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Todesengel Hörbuch

Todesengel

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Beschreibung von Audible

Wenn Zivilcourage zu Selbstjustiz wird - Andreas Eschbach: Todesengel

Erich Sassbeck wird an einem Bahnhof von Jugendlichen fast zu Tode geprügelt. Ein Unbekannter erschießt die Täter, und der ehemalige DDR-Grenzsoldat Sassbeck gerät unter Verdacht, in Selbstjustiz gehandelt zu haben. Der Journalist Ingo Praise erhebt den unbekannten Racheengel in einem Artikel zum Star - und löst damit eine Katastrophe aus, die es in sich hat.

Gewalt und Selbstjustiz stellt Andreas Eschbach in seinem Thriller "Todesengel" in den Fokus. Willkürliche Brutalität ist ein schwieriges Thema unserer Gesellschaft. Matthias Koeberlin, bekannt als Schauspieler und Hörbuchsprecher, haucht ihm Leben ein.

Lassen Sie sich ein auf eine spannende Geschichte rund um Jugendgewalt, ihre Opfer und Zivilcourage! Dieses Hörbuch regt zum Nachdenken an.

Audible wünscht gute Unterhaltung!

Inhaltsangabe

Erich Sassbeck ist zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät in eine brutale Schlägerei. Doch am Ende ist er es, der überlebt, während seine Angreifer tot sind - erschossen von unbekannter Hand. Sassbeck glaubt, dass ihn ein Wunder gerettet hat. Die Polizei dagegen fragt sich, ob nicht er geschossen hat. In Notwehr. Oder schlimmer: in Selbstjustiz.

Der Journalist Ingo Praise findet bald Beweise, dass Sassbecks Geschichte stimmt. Ein Unbekannter streift durch die Stadt und beschützt Unschuldige. Praise macht den "Racheengel" zum Star - und löst damit eine Katastrophe aus...

©2013 Bastei Lübbe (P)2013 Bastei Lübbe

Hörerrezensionen

Bewertung

4.3 (2533 )
5 Sterne
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4 Sterne
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Gesamt
4.2 (2350 )
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4 Sterne
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Geschichte
4.6 (2344 )
5 Sterne
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4 Sterne
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3 Sterne
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2 Sterne
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1 Stern
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Sprecher
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    hoermalwieder Deutschland 02.11.2013
    hoermalwieder Deutschland 02.11.2013
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    Sprecher
    Geschichte
    "Ein interessanter Thriller mit schwierigem Thema"

    Der Rentner Erich Sassbeck wartet abends auf die U-Bahn. Dabei fallen ihm zwei Jugendliche auf, die Sitzbänke im U-Bahnhof beschädigen. Er fragt was das soll und wird angegriffen. Kurz bevor er am Boden nach den Schlägen und Tritten unmächtig wird, sieht er eine weiße Gestalt, die mit zwei Schüssen die Angreifer tötet. Am nächsten Morgen wacht er im Krankenhaus auf und wird von der Polizei befragt. Keiner hat eine weiße Gestalt gesehen und so gerät der Ex-DDR Grenzsoldat Sassbeck selbst in den Verdacht, die beiden Jugendlichen erschossen zu haben. Der eher erfolglose Journalist Ingo Praise interessiert sich für das Thema und macht sich auf die Suche nach den Hintergründen dieser Tat. Bald steht er dann selbst im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.

    Andreas Eschbach hat es mal wieder geschafft, ein brisantes Thema in eine interessante Geschichte zu verpacken und dem Leser nahe zu bringen. Grundthema sind die verschiedenen und leider viel zu häufigen Angriffe im öffentlichen Raum aufgrund von Nichtigkeiten. Der tödliche Angriff in München auf Dominik Brunner (dem Eschbach eine Bahnhofsstation in seinem Buch widmet), der ein paar Kinder vor älteren Jugendlichen in der S-Bahn schützen wollte, oder auch vor einem Jahr in Berlin, als Johnny K. von mehreren Jugendlichen grundlos tot geprügelt wurde, sind Beispiele für diese schrecklichen Gewaltorgien. Nach den Geschehnissen ist es dann oft so, dass die Täter, sobald sie gefunden wurden, die Tat natürlich bereuen. Das Opfer tritt in den Hintergrund und die Frage, warum es soweit kommen konnte, tritt in den Vordergrund.

