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Ilias Hörbuch

Ilias

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Inhaltsangabe

Die deutschen Übersetzungen ruhen meist ungelesen im Bücherschrank. Zeit, dies zu ändern. Jenen Homer, den Raoul Schrott uns in seiner Neufassung der Ilias vorstellt, darf man getrost als Sensation bezeichnen. Ursprünglich geschaffen für die inszenierte Lesung, greift er konsequent auf die mündliche Tradition des Werks zurück. Er ersetzt den Hexameter durch frei rhythmisierte Prosa und bringt uns die Figuren im Kampf um Troja näher als je zuvor: den aufbrausenden Achilleus, den gewieften Taktiker Odysseus, den dreisten Agamemnon und viele mehr...

©2008 Carl Hanser Verlag München (P)2008 Hessischer Rundfunk hr2-kultur/Deutschlandfunk

Kritikerstimmen



Unbezweifelbar grandios ist das tönende Resultat, zumal die stimmliche Leistung von Manfred Zapatka.
-- FAZ

Hörerrezensionen

Bewertung

4.2 (126 )
5 Sterne
 (72)
4 Sterne
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3 Sterne
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Gesamt
4.4 (54 )
5 Sterne
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4 Sterne
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3 Sterne
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Geschichte
4.3 (52 )
5 Sterne
 (34)
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3 Sterne
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2 Sterne
 (2)
1 Stern
 (2)
Sprecher
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    Signum Fortis Rhein-Main-Gebiet 17.12.2011
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    "Klassik neu aufgelegt"

    Die neue Übersetzung der Illias von Raoul Schrott ist sicher Geschmackssache. Nicht jeder wird es gut finden, wenn in einem Text, wie er klassischer kaum denkbar ist, viele umgangssprachliche Redewendungen auftauchen. Ich finde es aber nicht schlecht, weil es einem die vielen Dialoge doch näherbringt. Und natürlich unterhalten sich Krieger mitten in der Schlacht nicht mit gestelzten hochsprachlichen Wendungen.
    Was ich auch sehr ansprechend fand, war die Idee, wenn einer der Götter spricht, die ersten paar Sätze im Original vorzutragen und dann erst mit der Übersetzung zu beginnen.
    Weniger ansprechend sind die ewig gleichen Untermalungen der Tonspur mit Geräuschen/musikalischen Versatzstücken. Wenn man das einhundertste Mal den Tod eines Kriegers oder das Abschießen eines Speers mit demselben Geräusch "kommentiert" hört, wird es ein wenig langweilig.
    Zur Illias allgemein: Man muss sich klarmachen, dass gut die Hälfte, wenn nicht mehr aus detaillierten Beschreibungen davon besteht, wie dieser oder jener Krieger diesen oder jenen anderen vom Leben zum Tod befördert, wo der Speer in dessen Körper eindringt und wo er wieder herauskommt usw. Insoweit kann man Homer eine gewisse Eintönigkeit vorwerfen. Auch das ewige letztlich von den Göttern gesteuerte Hin und Her des Schlachtenglücks lässt einen nach einer gewissen Zeit etwas ratlos werden. Unschätzbar dafür die Einblicke, die das Epos in die Gedankenwelt der griechischen Antike gibt, z.B. wie weit entfernt diese von den mittelalterlichen Vorstellungen von Ritterlichkeit war.
    Und, na ja, in dem Sinn hat die Illias kein "Happy End"... wenn man das sucht, ist sicher eine andere Lektüre vorzuziehen...
    Wenn man aber mal zu den antiken Wurzeln unserer Literatur vordringen will, ist dieses Hörbuch sicherlich einer der am leichtesten beschreitbaren Zugänge, zumindest wenn man etwas weiter gehen möchte als mit Schwabs klassischer Zusammenfassung, die früher Pflichtlektüre für die waren, die nicht selber altgriechisch konnten.

    22 von 22 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Andreas Appeln, Deutschland 26.05.2013
    Andreas Appeln, Deutschland 26.05.2013
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    "Rund 2500 Jahre überbrückt."

