Dead or Alive
| Autor: | Tom Clancy |
|---|---|
| Sprecher: | Frank Arnold |
| Spieldauer: | 26 Std. 14 Min. (ungekürzt) |
| Bewertung: | 3.9 (695) |
| Audioinhalt: | Hörbuch |
| Anbieter: | Random House Audio, Deutschland |
| Veröffentlicht: | 2011 |
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Hörbuch-Rezensionen zu Dead or Alive (66)
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Gelungene Fortsetzung der Jack Ryan Reihe
von blinky22 aus Hamburg, Deutschland am 08.04.2011
Leider hat es ein paar Jahre gedauert, bis Tom Clancy sich an eine Fortsetzung der Jack Ryan Reihe gewagt hat. Alle Fans, der mit "Jagd auf Roter Oktober" beginnenden Saga des ehemaligen CIA Agenten und späteren US Präsidenten Jack Ryan, werden sich über den Plot und die schöne Weiterfühung der Story freuen.
Aber auch Clancy Neulinge können sich über eine geschlossene Handlung, mit aktuellen Hintergründen nach 09/11, freuen.
Endlich gibt es einen Clancy Roman nun auch als Hörbuch. Leider bislang das einzige (Red Rabbit & Rainbow Six sind leider nicht mehr im Handel) auf deutsch erhältliche Hörbuch des amerikanischen Bestseller Autors.
Bitte, Bitte Audible - mehr von Tom Clancy! Gern auch die älteren Romane!52 von 60 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Gehirn aus, dann geht's
von Stephan aus Augsburg, Deutschland am 17.04.2011
Ein Geheimdienst innerhalb des Geheimdienstes! Der sich selbst über illegale Geschäfte finanziert! Der komplett an der Regierung vorbei arbeitet! Der Gefangene tötet, foltert (am besten beides)! Der meint, nur er könne die Welt - bzw. das, was Amerika dafür hält, retten.
Den Plot kennen Sie schon? Klar, den kennt jeder Leser von Polit-Thrillern. Bei Tom Clancy ist dieses Szenrio aber nicht das Problem bzw. die aufzudeckende Verschwörung, sondern die Lösung - genau so agieren seine Helden und retten die Welt, logo.
Klar, wer von Tom Clancy (und seinem leider nicht ganz so talentierten Co-Autor Grant Blackwood) einen anthroposophischen Gutmenschen-Roman erwartet, ist völlig falsch. Aber nach Jahren der Clancy-Abstinenz musste ich mich an den reaktionären Superschwachsinn erst wieder gewöhnen. Früher habe ich Clancy trotzdem gelesen, weil er handwerklich sicher einige der besten Thriller überhaupt geschrieben hat (allen voran "Jagd auf Roter Oktober"). Bei Dead or Alive allerdings fehlt dieser Könnerschaft und wiegt den America-first-Käse nicht auf.29 von 37 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Aufhören wenn es am schönsten ist
von kalteradler aus Falkensee, Deutschland am 13.11.2012
Tom Clancy will es nicht beherzigen, und Jack Ryan senior auch nicht: dass man aufhören soll, wenn es am schönsten ist. Also denkt Jack über eine neue Präsidentschaft nach und Clancy schreibt wieder. Aber damit will ich wirklich niemandem Appetit machen: Diese Erzählung ist eine ermüdende Kreuzung zwischen einem Telefonbuch und einem Warenhauskatalog.
Ein Telefonbuch, weil fast bis zum Ende des Buches neue Handlungsstränge entstehen, in denen immer neue Charaktere kurz auftreten, ohne ein interessantes Profil zu entwickeln, nur um kurzer Hand auf unterschiedlich abstoßende Art bei ihren Ahnen versammelt zu werden.
Und ein Warenhauskatalog deshalb, weil das ganze Arsenal der Technik und des Grauens ganz penibel mit Hersteller und Typenbezeichnung eingeführt wird, so man sich eigentlich wundern muss, dass die Bestellnummer fehlt. Und es nervt, dass der Erzähler die Gigabytes auf einem USB-Stick mit einem Pathos vorträgt, den er sich besser für andere Passagen aufgespart hätte.