    Dieser Sachverhalt wird nun von Andreas Eschbach in seinem Roman sehr ausführlich thematisiert. Wer die Presse aufmerksam liest, wird viele dieser Fälle wieder erkennen, die Eschbach – natürlich mit anderen Namen – hier schildert. Und bei vielen dieser Fälle fand ich es auch sehr ärgerlich, dass anstatt die Opfer in den Vordergrund zu stellen, die misslungene Kindheit der Täter eine größerer Aufmerksamkeit fand. Auch die oftmals – gefühlt – eher laschen Urteile helfen nicht, dass Vertrauen in den Rechtsstaat zu stärken. Auf Grundlage dieser wahrscheinlich weit verbreiteten Gefühlslage lässt Andreas Eschbach einen Racheengel auftreten, der die Opfer unverzüglich rächt.

    Es ist natürlich schwierig, den Auftritt eines solchen Rächers nicht gut zu finden. Allerdings hatte ich die ganze Zeit ein ungutes Gefühl beim zuhören. Das ist natürlich so gewollt vom Autor. Man wird gezwungen, sich mit der Situation und den niederen Rachegefühlen auseinander zu setzen.

    Zum Ende hin gab es nach meiner Meinung etwas zu viele Wiederholungen und ich wollte dem Autor zurufen: “Ja, ich habe es verstanden.” Aber das war nur eine kurze Phase, denn dann geht es auch schon über zu einem äußerst würdigen Ende der Geschichte. Mehr wird aber nicht verraten.

    Gelesen wird das Hörbuch von Matthias Koeberlin und der macht das nach meiner Meinung erneut sehr gut. Er hat eine angenehme Stimme und gibt sich sehr viel Mühe, die Geschichte interessant zu lesen.

    Meine Wertung: Fünf von fünf Sternen. Vielleicht nicht ganz so stark wie ”Herr aller Dinge“, aber natürlich noch weit über dem Durchschnitt. Teilweise hatte ich das Gefühl ein Sachbuch zu hören, was aber keineswegs negativ gemeint ist. Erneut ein sehr kurzweiliger und interessanter Roman von Andreas Eschbach!

    25 von 26 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    christel Deutschland 04.10.2013
    christel Deutschland 04.10.2013
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    Sprecher
    Geschichte
    "Eignet sich als Material für den Ethikunterricht"

    Zunächst denkt man, man hat es hier mit einer Art Fantasy Story zu tun,
    bis sich langsam eine gesellschaftskritische Geschichte formt.
    Es geht um Jugendgewalt. Zivilcourage, darum, daß zu wenig über die Opfer
    und viel zuviel über die Täter gesprochen wird.
    Das Thema wird in einer spannenden Geschichte geschickt von allen Seiten
    beleuchtet. Durch eine Talkshow kommen alle Varianten von Meinungen zur Sprache.
    Man erfährt durch persönliche Einzelschicksale viel darüber, welche
    Beweggründe die Menschen für ihr jeweiliges Verhalten haben.
    Es ist wirklich eine Geschichte zum Nachdenken über ein heikles und
    sehr aktuelles Thema.
    Ich glaube, würde man mit Schülern dieses Buch lesen, würden sich
    rege Diskussionen ergeben, es geht ganz nebenbei auch um Mobbing in
    der Schule und um Möglichkeiten, damit umzugehen.
    Wirklich gut gemacht, auch die rechtliche Seite wird beleuchtet.
    Was darf man, wenn man in Notwehr handelt, wenn man eingreift in ein
    Gewaltgeschehen. Ich kann nicht beurteilen, ob alle Einzelheiten stimmen, aber
    es klingt wirklich gut recherchiert.
    Auch wenn das, was ich hier schreibe, vielleicht nach einer langweiligen
    Politikerdiskussion klingt, bei der alle das Gähnen unterdrücken,
    die Geschichte ist ganz und gar nicht langweilig, und das ist das,
    was ich daran so toll finde, ein Thema so aufzubereiten, daß es
    spannend und trotzdem mit Fakten untermauert ist.

