Ein plötzlicher Todesfall

Hörbuch: Ein plötzlicher Todesfall

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Autor: J.K. Rowling
Sprecher: Christian Berkel
Spieldauer: 19 Std. 06 Min. (ungekürzt)
Bewertung:  3.6 (320)
Audioinhalt: Hörbuch
Anbieter: Der Hörverlag
Veröffentlicht: 2012

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Hörbuch-Rezensionen zu Ein plötzlicher Todesfall (61)

Lesen Sie die Rezensionen anderer Hörer zu Ein plötzlicher Todesfall und schreiben Sie Ihre persönliche Meinung.

1-10 von 61 Ergebnissen

 Ein Personenverzeichnis wäre schön

von Stephan aus Augsburg, Deutschland am 07.01.2013

Frau Rowlings Buch lässt sich flott an, positiv überrascht bin ich besonders von ihrem bissigen Humor. Auch Christian Berkel liest toll. Wunderbar soweit.

Nur: die Autorin fährt gleich in den ersten Kapiteln Personal auf wie weiland Dostojewski. Ich bin erst im zweiten Viertel und zähle schon über 20 Protagonisten.

Prinzipiell habe ich nichts dagegen. Doch während man im Print ja mal zurückblättern kann, gerate ich beim Hören häufig ins Trudeln - wer ist jetzt nochmal der Sohn / die Tochter / der (Ex-)Liebhaber etc. von wem?

Vielleicht erbarmt sich ja der Verlag oder die Redaktion und stellt ein PDF mit einem Personenverzeichnis online. Das wäre nett und das Hörbuch ein noch größeres Vergnügen. Danke :-)

111 von 117 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Ein wirres Durcheinander

von Ralf aus Alken, Deutschland am 02.02.2013

Ein wirres Durcheinander von Einzelpersonen mit Bezug zum Mordopfer.
Etwas für die, die viel Zeit haben lange Teile an einem Stück zu hören.
Aber nichts für die, die ab und zu mal kurze Episoden hören möchten und trotzdem nicht den Überblick verlieren wollen :-(

6 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Etwas Besseres erwartet

von Ute aus W, Deutschland am 14.02.2013

Sehr langatmig,nicht spannend, viele Personen, lauter Freaks. Ein trauriges Bild einer englischen Kleinstadt und deren Bewohner. Würde ich nicht wiedr kaufen.

5 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Großes Provinz-Drama

von Holger Wohlleben aus Hamburg am 21.01.2013

"Ein plötzlicher Todesfall" ist zwar etwas komplett anderes als die "Harry Potter"-Reihe, aber bei allen Unterschieden gibt es doch auch viele Gemeinsamkeiten.

J.K. Rowlings neuestes Werk ist kein bisschen fantastisch sondern absolut im Hier und Jetzt verankert, die Sprache ist zuweilen derb, der Grundton lakonisch. Rowling nimmt den Hörer mit auf eine Reise in die tiefsten Abgründe menschlicher Existenz und entlarvt scheinmoralische gesellschaftliche Strukturen. Die eigentlich einfache Geschichte um die Auswirkungen eines Todesfalls in der englischen Provinz, gewinnt ihre Komplexität anhand der vielfältigen und hervorragend gezeichneten Figuren und deren schicksalhaften Konstellationen.

Mich hat das Hörbuch jedenfalls bestens unterhalten - jedoch brauchte ich eine Weile, um vollends in den "Kosmos Kleinstadt" abtauchen zu können, was auch am Vorleser Christian Berkel gelegen haben mag. Denn auch der brauchte offenbar ein wenig, um mit der Geschichte und den Protagonisten warm zu werden. Der zu Beginn etwas lustlos wirkende Stil wandelt sich zum Glück schnell - und wird dann richtig gut!

4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Kraftvoll, verschlungen und nachdenklich machend.

von melly1970 aus spanien am 18.01.2013

Diese Story ist mitten aus dem Leben!
Nichts für HP Liebhaber, denn es hat so garnichts damit zu tun, aber sehr gut geschrieben.
Ich den HP Büchern nie etwas abgewinnen können, bin aber Fan der Filme.

Dieses Buch aber, macht Lust auf mehr. Sogar die gleiche Story könnte von mir aus gerne als Serie verfilmt werden, denn sie ist sehr realitätsnahe.

Mich hat nur eins gestört: die Namen kommen so oft vor, dass man fast mit den Augen roll, wenn in einem Absatz der Name mindestens - gefühlte- 20 mal gesagt wird.