Natürlich ist es auch lustig, dass Old Man Clancy so dumm ist, den Leser mit technischen Daten beeindrucken zu wollen, die vielleicht noch beachtlich waren, als er sie recherchieren ließ, aber schon bei der Veröffentlichung nur noch für ein Gähnen gut sind.
Mit weniger Personal, Geballer und Technikeinsatz hat Clancy früher mehr erreicht.2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Hätte schlimmer kommen können
von floerkhausen aus Amberg, Deutschland am 12.06.2011
Die gute Nachricht zuerst: Das Buch kann Spaß machen. Wenn man Clancy im Allgemeinen mag, nicht näher über die Moralvorstellungen der Protagonisten und die politischen Ansichten des Autors nachdenkt und das ganze als Unterhaltung sieht. Mehr ist es nicht - aber weniger auch nicht. Flüssige Story, erinnert an "Echo aller Furcht" und knüpft in Punkto Spannungsbogen, Tempo und Handlungsdichte an die guten alten Zeiten an. Für jüngst enttäuschte Clancy - Konsumenten: Empfehlung. Für Neueinsteiger: Die alten sind besser. Für diejenigen, die mit Clancy noch nie viel anfangen konnten: Das wird sich mit diesem Buch nicht ändern.
2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
aufgehört
von m aus Breidenbach, Deutschland am 09.08.2012
Nachdem ich schon lange keinen Jack-Ryan-Roman mehr gelesen hatte, habe ich mich auf diesen gefreut.Es gibt auch durchaus spannende Stellen, die sind jedoch rar gesät und gehen für mich in langatmigen Beschreibungen von uninteressanten Dingen, vielen Kopfschüssen und anderen Todesarten unter. Erlaubt ist, was dem Staat dient, Mittel und Wege - egal, Moral - egal. Als dann nach mehr oder weniger erfolgreichem Abschluss aller Anschläge auf die Vereinigten Staaten über mehrere Seiten (waren es sogar mehrere Kapitel? Mir kam es so vor!) die Folterszene mit dem Drahtzieher der Anschläge (Emir/Bin Laden) geschildert wurde, habe ich endgültig ausgeschaltet. Fazit: zu viel Folter, zu viel Kopfschüsse mit aufpilzenden Dingsdageschossen, zu langatmig in weiten Stücken...zumachen!
Zum Leser: Ich mag es eher, wenn gestandene Männer mit tiefer Stimme sprechen. Hier wurden häufiger die nervigen höheren Stimmlagen gewählt, außerdem hatte ich mehrfach Schwierigkeiten, zu hören, wann ein Sprecherwechsel stattfand.1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Mein erster Clancy...
von Janine aus Kerpen, Deutschland am 08.01.2012
Es war zugegeben ein wenig schwer in das Buch hineinzufinden, viele Charaktere und viele Perspektivwechsel machen den Einstieg und den Durchblick in der Geschichte nicht ganz einfach, doch wenn man einmal die vielen Johns, Jacks und Juniors sortiert hat, wird es unheimlich gut. Gut gelesen, gut konstruiert, spannend aufgebaut, ordentlich recherchiert, kritisch geschrieben und mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus und Ironie gewürzt. Es war durchaus ein wenig seltsam kurz nach Gaddafis Tod ein Hörbuch mit einem lebenden Gaddafi zu hören, aber das kann man dem Autoren ja schlecht vorwerfen. Für mich hob sich die Geschichte absolut von allem sonstigen Thrillerkram, der derzeitig so auf derm Markt ist ab. Intelligent, durchdacht, polarisierend, reflektierend und keineswegs schwarzweiß malend, wenn man in der Lage ist, zwischen den Zeilen zu lesen. Für mich war das nach langer Zeit nochmal ein wirklich gut gemachter Thriller, bei dem mir kein einziger Logikfehler so heftig ins Auge gesprungen wäre, daß es wehgetan hätte und das obwohl die Geschichte auf diese einzigartige etwas verwirrende Art und Weise von Beginn über verschiedenen Perspektiven letztlich auf das Ende zu steuerte.