    Dazu kommt, daß der Sprecher Matthias Koeberlin seine Sache richtig gut macht,
    er wird nach Uve Teschner zu meinen neuen Favoriten zählen

    43 von 48 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Florian Wiesbaden, Deutschland 09.10.2013
    Florian Wiesbaden, Deutschland 09.10.2013
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    Sprecher
    Geschichte
    "Sehr gutes Hörbuch"

    Ein heikles Thema, gut angepackt, weitgehend gut umgesetzt. Manch eine Länge ist jedoch enthalten, siehe Thema Fernsehsendung. Als Sozialarbeiter habe ich mit dem Thema Jugendgewalt schon häufig Kontakt gehabt und dabei festgestellt, dass viele der angesprochenen Aspekte im Verhältnis des Umganges mit Tätern sowie vor allem den Opfern realitätsnah angepackt wurden und gut recherchiert scheinen. Eine eindeutige Haltung zu dieser Thematik kann es wohl kaum geben. Ob der Ruf nach härteren Bestrafungen oder der stärkeren Konzentration auf die (Re)sozialisation der Täter im Vordergrund stehen sollte ist eine komplexe und schwer eindeutig zu beantwortende Fragestellung. Ebenso, inwieweit unsere Leistungsgesellschaft und die stark ausgeprägte Abhängigkeit der Möglichkeiten eines jungen Menschen von seiner sozialen und bildungsmäßigen Herkunft darauf einwirken. Fakt allerdings ist, dass die Opfer von (Jugend)Gewalt viel zu wenig Unterstützung und Hilfe erfahren und im Gegensatz dazu der Fokus deutlich stärker auf die Täter gesetzt wird.

    Insgesamt also ein sehr gutes Hörbuch welches sich in jedem Fall lohnt und zum Nachdenken anregt. Herr Eschbach hat allerdings schon faszinierendere Bücher geschrieben, allen voran "Der Herr aller Dinge".

    18 von 20 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    J. Skyline 05.10.2013
    J. Skyline 05.10.2013
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    Sprecher
    Geschichte
    "Ein wahrhaftiger Glückstreffer"

    Ich hatte dieses Buch auf gut Glück vorbestellt, ohne zu wissen ob ich nicht enttäuscht würde. Das Gegenteil war der Fall. Ein wirklich spannend geschriebenes Buch. Von vorne bis hinten gibt es wenige bis keine Passagen in denen man nicht unbedingt wissen möchte wie es denn nun weiter geht. Typisch für Eschbach, beinhaltet auch dieser Roman wieder einen tieferen Sinn und eine Moral die zwingend zum Nachdenken einlädt. Äußerst gesellschaftskritisch wird hier mit dem Thema Gewalt umgegangen und versucht, Argumentationen aus allen Richtungen dafür zu finden. Eine wirkliche schön verfasste, sehr stimmige Geschichte, die von vorne bis hinten spannend geschrieben ist und außerdem stark zum Nachdenken einlädt. Wertvoll!

    18 von 20 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Stefanie Deutschland 03.10.2013
    Stefanie Deutschland 03.10.2013
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    Sprecher
    Geschichte
    "Fantastisch!"

    Dieses Hörbuch ist das Erste, das mich dazu bewegt, eine Rezension zu schreiben. Eine facettenreiche, viele soziale Themen ansprechende, packende Geschichte (mit gutem Aufbau), die einen teilweise nachdenklich werden lässt. Der Sprecher Matthias Koeberlin ist toll, hat eine super angenehme Stimme und gibt den unterschiedlichen Personen einen eigenen Klang. Werde gleich nachschauen, welche Hörbücher er noch gelesen hat...

