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Das Geheimnis der alten Mamsell Hörbuch

Das Geheimnis der alten Mamsell

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Inhaltsangabe

Als die Spielersfrau Meta d'Orlowska unter tragischen Umständen auf der Bühne stirbt, wird ihre kleine Tochter Felicitas von der wohlhabenden Familie Hellwig aufgenommen. Doch bald stirbt auch ihr Beschützer, der alte Kommerzienrat. Von nun an wird sie von der Frau des Hauses wie ein Dienstmädchen behandelt und unter dem Vorwand einer strengen christlichen Erziehung gedemütigt, jedes geistige Interesse wird ihr verboten. Verständnis und Zuneigung findet die kleine Fee nur bei der alten Mamsell, einer ihrerseits von der bigotten Gesellschaft ausgeschlossenen Verwandten der Familie, die abgetrennt von der Welt im Dachgeschoss des Hauses lebt. Die Liebe und Zuwendung dieser alten Dame gibt Felicitas die Kraft, die immerwährenden Anfeindungen und Herausforderungen ihrer herzlosen Umwelt nicht nur durchzustehen, sondern letztendlich auch selbstbewusst zu überstehen.

In dem 1867 erschienenen Roman übt Eugenie Marlitt heftige Kritik an den sozialen Verhältnissen ihrer Zeit, in denen die Richtschnur "Ehre und Schande" ist und wo nach angeblich gut christlichen Werten gelebt wird, die aber doch nur Einfalt und Herrschsucht überdecken.

Aus der Reihe "Bibliophile Hörbücher - Klassiker der Genreliteratur".

©1867 gemeinfrei (P)2016 Gabriele Blum

Hörerrezensionen

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    Matthias Berlin, Deutschland 17.01.2013
    Matthias Berlin, Deutschland 17.01.2013

    Bin im richtigen Leben Musikjournalist. Die heimliche Liebe ist Literatur.

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    "Aschenbrödel für Erwachsene"

    Als Vielleser und -hörer, der in drei Jahrhunderten nach Futter stöbert, treibt mich seit einiger Zeit eine Frage um - warum erscheint mir oft die von Lehrern und Literaturprrofessoren zu Tode gehetzte Lektüre von Schmökern der Marlitt, Dumas, Gerstäcker und anderen weniger angestaubt als Klassiker von Storm und Fontane? Sind wir oberflächlicher geworden? Oder sind Liebe und Abenteuer bei ihnen doch doch zeit- und schnörkelloser gestaltet, als man uns in der Schule weismachen wollte?
    Marlitts Bestseller aus den 1860er Jahren jedenfalls hab ich durchlitten und genossen wie lange keinen modernen Roman mehr. Klar - irgendwann erkennt man, dass Fe, unterdrücktes Adoptivmädchen bei (pseudo)christlichen Kleinstadtspießern, nichts andres ist als ein originell ausgeschmückes Aschenbrödel. Aber was macht die Marlitt daraus! Was für herrlich böse Menschen zeichnet sie da - was für eine gar nicht triviale Prosa ist das und wie gradios versteht es die Autorin, die Klischees nicht wie Klischees aussehen zu lassen! Und wie fesseld ist die Geschichte auch für heutige Ohren noch erzählt!
    Die "Mamsell" entstand als Fortsetzungsroman für die populäre Zeitschrift "Die Gartenlaube" - und über alles Schmunzeln dieser frühen Form von Regenbogenpresse wird vergessen, wie leidenschaftlich das Blatt - anders als heutige Massenblätter - damal für echte Toleranz und freie Meinugsäußerung eingetreten ist. Dieser Geist durchweht auch den Roman, (lustig - die alte Mamsell liest natürlich auch die Gartenlaube, das ist wie ein spiegelbild im spiegelbild) dieses Feuer, die Gerechtigkeitsliebe fehlt mir manchmal bei den zurückhaltenden Granden Storm, Raabe, Fontane & co. Diese Art Literatur gehört auch zum deutschen Kulturerbe, und es ist schön, dass ein Verlag wie Rattenreiter vorurteilslos einen wirklich gut geschriebenen Schmöker wieder zugänglich macht.
    Und noch dazu genial gelesen von Gabriele Blum! Ich hoffe auf weitere Marlitt-Bücher mit ihr!

