen Kolonien, in Westafrika, gefördert. Als die Regierung herausfindet, dass ihr jährlich Diamanten im Wert von über 4 Millionen Pfund abhanden kommen, wird der Geheimdienst damit beauftragt, das Leck zu finden. Die Spur führt nach Amerika, zu einer "grossen und gefährlichen" Mafia-Organisation, namens Spangled-Bande. James Bond gibt sich daraufhin als Kleinkriminellen aus, der kürzlich von der Organisation als Kurier angeheuert wurde. Nachdem er die gestohlenen Diamanten erfolgreich in die USA geschmuggelt hat, bietet er sich der Bande für weitere Aufgaben an, um so an die Hintermänner heran zu kommen. Seine Tarnung fliegt jedoch ziemlich schnell auf. Verfolgt vom Boss der Spangled-Bande persönlich, flieht Bond mit dem "Bond-Girl" Tiffany Case durch die nächtliche Wüste von Nevada, wo es schliesslich zum Showdown kommt.
Der Roman hat also wiedereinmal herzlich wenig mit der Verfilmung gemeinsam. Auch gibt es keine Abteilung Q, welche James Bond mit Gimmicks ausstattet, bevor er auf Mission geht. Dafür schildert Ian Flemming seinen Agenten weiterhin konsequent als eiskalter Killer, der sich zwar gerne mal in eine hübsche Frau verliebt, jedoch keine Skrupel hat, diese für "die Sache" zu verraten oder zu opfern. In Diamantenfieber stecken erstmals nicht die Russen, allen voran SMERSH, hinter der Sache, sondern eine der vielen und gut organisierten Mafia-Banden, welche sich zu den Zeiten der Prohibition in Amerika gebildet haben. Ian Flemming beschreibt diese Mafia-Gangster jedoch sehr herablassend. Ausnahmslos werden sie als schlecht gekleidet, mit schlechten Manieren und hässlichen Spitznamen beschrieben. Im Gegensatz dazu beschreibt er sehr detailiert und mit viel mehr Begeisterung sein Wissen über Diamanten, Diamantenschmuggel, Pferderennen und mehr.
Diamantenfieber fand ich nun nicht gerade als den spannendsten oder besten der bisher vier erschienen James Bond Romane. Doch für vier Sterne reicht es allemal. Vorallem wieder wegen Oliver Siebeck, dem es sichtlich (oder besser gesagt: hörlich) Freude macht, die Romane (vor-) zu lesen.

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Moonraker (James Bond 3)

 James Bond's Inland-Mission

von Patrick aus Freidorf, Schweiz am 23.12.2012

James Bond wird von seinem Vorgesetzen M gebeten, einen privaten Gefallen zu erledigen. Er soll - als bester Kartenspieler des MI6 - den Kriegshelden und erfolgreichen Geschäftsmann Hugo Drax, in M's elitären Club, als Falschspieler enttarnen. Dies soll diskret geschehen, da Drax kurz vor der Fertigstellung und dem ersten Testflug des Moonrakers steht, der modernsten Rakete der Welt, die Atombomben an jeden Ort der Erde transportieren kann. Da Drax diese Rakete England schenken möchte, gilt Hugo Drax bereits jetzt zu einem der angesehensten Leute im Land. Während Bond daraufhin tätsächlich feststellen kann, dass Hugo Drax beim Kartenspiel betrügt, kommen in der gleichen Nacht zwei Angestellte in Drax's Firma ums Leben. Da es sich um zwei deutsche Techniker handelte und der Testflug des Moonrakers somit in Gefahr ist, kommt es, dass untypischerweise der MI6 mit der Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen beauftragt wird, welcher ansonsten nur im Ausland tätig ist. Selbstverständlich setzt M erneut seinen besten Mann für diesen Einsatz ein: James Bond. Schnell findet dieser heraus, dass mit dem Moonraker etwas nicht stimmt...
Der dritte Roman ist weniger ein Action-Roman, als ein Thriller. Er ist deshalb auch deutlich actionärmer und weniger fantastischer, als es "Leben und Sterben lassen" war. Ian Fleming ist bei seiner Beschreibung des Kartenspiels zwischen Bond und Drax kaum zu stoppen, weshalb diese Szene auch gut einen Drittel des Buches ausmacht. Danach verlagerte er das Augenmerk darauf, den Leser lange im Unwissen zu lassen, wer der eigentliche Bösewicht ist und was seine Absichten und seine Beweggründe dazu sind. Einen Thriller mit unzähligen Story-Wendungen, wie z.B, von Jeffery Deaver darf man aber nicht erwarten.
Wie schon bei den beiden zuvor erschienen Bändern, ist es Oliver Siebeck zu verdanken, dass dieser James Bond Roman aus dem Jahre 1955, wieder ein richtiger Hörgenuss ist. Einfach nur top!

