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Die Knochenuhren Hörbuch

Die Knochenuhren

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Inhaltsangabe

An einem verschlafenen Sommertag des Jahres 1984 begegnet die junge Holly Sykes einer alten Frau, die ihr im Tausch für "Asyl" einen kleinen Gefallen tut. Jahrzehnte werden vergehen, bis Holly Sykes genau versteht, was die alte Frau für ihre Existenz bedeutet.
"Die Knochenuhren" folgt den Wendungen von Holly Sykes Leben von einer tristen Kindheit am Unterlauf der Themse bis zum hohen Alter an Irlands Atlantikküste, in einer Zeit, da Europa das Öl ausgeht. Ein Leben, das gar nicht so ungewöhnlich ist und doch punktiert durch seltsame Vorahnungen, Besuche von Leuten, die sich aus dem Nichts materialisieren, Zeitlöcher und andere kurze Aussetzer der Gesetze der Wirklichkeit. Denn Holly - Tochter, Schwester, Mutter, Hüterin - ist zugleich die unwissende Protagonistin einer mörderischen Fehde, die sich in den Schatten und dunklen Winkeln unserer Welt abspielt - ja, sie wird sich vielleicht sogar als deren entscheidende Waffe erweisen.

Metaphysischer Thriller, moralische Betrachtung und Chronik unseres selbstzerstörerischen Handelns - dieser kaleidoskopische Roman mit seiner Vielfalt von Themen, Schauplätzen und Zeiten birst vor Erfindungsreichtum und der Intelligenz, die David Mitchell zu einem der herausragenden Autoren seiner Generation gemacht haben.

Zu diesem Titel erhalten Sie eine PDF-Datei, die nach dem Kauf automatisch Ihrer Bibliothek hinzugefügt wird.

©2016 Rowohlt Verlag (P)2016 Kuebler Verlag GmbH

Kritikerstimmen


David Mitchells bislang mitreißendster Roman.
-- The New York Times

Hörerrezensionen

Bewertung

4.2 (40 )
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Gesamt
4.1 (40 )
5 Sterne
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4 Sterne
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Geschichte
4.5 (40 )
5 Sterne
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4 Sterne
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Sprecher
Sortiert nach:
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    Annette Hamburg, Deutschland 25.07.2016
    Annette Hamburg, Deutschland 25.07.2016

    Bücherwurm seit "Pippi Langstrumpf". Literaturstudium bestanden. Schreibe mehrsprachig blind, sehe nicht mehr viel, höre dafür umso mehr!

    Mal mit
    „hilfreich“
    bewertet
    641
    Bewertungen
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    50
    7
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte
    "Innovativ und virtuos"

    Nachdem ich im Feuilleton verschiedener großer Tageszeitungen Rezensionen über den neuen Roman von David Mitchell gelesen hatte, war klar: „Die Knochenuhren“ muss ich hören! Gerade auch weil die Kritik von lobend bis abwertend die ganze Bandbreite enthält – manchmal sogar innerhalb desselben Artikels. Wie spannend!

    Leider war das Hörbuch bei Audible zunächst nur in der Originalversion verfügbar, während es im Buchhandel schon längst auf Deutsch als MP3-CD angeboten wurde. Beim „Wolkenatlas“ war es ganz genauso, und weder damals noch heute fand ich Informationen in der Programmvorschau oder unter der Rubrik „Bald bei Audible“.

    Jedenfalls habe ich mir „den Wolkenatlas“ damals im Buchhandel besorgt, nachdem ich noch etwa eine Woche lang abgewartet hatte, weil ich annahm, dass es bei Audible nicht auf Deutsch erscheinen würde. Nach einer weiteren Woche wurde der Download bei Audible dann aber doch noch angeboten und ich ärgerte mich natürlich, die teuren CD’s gekauft zu haben. Ich vermute, dieses (für Kunden seltsame) Vorgehen hat mit irgendeiner Verlagspolitik zu tun, aber verstehen muss man das als Normalsterblicher wohl nicht.

    Also habe ich diesmal brav abgewartet und Ende Juni erschienen dann „Die Knochenuhren“ endlich auch bei Audible auf Deutsch. Einen Riesenaufschrei gab es wegen des späten Erscheinens eher nicht, denn bis zum heutigen Tag gibt es bei Audible nur 5 sehr gemischte Bewertungen und Rezensionen sind, bis jetzt, ausschließlich über Amazon verfügbar.
    Dabei hat der Roman, den ich in vielerlei Hinsicht bemerkenswert finde, auf jeden Fall eine Rezension bei Audible verdient.