    21 von 24 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Ute Heppenheim, Deutschland 26.09.2013
    Ute Heppenheim, Deutschland 26.09.2013

    Ein Leben ohne Hörbücher ist möglich, aber sinnlos.

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    Sprecher
    Geschichte
    "Heikles Thema - top umgesetzt"

    Mit “Todesengel” hat sich Andreas Eschbach ein sehr heikles Thema zur Brust genommen. Und wie immer hat er daraus eine faszinierte und äußerst interessante Story gebastelt. Doch um was geht es eigentlich in “Todesengel”? Das ist wohl in einem Satz schwer zu sagen. Deshalb will ich etwas weiter ausholen.

    Es geht um aggressive Jugendliche, die auf Unschuldige einprügeln. Es geht um einen “Todesengel”, der diese Jugendlichen erschießt, da es Unrecht ist, was sie tun. Es geht um Gewalt, um Selbstjustiz, um die deutsche Rechtsprechung, um Täter- und Opferschutz im Vergleich, es geht um journalistische Arbeit, um die Verarbeitung von Schocks und nicht zuletzt um: wo hört Notwehr auf und fängt Rache an.

    Der Journalist Ingo Praise bekommt die Chance, das erste Opfer in dieser Geschichte, den Renter Erich Sassbeck, zu interviewen. Ingo glaubt dem Mann seine Darstellung, dass ein Engel die Jugendlichen erschossen hat und nicht er, auch wenn er früher Grenzpolizist war und sie damals die Dienstwaffen der Marke Makarov nutzten, mit der jetzt die Jugendlichen erschossen wurden. Die Polizei will ihm die Geschichte mit dem Todesengel zunächst nicht abnehmen. Ingo bekommt die Chance, sein Interview in der Zeitungsausgabe von City TV groß herauszubringen. Das schlägt ein wie eine Bombe und Ingo bekommt eine eigene TV-Show. Der Name der Show: Anwalt der Opfer. Ingo scheint am Ziel seiner Träume. Denn er kämpfte schon immer für die Opfer, leider konnte er wenig ausrichten. Doch jetzt mit dieser Show stehen ihm alle Türen offen. Es werden – wie üblich in solchen Talkshows – viele Menschen eingeladen, die ganz kontroverse Meinungen zu diesem Thema haben. Die Show hat Einschaltquoten wie es der Sender noch nie erlebt hat und dann, ja dann passiert der Sugergau.

    Mehr will ich hier nicht verraten.

    Ich fand dieses Hörbuch derart interessant und informativ, dass ich mich nur schwer davon loseisen konnte. Der Spannungsbogen wird gespannt und gespannt, bis er schier zu platzen droht. Und gerade dann, wenn man denkt, ok, jetzt kann ich etwas verschnaufen passiert das Schlimmste überhaupt. Unglaublich gut hat das Andreas Eschbach gemacht.

    Sehr interessant fand ich die Diskussionen während der TV-Shows. Es wurden viele Beispiele genannt, bei denen man wirklich nur den Kopf über die Rechtsprechung schütteln kann. Doch was wäre der richtige Weg, um die Kriminalität einzudämmen? Und wie würde eine gerechtere Rechtsprechung aussehen? Wie hart darf man sich wehren, wenn man angegriffen wird? Leistet man Hilfe läuft man Gefahr, selbst bestraft zu werden – hilft man nicht, kann man wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt werden. Und, und, und…

    Die Charaktere wurden durch die Bank weg lebensecht, glaubhaft und jederzeit nachvollziehbar in ihren Handlungen dargestellt. Besonders Ingo Praise ist mir sehr ans Herz gewachsen.

    Insgesamt hat Eschbach mit seinem neuesten Buch “Todesengel” ein topaktuelles Thema aufgegriffen, das er – wie immer – brillant umgesetzt hat. “Todesengel” ist eine sehr kurzweilige, äußerst interessante und verdammt gut Story. Ich war mal wieder sehr begeistert und bin schon jetzt gespannt darauf, welches Thema er sich für sein nächstes Buch auswählen wird.