    35 von 35 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
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    Dragonfly Deutschland 26.03.2013
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    "Viel Charme aus vergangenen Zeiten"

    Das Geheimnis der alten Mamsell ist zum Teil Kritik an einer Gesellschaft, die wir uns heute gar nicht mehr vorstellen können. Es geht um Standesdünkel und Vorurteile, die es zu überwinden gilt, aber auch um Eitelkeit und emotionale Grausamkeit unter dem Deckmantel von Frömmigkeit.
    Dennoch gelingt es der willensstarken Protagonistin sich unter diesen Umständen zu emanzipieren und ihr Glück zu finden, denn wir haben es auch mit einer beinahe poetisch romantischen Liebesgeschichte zu tun. Und trotz des leicht angestaubten Flairs ist die Geschichte alles andere als langweilig. Das Sprachniveau ist hier hervorragend und Gabriele Blum liest in einer Weise, dass es richtig Spaß macht zuzuhören.

    12 von 12 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
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    Marlies 02.12.2015
    Marlies 02.12.2015
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    "Bitte mehr von Eugenie Marlitt!"
    Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

    Das Hörbuch - wieder exzellent gelesen von Gabriele Blum - hat mir sehr gefallen. Es war äußerst spannend, ich mochte es kaum unterbrechen. Die inhaltliche Schwarz-Weiß-Malerei der Charaktere ist gewiss realitätsfern, aber ich mag das einfach, ebenso die kunstvoll altmodische Sprache. Hoffentlich werden noch weitere Romane von Eugenie Marlitt als Hörbücher aufbereitet!

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
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    liane 01.03.2015
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    "Kein Kitsch!"

    Kitsch des 19. Jahrhunderts? Wie Rosamunde Pilcher? Nein, die Geschichte ist sehr viel klüger und kunstvoller aufgebaut, mit überraschenden Wendungen. Sprachlich glänzend.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
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    Christoph Rode 07.03.2016
    Christoph Rode 07.03.2016
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    "Erstaunliche Gedanken"

    Mt diesem Roman widerlegt Eugenie Marlitt alle, die ihr kitschige, romantisierende "Gartenlauben"-Romantik andichteten. Sehr scharf beobachtete und formulierte Gesellschaftskritik - und das von einer Frau ihrer Zeit. Alle Achtung!

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    Philine 29.12.2014
    Philine 29.12.2014

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    "Etwas angestaubt"

    Ich mache ab und zu gerne einen Abstecher ins Triviale. Das Geheimnis der alten Mamsell hat für mich aber nicht richtig funktioniert.
    Das liegt zum einen an den eher beschränkten sprachlichen Mitteln der Marlitt, zum anderen daran, dass die dargestellten Konflikte irgendwie angestaubt wirken.
    Das wäre ja nun theoretisch ein Argument gegen viele Romane es 19. Jahrhunderts; heutzutage müsste sich Anna Karenina nicht mehr vor einen Zug werfen...
    Hier ist es aber so, dass ich die Charaktere einfach nicht stimmig finde, noch nicht mal stimmig genug fürs Trivial-Genre. Im zweiten Teil agiert die Heldin einfach unvernünftig und auf eine etwas pubertäre Art trotzig.
    Also, für den relativ geringen Preis kann man sich das mal anhören, es muss aber nicht sein.
    Ich frage mich da schon, warum Audible nicht, statt die Tradition der Trivial-Literatur aufzuarbeiten, ein paar richtig gute Romane des 19. Jahrhunderts als Hörbuch produziert. Es gäbe da ja z.B. aus dem englischen Literaturkanon genug richtig gute und auch populäre Autoren (Dickens, George Eliot)

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