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Mein wildes Herz Hörbuch

Mein wildes Herz: Peter Kurzeck erzählt

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Inhaltsangabe

Die langen heißen Sommer zogen Peter Kurzeck einst ins südfranzösische Uzès. Aber mit den Jahren merkt er, dass die Winter noch viel schöner sind. Von seiner winterlichen Provence erzählt Peter Kurzeck auf "Mein wildes Herz": von Ausflügen nach Nîmes und Avignon; Sätzen über Rembrandt; vier Bahnhofsuhren mit vorwurfsvollem Blick, die in der Wohnung ticken, beinahe so wie die seit Monaten vor sich hergeschobene Steuererklärung; von der unter südlichem Licht und Mistral sich endlos ausdehnenden Landschaft und den Menschen, die sie prägt. Ein besonderer Wintertag steht im Zentrum seiner Erzählung: Freitag, der 13. Februar 2004. Es ist der Tag seines Schlaganfalls. Er gibt ihm das Gefühl, die Kontrolle über sein Leben verloren zu haben. Auf dem Monitor flattern seine Herzklappen wie Flaggen im Wind, existenzbedrohend, aber "man möchte ewig leben, solange der Mistral weht".

Mit "Mein wildes Herz" setzen Peter Kurzeck und Klaus Sander ihre erfolgreiche Reihe frei aus dem Gespräch heraus entfalteter Erzählungen im Wortsinn fort. Nach dem von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeierten und als "Hörbuch des Jahres 2008" ausgezeichneten Roman "Ein Sommer, der bleibt" und "Da fährt mein Zug" ist "Mein wildes Herz" ihre dritte gemeinsame Produktion.

©2010 Supposé (P)2010 Supposé

Kritikerstimmen

Pure Erzählkunst! Großartig!
-- Hörzu

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Hörerrezensionen

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Sprecher
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    Christian Landshut, Deutschland 13.02.2012
    Christian Landshut, Deutschland 13.02.2012
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    "Mündliches Erzählen"

    Wie schon in den Hörbüchern "Ein Sommer, der bleibt" und "Da fährt mein Zug" pflegt der Schriftsteller Peter Kurzeck auch in "Mein wildes Herz" eine fast ausgestorbene Kunst: Nicht einen fertigen Text vorlesen, sondern ohne Manuskriptvorlage zu erzählen. Das ist vielleicht ungewohnt, aber durchaus faszinierend. Und wie für Kurzeck und seine Literatur typisch, stets autobiografisch motiviert. Manchmal sind es nichtig scheinende Anlässe, wie ein verpasster Zug in "Da fährt mein Zug", oder existentielle Bedrohungen wie ein Schlaganfall in "Mein wildes Herz". So wie Kurzecks Romane, sind auch diese Hörbücher einzigartig und dringend zu empfehlen.

    4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Claudia Kiel 22.05.2014
    Claudia Kiel 22.05.2014
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    Geschichte
    "Wahrnehmungen als Tatsachen"

    Man stelle sich nur einmal vor, wie man selbst diese Situation erzählen würde: In einem fremden Land, dessen Sprache man nicht spricht, passiert etwas im eigenen Körper, etwas, das sich gefährlich anfühlt, das man sich aber noch nicht erklären kann. Wir würden vermutlich aus dem Abstand der Zeit heraus unsere Wahrnehmungen auf Relevanz überprüfen und das Erinnerte selektieren. Vielleicht würden wir auch Selbstmitleid zulassen, in der Annahme, logischerweise unter der Situation gelitten zu haben. Anders Peter Kurzeck: Er beugt sich keiner Instanz, die Wichtiges von Unwichtigem unterscheidet. Er erinnert sich an seine Wahrnehmungen als an Tatsachen, von denen klaglos zu berichten ist. Das Erlebte wird nicht rückwirkend mit Gefühlen eingefärbt. Das ist seine philosophische Grundhaltung. So entsteht durch sein Erzählen – ganz egal, welcher Episode aus seinem Leben er sich gerade widmet – ein tiefer Einblick in das Wesen von Psyche und Bewusstsein. Und das immer zum Trost des Hörers.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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