    Eigentlich weiß man, worauf man sich einlässt, wenn man Homer liest oder hört. Es ist wie ein Raunen aus uralter Zeit, gedämpft durch einen Tonfall, der wie Staub auf dem Inhalt liegt.
    Ganz anders hier. Die Menschen, ihre Konflikte, ihre Abgründe wirken frisch und aktuell.
    Die Hörspielbearbeitung mit ihren sparsam eingesetzten, aber wirksamen Geräuschen und die eindringliche, niemals aber aufdringliche Stimme Herrn Zapatkas bringen die wunderbare Übersetzung Raoul Schrotts, modern ohne Manierismen, sehr gut zur Geltung. Sehr empfehlenswert.

    5 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Basti 17.09.2014
    Basti 17.09.2014
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    Sprecher
    Geschichte
    "Lang, aber gut!"
    Auf welchen Platz würden Sie Ilias auf Ihrer Hörbuch-Bestenliste setzen?

    Dieses Hörbuch ist unbedingt unter meinen persönlichen Top 3. Es besticht durch Tiefe und Details, es macht die Gedanken einer Welt von vor knapp 3.000 Jahren fassbar. Durch die Neubearbeitung des Stoffes gelingt der Balanceakt modern und gleichzeitig authentisch zu wirken. Darüber hinaus brilliert Zapatka als Meister des gesprochenen Wortes, dies für sich allein ist schon große Kunst.


    Welche Figur hat Ihnen am besten gefallen? Warum?

    Das ist hier schwer zu sagen, aber letztlich wohl Zeus, der von seiner herrischen Ehefrau und seinen widerspenstigen Kindern derart genervt wird, dass man trotz Göttlichkeit nicht mit ihm tauschen möchte.


    Welche Szene hat Ihnen am besten gefallen?

    Der Kampf zwischen Menelaos und Paris und die schließlich daraus entstehende Schmach mit all der Schimpf und Schande.


    Wenn Sie dieses Hörbuch verfilmen könnten wie würde der Slogan dazu lauten?

    Troja: das geschah wirklich. Ein Epos in 20 Teilen.


    Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

    Es ist sicher kein Easy Listening und mal nebenbei hören, geht nicht. Aber wer sich Zeit nimmt, etwa morgens im Auto oder auf einem langen Spaziergang mit Kopfhörern, kann immer wieder ein Stückchen weiter eintauchen und wird mit dem Epos schlechthin belohnt. Es hat einen Grund, warum es auch nach fast 3.000 Jahren noch existiert.

    3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
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    tawabet Belgershain, Deutschland 31.10.2012
    tawabet Belgershain, Deutschland 31.10.2012
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    "Wohl (doch) keine Übersetzung..."

    aber immerhin ganz amüsant ist die "Übertragung" von Raoul Schrott.
    Philologisch gesehen ist sie, wie aus der Rezension von Paul Dräger deutlich hervorgeht, wohl ziemlicher Schrott:

    (...)

    Aber die Inszenierung ist gut gemacht und als erste Wiederannäherung an die Ilias durchaus spannend.
    Ich vergebe die drei Sterne daher ausdrücklich für die Lesung und die Inszenierung. Zwei Sterne Abzug gibt es für die Vorspiegelung falscher Tatsachen in der Beschreibung ("Übertragung" statt "moderne Nachdichtung", denn mit dieser Auskuft hätte ich es wahrscheinlich nicht gekauft!).

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
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    Knut 09.02.2012
    Knut 09.02.2012
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    "Zwiespältig"

    Uff...kann man hören - muss man aber nicht. Auf jeden Fall schonmal deutlich leichtere Kost als die klassischen Übersetzungen. Ich habe als Ergänzung zu Dan Simmons "Ilium" bzw. "Olympos" gehört. Ich muss gestehen, dass ich mir nicht jeden der zahlreichen Namen in der Geschichte merken konnte und auch irgendwie froh war, als ich die 3 Teile durch hatte.
    Man bekommt aber einen guten Einblick in die Geschichte, und viel wichtiger in das Denken und Fühlen der Menschen in der damaligen Zeit. Wenn man nicht den Anspruch hat, der Geschichte in allen Details folgen zu wollen, ist das Hörbuch ok. Um die Details würdigen zu können, kommt man wohl ums selber-Lesen nicht herum.