3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Leben und sterben lassen (James Bond 2)

 James Bond gegen den grössten Neger-Verbrecher

von Patrick aus Freidorf, Schweiz am 10.12.2012

Bei seinem zweiten Abenteuer verschlägt es James Bond diesmal nach Amerika, wo er zusammen mit Felix Leiter gegen den bisher grössten schwarzen Verbrecher ermitteln soll, welchen die Welt bisher gesehen hat: Mr. Big.
Dieser ist der heimliche Unterweltkönig von New York. Seine zahlreichen Handlanger findet er unter der schwarzen Bevölkerung, welche er mit Angst und Schrecken vor seiner angeblichen Schwarzen Magie (Voodoo) gefügig macht. Da Mr. Big auf Jamaika (zum Zeitpunkt der Geschichte eine britische Kolonie) einen alten Piraten-Schatz gefunden hat und die Goldmünzen in Amerika veräussert, spannen das CIA und der MI6 zusammen, um gegen Mr. Big vorzugehen. So trifft James Bond wieder auf seinen alten Freund Felix Leiter. Bond hat aber noch einen anderen, einen persönlicheren Grund, um Mr. Big zur Strecke zu bringen. Dieser soll nämlich zu Kriegszeiten von den Sowetunion angeworben worden sein und nun zu der Terrororganisation Smersch gehören. Bond's Jagd nach dem "Neger-Verbrecher" führt ihn quer durch die USA und zum Schluss nach Jamaika, wo es zum Showdown kommt.
Wo Casino Royale fast einem Kammerspiel glich, fühlt sich Sterben und Leben lassen (übrigens ein Zitat von Bond in diesem Buch) mehr nach dem James Bond an, welche die Meisten von uns vermutlich aus den Filmen kennen. Es gibt viel mehr Wechsel der Locations und auch mehr Action, wie z.B. Schiessereien, Mordanschläge und Entführungen. Der Buch-Bond hat jedoch nur wenig mit dem lässigen "Abenteurer" der Filme zu tun, welcher stehts ein lokeren Spruch auf den Lippen hat. Auch im zweiten Band wird klar gemacht, dass die Lizenz zum Töten nicht nur eine Flosskel ist. Bond ist ein rücksichtsloser und eiskalter Killer, wenn es der Sache dient und von Nöten ist.
Auch ist Leben und Sterben lassen deutlich "fantastischer" als Casino Royale: Es geht um einen Piraten-Schatz, Menschen werden Haien zum Frass vorgeworfen, Leute werden mit Voodoo in Angst und Schrecken versetzt und die geheimnisvolle Solitaire, das Bond-Girl in diesem Roman, soll eine angebliche Hellseherin sein.

Fazit: Ich fand James Bond's zweites Abenteuer wesentlich spannender als sein erstes. Die Gewaltdarstellung ist auffallend höher und der interessierte Leser / Hörer darf sich nicht über die auffallend oft vorkommende (und heutzutage als rassistisch geltende) Bezeichnung "Neger" stören.
Es ist wieder ein Genuss Oliver Siebeck zuzuhören, wie er das Hörbuch präsentiert. Denn es handelt sich hier wirklich um eine Präsentation und nicht nur um ein Vorlesen. Oliver Siebeck ist vielleicht nicht James Bond, aber Oliver Siebeck ist definitiv Ian Flemming!

