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Drei Meter unter Null Hörbuch

Drei Meter unter Null

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Inhaltsangabe

Sie tötet, um zu leben.

Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall überlassen. Der Weg der Gewalt ist nicht grundlos. Ihr Leben lang bemühte sie sich um ein normales Leben. Doch die Hülle umschloss eine tiefe Verzweiflung, die sie zu verbergen wusste. Bis zu einem nebligen Donnerstag im November. Der Tag, an dem sie eine Mörderin wird. Sie will die Dämonen vernichten. Sie will Rache. Sie empfindet kein Mitleid. Sie sollen leiden. Genau wie sie.

Sprecherin Anna Thalbach blickt in die Abgründe der menschlichen Seele.

©2017 Marina Heib / Wilhelm Heyne Verlag (P)2017 Random House Audio

Hörerrezensionen

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    schuhrk 26.03.2017
    schuhrk 26.03.2017

    Schreiber, Leser, Autor, Hörer. Beruflich bannt, was privat inspiriert

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    Geschichte
    "Überwältigend-verstörende Komposition der Worte"

    Zwei Abende für ein Hörbuch. Wäre da nicht Müdigkeit und ein leerer Laptop-Akku gewesen, hätte es nur einen Abend gedauert.
    Warum verläuft die Handlung so? Was geschah eigentlich an jenem nebeligen Donnerstag im November... und wie hängt alles zusammen?! Die Spannung war genial, bravourös....
    Und das, obwohl der Kauf des Hörbuchs ein Wagnis war. Ein Wagnis, da ich die Autorin bislang nicht kannte. Das zweite Wagnis per Audible und Hörbuch: Ruth Ware hat gewonnen, bei dem Versuch. Zutiefst. Maria Heib auch.
    ....Und vermutlich unterstützt von der Tatsache, dass Anna Thalbach die Sprecherin ist. Ich liebe die Familie Thalbach. Doch da ist nun der Haken: Während Anna Thalbach die Jugendzeit, die Kindergedanken der Protagonistin fesselnd spricht, hakt es ein wenig bei der Vermittlung von Grausigem versus der "erwachsenen Person". Sie spricht begabt, unglaublich, facettenreich, faszinierend, von einer wortgewaltigen Betonung, die ihresgleichen sucht. Aber... ihre Stimme ist meines Erachtens einen Hauch zu "kindlich", zu "jung", zu "hell", um die düsteren Gedanken einer Mittdreissigerin hundertprozentig glaubhaft zu vermitteln. Trotz aller Verehrung, trotz ihres unendlichen Talents und ihrer Berufung in dem, was sie tut...
    Die Geschichte selbst weckt den Wolf im Hörer. Verständnis für die Täterin, ihre Abgründe; manchmal ein Kopfschütteln, zuletzt häufig Tränen. Selten war Mord so nachvollziehbar für mich, selten war der Drang nach Leben, Überleben, dem Erkennen des Selbst so greifbar.
    Während die Story anfangs so aufgebaut ist, dass vieles diffus ist, bannt es zugleich, Vermittelt Sucht, der Hörer verlang nach Erklärungen, Offenbarungen, warum - das alles.. warum, was war der Auslöser?!
    Dieser ist der tiefste Abgrund selbst. Während einige Rezensenten Mord und Totschlag schlimm fanden, war dieser Teil mitnichten verstörend für mich. Nichts wurde so massiv in Details geschilldert, als dass es widerlich geworden wäre.... der Anlass, die leidende Psyche, die Suche nach sich und das Sinnen nach Rache und die erschreckendeste Erkenntnis zuletzt - das war das Verstörende, war das heftige gewisse Etwas, was geleitet und Gänsehaut auch 24 Stunden später schürt...
    Eine gebeutelte Psyche, eine zerronnene Vergangenheit, viel Lüge.... viele Abgründe.
    Und nun die Kritik: Die Beschreibungen, die Einblicke sind wortgewaltig, doch manchmal mutete es für einen kundigen Leser/ Hörer an, als seien sie nicht mehr authentisch, als sei das Stilmittel ein wenig zu viel benutzt: Greifende Schwingen, Rabenkrallen, die Leiber von Dämonen... ein wenig überspannt, der Bogen, ein wenig viel von diesem Stilmittel, von dieser Art der wortreichen Malerei.
    Das wortgewaltige Bildnis dieser Geschichte - Hut ab....
    Es gibt Schreiber, es gibt Magier der Worte. Die Autorin gehört zu letzteren, besticht durch einen Thesaurus in sich, durch brillante Wortgewandheit, eine spitze Zunge und Belesenheit -denn anders ist dieser brillante, ungeheuerliche und umfassende, teils nahezu altmodisch-genial anmutende Wortschatz nicht zu erklären. Aber... es war eine Prise zu viel, von diesem wohltuenden Salz....Obschon ich den Hut bis zum tiefsten Keller ziehe, angesichts dieser unglaublichen Wortschöpfungen, Wort-Bild-Komposition....
    Ein Stern weniger trotz aller Begeisterung und Suchtfaktor: Aufgrund der Prise Salz.... aufgrund der Kinderstimme, die ich eigentlich liebe - und gewiss warte ich auf die nächste Ausführung dieser Autorin!!!!!!!!!!!!!!!! Und neue Worte für meinen Duden...