    Richtig ist: „Die Knochenuhren“ sind bestimmt nicht jedermanns Geschmack!

    Aber auch richtig ist, dass der Roman sowohl ein anspruchsvolles literarisches Konzept beinhaltet, in verschiedenen Stilformen verfasst ist, ja sogar verschiedene literarische Genres beinhaltet. Hier ist ein hoch talentierter, gut informierter Künstler am Werk, der mit der Narratologie lässig herumjongliert, virtuos alle Möglichkeiten ausleuchtet, ganz neue Pfade beschreitet und komplexe Zusammenhänge bildhaft und prägnant als Subtext zu vermitteln versteht.

    Man merkt es Mitchell an, dass er einen M.A. in Vergleichende Literaturwissenschaften hat, denn er komponiert munter drauf los und bietet in einem Roman sechs Handlungsstränge, die fein säuberlich in sechs Teile getrennt sind, sodass dem Leser nicht zu viel zugemutet wird und eine klare Abgrenzung leicht möglich ist. Das „all-in-one“-Konzept bietet: Coming of Age, Gesellschaftsroman, Kriegsberichterstattung, Dystopie. Der vorletzte Teil lässt sich noch nicht einmal richtig beschreiben. Es ist eine Art Misch-Masch aus Esoterik und Fantasy. Aber mit Harry Potter, wie es vielfach beschrieben wurde, hat das Ganze nun wirklich nichts zu tun. Total schräg, aber irgendwie faszinierend.

    Wie schon beim Wolkenatlas ist der Roman also in sechs Teile und ebenso viele Handlungsstränge gegliedert. In jedem Handlungsstrang gibt es einen anderen Ich-Erzähler, der zu irgendeinem Zeitpunkt auf irgendeine Art und Weise mit Holly Sykes, der Protagonistin des Romans, bekannt oder verbandelt ist.
    Es beginnt mit Holly als Teenager im Jahr 1984, geht dann über zu dem arroganten Lebemann Hugo Lamb, der 1991 mit Holly in der Schweiz eine kurze Affäre hat, danach berichtet Hollys Partner und Kriegsjournalist Ed Bruback 2004 über den Irak. Während Holly und Ed auf einer Hochzeit sind, denkt Ed an den Irak und die Schrecken, die er gesehen hat. Das ständige hin - und herwechseln zwischen der fröhlichen Hochzeit und dem Kriegshorror ist ziemlich creepy und eine ganz aktuelle Frage wird aufgeworfen: Was hatten die Briten eigentlich im Irak zu suchen? Sehr bemerkenswert ist auch der Überblick, den Eds irakischer Mitarbeiter über die Lebenssituation der Iraker gibt.
    Der Schriftsteller Crispin Hershey trifft Holly zum ersten Mal auf dem Literaturfestival Hay-on-Wye 2015 in Wales und freundet sich später mit ihr an. In diesem Teil wird der Literaturbetrieb unter die Lupe genommen, der Umgang mit Ruhm und der Vergänglichkeit von Erfolg. Unter anderem soll dieser Teil auf die bekannten britischen Autoren Kingsley und Martin Amis verweisen. Das mag sein, aber ich glaube auch, dass dieses Kapitel stark selbstironische Untertöne hat.
    Dann ist da noch Iris Fenby, die eigentlich Marinus heißt und Holly schon einmal in ihrer Kindheit begegnet ist. In einem überbordenden, fantasievollen Exkurs müssen sich Holly und Marinus mit einer Schaar Horologen in die finale Schlacht mit den Anachoreten werfen. Ääääähhhh, wie bitte? Nicht fragen, einfach anhören!
    Der letzte Teil spielt im Jahr 2043 in Irland. Holly erzählt wieder selbst, wie im ersten Teil und schließt damit den Kreis. Die Welt hat sich verdunkelt, Atomkraftwerke stehen kurz vor dem Supergau. Die alt gewordene Holly lebt mit ihrer Enkelin und ihrem Adoptivkind im Kordon, einem abgeriegelten Gebiet, in dem ein chinesischer Konzern die Menschen mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt und die Sicherheit gewährleistet. Der Klimawandel hat massiv eingesetzt, die Polkappen sind geschmolzen und außerhalb der befestigten Gebiete herrschen anarchische Zustände. Milizen patrouillieren und verängstigen die Leute, menschliche „Dohlen“ klauen alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Es gibt kaum noch Strom, Nachrichten oder Kommunikationsmittel, und die Zivilisation ist kurz vor dem völligen Zusammenbruch. Sehr realistisch beschrieben. Ja, man hat das starke Gefühl, dass es so ähnlich tatsächlich werden könnte. Da wird einem ganz schön mulmig…