Die Leseleistung von Frank Arnold fand ich ebenfalls ausgesprochen gut, sachlich und nüchtern, ohne großes Geschnörkel, so gefällt mir das. Wirklich alle Daumen hoch, ein sehr nachhaltiges Hörerlebnis!1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Etwas gefühlskalt aber kurzweilig
von Sebastian aus Norderstedt, Deutschland am 02.09.2011
Eine Story, deren Personen erschreckend real sein könnten. Die Story hat eher James Bond Charakter, ist aber Angesicht der vielen aktuellen Probleme in der Welt durchaus denkbar. Mir sterben da eindeutig zu viele Menschen, erst am Ende zeigen einige der sonst sehr gefühlskalt agierenden Personen leichte Skrupel. Auf Grund häufigem Scenenwechel und vielen "Nebenkriegsschauplätzen" ein sehr kurzweilig zu hörendes Hörspiel.
1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Einer der schwächsten Clancys
von gippertm aus Frankenthal, Deutschland am 02.08.2011
Ich schließe mich hier zwar ungern aber dennoch einem der Vorredner an: Ich war froh, als ich es durchgestanden hatte. Was hier schon oft genannt wurde, zu viele Handlungsstränge ohne erkennbare Zielführung (Spannungsaufbau geht auch geschickter), zu viele Ibrahims, Achmeds und Moussahs, die leider nicht nur namentlich gleich klingen, sondern auch vergleichbar langweilig dargestellt werden. Jeder Gute in der Story wird anständig eingeführt, freut sich auch sein Geld von den Bösen und wird in der Regel mittels Kopfschuß weggeputzt. Irgendwann kennt man es einfach.
Meister Clancy mag sehr stolz darauf sein, Straßenkarten lesen zu können und Fahrtrouten entsprechend wiederzugeben .... aber für so etwas kauft man Stadtpläne und keine Romane. Und einen Typen wie John Clark in epischer Breite ein Formular zur Berechtigung des Zutritts zu einer Industrieanlage zum Zwecke der Wartung .... blablabla beschreiben zu lassen, grenzt schon an Schändung.
Für die Nennung und Erklärung noch der unwichtigsten und bizarrsten amerikanischen Behörde inklusive ihrer brillianten Abkürzungen gilt das Gleiche, wie für die Beschreibung der Fahrtrouten. Todlangweilig. Ebenso im Club der Langeweile, die unzähligen Hinterkopf-, Ohr- und Brustschüsse inklusive der aufpilzenden Hohlspitzgeschosse.
Ein Wort noch zum Sprecher des Hörbuchs .... prinzipiell wird hier gute Arbeit abgeliefert. Ausfälle wie " 'Kann eigentlich nicht sein' knurrte Clark " mit Stimme in oberster Tonlage zu lesen, sollte ihm aber auffallen. Was mich geärgert hat war, einen Navy Seal (Ding Chavez) konstant mit der Stimmlage und dem Tonfall eines 13-jährigen Teenagers zu sprechen, der die Welt nur aus dem Fernseher kennt. In diesem Fall echt nervend.