Das Hörbuch ist sehr gut gelesen, da man oft schon am Tonfall hört wer da gerade spricht oder worum es geht.
Da es in der Story um sehr viele Leute geht, verliert man ab und an den Faden, aber schnell findet man wieder rein.
Anfangs etwas lang aber den dritten Teil, will man garnicht mehr ausmachen, da man das Gefühl bekommt, diese Leute fast schon selbst als Nachbar zu haben.

Unbedingt durchhalten! Es lohnt sich!

4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Herrliches Kopfkino

von S.Hahn aus Deutschland am 15.01.2013

Es stimmt, dass zu Anfang des Buches sehr viele Protagonisten vorgestellt werden und man zuweilen glaubt, den Überblick zu verlieren. Doch nach einer Weile fällt es nicht mehr schwer die Charaktere und ihre Verknüpfungen miteinander zu verstehen. Das Buch macht unglaublich Spaß, J.K.Rowling beschreibt gekonnt und in gewohnter Manier sehr detailliert jede einzelne Person, es entsteht ein herrliches Kopfkino!
Ich hatte Bedenken, ob ein anderer Sprecher als Rufus Beck ein Buch von J.K.Rowling ansprechend lesen kann, aber ich bin begeistert von Christian Berkel.
Mehr davon!

4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Aufgegeben

von Susanne aus Deutschland am 11.01.2013

Ich habe aufgegeben - nach nicht einmal zwei Stunden. Dieser Leser macht mich wahnsinnig. Okay, das Hörbuch ist wirklich sehr lang, aber offensichtlich war Christian Berkel der Meinung, es darf nicht noch länger werden. Er liest so schnell, dass ich manche Worte gar nicht verstangen habe. Sein Lesestil ist leider auch nicht nach meinem Geschmack, ich hatte den Eindruck einem hohen Tier beim Militär zuzuhören. Abgehackt und streng. Da verliert man den Überblick über die vielen Leute, die schon zu Anfang genannt werden.

Schade, ich hätte echt gerne gewusst, wie ein Buch von J.K. Rowling für Erwachsene ist. Vielleicht wage ich ja irgendwann noch einmal den Versuch...

42 von 50 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Furchtbar langatmig

von cadaques2011 aus Laupheim, Deutschland am 14.01.2013

Wer bei "Ein plötzlicher Todesfall" erwartet, dass es J.K. Rowling gelingt, wieder ein Buch zu schreiben, das einen in den Bann zieht, nicht mehr loslässt und unglaublich fantasievoll ist, wird leider enttäuscht.
Langatmig und umständlich konstruiert, viel zu viele Personen, die in ihrem Leben gefangen sind - und einfach zu wenig Handlung für so ein dickes Buch.
Ein plötzlicher Todesfall wirkt auf mich leider sehr gewollt - und wenig gekonnt.

Bei einem Hörbuch ist auch immer der Sprecher wichtig - Christian Berkel liest gut, nur den Text des Lieds von Rihanna holpert er mehr als dass er ihn spricht.

Ich würde es nicht wieder kaufen!

36 von 43 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Ein Roman! Ein sehr guter Roman.

von Jona aus Deutschland am 25.01.2013

Dieses Buch ist ein Roman, dass heißt, es begleitet eine Gruppe von Personen eine zeitlang, beschreibt, was sie denken und tun und wie alles zusammenhängt. Wer also einen Fantasieroman erwartet, wird enttäuscht sein. Wer einen Krimi oder sogar Thriller mit anständiger Spannungskurve erwartet, wird enttäuscht sein. Wer seichte Unterhaltung erwartet, auch. Aber wer bereit ist, einen Roman anzuhören, der ein Kaleidoskop der heutigen Gesellschaft ist, entdeckt eine wahre Perle.

Die Personen sind glaubwürdig geschildert und die Dialoge wie immer bei Rowling punktgenau. Die Geschichte ist nicht zuckersüß. Man hört von Jugendlichen und ihren Eltern, glücklich und unglücklich verheirateten Paaren, Kindesvernachlässigung in mindestens fünf Schattierungen, den Bemühungen des Jugendamtes, das richtige zu tun, den Auswirkungen eines Ehrenamtes auf den Ehrenamtler selbst und seine ganze Familie. Man hört von Liebe, Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Heuchelei, Sex, Krankheit, Wahnsinn und Gewalt. Man hört von den Möglichkeiten, bei Facebook oder auf der Seite eines Gemeinderates anonyme Bosheiten zu veröffentlichen. Man wird in die Diskussion um Sinn oder Unsinn eines Methadonprogramms hineingenommen.

