Göttin des Todes

Hörbuch: Göttin des Todes

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Autor: Dan Simmons
Sprecher: Detlef Bierstedt
Spieldauer: 10 Std. 17 Min. (ungekürzt)
Bewertung:  3.2 (100)
Audioinhalt: Hörbuch
Anbieter: Audible GmbH
Veröffentlicht: 2011

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Hörbuch-Rezensionen zu Göttin des Todes (10)

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1-10 von 10 Ergebnissen

 Der Schluss rettet das Werk

von germanistik aus Lamstedt, Deutschland am 29.07.2011

Ich fand Drood und Terror fantastisch. Weil ich nach Drood und Terror nicht mehr von Dan Simmons lassen konnte, habe ich mir die ~90 Stunden Hyperion und Endymion gegönnt....und nach dem Ende gleich wieder mit dem ersten Teil angefangen. Ständig auf der Lauer nach mehr von Dan Simmons habe ich "Göttin des Todes" sofort nach der Entdeckung gekauft...schließlich stand Dan Simmons drauf. Bis ungefähr zur Hälfte des zweiten Teils, war ich nicht sicher, ob der Download nicht das falsche Stück gezogen hat....ich war maßlos enttäuscht...und gelangweilt. Als Lichtblick natürlich Detlef Bierstedt und sein Krishna....sehr gut gemacht! Ebenfalls die Beschreibung von Kalkutta und meine darauf folgende unendliche Dankbarkeit, nicht dort leben zu müssen. Auch die Zitate zu Kalkutta zu Beginn jedes Kapitels, sehr gut. Der Rest hat mich nicht berührt, weder die Geschichte, noch die Hauptdarsteller. Wie gesagt - bis ungefähr zur Hälfte des zweiten Teils. Dann plötzlich war "mein" Dan Simmons wieder da, wow!!!!

Mein Fazit zu diesem Werk: Einige Stunden durchhalten und etwas über Kalkutta lernen...um dann noch ungefähr 1,5 Stunden echte Klasse zu entdecken.

13 von 13 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Na also, geht doch

von Mokba aus Deutschland am 27.07.2011

Drood und Terror fand ich bis auf einige langatmige Passagen schon ganz passabel, Göttin des Todes ist frei von detailverliebtem Geschwafel und spannend noch dazu. Auch wenn ich es etwas vermessen finde, dass Dan Simmons sich hier über Stephen King lustig macht, kopiert er dessen Stil doch unübersehbar, wenn auch verstohlen. Ich verzeihe es ihm, da er hier einen wirklich guten Job gemacht hat.
Detlef Bierstedt ist hier wie da gewohntermaßen in Bestform und hat mir mit seiner Interpretation der indischen deutsch radebrechenden Menschen das eine oder andere Grinsen entlockt.

11 von 11 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Intelligent, einfühlsam, spannend - gut gelesen!

von Germana aus Wien, Österreich am 18.10.2011

Nach "Terror" und "Drood" ist das mein drittes Hörbuch von Dan Simmons, sein Erstlingswerk. Und es hat mich endgültig davon überzeugt, dass dieser Mann schreiben kann. Dass er gern als SciFi- und Horroroautor gehandelt wird, mag an seinen weiteren Werken liegen, ich schätze ihn vor allem als einen Autor, der mit den richtigen Worten Bilder im Kopf der Leser erschafft, die nicht so schnell wieder verschwinden.
"Göttin des Todes" ist in erster Linie das Bild einer Stadt, die sich in den 30 Jahren seit Entstehen des Buches sicher nur unwesentlich verändert hat. Dreck, Slums, Armut, Lärm, Gestank, ein undurchdringliches Wirrwarr von Gassen - so stelle ich mir Kalkutta vor. Untrennbar damit verbunden sind Kriminalität, Fanatismus und für uns nicht nachvollziehbare religiöse Riten, die in Simmons' Geschichte für den Gruselfaktor sorgen. Für echte Emotionen ist das Verhältnis der Hauptfigur Robert Luczak zu seiner Familie zuständig, die als Gegenpol zu all den Grauslichkeiten steht, und deren Schicksal einem die wahre Gänsehaut über den Rücken jagt.
In seiner trockenen Art erzählt Simmons von Luczaks Suche nach dem verschollenen Dichter, von der Schnitzeljagd durch eine Stadt, in der sich ein Europäer nicht zurechtfinden kann. Er spricht von Literatur und verweist in seinen Zitaten vor jedem Kapitel immer wieder darauf, wie viele Autoren diese Stadt schon beschäftigt hat. Trotz der traurigen Thematik bringt Simmons den Leser immer wieder zum Schmunzeln, und lässt ihn am Schluss hoffen, dass die Welt, auch im Zeitalter der Kali, doch noch eine Chance hat.
Alles in allem ein intelligentes berührendes und wirklich spannendes Buch, für das man trotz des Fehlens echter Horror-Elemente starke Nerven braucht.
Detlef Bierstedt liest, wie immer, mit viel Einsatz und verleiht vor allem den Randfiguren noch zusätzlich Charakter. Ein Hörbucherlebnis der besonderen Art, würde ich sagen!