Alles in allem bin ich, so gerne ich Clancys Geschichten auch mochte und mag (in vollem Bewußtsein des bescheuerten amerikanischen Hurra-Patriotismus'), erstmal satt und brauche so schnell keine mehr.1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Mainstream mit zweifelhafter Botschaft
von M .Beck aus Stolberg, Deutschland am 14.05.2011
Das war nicht der große Wurf, den Tom Clancy mit Dead Or Alive ablieferte. In Wildwestmanier schreibt Clancy den Kriegstreibern im Weißen Haus die Argumente an die Hand. Jeder, der über Frieden oder Truppenabzug nachdenkt wird als Weichei oder Warmduscher bezeichnet. Das ist Bush-Administration in Reinkultur. Klar, er gibt seinen Figuren andere Namen. Aber das mit dem Emir nur Bin Laden gemeint sein kann, merkt auch der größte Ignorant recht schnell. Und man stelle sich das mal vor: Bin Laden lässt sich in Schweden chirurgisch ein neues italienisches Outfit verpassen um dann in Las Vegas mit Nuten ins Bett zu gehen und von dort seine neuen, perfiden Anschläge zu planen. Da sind dem Autor wohl ein wenig die Pferde durchgegangen. Was den Schreibstil und die Technik angeht, so ist das Buch erstklassig, aber wie jeder Koch weiß: mit schlechten und minderwertigen Zutaten bekommt niemand ein gutes Menü hin, auch ein Tom Clancy nicht.
Wenn dann noch in solch einem Buch Folter und Mord durch die Sicherheitsorgane als notwendiges und unvermeidbares Übel akzeptiert wird, kann ich diesen Schwachsinn nicht mehr gutheißen. Dieses Buch hat nichts mit dem Beginn der Reihe um Jack Ryan zu tun, es geht ausschließlich um primitivste Haudraufmentalität.
Der Leser Frank Arnold hat seine Sache dagegen erstklassig gemacht. Wie ein livrierter Kellner servierte er den Unsinn in perfekter Haltung. Nur ihm ist der 2. Stern geschuldet.1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
Wird Clancy alt?
von Tobias aus Lütjenburg, Deutschland am 10.05.2011
Ja. Eindeutlig. an die Qualität früher Werke der JAck Ryan-Serie kann "Dead or Alive" kommt "Dead or Alive" nicht heran. Was nicht bedeutet, dass es sich hier nicht um einen lesens-/ hörenswerten Politthriller handelt.
Was gewisse "Schwächen" Clancys angeht, muss der geneigte Hörer über einiges hinwegsehen, schließlich sind gewisse Dinge seit langem bekannt: Clancy neigt zu absoluter Detailversessenheit bei der Beschreibung technischer Abläufe, er ist ein Waffennarr und amerikanischer Hardcore-Patriot. Das kennen Clancy-Leser schon.
Zudem agiert er in "Dead or Alive" auf so vielen verschiedenen Handlungsebenen, strickt so viele Handlungsstränge die erst spät miteinander verknüft werden, dass es manchmal nicht ganz leicht ist, zu folgen.
Und doch fesselt sein Terror-Szenario. Die Figuren sind detailgenau gezeichnet, die Klischees und Plattitüden überschreiten nicht die Erträglichkeitsgrenze und das Bemühen, auch das Verhalten der "Bösen" nachvollziehbar zu machen, ist deutlich zu spüren.
Mir persönlich hat dieses Hörbuch einen Monat lang die tägliche Fahrt zur Arbeit versüßt und Freude geweckt auf jede Minute, die ich im Stau stehe. Auch wenn Clancy ein Hardliner ist, vermag er es nach wie vor, mich in seinen Bann zu ziehen.. Nicht mehr so wie früher, aber absolut noch genug .
Ein Wort zum Sprecher Frank Arnold: Die Lesung eines Werkes dieses Ausmaßes und dieser Struktur ist mehr als schwer. Arnold punktet mit einer angenehmen Erzählstimme und schafft es in 90 % der Fälle, den Protagonisten einen eigenen Charakter zu geben. In ein bis zwei Fällen führt der Versuch der stimmlichen Variation zu konsequenten Nervfaktoren, immer dann wenn der Protagonist sich "zu Wort" meldet. Schade, aber bei der Vielzahl der Haupt- und Nebenfiguren wohl schwer zu vermeiden. Insgesamt ist die Lesung als gelungen zu bezeichnen. Ich vergeben 3,7 von 5 Punkten (aufgerundet auf 4).3 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich. Zum Abstimmen hier anmelden.
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