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Der Talisman

 King's schwächstes Buch

von Patrick aus Freidorf, Schweiz am 19.11.2012

Ich liebe die Bücher von Stephen King, und ich habe (fast) alle von ihm gelesen. Einzig "Der Talisman" und "Das schwarze Haus" kamen mir nie in die Hände. Deshalb habe ich mich sehr darüber gefreut, dass das mir unbekannte "Der Talismann" nun als Hörbuch, gelesen von einem meiner Lieblings-Sprecher, David Nathan, erschienen ist.... Die Freude hielt jedoch nicht lange an. Das (Hör-)Buch konnte mich nämlich von Beginn an überhaupt nicht fesseln.

Normalerweise könnte man die Bücher von Stephen King problemlos um die Hälfte kürzen, da er nebst der Hauptgeschichte viel "Beigemüse" erzählt. Genau dieser Schreibstil gefällt mir jedoch an King, weil er seine Geschichten nicht einfach stur linear erzählt. Bei dieser Story hatte ich jedoch das Gefühl, nur "Beigemüse" zu hören und das King/Straub die eigentliche Geschichte meistens aus den Augen verloren haben. Viele Buch-Passagen zogen sich zudem mit ständigen Wiederholungen schier ins Endlose hin, so wie ich es bisher noch in keinem King-Buch erlebt habe. Daran konnte auch David Nathan, welcher wieder einmal eine top Leistung als Sprecher abliefert, nichts mehr ändern. Für mich persönlich ist "Der Talisman" das (bisher) schwächste Buch von King. Ob dies eventuell an Straub's Mitwirken liegt, kann ich nicht sagen. "Das schwarze Haus", welches als Nachfolgeband gehandelt wird, werde ich nun vermutlich weiterhin links liegen lassen.

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Casino Royale (James Bond 1)

 Grandios gelesen

von Patrick aus Freidorf, Schweiz am 14.10.2012

Obwohl ich mit den James-Bond-Filmen aufgewachsen bin, muss ich beschämend zugeben, dass ich bisher noch kein Bond-Roman in meinen Händen hielt. So war für mich dann auch ziemlich überraschend, wie stark sich der Roman-Bond von seinem cineastischen Kollegen unterscheidet: Bond wird hier zunächst als ein eiskalter, patriotischer Chauvinist dargestellt, welcher Frauen verachtet. Nachdem er jedoch von Le Chiffre fast getötet wird, beginnt er seine Welt-Ansicht, in der Gut und Böse ganz klar definiert waren, zu hinterfragen. Daraufhin will er seinem Agentenleben den Rücken kehren und heiraten. Bis ein weiteres Erlebnis seine neue Weltansicht erneut erschüttert...
Wer nur die neuste filmische Vorlage kennt, dem ist zu sagen, dass die Story im Buch ungefähr die Dauer vom Spielbeginn im Casino, bis zu Bonds Genesung im Sanatorium umspannt. Dabei wurde die Film-Story ziemlich nah am Roman angelegt, mit den nötigen Anpassungen an unsere Zeit und an das Medium Kino.
Dem 1. James Bond Roman merkt man schnell am Schreib- und Sprachstil an, dass dieser schon vor einiger Zeit geschrieben wurde. Ian Fleming beschreibt seine Agentenwelt jedoch sehr detailiert und mit viel Fachwissen, so dass James Bond auch in Romanform zu fesseln weiss.
Absolutes Highlight von diesem Hörbuch ist jedoch Oliver Siebeck. Seine Leistung bei diesem Buch ist absolut top. Eigentlich war ich zuerst enttäuscht darüber, dass man nicht Dietmar Wunder als Sprecher ausgesucht hat. Dieser zähle ich neben David Nathan momentan nicht nur als einer der besten Hörbuch-Sprecher, sondern ist auch der Synchronsprecher des aktuellen Film-James-Bond. Doch die Leistung von Oliver Siebeck ist meiner Meinung nach durch keinen anderen Sprecher zu topen! Matthias schreibt in seiner Rezension, dass Siebeck jede Zeile geniesserisch auskostet. Genau so ist es! Vorallem die Art von Siebecks Vortrag wird für mich der Grund sein, mir definitiv das 2. ungekürzte Roman-Abenteuer von James Bond zu holen. Aber möchte ich auch wissen, wie sich James Bond weiter entwickelt.
Der einzige Minuspunkt dieses Hörbuches ist, da stimme ich Matthias ebenfalls wieder zu, ist das kurze Hörvergnügen...