    8 von 8 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Ute Heppenheim, Deutschland 28.06.2017
    Ute Heppenheim, Deutschland 28.06.2017

    Ein Leben ohne Hörbücher ist möglich, aber sinnlos.

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    "Thematisch schockierend, sprachlich faszinierend"

    Drei Meter unter Null ist keine leichte Kost. Ich musste während des Hörens öfters schlucken und ich war manches Mal kurz davor, das Hörbuch ganz abzuschalten. Doch letzteres geht natürlich nicht. Denn das Hörbuch fesselt einen zunehmend, mit jeder Minute, die man weiterhört.

    Die Story wird aus der Ich-Perspektive erzählt, aus der Ich-Perspektive einer Mörderin, die ihre Pläne eiskalt durchzieht. Lange steht man im Dunkeln, warum diese Frau denn diese Morde ausüben will, ja förmlich ausüben muss. Sie scheint gar nicht anders zu können, als ihrer Mordlust nachzugeben. Doch warum? Was hat sie dazu getrieben?

    Die Sprecherin Anna Thalbach fand ich für die Zeit, als die Protagonistin aus ihrer Kindheit erzählte, sehr passend. Doch als sie dann erwachsen wurde, fand ich ihre kindliche Stimme zunächst unpassend, da sie einfach nicht zu der eiskalten Mörderin so recht passen wollte. Doch auch hier wird es im Laufe der Zeit immer passender, zu da sich Frau Thalbach mächtig ins Zeug legt und gefühlt echte Emotionen in ihre Stimme legt. Hierdurch konnte man die Zerrissenheit der Protagonisten noch besser nachvollziehen, als es durch die geschriebenen Worte eh schon möglich war.

    Apropos Sprache. Schon lange habe ich kein so intensives und wortgewaltiges Hörbuch gehört, wie Drei Meter unter Null. Die Autorin verwendet recht außergewöhnliche Metaphern, die aber jederzeit perfekt passen und die düstere Grundstimmung noch unterstreichen.

    Auch wenn ich an dem Plot aufgrund der Heftigkeit echt hart zu knabbern hatte, so konnte ich das Hörbuch doch keine Minute von den Ohren nehmen, bis ich das bittere Ende auch gehört hatte. Um 22:30 Uhr war ich mit dem Hörbuch fertig – und auch mit den Nerven.

    Insgesamt war das Buch wirklich außergewöhnlich gut – eine Frau, im Inneren zerrissen, erfüllt von dem Gedanken der gnadenlosen Rache.

    Mahatma Gandhi hätte sich im Grabe umgedreht.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Kerstin [KeJas-BlogBuch] 23.04.2017

    Auch zu finden unter www.KeJas-BlogBuch.de

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    Geschichte
    "Bitterböse Rache"
    Würden Sie dieses Hörbuch einem Freund empfehlen? Wenn ja, was würden Sie ihm dazu sagen?

    Eine absolute Hörempfehlung. Die Mischung aus psychologischem und langsamen aber stetigem Spannungsaufbau macht es sehr besonders und außergewöhnlich – wie diese Frau eben und ihre Geschichte um diese „Drei Meter unter Null“.<br/>


    Welcher Moment von Drei Meter unter Null ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

    Als herauskam was dort, drei Meter unter Null, geschehen ist.


    Welche Szene hat Ihnen am besten gefallen?

    Die Szene im Krankenhaus, als sie sich bewusst wurde wie viel diese fremde Frau ihr bedeutet.


    Hätten Sie das Hörbuch am liebsten in einem Rutsch durchgehört?

    Definitiv JA


    Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

    Dies ist keine reisserische Geschichte, sondern sehr psychologisch aufgebaut. Die Ich-Form bringt alle Emotionen richtig gut zur Geltung.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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