    Andreas Eschbach und Matthias Koeberlin passen verdammt gut zueinander. Wie Deckel auf Topf. finde ich. Von mir aus könnte er gerne alle weiteren Bücher von ihm ebenfalls sprechen.

    49 von 57 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    T. Rieken Hessen 19.02.2014
    T. Rieken Hessen 19.02.2014
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    Geschichte
    "Einfach toll und sehr spannend!"

    Über die sozialkritische Story haben hier ja nun schon einige berichtet, da kann ich nur zustimmen! Eine wirklich spannende - packende Geschichte, die einen völlig in den Bann zieht.
    Was mich total umgehauen hat ist der Sprecher!!! Wahnsinn, wie genial er die verschiedenen Charaktere darstellt, meine höchste Bewunderung dafür.

    3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Jochen Heimstetten,Deutschland 18.10.2013
    Jochen Heimstetten,Deutschland 18.10.2013 Bei Audible seit 2007

    Spiele gerne Brettspiele, Tennis und habe Freeletics entdeckt. Meine Familie geht über alles. Außerdem arbeite ich gerne.

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    "Kopfschüsse, Krav Maga und 3 Liebesgeschichten"

    Andreas Eschbach hat sehr interessante Ideen aus denen er meist gute, teils hervorragende Bücher macht. Todesengel hat nun keine so ausgefallene Idee. Selbstjustiz durch Kopfschuss und Jugendkriminalität mit der Frage der Verantwortung. Vor allem wird auf die Belange der Opfer Rücksicht genommen. Gut so.

    Die Geschicht ist meist gut. Mir hat Todesengel gefallen, ohne dass mich das Hörbuch begeistert hätte.

    Vor allem das Schicksal eines Teenagers - ich möchte nichts verraten - fand ich gut gewählt. Ich war fassungslos. Auch wie es mit Ingo weiter geht hat mir gefallen.

    Zu Beginn waren Ingos Talkshowmoderationen sehr spannend. Später kam so etwas wie Gewohnheit auf. Aber Ingo erging es ja genau so.

    Gleich 3 kleine, zarte Liebesgeschichten als Nebenhandlungen sind im Roman zu finden. Nicht aufdringlich, gerade passend.

    Die Nebelkerze, welche Eschbach zur Mitte der Geschichte wirft, fand ich etwas unnötig. Dafür hat mir der Plot um den Krav Maga Trainer hervorragend gefallen. Sein Verhalten und sein Interview waren Highlights im Roman. Dank der Techniken von Krav Maga schlägt ein fast 50jähriger 4 arabische Bodybuilder krankenhausreif. Klasse.

    Eschbach hat einen wunderbar zu hörenden/lesenden Schreibstil. Das gefällt mir ausgesprochen gut.

    Matthias Köberlin liest angenehm, gut und bringt die Stimmungen glaubhaft rüber. Die Klasse eines Reinhart Kuhnert oder David Nathan hat er (noch) nicht.

    6 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Flyboy01 Hannover 14.10.2013
    Flyboy01 Hannover 14.10.2013
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    Sprecher
    Geschichte
    "Die Moral der Selbstjustiz"

    Ein Rentner wird auf einem U-Bahnsteig brutal zusammengeschlagen. Er rechnet fest damit, hier und jetzt zu sterben. Doch in diesem Moment tritt eine gleißend helle Gestalt aus der Dunkelheit und erschießt die beiden Schläger. So schnell wie sie kam, ist die Gestalt wieder verschwunden. Dies bleibt nicht ihr einziger Auftritt. Als eine Bande Jugendlicher einen Kiosk überfällt und die Besitzerin misshandelt, taucht das engelsgleiche Wesen plötzlich wieder auf und tötet jeden der Täter blitzschnell mit Kopfschüssen.