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Department 19: Die Mission

 Macht Lust auf mehr....

von Patrick aus Freidorf, Schweiz am 10.10.2012

Nach dem 1000. Hörbuch, dass von David Nathan gelesen wird, wollte ich wieder einmal einen anderen Sprecher in meinen Ohren hören. So stiess ich eigentlich auf dieses Hörbuch... Die Geschichte hat mir sehr viel Spass gemacht. Es ist quasi die Fortsetzung der beiden Romane "Dracula" und "Frankenstein" in einem. Der Hauptcharakter Jamie findet schlagartig und unsaft heraus, dass diese beiden Romane nämlich gar keine Fantasie-Geschichten sind... Dabei switcht die Geschichte gekonnt und spannend, zwischen der heutigen Zeit (mit Jamie) und der Vorkommnissen von früher (meist kurz nach Draculas 'Tot') hin und her. Bereits in der Mitte des (Hör)-Buches ahnt man dann schon, dass das Buchende noch nicht das Ende dieser Geschichte sein kann. Und so gelangt man ziemlich flott (weil spannend) an das gekonnte (Buch)-Ende. Natürlich mit ein, zwei kleinen Appetit-Machern, auf den Folgeband. Dem Erzählstil merkt man deutlich an, dass hier ein Mann der Autor war. Vampire zerfallen hier nicht zu staub, sondern explodieren - manchmal sogar sehr detailiert - in einer Blutfontaine, wenn sie gepfählt werden. Zartbesaiteten Twilight-Leserinen dürfte dieses Buch vermutlich deshalb weniger zusprechen. Dietmar Bär ist eher ein gemächlicher Sprecher. Er hat eine tiefe, ruhige und angenehme Stimme. Ich persönlich finde ihn für diese Geschichte passend besetzt

3 von 8 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Wind (Der dunkle Turm 8)

 Endlich ein würdiger Sprecher für dieses Epos

von Patrick aus Freidorf, Schweiz am 11.09.2012

Als ich vor 20 Jahren das erste Mal Schwarz gelesen hatte, war ich zunächst etwas verunsichert über dieses ungewöhnliche Stephen King Buch. Doch diese Geschichte, die er mit Drei und Tot weiterführte, hat mich bis heute in den Bann des Dunklen Turms gezogen. Glas war für mich persönlich dann sogar der beste Teil des ganzen Zyklus. Wolfsmond, Susannah und Der Turm vollendeten den Zyklus und jeder der nun Wind in den Händen hält - oder auf seinen MP3-Player geladen hat - sollte dies stets im Hinterkopf behalten: Der Dunkle Turm Zyklus ist mit Der Turm fertig erzählt. Wind ist keine Fortsetzung, sondern lediglich eine etwas längere Anektode aus Rolands Jugend, vergleichbar mit der Kurzgeschichte "Die kleinen Schwestern von Eluria. Genau wie Stephen King in seinem Vorwort erzählt, habe auch ich es genossen, wieder einmal etwas von Roland und seinem Ka-Tet zu hören. Und umso mehr habe ich es genossen, dass dafür endlich ein würdiger Erzähler benutzt wurde: David Nathan. Dessen Leistung ist wieder einmal einfach nur Top! Und man kann nur erahnen, was für geniale Hörbücher die Dunklen Turm Bände wären, wenn Nathan alle eingesprochen hätte!
Auch wenn - wie gesagt - Wind kein richtiger Band des Dunklen Turm Zyklus ist, sondern nur eine Anektote dazu, ist es für mich das bisher beste Dunkle Turm-Hörbuch, das es gibt.