    4 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
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    Dr. Ralf Detmold, Deutschland 10.08.2015
    Dr. Ralf Detmold, Deutschland 10.08.2015
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    Geschichte
    "Muss man dies einem Werk der Weltliteratur antun?"

    Ja, ich weiß. Solch eine Literatur ist nicht jedermanns Sache. Aber wenn ich die Ilias schon hören möchte, dann bitte doch nicht in einer Schrott-Übersetzung wie diese. Und wenn ich schon eine Übersetzung wähle, da ich der griechischen Sprache nicht mächtig bin, dann möchte ich auch keine griechischen Versatzstücke hören. Dann auch noch dieses kunstgeifernde Geräuschwirrwarr!
    Fazit: Man kann sicherlich den Text modernisieren, aber nicht so. Für die Leser/Hörer, die keinen Wert auf eine dem Original nahestehende Vers-Übertragung legen (was dies ja auch nicht ist), sondern nur Inhalt kennenlernen wollen, empfehle ich eine gekürzte Prosaübertragung oder ein Hörspiel. Das vorliegende Hörbuch ist kein Genuss, sondern eher eine nahezu 20 Std. andauernde Folter.

    0 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
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    S. 06.07.2014
    S. 06.07.2014
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    "Trojanischer Krieg ohne Trojanisches Pferd"
    Wie haben Sie auf das Ende des Hörbuchs reagiert? (ohne dabei natürlich zu viel zu verraten!)

    Enttäuscht: wie, in Ilias kommt die Geschichte mit dem Trojanischen Pferd gar nicht vor?


    Hätten Sie das Hörbuch am liebsten in einem Rutsch durchgehört?

    Nein, der Text hat seine Längen. Detaillierte Beschreibungen von Ausrüstung und Schlachten begeistern mich nur bedingt.


    Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

    Unbedingt in Kombination mit Odysseus hören!

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  •  
    Johannes Bayreuth, Deutschland 31.05.2012
    Johannes Bayreuth, Deutschland 31.05.2012
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    "Naja...."

    Generell muss man ja alles gut finden, was älter als sagen wir mal 200 Jahre ist. Wenn dann etwas älter als 2000 Jahre ist, müsste man vor Extase Freudenkotzen. Eigentlich.
    Das Ding ist, dass man selbst Klassikern zugestehen kann, einfach zumindest teilweise richtig schlecht zu sein. Die Ilias ist dies. Über Stunden wird beschrieben, wer wem ein Speer in den Unterleib rammte, welche Organe dabei zum Vorschein kam, wem der Brustharnisch, der durchborte, vorher gehört hatte, von wem er erobert wurde und wer der Vater Großvater und Zahnarzt des Ermordeten war. Das mag als historisches Dokument ganz interessant sein, Bildung oder gar Unterhaltung ist das aber nicht.
    Zur Umsetzung: Ja, man kann daran verzweifeln, diesen Stoff irgendwie interessant zu gestalten. Hier eine Möglichkeit wie es nicht geht: 5 verschiedene Tonsequenzen (von "Pfeileinsclag + Krähenschrei" bis "Verhallte Schritte + sphärische Musik") zufällig einstreuen und jeden zweiten Satz in leichter Abwandlung wiederholen. Törnt mich einfach nicht so richtig an.

    Dafür, dass ich es geschafft habe, das ganze Hörbuch durchzustehen gibt es zwei Sterne, wobei der zweite eher als Anerkennung für meine Hörleistung zu verstehen ist.

    P.S.: [SPOILER!]
    An alle, die meinen das Ende zu kennen:
    Das Trojanische Pferd wird mit exakt einem Wort erwähnt (der zukünftige Baumeister gewinnt einen Boxkampf oder so). Die Geschichte ist am Ende nicht einmal zuende! Was für ein Schmu!

    5 von 16 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    S. Ruth Bühl 28.12.2011
    S. Ruth Bühl 28.12.2011

    Katzeschiller

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    "Allgemeinbildung"

    Eine Auflistung von Namen und Verwandschaftsgrade einschl. Götter.
    Muss man sich nicht antun, da man am Ende den Sinn der Geschichte nicht erkennt. Arme Lateiner, die deses Buch durchnehmen mussten.
    Ich buche es unter Erfahrung und allgemeinbilodung.

    2 von 33 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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