3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Respektabler Erstling

von Matthias aus Berlin, Deutschland am 03.08.2011

Wir wissen es inzwischen - auch Dank Audible und Detlef Bierstedt - Simmons gehört nicht zu den gewöhnlichen Sience-fiction- und Horror-autoren, da ist schon ein Hauch Große Literatur, der Mann kann mehr als nur "page-turnen", wie es so schön neudeutsch heißt. Der Geruch der guten Schreibe vertreibt so manchen Leser, der nur auf Action fixiert ist - und das ist gut so.
Ich habe "germanist" nicht viel hinzuzufügen, nur schien mir hier, daß in dem kleinen frühen Roman die Fusion noch nicht recht gelingt, da sind reißerische, ganz auf Effekt und Ekel-Schock abgestellte Episoden, und - wie die letzten anderthalb Stunden - gute gediegene Literatur. Trotzdem (oder grade deshalb?)zog sichs für mich etwas - es fiel auseiander, kam nicht zusammen. Manchmal wird auch zu lange Luft geholt für recht dünne Twists (wie die Episode der Kali-Initationsriten mit der Leiche).
Immerhin - für einen Erstling wirlich gut! Schön auch der trockene Humor, der trotz der so unendlich traurigen Story immer mal wieder hervorblitzt.
Wieder mal Hut ab vor Detlef Bierstedt - ich wanlde mich grade vom Bierstedt-Hasser zum Bierstedt-Fan. Ich fange an zu begreifen, daß es Szenen gibt, die niemand so ausloten kann wie er, grade WEIL er chargiert, übertreibt, deklamiert: Die Szene der Begnung mit dem totgeglaubten indischen Dichter ist grandios, pures Grauen, phantastisch gespielt. Das sind Momente wo man fühlt: hier kann ein Hörbuch mehr erreichen als das bloße Buch.

8 von 11 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Ein frühes Meisterwerk

von mdd42 aus Berlin, Deutschland am 05.09.2011

Dan Simmons bedarf keiner Vorstellung, die "Göttin des Todes" vielleicht schon, denn der Erstling des Autors von "Hyperion" und "Illium" ist nicht annähernd so bekannt, wie die späteren Epen - zu Unrecht.

Über den Inhalt der Geschichte will ich hier gar nichts verraten, nur so viel sei gesagt: Wo Simmons später doch sehr viel drastischer und deutlicher wird, bleibt er bei der Göttin wohltuend nebulös und in mehr als nur eine Richtung deutbar - was ist wirklich passiert und kann angesichts der Ereignisse überhaupt eine Interpretation vor der anderen Vorrang haben?

Bierstedts Vortrag ist gewohnt souverän, seine etwas lakonische Herangehensweise an den Text passt diesmal sehr gut zu der Hauptfigur. Das er die handvoll bengalischer Worte alle falsch ausspricht tut dem Hörgenuss keinen Abbruch.

Eine abgründige Geschichte, die lange nachklingt.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.

 Ein schwacher Simmons

von joharst aus Göttingen, Deutschland am 19.08.2011

Nachdem "Terror" und "Drood" mich begeistert hatten, war ich mir eigentlich sicher, mit "Göttin des Todes" nicht viel falsch machen zu können. Leider stellte sich diese Annahme als Irrtum heraus.
Zwar kann das Kalkutta-Setting durch seine Atmosphäre überzeugen und auch die Zitate, die jeden Abschnitt einleiten, sind sehr passend und stimmungsvoll, doch das war es dann auch schon.
Die Handlung plätschert so dahin und findet keine richtigen Höhepunkte. Die Stellen, an denen es spannend zugehen müsste, verpuffen in einer fast schon lieblosen Oberflächlichkeit. Da kann auch Bierstedt nicht mehr viel retten, zumal seine schrillen Inderstimmen teilweise eher stören, als zum Hörgenuss beizutragen.

Drei Sterne für das interessante Setting und das Ende, das wenigstens nicht so ausfällt, wie man zwischenzeitig befürchtet.

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 Keineswegs langweilig. Höchstens Abzug in B-Note

von latscho aus Paderborn, Deutschland am 30.10.2012

Das Bild einer beeindruckenden Stadt die ich nach dem zuhören ebenfalls wie ein Vorredner niemals richtig kennen lernen möchte und dann langsam aber sicher mehr und mehr Hochspannung. Nach meiner Meinung ganz und gar nicht langweilig und eines der besseren Hörbüchern. Wer nicht auf eine zugegeben etwas schleppendere (aber keinesfalls langweilige) Geschichtsentwicklung steht und von Beginn an düstere Hochspannung braucht, dem sei unbedingt die Darkside Park Reihe empfohlen. Generell eine Reihe die mir stets als eine der besten Hörbuchreihen in Erinnerung bleiben wird. Übrigens alle anderen bisher hier erschienen Dan Simmons waren noch besser als dieses Buch. Alle unbedingt lesenswert.

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 Nette Geschichte mit nicht ganz jugendfreiem Ende

von Stefanie aus Halle, Deutschland am 19.02.2012

Wirklich gut erzählte und auch gut gelesene Geschichte, die einem lange im unklaren darüber lässt, wo sie hin will.
Die Geschichte plätschert so dahin, bis es ungfähr im letzten Drittel etwas sexuell und dann auch blutig und etwas schmerzhaft wird.
Insgesamt gut, aber etwas merkwürdige Stil- und Inhaltsmischung.

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 unendliche Geschichte.....

von sehrgenervt aus Otterfing, Deutschland am 16.08.2011

unendlich langatmig....der Schreibstil gefällt mir schon. Jedoch ist die Geschichte an sich in 10 Sätzen erzählt. Immer wieder habe ich mir gedacht: schalte den Kram einfach ab - hatte aber immer (vergeblich) auf irgendetwas Spannendes gehofft.......

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 OK

von Helmut aus Marktheidenfeld, Deutschland am 06.08.2011

Viel Wind um doch recht wenig.
Mich haben die Stimmen der Inder ewas genervt da halt doch oft Langeweile aufkommt und man denkt man hat sich nur das Vorwort geladen... nach viel Blabla kommt dann etwas Action und Drama dazu - gibt auf jeden Fall bessere Bücher dieser Art.
Meiner Meinung nach passts nicht zu Simmons irgendwie weis man da langsam nicht wo der Weg hinführen soll.

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