12 von 20 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Flammender Zorn (Die Tribute von Panem 3)

 Zugedröhnter Spottölpel

von Patrick aus Freidorf, Schweiz am 27.08.2012

Mit viel Vorfreude und mit Spannung habe ich mich auf den dritten und letzten Teil der Hunger Spiele gefreut... Und ich wurde sehr enttäuscht. Irgendwie fühlte sich alles irgendwie falsch an. Band Drei knüpft nicht nahtlos dort an, wo Band Zwei aufhörte, sondern startet gleich Mitten im Krieg der rebellierenden Distrikten gegen das Kapitol. Und Katness? Die philosophiert lange - zu lange für meinen "Männer-Geschmack" - über ihre Gefühle. Und dabei ist sie mehr oder weniger meisten mit Schmerzmitteln zugedröhnt, bis sie sich dann endlich dazu durch ringen kann, sich als Spottölpel, als Symbol der Rebellen, am Krieg zu beteiligen. Der Kriegsverlauf selbst, war auch nicht gerade nachvollziehbar. Z.B. wird Destrikt 13 mehrere Tage lang durch das Kapitol bombadiert und alle Bewohner harren geduldig in einem riesigen Bunker aus. Und dann? Die Bombadierung hört auf und die Bewohner können wieder an die Oberfläche. Offenbar besitzt das Kapitol nur Hoovercrafts, also Flugzeuge, aber keine Panzer und Bodentruppen. Keine Belagerung, nichts weiter geschiet. auch ansonsten scheint das übermächtige Kapitol den ganzen Krieg über zu verschlafen. Die einzige Verteidigung scheinen ein paar Arena-Todesfallen und eine Handvoll Mutanten zu sein. Wie gesagt: irgendwie fühlte sich die ganze Geschichte falsch an. Einzig der Schluss vermochte mich ein wenig zu fesseln, da es sich einmal nicht um ein typisches Happy-End handelt. Aber leider vermag Katness das Ende nur wieder zugedröhnt über sich ergehen.
Wie ich schon beim ersten Band schrieb, merkt man(n), dass diese Bücher von einer Frau und vermutlich auch vornehmlich für Frauen geschrieben wurde. Dies soll aber nicht heissen, dass Männer keinen Spass an diesen Büchern haben können. Ich hatte meinen Spass an Band Eins und Zwei. Band Drei ist für mich aber ganz klar der schwächste Teil dieser Triologie. Zudem liest Maria Koschny gewohnt gehetzt vor. Somit kann ich diesem Hörbuch nur maximal zwei bis drei Sterne vergeben.

24 von 35 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

Gefährliche Liebe (Die Tribute von Panem 2)

 Spannende Fortsetzung mit Cliffhanger

von Patrick aus Freidorf, Schweiz am 23.06.2012

Nach dem spannenden ersten Teil wartete ich geduldig auf die ungekürzte Fortsetzung... und ich wurde nicht enttäuscht!
Wie bei Teil 1 liest Maria Koschny für mich die Geschichte ein wenig gehetzt. Und auch das Verstellen ihrer Stimme für einige Charaktere und deren sofortigen Wiedererkennungswert gelingt ihr nur bedingt. Trotzdem hat sie eine sehr angenehme Stimme, welcher man gerne zuhört. Wohl auch, weil die Geschichte nahtlos und vorallem spannend an den ersten Band anknüpft. Anders wie im ersten Band nimmt sich Suzanne Collins diesmal mehr Zeit, um einige Sachen ausführlicher zu beleuchten und mehr darüber zu erzählen. Gleichzeitig - und anders wie bei vielen anderen Buchserien - werden der Zühörerin / dem Zuhörer die Geschehnisse aus dem vorhergegangenen Band nicht gross wiedererzählt. Und obwohl die beiden Hauptprotagonisten, Katniss und Peeta, schlussendlich wieder in die Arena müssen, handelt dieses Buch diesmal viel mehr von der bevorstehenden Rebellion der Destrikten gegen das Capitol, als um die Hungerspiele selbst.
Fazit: Alles in allem finde ich die Fortsetzung eine sehr gelungene und auch sehr spannende Weiterführung der Geschichte, mit einem richtig bösen Cliffhanger, welcher auf Teil 3 neugierig macht. Mir persönlich hat "Gefährliche Liebe" einen Tick besser gefallen, als "Tödliche Spiele". Deshalb erhält dieses Hörbuch einen Stern mehr von mir, als dessen Vorgeschichte. Gleichzeitig bin ich zuversichtlich, dass der letzte Band, "Flammender Zorn", vermutlich nochmals einen Stern mehr, und somit die Höchstpunktzahl, von mir erhält. Ich bin gespannt....

23 von 30 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

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