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Der Tod des Ivan Iljitsch Hörbuch

Der Tod des Ivan Iljitsch

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Inhaltsangabe

Diese Novelle gilt in der Literatur als die "die gewaltigste Sterbegeschichte, die jemals geschrieben wurde". Das Thema des Todes ist das Zentrum, die beklemmend-eindringliche Schilderung dieses Weges zum Tod, die tragische Geschichte eines erfolgreichen Menschen in der Blüte seines Lebens. "Solange es Schlachthöfe gibt, solange gibt es Schlachtfelder."

©2014 Audio Media Digital (P)2014 Audio Media Digital

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    doktorFaustus 10.02.2015
    doktorFaustus 10.02.2015

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    "Ich will nicht sterben"

    Wenn die Kunst des Schreibens darin besteht mit möglichst wenig Worten möglichst viel Dichte zu erzeugen, dann ist der Tod des Ivan Iljitsch sicher einer der kunstvollsten, weil dichtesten Erzählungen der Weltliteratur.
    Für Mahathma Gandhi war diese Geschichte eine der größten Erzählungen der Weltliteratur. Imprägniert mit Jahrzehnten beruflicher Erfahrung mit der pflegenden Fürsorge für Schwerstkranke und Sterbende lese/höre ich diesen Text vor allem als einen fulminanten Einspruch gegen den größten menschlichen Schmerz: Die soziale Isolation. In Diskussionen zum Thema Tod und Sterben in unserer modernen Hochgeschwindigkeitsgesellschaft wird immer wieder auf die hochentwickelte Kunst des Sterbens - Ars moriendi - in früheren Zeiten einfordernd verwiesen. Als Kronzeuge der vermeintlichen spirituellen Überlegenheit vergangener Epochen hat dann meist die monumentale "Geschichte des Todes" des französischen Historikers Philipe Aries herzuhalten. Hier ist einleitend zu lesen:"Fast zwei Jahrtausende lang - von Homer bis Tolstoi - blieb im Abendland die Grundeinstellung der Menschen zum Tod nahezu unverändert. Der Tod war ein vertrauter Begleiter, ein Bestandteil des Lebens, er wurde akzeptiert und häufig als eine letzte Lebensphase der Erfüllung empfunden."
    Wer jetzt dieses Hörbuch hört der mag sich verwundert die Ohren reiben. Von Akzeptanz, von Erfüllung, vom Tod gar als vertrautem Begleiter kann keine Rede sein. Und so ist diese wuchtige Geschichte auch ein Stück Ideologiekritik das gründlich abrechnet mit dem Mythos des guten Sterbens in vergangener Zeit. Der angeblich ach so gute Tod in der Vormoderne als es den Menschen noch gegeben war würdevoll im Kreis der Ihrigen Abschied zu nehmen, gestützt auf die Rituale einer ungemein weisen Kunst des Sterbens ist ein abgeschmacktes Klischee das das tatsächliche Grauen von Tod und Sterben in skandalöser Weise verzeichnet hat. In seiner kritischen Geschichte der Pallaitivmedizin zitiert der Internist und Medizinhistoriker Prof. Stolberg aus den Erfahrungsberichten von Ärtzten vergangener Jahrhunderte:"Eindringlich schildern Sie welche Qualen die Patienten in den letzten Wochen und Monaten ihres Lebens oft ausstehen mussten, wenn Sie an Krebs, Schwindsucht oder Wassersüchtig verstarben...Sie berichten von Krebskranken, deren Schmerzensschreie tage- und nächtelang durch die Räume hallten, die vor Scham und Ekel über den pestilenzialischen Gestank aus den geschwürig zerfallenden Tumoren halb wahnsinnig waren...Rückblickend ist es kaum mehr vorstellbar, was es bedeutete, einen Kranken in den Tod zu begleiten, dessen Schmerzen und Krämpfe mit den damaligen medizinischen Mitteln kaum wirksam zu kontrollieren waren, der Tag und Nacht fast ununterbrochen schrie und elendig krepierte..."
    Auch wenn ich Herrn Gehringer für seinen engagierten Vortrag sehr dankbar bin so hätte ich mir doch die wohl in den Archiven verschollene Vorlesung von Gert Westphal ersehnt.
    Dennoch: Ein unversäumbares Hörbuch. Nicht von ungefähr geschieht dem Namen Tolstoi in den Büchern, Aufsätzen und Vorträgen zum Thema Tod und Sterben rühmende und zitierende Erwähnung. Wenn ich noch eine Empfehlung aussprechen darf: Sterben von Arthur Schnitzler, auch hier bei Audible erhältlich.

    9 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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