    Für Autor Andreas Eschbach sind diese Morde nicht der Auftakt zu einer Story über die spannungs- und überraschungsreiche Suche nach dem Mörder. Vielmehr gibt er sich kaum Mühe, falsche Spuren zu legen und erfahrenen Zuhörern ist schnell klar, wer hinter den Taten steckt. Nein, es geht ihm vielmehr um diese Fragen: Ist Selbstjustiz gerechtfertigt? Kann der Staat in Gestalt von Polizisten und Richtern seine Bewohner noch vor Gewalt schützen? Und: Warum reden alle immer nur über die Täter - aber so gut wie nie über die Opfer?

    Eschbach nutzt seinen Hauptdarsteller, den freien Journalisten Ingo Praise, als Sprachrohr für Thesen, die offenbar seine eigenen sind. Der Hype um den "Racheengel" führt dazu, dass Praise Moderator einer neuen TV-Talkshow unter dem Titel "Anwalt der Opfer" wird. Dort prangert er Justiz und Gesellschaft an: Brutale Schläger werden für ihre schwere Jugend bemitleidet, mit viel zu milden Urteilen zum Weitermachen ermutigt. Wer Mitmenschen krankenhausreif oder sogar tot schlägt, ist kein Täter, sondern wird zum Opfer einer "kalten Gesellschaft" stilisiert. Praises (also Eschbachs) Anti-These: Jeder Mensch - egal wie und wo er aufwächst - ist immer allein und selbst für seine Taten verantwortlich. Pazifismus ist unmoralisch, wenn er nicht die Option zulässt, sich gegen unprovozierte Attacken mit allen Mitteln zu wehren. Die aktuelle Gesetzgebung ist falsch und ungerecht, weil sie die Täter schützt und stattdessen die Opfer gnadenlos verfolgt, wenn diese in Notwehr einen Angreifer verletzten ("unangemessene Härte").

    Praise macht den Racheengel zum Helden und fordert ihn schließlich sogar öffentlich auf, einzuschreiten. So macht er sich am Ende zum Mittäter.

    Erzähler Andreas Koeberlin versteht es, besonders die teils langen Talkshow-Dialoge durch schauspielerische Gestaltung authentisch und mitreißend wirken zu lassen. Er verleiht den handelnden Personen individuelle Profile und hat den Text teils brillant im Griff.

    Dieses Buch wäre wirklich eine Provokation und Anlass zu einem Diskurs über Recht und Unrecht, wenn Eschbach nicht am Ende alles in Schmalz ertränken würde. Er stellt sein bisher klares gesellschaftspolitisches Statement plötzlich infrage und lenkt die Handlung ins kitschig-tragische, komplett mit grauem Himmel über dem Friedhof, Tränen, traurigen Augen und einem Happy-End für alle, die es verdienen.

    Zurück bleiben ratlose Zuhörer.

    16 von 20 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    MarieWagner Frankfurt am Main, Deutschland 25.05.2014
    MarieWagner Frankfurt am Main, Deutschland 25.05.2014

    MWagner

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    Geschichte
    "Wieder ein gelungener Roman von Andreas Eschbach"

    Das Buch packt gleich mehrere "heiße Eisen" an, die unsere Gesellschaft dominieren: die sensationslüsternen Medien (und Konsumenten), die Jugendkriminalität, das Wegschauen, wenn Schlimmes passiert, die mediale Missachtung der Opfer. Die Story ist packend, hat aber hin und wieder ihre Längen, wenn Ingo oder zum Schluß auch Alex ins gedankliche Monologisieren geraten. Das reißerische Ende ist für mein Gefühl ein bisschen zuviel des Guten. Ich habe es kommen sehen und war enttäuscht, dass der Schluss dann auch wirklich so platt daher kam. Auch einige der Figuren waren mir etwas zu klischeehaft dargestellt. Und dennoch kann ich das (Hör-)buch nur weiterempfehlen. Es ist spannend und regt zum Nachdenken und Hinterfragen an. - Der Sprecher hat mir sehr gut gefallen.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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