    In dem Roman wird ein Menschenleben beschrieben und unsere Zeit, in der wir leben. Es geht um die technische Entwicklung, die so rasant fortgeschritten ist, um politische Eckpunkte, um die Fehler der Menschheit und ihre möglichen Auswirkungen. Das alles ist ganz real. Nur dieser schräge Esoterik-Fantasy-Teil passt irgendwie nicht und passt seltsamerweise doch dazu. Er muss ja absichtlich so unglaubwürdig gestaltet worden sein, denn Mitchell ist, wie der „Wolkenatlas“ zeigt, sehr wohl imstande, einen glaubwürdigen magischen Realismus zu schaffen. Immerhin glauben 1,4 Milliarden Buddhisten und Hinduisten an die Reinkarnation, die im „Wolkenatlas“ thematisiert wird.

    Man kann bezüglich des verrückten Fantasy-Horologen-Anachoreten-Teils nur eine Interpretation versuchen. Und das kann ja jeder für sich selbst tun. Ich finde Bücher toll, die mich noch lange danach grübeln lassen. Der Roman „die Knochenuhren“ hat mir hervorragend gefallen, da er sehr spannend und literarisch hochwertig geschrieben ist. Dennoch ist er, im direkten Vergleich, nicht so großartig oder weltverändernd, wie „der Wolkenatlas“
    Meiner Meinung nach haben „Die Knochenuhren“ trotzdem fünf Sterne verdient, denn „der Wolkenatlas“ ist Weltliteratur und mindestens zehn Sterne wert. Der spielt einfach in einer ganz anderen Liga.

    Für den ersten und den letzten Teil des Romans, der von Holly erzählt wird, hätte ich mir eine weibliche Sprecherin gewünscht, so wie es auch im „Wolkenatlas“ gemacht wurde.
    Aber auch diese beiden Teile hat Johannes Steck gut gemeistert und den Roman insgesamt natürlich sehr souverän interpretiert. Immerhin ist er einer der besten Sprecher überhaupt! Nur einige fremdsprachliche Namen oder Begriffe spricht er falsch aus, was mich etwas irritiert hat und mir vorher bei ihm auch noch nie aufgefallen ist.

    Fazit: An den „Wolkenatlas“ kommen „die Knochenuhren“ nicht heran. Aber wer Literatur liebt und herausfordernde sowie moderne Texte mag, wer mit Stilbrüchen klarkommt und in allen Genres zu Hause ist, wird dieses Buch bestimmt interessant finden.

    Wer es gern klar, schlicht und einfach hat und sich von Hörbüchern gern nur berieseln lässt, dem sei von den „Knochenuhren“ abgeraten.

    10 von 11 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Denise Michaelis 29.07.2016
    Mal mit
    „hilfreich“
    bewertet
    2
    Bewertungen
    Rezensionen
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    Sprecher
    Geschichte
    "Sehr verwirrend!"

    Ich fand das Hörbuch nicht gut. Diese Geschichte ist so seltsam aufgebaut, dass ich nach ca. 8 Stunden aufgegeben habe. Zeitweise wusste ich nicht, ob der Sprecher als Hugo oder Ed spricht und musste oft einige Kapitel zurück springen, weil ich das Gefühl hatte, etwas nicht mitbekommen zu haben.

    2 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Fritz-Effekt GmbH 07.09.2016
    Bewertungen
    Rezensionen
    24
    3
    Gesamt
    Sprecher
    Geschichte
    "Absolut empfehlenswert."

    Faszinierend, bewegend und intensiv.
    Jede Sekunde ein Genuss.
    David Mittchell malt eine Geschichte aus Worten und Gefühlen. Und Johannes Stecker erweckt sie zum Leben. Danke.

    0 von 0 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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