Ich bewundere Frau Rowling dafür, diese Themen zu nehmen und in einem Roman unterzubringen. Schon bei Harry Potter habe ich die Szene geliebt, in der der Junge Neville mit seiner Großmutter seine Eltern in der Psychatrie besucht. Solche Situationen kommen vor im wahren Leben, aber wer außer Frau Rowling schreibt mal darüber? Ich nehme seit zwanzig Jahren Kinder für einige Wochen auf, die vom Jugendamt plötzlich untergebracht werden müssen. Wie oft habe ich mit Kindern ihre Mütter in der Psychatrie besucht. Und Frau Rowling wagt es, darüber zu schreiben und über all das, was ich oben genannt habe. Dafür liebe ich sie, und ich mag auch diesen Roman, denn sie schreibt in ehrlichen Worten wieder eine gute Geschichte.

8 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Kay Bawden ist eine Heldin

von Jochen aus Unterföhring, Deutschland am 16.02.2013

Zugegeben, der erste der 3 Teile zieht sich. Ich war kurz davor das Hörbuch abzubrechen. Viele Charaktere, kein Spannungsbogen, keine Personen mit denen man sich identifizieren könnte oder welche die man hassen kann (außer Simon Price).

Doch dann hat man alle Personen drauf und taucht mehr und mehr in Rowlings Welt ein. Auch die Geschichte wird immer dichter, immer besser. Überhaupt habe ich eine so dichte Schilderung von Personen und deren Interaktionen nur bei George R. R. Martin erlebt. Das war aber eine Fantasy Welt. Und hier sind wir in Englang, im schönen Pagfort.

Die Story lebt von den sehr interessant beschriebenen Charakteren. Mit Fats Wall und Simon Price gibt es 2 Personen, die ich richtig unsympatisch fand. Andrew Price, Sohn von Simon und Fats bester Freund, ist dagegen sympatisch. Seine Schwärmerei für die schöne Gaia Bawden ist toll beschrieben. Oft gibt es Grund zum Schmunzeln und man erkennt sich selbst als verliebter Teenie wieder.

Gavin Hughes ist ein Schwächling, den man einfach nicht mögen kann. Er hat mit Kay eine tolle Freundin, kann sich aber einfach nicht durchringen sein Leben endlich in feste Bahnen zu lenken. Auch hier gibt es Übereinstimmungen mit Personen die jeder kennt. Gavin kann und will keine Verantwortung übernehmen und wird deshalb nie glücklich werden.

Krystal Weedon ist eine der Hauptpersonen der Handlung. Sie kommt aus ganz schlechten Verhältnissen und schlägt sich durchs Leben. Die Rudermannschaft von Barry war ihr Halt. Ihre drogensüchtige Mutter haßt und liebt sie zugleich. Ihren kleinen, dreijährigen Sohn Robby liebt sie und versucht, ihn ein besseres Leben zu schaffen. Hier gibt es wahnsinnig rührende Momente. Auch schockierende Abschnitte erlebt der Hörer wenn er Krystal begleitet.

Howard Mollison ist die lebhafteste Gestalt der Geschichte. Ein fetter, selbstsüchtiger Gemeinderat der seinen Sohn Miles als Nachfolger von Barry im Rat haben möchte. Ich fand es toll die Abschnitte von Howard zu hören.

So gibt es noch viele kleine und große Geschichten die erzählt werden. Samantha, Miles großbusige Ehefrau, die heimlich Musikvideos ihrer Tochter schaut um muskulöse Teeniemänner zu sehen, sei hier noch als Beispiel genannt.

Es macht sehr viel Spaß diesen Personen durch Pagfort zu folgen. Ich fands klasse.

Fazit:
Das erste Drittel bekommt nur 2 Sterne, das 2. Drittel 4-5 Sterne und das letzte Drittel 5 Sterne. Macht für mich ein 4 Sternehörbuch.

Es ist anspruchsvoll, anfangs anstrengend, gibt dem Hörer aber viel zurück. Ich konnte lachen, mitfiebern, wütend sein und hatte viel Mitleid mit Robbys Schicksal. Kay ist, neben dem verstorbenen Barry Fairbrother, die einzige, die versucht Robby und Krystal Weedon zu retten. Kay ist meine Heldin.

Christian Berkel liest ganz ordentlich. Er schafft es aber nur Howard Mollison Leben einzuhauchen. Diesen fetten Gemeinderat spricht er hervorragend. Alle anderen Personen klingen sehr ähnlich. Schade.

3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

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